Niesky: Vorwerk Zedlig

Vorwerk Zedlig

Zedlig Nr. 10
02906 Niesky OT Zedlig

Historisches

1768 erfolgte ein schrift­li­cher Nachweis über das Vorwerk. Es befand sich min­des­tens im Zeitraum 1822 bis 1845 im Besitz der Charlotte Sophie Gräfin von Einsiedel. Als wei­te­rer Besitzer ist Hermann Günter Freiherr von Schlotheim bekannt.

Heutige Nutzung

Das Wohnhaus des Vorwerks wird als eben sol­ches genutzt.

Niesky: Rittergut Moholz

Rittergut Moholz

Martin-​Voß-​Straße 86
02906 Niesky OT Moholz

Historisches

1652 erfolgte die erste urkund­li­che Erwähnung. Das Schloss des Rittergutes wurde im 19. Jahrhundert bau­lich verändert.

Nach 1945

Der letzte Besitzer Ernst Schneider wurde im Zuge der Bodenreform ent­eig­net. Nach 1945 wurde das auf­grund von Kriegseinwirkungen abge­brannte Schloss kom­plett abge­bro­chen. An sei­ner Stelle wurde ein Neubau mit einem Gartencenter errichtet.

Heutige Nutzung

Die Wirtschaftsgebäude wer­den zu Wohnzwecken und als Sitz einer Agrargenossenschaft sowie land­wirt­schaft­lich genutzt.

Niesky: Rittergut Niederkosel

Rittergut Niederkosel

Krebaer Straße 75
02906 Niesky OT Kosel

Historisches

Das Rittergut exis­tierte bereits im frü­hen 16. Jahrhundert und befand sich im Besitz der Familie von Gersdorff. 1623 wurde Kosel geteilt, wor­auf­hin die bei­den Orte Niederkosel und Oberkosel ent­stan­den. Niederkosel erhielt Caspar von Gersdorff, wel­cher das Rittergut anle­gen ließ. Nur drei Jahre spä­ter ver­kaufte er es sei­nem Schwager Hans Friedrich von Luttitz. Das Herrenhaus wurde ver­mut­lich im 18. Jahrhundert erbaut.

1743 erwarb Johann Jacob Baron O’Byrn das Rittergut. Der Familienbesitz wurde 1809 von Friedrich Constantin Wenzel Freiherr von O’Byrn an Ehrenfried Wilhelm Günther von Jagemann ver­kauft. Nach ihm gab es meh­rere Besitzerwechsel. Letzter Besitzer war Dr. Kurt Fischer, der das Rittergut Niederkosel sei­ner Tochter Melanie Schott vermachte.

Nach 1945

Mit dem Vollzug der Bodenreform wurde Frau Schott ent­eig­net. Eine andere Quelle besagt jedoch, dass Melanie Schott nicht ent­eig­net wurde, da der Grundbesitz des Ritterguts unter 100 Hektar lag. Sie führte die­ser Quelle zufolge den Landwirtschaftsbetrieb bis 1960, musste das Land dann jedoch zwangs­weise in die LPG einbringen.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus wird von einer Nachfahrin bewohnt und befin­det sich in städ­ti­schem Besitz. Bisherige Verkaufsbemühungen schei­ter­ten. Das park­ähn­li­che Grundstück ver­fügt zusätz­lich über ein Nebengebäude und Garagen, aber auch über einen alten Baumbestand.

Niesky: Rittergut Oberkosel

Rittergut Oberkosel

Krebaer Straße 11
02906 Niesky OT Kosel

Historisches

Das Rittergut wurde erst­mals 1626 urkund­lich erwähnt. Drei Jahre zuvor war der Besitz der Familie von Gersdorff geteilt wor­den und Jonas von Gersdorff erhielt Oberkosel. Nur zwei Jahre spä­ter ver­kaufte er Oberkosel an sei­nen Schwager Christoph von Haugwitz. Unter die­sem ent­stand das Rittergut Oberkosel. 1741 erwarb Johann Jacob Baron O’Byrn das Rittergut Oberkosel. Die Familie behielt es bis 1794 in ihrem Besitz. In der zwei­ten Hälfte des 19. Jahrhunderts gelangte Oberkosel zurück an die Familie von Gersdorff, als Major Wolf von Gersdorff den Grundbesitz erwarb. Karl Freiherr von Uslar-​Gleichen erwarb das Rittergut in den 1920er Jahren. Er ver­erbte den Besitz sei­ner Tochter Erica Reinhardt.

