Grimma: Rotes Vorwerk

Rotes Vorwerk

Vorwerkstraße 39
04668 Grimma

Historisches

Das Vorwerk wurde zwi­schen 1860 und 1864 erbaut. Ursprünglich wurde hier eine Zucht mit Merinoschafen betrieben.

Heutige Nutzung

Auf dem Gelände des Vorwerkes ist ein Reiterhof untergebracht.

Groitzsch: Rittergut Großpriesligk

Rittergut Großpriesligk

04539 Groitzsch OT Großpriesligk

Historisches

Das Rittergut ist seit dem 17. Jahrhundert (1696) bekannt. Es befand sich im Besitz der Grafen von Hohenthal. Es han­delte sich um ein tro­cke­nes Rittergut ohne Gebäude.

Grimma: Schloss Gattersburg

Schloss Gattersburg

Colditzer Straße 3
04668 Grimma

Historisches

Bei der Gattersburg han­delt es sich nicht um eine Burg per Definition. Johann Christian Gattert erwarb 1792 ein Grundstück und ließ ein Wohnhaus errich­ten, das in Anlehnung an seine Architektur sowie den Namen des Erbauers Gattersburg genannt wurde. Max Schroeder erwarb das Areal in einer Versteigerung 1879 und ließ die Gattersburg bis 1887 nach heu­ti­gem Aussehen neu errich­ten. Kurz vor Kriegsende sollte die Gattersburg abge­tra­gen wer­den, ein Schicksal, dem sie gerade noch ent­kom­men konnte.

Nach 1945

Ab den spä­ten 1940er Jahren bis Mitte der 1990er Jahre wurde sie als Kindergarten, Schule, für Wohnzwecke und durch die Arbeiterwohlfahrt genutzt.

Nachwendezeit

1997 wurde die Gattersburg von zwei Familien erwor­ben und auf­wen­dig saniert.

Heutige Nutzung

Schloss Gattersburg dient als Hotel und Restaurant.

Groitzsch: Wiprechtsburg

Wiprechtsburg

Graf-​Wiprecht-​Straße
04539 Groitzsch

Historisches

1030 erfolgte die Ersterwähnung von Groitzsch. 1073 erwarb der namens­ge­bende Wiprecht die Burg Altgroitzsch und ließ sie 1080 aus­bauen. 1091 grün­dete Wiprecht von Groitzsch das Benediktinerkloster St. Jakob. Der Burgward fiel 1144 an Dedo V. von Wettin. Ab 1238 resi­dierte Heinrich der Erlauchte für zehn Jahre auf der Burg. König Adolf von Nassau eroberte 1294 die Wiprechtsburg und ver­wüs­tete sie. 1306 wurde sie erneut zer­stört durch Albrecht von Habsburg.

Die Hauptburg, von der die frei­ge­leg­ten run­den Ruinen eines Wohnturms und einer Kapelle frei­ge­legt wur­den, weist eine Größe von etwa 150 x 100 m aus. Sie ist durch einen Graben von der Vorburg getrennt. Jener Graben wurde spä­ter zur Straße aus­ge­baut. Auf dem Bereich der Vorburg befin­den sich heute der Friedhof und die Kirche.

Heutige Nutzung

Die Ruine der Wiprechtsburg wird als Veranstaltungsort genutzt.

Bodendenkmalschutz

Das Areal steht seit Anfang 1936 als Bodendenkmal unter Schutz. Der Schutz wurde Anfang 1959 erneuert.

Grimma: Wallburg Großer Schaddelwall

Wallburg Großer Schaddelwall

Klosterholz
04668 Grimma OT Schaddel

Historisches

Der Große Schaddelwall befin­det sich etwa einen Kilometer nord­west­lich von Schaddel über der Mulde. Die Wallburganlage in Höhenlage exis­tierte ver­mut­lich im 8./9. Jahrhundert. Die sla­wi­sche Wallburg wird auch als Großer Schlossberg bezeich­net und bestand aus einer Vorburg und einer Hauptburg.

Bodendenkmalschutz

Sie wurde Anfang 1935 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt. Erneuert wurde der Schutz 1956.

