Oederan: Wallburg Jakobstein

Wallburg Jakobstein

Gleichstein
09569 Oederan OT Wingendorf

Historisches

Von der Wallburg sind noch Wall- und Grabenreste vor­han­den. Diese befin­den sich auf dem Gleichstein, der wie­derum nörd­lich von Wingendorf zu fin­den und über einen Wanderweg zu errei­chen ist. Die Höhenburg hat einen Durchmesser von etwa 10 m gehabt und weist noch einen Abschnittsgraben von 2 m Tiefe und 10 m Breite auf.

Bodendenkmalschutz

Ein Steinbruch hat Teile der Anlage, die 1972 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt wurde, zerstört.

Freiberg: Rittergut Kleinwaltersdorf

Rittergut Kleinwaltersdorf

Rittergutsweg 27
09599 Freiberg

Historisches

1606 war ein Vorwerk urkund­lich erwähnt, seit 1696 wurde es als Rittergut bezeich­net. Als Besitzer ist Ulrich von Mordeisen bekannt.

Nach 1945

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wur­den die meis­ten Gebäude des Ritterguts inklu­sive des Herrenhauses gesprengt und abgetragen.

Heutige Nutzung

Das Torhaus ist noch vor­han­den und wird saniert. Es han­delt sich um ein Gut in Einzellage.

Freiberg: Mauck’sches Gut /​ Mauckisches Vorwerk

Mauck’sches Gut /​ Mauckisches Vorwerk

Hornstraße 20
09599 Freiberg

Historisches

Das Einzelgut wurde 1791 als Vorwerk erwähnt.

Nachwendezeit

1992 wurde der Gutshof saniert. Es han­delt sich um das älteste noch erhal­tene Gut in Freiberg.

Heutige Nutzung

Das Vorwerk dient als Hotel.

Freiberg: Hilliger’sches Vorwerk

Hilligersches Vorwerk

Pappelallee 127
09599 Freiberg OT Zug

Historisches

Das Vorwerk wurde 1875 urkund­lich erfasst, jedoch stammt die Bausubstanz bereits aus dem 17. oder 18. Jahrhundert. Es ist auch unter dem Namen Pfeifersches Vorwerk bekannt.

Nachwendezeit

Der Vierseitenhof ver­fügt neben Scheunen über zwei kom­bi­nierte Wohn- und Stallgebäude und wurde bis 1998 genutzt.

Freiberg: Fürstenhof Loßnitz

Fürstenhof Loßnitz (Kammergut Niederloßnitz)

Münzbachtal 126
09599 Freiberg

Historisches

Im Jahre 1555 bestan­den zwei Vorwerke. 1655 wurde ein Vorwerk erwähnt, wel­ches auch unter dem Namen Fürstenhof bekannt wurde. Seit 1816 wurde das Einzelgut als Kammergut bezeich­net. Ein wei­te­rer Name ist Klippelvorwerk.

Heutige Nutzung

Die Gutsgebäude sind nicht mehr erhal­ten, das Gelände ist ander­wei­tig gewerb­lich überbaut.

Augustusburg: Burg & Schloss Erdmannsdorf

Burg & Schloss Erdmannsdorf

Rathausstraße 7–9
09573 Augustusburg OT Erdmannsdorf

Historisches

Nach 1150 ent­stan­den neben dem Dorf auch die Burg und das Vorwerk des Ortes. Als Herrensitz wurde Erdmannsdorf 1191 unter Werner de Ertmarsdorf genannt.

Bei den Umbauten der Burg zu Rittergut und Schloss blieb der älteste Burgteil, das “Steinhaus”, erhal­ten. Seit 1551 wurde das Rittergut erwähnt. Als Besitzer sind die Familien von Erdmannsdorf, von Schütz und von Könneritz benannt.

Hans Heinrich von Könneritz beauf­tragte ab 1843 den Umbau zum Schloss in heu­ti­ger Gestalt. Bereits 1822 wur­den die Wirtschaftsgebäude neu erstellt, wes­we­gen 1829 die alten auf dem Burggelände abge­ris­sen wur­den. Der Schlossanbau wurde im Tudorgotikstil erstellt. Hans Heinrich Graf von Könneritz ver­kaufte das Rittergut Erdmannsdorf 1857 sei­nem Sohn Léonce Robert Freiherr von Könneritz. Die Erben sei­nes Sohnes ver­äu­ßer­ten das Rittergut 1932.