Nach 1945

Erica Reinhardt wurde 1945 ent­eig­net. Das Herrenhaus wurde zu Wohnraum umfunk­tio­niert und beher­bergte spä­ter auch die LPG-​Küche und die Schule.

Heutige Nutzung

Das Rittergut befin­det sich in Privatbesitz und ist stark sanierungsbedürftig.

Markersdorf: Wallburg Jauernick

Wallburg Jauernick

Kreuzberg (Burgberg)
02829 Markersdorf OT Jauernick-Buschbach

Historisches

Von der sla­wi­schen Höhenburg sind ein halb­run­der Abschnittswall mit halb­run­der Vorburg recht gut erhal­ten. Der Kreuzberg befin­det sich am nörd­li­chen Ortsrand und kann über die Straße Am Kreuzberg erreicht und über Wanderwege began­gen werden.

Bodendenkmalschutz

Bodendenkmalschutz besteht für die Anlage seit 1955.

Markersdorf: Schloss Deutsch-Paulsdorf

Schloss Deutsch-​Paulsdorf

Am Schloss 4
02829 Markersdorf OT Paulsdorf

Historisches

Der 1389 erwähnte und ver­mut­lich bereits um 1285 bestehende Herrensitz wurde vom Kloster St. Marienstern an die Familie von Gersdorf ver­kauft. 1600 erwarb die Familie von Uechtritz das zwei Jahre spä­ter erwähnte Rittergut und behielt es fast 150 Jahre im Familienbesitz. 1747 gelangte das Gut in den Besitz der Familie von Ingenhaeff, die 1775 das Schloss erbauen ließ. Johann Ernst Andreas von Inenhaeff ver­kaufte das Rittergut Deutsch-​Paulsdorf 1812 an Ernst Adolph Otto von Kiesewetter. Nach wei­te­ren Eigentümerwechseln wurde das Rittergut 1872 an die Familie von Wuthenau ver­äu­ßert, gefolgt 1927 von der Familie von Fallois.

Nach 1945

Nach der Enteignung der Familie von Fallois 1945 und dem Vollzug der Bodenreform wur­den die land­wirt­schaft­li­chen Flächen von der LPG bewirt­schaf­tet. Das Schloss wurde durch die Gemeindeverwaltung genutzt und ent­hielt außer­dem Wohnraum.

Heutige Nutzung

Seit Anfang 2013 nut­zen der Feuerwehr- und Ortsverein die Erdgeschossräume des Schlosses.

Markersdorf: Rittergut Buschbach

Rittergut Buschbach

Dorfstraße 80
02829 Markersdorf OT Jauernick-Buschbach

Historisches

Das Rittergut Buschbach, vor­mals Rittergut Niecha, wurde 1616 urkund­lich erwähnt., als es von der Familie von Kottwitz, Besitzer seit dem 15. Jahrhundert, ver­kauft wurde. Nach meh­re­ren Besitzerwechseln kam das Rittergut 1674 an die Familie von Ziegler und Klipphausen, auf die die Gründung des Stifts Joachimstein zurück geht. Diesem Stift wurde das Rittergut 1722 schließ­lich über­tra­gen.  Unter Joachim Siegesmund von Ziegler wurde 1729 eines der Wirtschaftsgebäude errich­tet. Umbauten erfolg­ten 1861. Das Stift behielt das Rittergut bis zur Enteignung 1945 in Besitz und ver­pach­tete es. Der letzte Pächter war die Familie Eidam.

Nach 1945

Nach der Enteignung des Stifts Joachimstein wur­den im Herrenhaus Wohnungen und ein Kindergarten eingerichtet.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus wird bewohnt. Wirtschaftsgebäude sind eben­falls noch vorhanden.

Markersdorf: Wallburg Kiefernberg

Wallburg Kiefernberg

Kiefernberg
02829 Markersdorf OT Friedersdorf

Historisches

Die Höhenburg mit halb­run­dem Abschnittswall ist größ­ten­teil durch den Abbau von Kies abge­tra­gen. Das Areal war ursprüng­lich ver­mut­lich ring­för­mig geschlos­sen. Der Kiefernberg befin­det sich nord­west­lich des Ortes

Bodendenkmalschutz

Die Kiefernbergschanze wurde 1955 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt.

