Leutersdorf: Rittergut Oberleutersdorf III

Rittergut Oberleutersdorf III

Haberlandsches Freigut
02794 Leutersdorf

Historisches

Siegmund von Haberland erwarb im 17. Jahrhundert zwei zusam­men­ge­legte Bauernstellen und begrün­dete damit das Haberlandsche Freigut. Es unter­stand in jener Zeit dem Rittergut Oberleutersdorf. Dessen spä­te­rer Eigentümer Eduard Gottlob Ehrenfried von Oberländer teilte sei­nen Grundbesitz 1735 auf. 1764 erfolgte der Verkauf des Ritterguts Oberleutersdorf II mit dem Haberlandschen Freigut an Gottlieb Schöbel.

1784 wurde das Freigut, bestehend aus einem klei­nen Wohnhaus und etwas Garten- und Ackerland, abge­trennt und bil­dete fortan das Rittergut Oberleutersdorf III. Die Rittergüter Oberleutersdorf II und III wur­den 1860 von Carl von Könneritz erwor­ben und dadurch wie­der vereinigt.

Herrnhut: Freigut Niederrennersdorf

Freigut Niederrennersdorf

Hauptstraße 57
02747 Herrnhut OT Rennersdorf

Historisches

Das Freigut befand sich ab 1887 im Besitz von Reinhard Held und gelangte 1901 an Friedrich Julius Held. Diesem folgte Alfred Held bis zu sei­nem Tod 1969. Sein Sohn Siegfried Held über­nahm das Freigut als Erbe,

Nach 1945

Es erfolgte keine Enteigung, die Familie Held behielt das Freigut wei­ter in ihrem Besitz.

Heutige Nutzung

Das Freigut befin­det sich in Privatbesitz und ist einsturzgefährdet.

Hohendubrau: Rittergut Groß Saubernitz

Rittergut Groß Saubernitz

02906 Hohendubrau OT Groß Saubernitz

Historisches

Groß Saubernitz gehörte zur Grundherrschaft Niedergebelzig. Es soll ein Rittergut exis­tiert haben, des­sen Herrenhaus 1990 wegen Baufälligkeit abge­tra­gen wor­den sein soll.

Die Veröffentlichung die­ses Artikels erfolgt aus­drück­lich unter Vorbehalt und unter Berufung auf eine ein­zige Quelle, die durch andere Quellen nicht belegt wer­den konnte. Intern gehe ich davon aus, dass hier ein Recherchefehler vor­liegt und der Abriss sich auf das Herrenhaus Niedergebelzig bezieht, wel­ches tat­säch­lich 1990 abge­tra­gen wurde. Dieses Objekt beziehe ich des­halb vor­erst nicht in die Statistik ein.

Sollten Sie über einen defi­ni­ti­ven Nachweis ver­fü­gen, dass in Groß Saubernitz ein Rittergut und/​oder Herrenhaus exis­tierte, kon­tak­tie­ren Sie mich bitte. Vielen Dank.

Rietschen: Vorwerk Mochholz

Vorwerk Mochholz

02956 Rietschen OT Mochholz

Historisches

Der Ort Mochholz wurde erst­mals 1563 erwähnt und unter­stand zu jener Zeit den Herren von Metzradt. Die Ortssiedlung war um einen Eisenhammer herum ent­stan­den, der wahr­schein­lich schon in der Mitte des 16. Jahrhunderts errich­tet wurde. 1597 gelangte Mochholz an die Standesherrschaft Muskau. Vermutlich wurde der Eisenhammer im Dreißigjährigen Krieg zer­stört und anschlie­ßend unter Curt Reinicke von Callenberg wie­der aufgebaut.

Zu Beginn der 1660er Jahre wurde der Betrieb ein­ge­stellt und das Hammergut in ein Vorwerk umge­wan­delt. Als sol­ches wurde es einer ande­ren Quelle zufolge schrift­lich bereits 1630 belegt. Auf dem Vorwerk wurde 1662 eine Mühle errich­tet. Der Fürst Pückler ver­äu­ßerte das Vorwerk Mochholz 1811, kaufte es jedoch 1829 wie­der zurück.

Nach 1945

Die Mühle wurde noch bis 1980 betrieben.

Nachwendezeit

1992 wurde die Mühle abge­ris­sen. Das Vorwerk und sein Herrenhaus folg­ten im Jahr 1993, um Platz für die Erweiterung des Braunkohletagebaus zu schaffen.

Horka: Rittergut Mückenhain

Rittergut Mückenhain

Särichener Straße 23
02923 Horka OT Mückenhain

Historisches

Die Grundherrschaft über Mückenhain hat­ten die Herren von Gersdorff bereits seit dem spä­ten 15. Jahrhundert inne. Das dama­lige Gut brannte im Jahre 1585 ab und wurde in der Folgezeit unter Abraham von Gersdorff wie­der auf­ge­baut. Ein Rittergut in Mückenhain wurde erst­mals 1592 urkund­lich erwähnt. Es ver­fügte über eine Ziegelei, in der Tonziegel gebrannt wurden.

Im Dreißigjährigen Krieg soll 1647 eine kleine Fronfeste mit vier Gefängniszellen auf dem Rittergut Mückenhain erbaut wor­den sein. 1710 ver­lie­ßen die Herren von Gersdorff Mückenhain. Unter Abraham von Reibold wurde 1731 ein neues Herrenhaus erbaut. Darüber hin­aus ent­stan­den eine Brennerei, eine Brauerei und eine Mühle. Friedrich Rudolph Lucke erwarb 1840 das Rittergut.