Groitzsch: Herrenhaus Auligk (Unterer Teil)

Herrenhaus Auligk (Unterer Teil)

Nr. 31
04539 Groitzsch OT Auligk

Historisches

1191 war ein Herrensitz bekannt, der 1367 als Rittersitz bezeich­net wurde. 1548 exis­tier­ten 2 Rittergüter, seit spä­tes­tens 1696 drei. Das Rittergut unte­ren Teils gehörte den Familien von Görschen und von Köseritz.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus befin­det sich in bau­lich gutem Zustand und wird für Wohnzwecke genutzt.

Grimma: Rittergut Pentzberg

Rittergut Pentzberg

04668 Grimma OT Grottewitz

Historisches

Das Rittergut Pentzberg (auch Puntzenberg) wurde 1551 nach­ge­wie­sen. Bei Pentzberg han­delt es sich mitt­ler­weile um eine Ortswüstung süd­lich von Grottewitz, vom Rittergut ist nichts mehr erhalten.

Grimma: Burg & Schloss Döben

Burg & Schloss Döben

Kirchberg
04668 Grimma OT Döben

Historisches

Die erste urkund­li­che Erwähnung des bur­ch­war­dum Grobi datiert auf das Jahr 1046. 1181 wurde Conradus de Dewin erwähnt und 1185 all­ge­mein ein Burggraf. Die nächste nament­li­che Nennung erfolgte 1330 unter Johannes dic­tus de Luppe, domi­nus in Dewyn.

Nach der dama­li­gen Zerstörung wurde die Burg Döben spä­tes­tens im 14. Jahrhundert am jet­zi­gen Standort neu errich­tet. 1350 ver­fügte die Burg, urkund­lich als castrum nach­weis­bar, über ein freies Eigengut. Um 1400 über­nah­men die Herren von Luppa die Burggrafschaft als Lehen, die durch Heirat 1440 an die Familie von Maltitz über­ging. Unter die­ser wurde um 1500 das Rittergut errichtet.

1556 über­nahm die Familie von Hirschfeld Döben von Christoph von Maltitz und ver­kaufte die Anlage ihrer­seits 1569 an Elias von Canitz, nach­dem sie 1560 das zuvor abge­brannte Gut wie­der auf­bauen lie­ßen. Ernst von Schönfeld erwarb Döben 1576, seine Nachfahren ver­kauf­ten Schloss und Rittergut Döben aus finan­zi­el­ler Not an Wolf Christoph von Arnim.

Im 16. Jahrhundert waren auch Umbauten der Burg zu einem Wohnschloss durch­ge­führt wor­den. Seit 1661 befand sich die nach und nach zu einem Schloss umge­baute Burg Döben im Besitz der Familie von Arnim und gelangte durch Verehelichung 1783 an die Familie von Below bzw. von Böhlau (iden­tisch). Nach einem Brand im Jahr 1857 erfolgte ein Neuaufbau im Stil der Neorenaissance. Der letzte Besitzer von Schloss und Rittergut Döben war seit 1893 Carl von Böhlau, der 1945 starb.

Nach 1945

Sein Neffe Carl Otto von Hoenning O’Carroll erbte den Grundbesitz, wurde jedoch im Herbst 1945 ent­eig­net. Die land­wirt­schaft­li­chen Flächen des Rittergutes wur­den auf­ge­teilt, das durch die Kriegswirren teil­weise beschä­digte Schloss geplün­dert. Das Schloss diente zudem Flüchtlingen als Unterkunft und wurde zuse­hends zur Baumaterialgewinnung genutzt. Der Schlosskomplex ver­wahr­loste immer mehr und wurde schließ­lich 1972 aus Sicherheitsgründen gesprengt.

Nachwendezeit

Seit 1992 befin­det sich das Restgut in Privatbesitz eines ent­fern­ten Nachfahren des letz­ten Besitzers. 2004 führte Brandstiftung zur wei­te­ren Zerstörung des eh schon bau­fäl­li­gen Brauereigebäudes. Die Brauerei wurde anschlie­ßend wie­der auf­ge­baut. Die Grundmauern des ehe­ma­li­gen Schlosses wur­den frei­ge­legt und der Pavillon und die Malztenne saniert.

Heutige Nutzung

Die sanier­ten Gebäude die­nen Wohn- und Veranstaltungszwecken.

Bodendenkmalschutz

Die Burganlage wurde durch das spä­tere Schloss über­baut. Der Burggraben wurde mit den Trümmern des gespreng­ten Schlosses ver­füllt. Die gesamte Anlage wurde 1974 als Bodendenkmal geschützt.