Vorwerk Rechau
04758 Oschatz OT Rechau
Historisches
Das Vorwerk Rechau wurde 1445 erstmals genannt. Es bestand über mehrere Jahrhunderte und wurde 1875 ebenfalls erwähnt.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Landkreis Nordsachsen
04758 Oschatz OT Rechau
Das Vorwerk Rechau wurde 1445 erstmals genannt. Es bestand über mehrere Jahrhunderte und wurde 1875 ebenfalls erwähnt.
04758 Oschatz OT Lonnewitz
Das Vorwerk Lonnewitz wurde 1722 sowie 1875 genannt.
Wasserburg & Schloss LeubenHofstraße 4
04758 Oschatz OT Leuben
Das Schloss wurde bereits 1312 als mittelalterliche Wasserburg erwähnt. Schriftlich nachweisbar sind 1347 ein Herrensitz unter Fritzko de Lubele, 1408 ein Rittersitz und ab 1520 ein Rittergut. Von 1499 bis 1637 befand sich das Rittergut Leuben im Besitz der Familie von Hornsberg. Die Freiherren und Grafen von Taube erwarben es 1640. 1698 gelangte das Rittergut Leuben in den Besitz der Familie von Thielau, die um 1770 das Schloss nach heutigem Aussehen erbauen ließ. Einer anderen Quelle zufolge wurde das Schloss Leuben bereits 1730 erbaut.
Nachdem 1617 ein Großbrand große Teile des Rittergutes zerstört hatte, kam es 1836 durch einen Blitzschlag erneut zu einem verheerenden Brand. Auf die Familie von Thielau gehen auch die Besitzer nach 1912 zurück. Zunächst erbte Henriette Louise von Pflugk das Gut, ihre Töchter Marie-Louise von Zeschau und Erika von Nagell besaßen das Rittergut Leuben von 1927 bis zur Enteignung 1945 gemeinsam.
Nach der Enteignung diente das Schloss zunächst als Flüchtlingsunterkunft. 1952 übernahm die LPG die landwirtschaftlichen Flächen. 1961 wurden im Schloss Wohnungen, Kindergarten, Schule und eine Konsumverkaufsstelle eingerichtet. Das Schloss wurde nur wenige Jahre später 1974 durch die Bauaufsicht gesperrt.
1990 übernahm die Treuhand das Schloss und verkaufte es im folgenden Jahr in Privathand. Sanierungsmaßnahmen unterblieben, stattdessen setzte sich der Verfall weiter fort. 2005 kaufte der Leubener Schlossverein e. V. das Schloss und begann mit den dringend erforderlichen Sanierungsmaßnahmen. Als erstes wurde das Dach instandgesetzt. Der Wasser führende Graben sowie der französische Park sind völlig verwildert.
Die Wasserburg wurde durch das Schloss überbaut. Erhalten ist der wasserführende Graben und möglicherweise ein Außenwall im nördlichen Bereich. Bodendenkmalschutz besteht seit 1936, erneuert wurde dieser 1959.
Platz der Jugend 4
04758 Oschatz OT Schmorkau
In Schmorkau existierte bereits 1230 ein Vorwerk. Aus diesem entwickelte sich ein Rittersitz, der 1445 erwähnt wurde, und nachfolgend ein selbständiges Rittergut, welches 1551 Erwähnung fand. Bis 1611 befand sich das Rittergut Schmorkau im Besitz von Georg Albrecht von Seydelitz, der in jenem Jahr erschlagen wurde. Zwischen 1787 und 1945 gehörte das Rittergut den Grafen von Wallwitz, die sich offenbar nur selten in Schmorkau aufhielten. Das Herrenhaus entstand um etwa 1880 anstelle eines Vorgängerbaus und wurde mehrfach umgebaut.
Die Grafen von Wallwitz wurden 1945 im Rahmen der Bodenreform enteignet und das Rittergut aufgeteilt. Das Herrenhaus wurde fortan als Kindergarten und Schule genutzt.
Im Sommer 2020 sollte das Herrenhaus im Rahmen einer Immobilienauktion für 19.000 € versteigert werden.
Das Herrenhaus des Rittergutes Schmorkau dient als Vereinssitz.
04758 Oschatz OT Pappenheim
Das Vorwerk wurde 1791 und 1834 urkundlich erwähnt. Es handelte sich um ein mittlerweile wüstes Einzelgut, der Ortsteil ist nicht mehr existent. Das Vorwerk befand sich auf den Flächen der heutigen Pappenheimer Gärten.
Striesa 1
04758 Oschatz OT Striesa
Das Freigut Striesa geht auf eine mittelalterliche Wasserburg zurück. Um 1480 ist Christoph Sylitz als Besitzer von Striesa belegt. Um 1515 bestand ein Vorwerk, welches Wolf von Schleinitz an den Rat zu Oschatz verkaufte. Ein abermals belegter Verkauf datiert auf das Jahr 1679, als Verkäufer wurde Abraham von Bock genannt. Danach wechselten die Eigentümer mehrfach.
