Frohburg: Burg Gnandstein

Burg Gnandstein

Burgstraße 3
04655 Frohburg OT Gnandstein

Historisches

Die ver­mut­li­che Erbauungszeit der Burg liegt zwi­schen 1200 und 1230. Die Ersterwähnung als Herrensitz erfolgte 1196. Die Brüder Heinricus und Cunradus de Nannenstein wur­den 1228 als Herren auf Gnandstein genannt. Im 15. Jahrhundert fan­den umfang­rei­che Um- und Erneuerungsbauten statt. Nachdem es 1632 und 1647 zu  Zerstörungen kam, wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts erneut eine Umgestaltung der Burg vor­ge­nom­men. Durch diese Bautätigkeiten hat­ten sich die jahr­hun­der­te­lan­gen Besitzer, die Familie von Einsiedel, im Jahr 1740 stark ver­schul­det. Nachdem 1932 in der Burg Gnandstein ein Heimatmuseum ein­ge­rich­tet wor­den war, ging die Burg sie­ben Jahre spä­ter in den Besitz von Sybilla Freifrau von Friesen über.

Nach 1945

Der letzte Besitzer, Hanns von Einsiedel, wurde 1945 ent­eig­net und aus Sachsen aus­ge­wie­sen. 1947 wurde in der Burg das Landkreismuseum eröff­net. In den 1960er Jahren sowie zwi­schen 1990 und 1994 fan­den Sanierungsarbeiten statt.

Heutige Nutzung

Heute wird Burg Gnandstein als Museum, für ver­schie­dene gas­tro­no­mi­sche Einrichtungen und als Burghotel sowie für Konzerte und Tagungen genutzt.

Bodendenkmalschutz

Bodendenkmalschutz besteht für die Burg seit Anfang 1974.

Kitzscher: Wasserburg & Rittergut Hainichen

Wasserburg & Rittergut Hainichen

Gutshof 1
04567 Kitzscher OT Hainichen

Historisches

Das Rittergut Hainichen geht auf eine mit­tel­al­ter­li­che Wasserburg zurück, die auch als Die Insel bezeich­net wird und sich im Gutsbereich befin­det. Der qua­dra­ti­sche Bühl weist eine Seitenfläche von ca. 25 m und noch eine Höhe von etwa 2 m auf. Der umlau­fende, was­ser­füh­rende Graben ist stel­len­weise bis zu 6 m breit.

1551 wurde das Rittergut erst­ma­lig erwähnt. Zu die­sem Zeitpunkt erfolgte der Bau des ers­ten Herrenhauses. Seit 1681 befand sich das Rittergut für etwa ein Jahrhundert im Besitz der Familie von Zehmen. Zuvor befand es sich im Besitz der Familien aus dem Winckel und von Brück. 1873 kauf­ten die Herren Günther das Rittergut und ver­kauf­ten es 1809 an den Hofrat Johann August Schirmer, der es wie­derum 1817 an die Familie von Bärenstein ver­äu­ßerte. Von 1838 bis 1881 war das Rittergut Eigentum der Familie Schmidt und wurde dann an die Familie Steiger ver­kauft. Nachdem das Herrenhaus 1908 nie­der­brannte, wurde es im Jugendstil wie­der aufgebaut.

Nach 1945

Nach der Enteignung 1945 wurde das Herrenhaus zu Wohnzwecken genutzt.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus ist mitt­ler­weile auf­wän­dig saniert und wird als Wohnraum und durch eine Kindertagesstätte genutzt.

Bodendenkmalschutz

Schutz als Bodendenkmal besteht seit Ende 1967 für die frü­here Wasserburganlage.

Kitzscher: Schloss Thierbach

Schloss Thierbach

Landstraße
04567 Kitzscher OT Thierbach

Historisches

1277 wurde Heinrich von Thierbach als Besitzer des Herrensitzes Thierbach erwähnt. Ab 1471 befand sich der Herrensitz im Besitz der Familie von Kitzscher, unter wel­cher 1548 die Aufwertung zum Rittergut erfolgte. Ab 1650 befand sich das Rittergut für fast ein Jahrhundert im Besitz der Familie von Claußbruch und wurde 1730 an die Familie von Zehmen ver­kauft. Es wech­selte ab 1773 noch mehr­fach die Besitzer und kam 1888 an die Familie von Auenmüller, unter wel­cher im glei­chen Jahr das Schloss in unmit­tel­ba­rer Nähe des Rittergutes im neo­go­ti­schen Stil errich­tet wurde. 1941 wurde Schloss Thierbach an die ASW Espenhain ver­kauft und diente als Wohnunterkunft für Werksdirektoren.

Nach 1945

1945 erfolgte die Enteignung des Rittergutes. Das Schloss hin­ge­gen ver­blieb im Besitz der Aktiengesellschaft Sächsische Werke Espenhain und diente Umsiedlern als Unterkunft.

Heutige Nutzung

Mittlerweile steht Schloss Thierbach seit vie­len Jahren leer und ist voll­kom­men ruinös.

Pegau: Herrenhaus Hohenlohe

Herrenhaus Hohenlohe

Am Kulturhaus 4
04523 Pegau OT Hohenlohe

Historisches

Das Herrenhaus wurde bereits vor 1800 errich­tet. 1915 erfolgte ein Umbau.

Heutige Nutzung

Es wird durch die Gemeindeverwaltung genutzt.