Markersdorf: Wasserburg & Schloss Gersdorf

Wasserburg & Schloss Gersdorf

Im Oberdorf 21 (Schloss)
Im Oberdorf 18–20 & 22–24 (Rittergut)
02829 Markersdorf OT Gersdorf

Historisches

1232 wurde erst­mals ein Herrensitz unter Volveramus de Gerardesdorf urkund­lich erwähnt. Die Familie von Gersdorff besaß das Gut bis 1585 und ver­kaufte es an Günther von Hermsdorf. In eben jenem Jahr erfolgte die erste Erwähnung als Rittergut. Das Schloss wurde um 1600 erbaut. Dabei wurde die frü­here Wasserburg überbaut.

Weitere Besitzer waren die Familien von Warnsdorf und von Salza. Die Familie von Gersdorff erwarb das Rittergut Gersdorf 1684 zurück und ver­kaufte es fünf Jahre spä­ter an die Familie von Nostitz. Es blieb bis 1810 in direk­tem Familienbesitz und kam 1877 an die Familie Krug von Nidda.

Das Schloss wurde unter die­ser 1879 umge­baut. Zuvor exis­tierte bereits ein von Wassergräben umschlos­se­ner Schlossbau, der noch um 1780 als Vierflügelanlage exis­tierte. Diese Anlage ging zu Beginn des 19. Jahrhunderts ver­lo­ren, bis auf den Südflügel. Zwischenzeitlich musste das Rittergut 1931 ver­stei­gert wer­den, blieb aber den­noch in Familienbesitz, indem es vom ältes­ten Sohn Carl Ludwig Krug von Nidda erstei­gert wurde. Der Wirtschaftshof wurde im 19. und 20. Jahrhundert mehr­fach umgebaut.

Nach 1945

Die Familie Krug von Nidda wurde 1945 ent­eig­net und nach Prora auf Rügen depor­tiert. Nach Kriegsende diente das Schloss Flüchtlingen als Unterkunft, außer­dem wurde es als Schule und Kindergarten genutzt. Die geplante Sprengung konnte 1947 somit ver­hin­dert werden.

Nachwendezeit

Die Wohnungsnutzung wurde nach 1989 nach und nach auf­ge­ge­ben. 1996 gelang­ten Teile des Rittergutes wie­der an die Familie Krug von Nidda. 2007 und 2008 befand sich das Schloss, das nun eben­falls einen neuen Besitzer gefun­den hatte, in der Rekonstruktions- und Sanierungsphase.

Heutige Nutzung

Der Innenausbau soll erst erfol­gen, wenn ein Nutzungskonzept für das leer­ste­hende Schloss vor­liegt. Das Gesindehaus und zwei Ställe wur­den saniert, sie die­nen Wohnzwecken.

Bodendenkmalschutz

Die ursprüng­li­che Wasserburg wurde durch das Schloss über­baut und der was­ser­füh­rende Graben ein­ge­eb­net. Bodendenkmalschutz besteht für die Wasserburganlage seit 1977.

Markersdorf: Rittergut Oberpfaffendorf

Rittergut Oberpfaffendorf

Siedlerweg 36 (Herrenhaus)
Siedlerweg 43, 45, 47 (Wirtschaftsgebäude)
Hauptstraße 96, 97 (Wirtschaftsgebäude)
02829 Markersdorf OT Pfaffendorf

Historisches

Das Rittergut wurde 1568 erst­mals urkund­lich erwähnt. Es befand sich in bür­ger­li­cher Hand und gelangte 1670 an Johann Rothe, der spä­ter in den Adelsstand geho­ben wurde und sich fortan Rothe von Baumgart nannte. Das heute vor­han­dene Herrenhaus wurde 1870 unter Eduard Lucius erbaut.

Nach 1945

Der letzte Besitzer Walter Fünfstück wurde 1945 ent­eig­net. Danach wurde im Herrenhaus eine Berufsschule ein­ge­rich­tet und die Landwirtschaftsflächen durch die LPG genutzt. 1973 erfolgte eine Umnutzung des Herrenhauses zur Kinderkrippe.

Heutige Nutzung

Mittlerweile dient das Herrenhaus als Arztpraxis. Erhalten sind noch ein wei­te­res Wohnhaus und drei große Wirtschaftsgebäude.