Johann Augustin Alberti erwarb das Vorwerk Striesa 1771. 1783 ließ er das Herrenhaus, welches auf eine frühere mittelalterliche Wasserburg zurückgeht, die sich östlich des Schlossteichs befand, und 1787 die Wirtschaftsgebäude errichten. Als Freigut ist das Vorwerk Striesa um 1820 urkundlich nachgewiesen. 1910 erfolgten Umbauten am Herrenhaus. Der Landwirt Hermann Kopp kam um 1925 in den Besitz des Freiguts Striesa.
Bei dem Freigut Striesa handelt es sich um ein Einzelgut, genauer gesagt bestand der Ort Striesa bis 1945 nur aus dem Freigut.
Hermann Kopp wurde 1945 enteignet. Das Herrenhaus wurde anschließend als Wohnraum genutzt. Eine letzte Sanierung erfolgte 1989.
Das Herrenhaus Striesa wurde nach und nach von den Mietern leergezogen.
Das Freigut soll leer stehen.
Das Gutshaus wurde auf den Überresten der Wasserburg errichtet. Der ringförmige Graben der Wasserburg ist komplett verfüllt und nur noch stellenweise als flache Senke erkennbar. Der Gutsteich steht mit dem Wassergraben der früheren Burg nicht in Verbindung. Bodendenkmalschutz besteht seit 1973.
Saalhausener Straße 15–16
04758 Oschatz OT Thalheim
Schon im Jahre 1261 war Saalhausen ein Herrensitz unter Petrus de Zalesen. Das Gut wurde 1551 in ein selbständiges Rittergut umgewandelt. Die Familie von Grauschwitz besaß das Rittergut Saalhausen bereits in den ganz frühen Jahres des 16. Jahrhunderts. Unter ihr entstand in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts das Herrenhaus, das in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts umgebaut wurde. Ihr folgten 1590 die Familie von Bock, 1679 Hermann von Wolframsdorf und im 18. Jahrhundert die Familie von Schleinitz. Seit 1773 befand sich das Rittergut Saalhausen schließlich in bürgerlicher Hand. Zuletzt besaßen Oskar und Fritz Händel das Rittergut Saalhausen.
1945 wurde die Bodenreform vollzogen und die letzten Besitzer enteignet. Zur Schaffung von Neubauernstellen wurde das Herrenhaus durch einen Teilabriss geteilt. Beide Hälften des ehemaligen Herrenhauses wurden nachfolgend umgebaut. Die 1674 errichtete Kapelle, die einst zum Rittergut gehörte, wurde durch den Neubaunern, welcher diesen Teil des Grundstücks erhalten hatte, in einen Schuppen und Abstellraum umgenutzt.
Die beiden Herrenhaushälften werden bewohnt.
Schloss LöbnitzParkstraße 21
04509 Löbnitz
In Löbnitz wurde 1185 erstmals ein Herrensitz unter den Brüdern Hermannus und Heinricus de Lubaniz erwähnt. Löbnitz selbst bestand schon seit 981 als kleines Städtchen. 1378 wurde ein Rittersitz unter den Herren von Schönfeld genannt, in deren Besitz sich Löbnitz mehrere Jahrhunderte befand. 1551 erfolgte die Aufwertung zum Rittergut. Ab 1816 bestanden zwei Rittergüter parallel, der Schlossteil und der Hofteil.
1820 kam das Rittergut mit seinem Schloss an die Familie von Grünberg, die es bis 1852 im Besitz behielt. Danach erfolgten mehrere weitere Besitzerwechsel. Für 1902 ist die Deutsche Ansiedlungsbank Berlin als Besitzer verzeichnet, 1903 ersteigerte Louis Baumeister das Gut. 1935 erwarb die Bauernhof Siedlungsgesellschaft mbH das Rittergut und teilte es im darauf folgenden Jahr an Siedler auf.
Im 20. Jahrhundert, vermutlich im Zusammenhang mit der seit 1945 erfolgten Nutzung als Pflegeheim, erfolgten Umbaumaßnahmen.
Das sanierte Schloss wird nach wie vor als Seniorenpflegeheim genutzt.
04758 Liebschützberg OT Ganzig
1445 wurden für Ganzig zwei Rittersitze nachgewiesen. Einer davon ging vermutlich unter, während sich der zweite zum Vorwerk entwickeln konnte und 1482 als solcher nachgewiesen ist.
Straße zur Wäscherei 2
04758 Liebschützberg OT Gaunitz
Das Freigut wurde 1696 und 1820 nachgewiesen. Das Herrenhaus wurde im 19. Jahhrundert erbaut.
Das Herrenhaus des Freiguts dient als Wohnhaus.