Kitzscher: Vorwerk Lindhardt

Vorwerk Lindhardt

ehe­mals Lindhardt Nr. 6
04567 Kitzscher

Historisches

Das Vorwerk Lindhardt, ein Einzelgut, wurde als sol­ches 1606 schrift­lich erwähnt und gehörte vor­erst zum Rittergut Steinbach. Es befand sich um 1700 im Besitz der Familie von Kötteritz, wurde 1719 an die Familie von Pflugk und 1754 an die Familie Baumann ver­äu­ßert, die es bis etwa 1844 besaß. 1886 erfolgte die Trennung von Steinbach und der Anschluss an Kitzscher, ver­mut­lich im Zusammenhang mit dem im glei­chen Jahr getä­tig­ten Kauf durch die Familie von Arnim.

Nach 1945

1945 erfolgte die Enteignung von Curt von Arnim. Später brannte das Vorwerk ab, von ihm ist heute nichts mehr erhal­ten. An sei­ner Stelle befin­det sich ein Pferdesportzentrum.

Kitzscher: Wasserburg & Schloss Kitzscher

Wasserburg & Schloss Kitzscher

Rittergutsgasse /​ Bornaer Straße
04567 Kitzscher

Historisches

1251 wurde das Dorf mit sei­nem Rittergut erst­mals mit dem Besitzer Guntherus de Kiczschera erwähnt. Noch bis 1676 befand es sich im Familienbesitz derer von Kitzscher. Ein Jahr spä­ter erwarb Dr. Romanus Teller das Rittergut, der es 1694 an Anton Wilhelm Treusch von Buttlar ver­äu­ßerte. Seit 1701 befand sich das Rittergut im Besitz der Familie von Hartmann. Das Gut wurde 1772 erbaut, ein Jahr spä­ter kam es in den Besitz des Joseph Alexander Fürst von Jablonowsky.

Drei Jahre spä­ter wurde am Schloss der Turm ange­bracht. In der Zeit zwi­schen 1777 und 1787 war August Wilhelm Schroth mit dem Gut belehnt. An die­sen ver­kaufte der Fürst Jablonowsky das Rittergut 1787. Schon im fol­gen­den Jahr wurde es von der Familie von Niebecker erwor­ben, die 1824 ein zusätz­li­ches herr­schaft­li­ches Wohngebäude errich­ten ließ. Durch Heirat kam das Rittergut Kitzscher 1832 an den Freiherrn von Keller. Hermann von Witzleben kaufte das Rittergut 1846 und ver­kaufte es 1870 an die letz­ten Besitzer, die Familie von Arnim. Diese ver­an­lasste Um- und Ausbauarbeiten am Schloss zwi­schen 1871 und 1876 sowie die Errichtung eines neuen Sägewerkes auf dem Rittergut im Jahre 1898.

Nach 1945

Nach Kriegsende war ursprüng­lich auf Geheiß der Sowjets der Abbruch des Rittergutes mit sei­nem Schloss geplant, konnte jedoch vor­erst ver­hin­dert wer­den. Das Schloss wurde trotz­dem 1960 abgerissen.

Nachwendezeit

Nachdem es im Jahr 2000 zu einem Brand auf dem Rittergut kam, wur­den Aufbauarbeiten unter­las­sen. Vier Jahre spä­ter wurde der Stall, 2007 ein wei­te­res Gebäude des ehe­ma­li­gen Gutshofes abgetragen.

Bodendenkmalschutz

Ursprungsbau von Schloss Kitzscher war eine mit­tel­ter­li­che Wasserburg, deren Graben teil­weise ver­füllt wurde. Schutz als Bodendenkmal besteht seit 1936. Dieser Schutz wurde 1958 erneuert.

Kitzscher: Vorwerk Apelt

Vorwerk Apelt

04567 Kitzscher

Historisches

Das Vorwerk wurde um 1791 urkund­lich erwähnt. Es han­delte sich um ein Einzelgut. 1905 wurde es noch­mals nach­ge­wie­sen, im Laufe des 20. Jahrhunderts jedoch völ­lig abgebrochen.

Kitzscher: Wasserburg & Rittergut Braußwig

Wasserburg & Rittergut Braußwig

Am Rittergut 1
04567 Kitzscher OT Braußwig

Historisches

Um 1445 war ein Rittersitz unter Nickel Sczeczaw zcu Bruwenswig benannt, der 1548 zum Rittergut erho­ben wurde. Als Besitzer bekannt sind die Familien Falckner, von Zehmen, von Hausen, Zschammer, Schade und Lehmann. Letzter Besitzer des Rittergutes war um 1912 Kurt Klingenhardt. 1935 wird dem Rittergut Braußwig zuge­stan­den, sich künf­tig “Rittergut Braußwig in Dittmannsdorf” zu nennen.

Nach 1945

Das Rittergut ging 1945 in Gemeindebesitz über und diente als Wohnunterkunft für Umsiedler.

Bodendenkmalschutz

Das Rittergut geht auf eine mit­tel­al­ter­li­che Wasserburg zurück. Im west­li­chen Gutsbereich ist ein damm­ar­ti­ger Wallzug erkenn­bar. Im Ostbereich ist ein Teil des Grabens noch als Senke erkenn­bar. Schutz als Bodendenkmal besteht für die Wasserburg seit Mitte 1975.