Nach 1945

Die letz­ten Besitzer wur­den 1945 ent­eig­net. Das Schloss wurde zu Wohnzwecken genutzt. Mit der Erneuerung der Außenfassade 1965 wur­den die vor­han­de­nen Schmuckelemente entfernt.

Nachwendezeit

Ein Nebengebäude wurde im Jahr 2000 saniert.

Heutige Nutzung

Im Nebengebäude ent­stan­den Wohnungen, Vereins- und Ausstellungsräume. Das Schloss selbst ist umfas­send sanierungsbedürftig.

Bodendenkmalschutz

Die frü­here Burganlage wurde mit ihren erhal­te­nen Teilen 1980 unter Bodendenkmalschutz gestellt. Alte Bausubstanz der Burganlage befin­det sich im Kellerbereich des Schlosses.

Augustusburg: Schloss Augustusburg

Schloss Augustusburg

Schlossstraße
09573 Augustusburg

Historisches

Zwischen 1568 und 1572 erfolgte die Errichtung des Jagd- und Lustschlosses für den Kurfürsten August, nach dem das Jagdschloss benannt ist. Als Bauleiter fun­gierte Hioeronymus Lotter, der die Baukosten aus eige­ner Tasche vor­streckte und spä­ter beim Kurfürsten in Ungnade fiel, wohl aber auf den vor­ge­streck­ten Kosten sit­zen­blieb. 1572 fan­den die Einweihung sowie die Weihe der Schlosskapelle statt.

Ebenfalls mit Beginn im Jahre 1568 wurde in neun­jäh­ri­ger Arbeit ein über 130 m tie­fer Brunnen in den Fels getrie­ben, um das Schloss mit Wasser ver­sor­gen zu kön­nen. Dieser Brunnen ist nach dem auf der Festung Königstein der zweit­tiefste in Sachsen. Nach einem Brand im Jahr 1831 wurde das Brunnenhaus errich­tet. Der Brunnen wurde bis 1879 betrieben.

Bis 1611 wurde das Jagdschloss durch säch­si­sche Kurfürsten genutzt, wobei das soge­nannte Hasenhaus als Herberge diente. 1632 wurde Schloss Augustusburg von kai­ser­li­chen Truppen geplün­dert. Insgesamt begann mit den Spuren, die der Dreißigjährige Krieg hin­ter­las­sen hatte, der Niedergang von Schloss Augustusburg. Auch August der Starke zeigte wenig Interesse an dem monu­men­ta­len Bau und bevor­zugte andere Schlösser. Schloss Augustusburg diente nun über­wie­gend nur noch als Verwaltungssitz, unter ande­rem durch die Forstverwaltung. Zwischen 1798 und 1802 erfolg­ten  Restaurationsarbeiten.

In den 1920er Jahren zogen eine Jugendherberge und ein Erzgebirgsmuseum ins Schloss ein. Ab 1933 erfolgte unter Martin Mutschmann eine Umgestaltung zur Gauleiterschule.

Nach 1945

In den 1950er Jahren erfolgte umfas­sende denk­mal­pfle­ge­ri­sche Arbeiten am Schloss. 1951 eröff­nete das erste Museum wie­der im Schloss. 1972 erfolg­ten Rekonstruktionsarbeiten  am Nordtor.

Heutige Nutzung

Heute befin­den sich im Schlosskomplex meh­rere Museen, eine Jugendherberge und Restaurants. Schloss Augustusburg ist bekannt für sein all­jähr­li­ches Motorradfreundetreffen.

Augustusburg: Burg Schellenberg

Burg Schellenberg

09573 Augustusburg

Historisches

Der Herrensitz Schellenberg fand 1206 erst­mals unter Wolframus und Petrus de Shellenberc urkund­li­che Erwähnung, wobei die Burg selbst zwi­schen 1210 und 1230 errich­tet wurde. Sie wurde mehr­fach bela­gert und durch Brand und Blitzschlag beschä­digt. 1324 gelangte die Burg infolge der Schellenberger Fehde an die Wettiner. Die zuletzt 1547 zum Teil zer­störte Burg wurde 1568 abge­ris­sen. Nachfolgend wurde das Schloss Augustusburg errich­tet und die Burg Schellenberg kom­plett überbaut.

Bodendenkmalschutz

Die Burg Schellenberg wurde als Bodendenkmal 1980 unter Schutz gestellt.