Nach 1945

Nach Kriegsende wurde das Rittergut ent­eig­net und mit dem Vollzug der Bodenreform an Kleinbauern und Vertriebene ver­teilt. Das Herrenhaus wurde auf einen Befehl der SMAD nach 1950 abge­ris­sen. Die Landwirtschaftsflächen des Ritterguts wur­den spä­ter in die LPG ein­ge­glie­dert und von die­ser bewirtschaftet.

Heutige Nutzung

Es sind noch Ruinenreste des Herrenhauses vor­han­den. Die Wirtschaftsgebäude wer­den unter ande­rem zu Wohnzwecken genutzt.

Rietschen: Vorwerk Linda

Vorwerk Linda

02956 Rietschen OT Hammerstadt

Historisches

Das Vorwerk bzw. die Vorwerkssiedlung Linda unter­stand dem Rittergut Hammerstadt. Seit 1936 hieß der Ortsteil Linda Lindfeld. Die Informationslage ist dar­über hin­aus spärlich.

Nachwendezeit

Das Vorwerk Linda musste dem Braunkohleabbau wei­chen und wurde 1992 devastiert.

Hähnichen: Vorwerk Heinrichswalde

Vorwerk Heinrichswalde

Heinrichswalde 9 (?)
02923 Hähnichen OT Quolsdorf

Historisches

Das Vorwerk Heinrichswalde befand sich öst­lich von Quolsdorf. Es gehörte zum Rittergut Quolsdorf. Die Informationslage ist über­aus spärlich.

Die Adressangabe erfolgt unter Vorbehalt.

Rietschen: Rittergut Nappatsch

Rittergut Nappatsch

02956 Rietschen OT Altliebel

Historisches

In Nappatsch bestand seit 1644 ein Rittergut. Dieses wurde zuletzt als Schäferei genutzt und dafür erheb­lich umge­stal­tet. Der Charakter eines typi­schen Rittergutsgehöfts ging dadurch verloren.

Heutige Nutzung

Die Formulierungen der unter­schied­li­chen Quellen las­sen dar­auf schlie­ßen, dass gege­be­nen­falls heute nichts mehr von der Bausubstanz des frü­he­ren Rittergutes vor­han­den ist.

Rietschen: Rittergut Neuliebel

Rittergut Neuliebel

Altliebeler Weg 12
02956 Rietschen OT Neuliebel

Historisches

Ab 1663 bestand in Neuliebel ein Rittergut.

Nach 1945

Das ehe­ma­lige Herrenhaus des Rittergutes wurde nach 1945 abgerissen.

Heutige Nutzung

Die Wirtschaftsgebäude bil­den zusam­men mit einem Zweckneubau am Standort des frü­he­ren Herrenhauses einen Vierseitenhof, der augen­schein­lich land­wirt­schaft­lich genutzt wird.

Mittelherwigsdorf: Wasserburg & Vorwerk Hasenberg

Wasserburg & Vorwerk Hasenberg

Am Hasenberg 1
02763 Mittelherwigsdorf OT Eckartsberg

Historisches

Die mit­tel­al­ter­li­che Wasserburg befand sich west­lich des Vorwerks Hasenberg. Es han­delte sich um eine qua­dra­ti­sche Insel mit was­ser­füh­ren­dem Graben. Weder exis­tie­ren schrift­li­che Urkunden über die Wasserburg noch wur­den bis­her archäo­lo­gi­sche Ausgraben durch­ge­führt. Angaben zu Entstehung, Besitzer, Zweck und Untergang sind daher nicht bekannt. Sie wird auch als Wasserburg Eckartsberg bezeichnet.

Vermutlich nach Aufgabe der Wasserburg ent­stand direkt dane­ben auf dem Festland ein Vorwerk, des­sen Ersterwähnung auf das Jahr 1391 datiert. Zum dama­li­gen Zeitpunkt befand es sich im Besitz der Familie Hallstein/​Haldenstein. Seit Beginn des 17. Jahrhunderts wurde das Gut als Oberhasenberg bezeichnet.

Als Besitzer sind wei­ter­hin bekannt ab 1609 Christoph Nesen, ab 1626 für fünf Jahre Andreas Winziger, von 1641 bis 1657 Caspar Hartranft, ab 1657 des­sen Tochter Anna Rosine Hartranft, ab 1662 Georg Förster, von 1665 bis 1705 Andreas Räthelt und nach­fol­gend des­sen Witwe, von 1708 bis 1732 Johann Benedict Carpzov, ab 1732 Johann Siegmund Müller, ab 1768 Johann Georg Berndt und ab 1770 bis nach 1852 die Familie Döring. Von 1866 bis 1867 wurde auf dem Vorwerksgelände ein neues Wohngebäude errichtet.

Die Besitzer nutz­ten das Gut als Sommersitz. 1873 brannte die Scheune nach einem Blitzeinschlag nie­der. In jenem Jahr war als Pächter L. G. Schäfer vermerkt.

 

Bodendenkmalschutz

Bodendenkmalschutz besteht seit 1935 für die Überreste der Wasserburg, erneu­ert wurde der Schutz 1958.