Torgau: Rittergut Mehderitzsch

Rittergut Mehderitzsch

Hauptstraße 42
04861 Torgau OT Mehderitzsch

Historisches

Das Herrenhaus wurde im 19. Jahrhundert zwi­schen 1871 und 1883 erbaut.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus ist saniert und wird heute als Gemeindeamt genutzt. Der Wirtschaftshof ist heute nicht mehr voll­stän­dig erhal­ten, ein­zelne Gebäude wur­den abge­ris­sen und an deren Standorten ent­stan­den Neubauten. Zum Rittergut gehört ein klei­ner Park.

Laußig: Schloss Pressel

Schloss Pressel

Falkenberger Straße 3
04849 Laußig OT Pressel

Historisches

Das Schloss wurde für den Gutsbesitzer, Reichstagsabgeordneten und Begründer des Landtages Günter Gereke in den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts erbaut.

Nach 1945

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges war es Sitz der rus­si­schen Kommandantur, Wohnhaus für Umsiedler und bis Mitte 1997 Grundschule.

Heutige Nutzung

Seit 1997 wird Schloss Pressel von der Heimvolkshochschule genutzt. Ist ist sanierungsbedürftig.
(Stand: November 2020)

Laußig: Rittergut Pristäblich

Rittergut Pristäblich

Ringstraße 40
04838 Laußig OT Pristäblich

Historisches

Das 1464 bezeich­nete Vorwerk wurde 1747 als Rittergut urkund­lich erwähnt. Im 16./17. sowie im 19. Jahrhundert fan­den Umbauten am Herrenhaus statt. Besitzer waren die Familien von Spiegel und von Zaschnitz.

Laußig: Wasserburg & Rittergut Gruna

Wasserburg & Rittergut Gruna

Dorfstraße 1
04838 Laußig OT Gruna

Historisches

Gruna konnte bereits 1218 als Herrensitz unter Sifridus de Grunowe nach­ge­wie­sen wer­den. Der Rittersitz, als sol­cher 1403 genannt, bestand aus einem “slosz”, wel­ches 1428 nach­weis­bar war. Der Wendenturm bestand damals mög­li­cher­weise bereits und war Teil der Wasserburg. 1434 erwarb die Familie Spiegel das Gut. Diese behielt das 1551 nach­weis­bare Rittergut über zwei Jahrhunderte in Familienbesitz und ver­äu­ßerte es 1664 an Gebhard von Dieskau. 1752 erwarb Georg Wilhelm Freiherr von Hohenthal das Rittergut Gruna. In der zwei­ten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde das 1697 errich­tete Herrenhaus umgebaut.

Nach 1945

Die letz­ten Besitzer, die Grafen von Hohenthal, wur­den 1945 ent­eig­net. Nach 1950 wurde der im Krieg beschä­digte Wendenturm saniert.

Nachwendezeit

1994 /​ 1995 erhielt der Wendenturm ein neues Dach.

Bodendenkmalschutz

Die mit­tel­al­ter­li­che Wasserburg wurde durch das Rittergut über­baut und ver­än­dert. Erhalten ist noch ein annä­hernd huf­ei­sen­för­mi­ger und bis zu 30 m brei­ter Graben. Das Areal steht seit Ende 1957 unter Bodendenkmalschutz.

Laußig: Freigut Authausen

Freigut Authausen

04849 Laußig OT Authausen

Historisches

Der 1218 erwähnte Herrensitz wurde 1590 als Vorwerk und exakt ein­hun­dert Jahre spä­ter als Rittergut bezeich­net. Acht Jahre spä­ter, 1698, war das Rittergut ein Freigut.

Laußig: Kammergut Görschlitz

Kammergut Görschlitz

04838 Laußig OT Görschlitz

Historisches

Zunächst bestand 1606 ein Gut mit einem Vorwerk, wel­ches zu einem Rittergut auf­ge­wer­tet und als sol­ches 1748 nach­ge­wie­sen wurde. Das 1791 erwähnte Kammergut wurde um 1840 auf­ge­löst. Die Ersterwähnung als Vorwerk erfolgte mög­li­cher­weise bereits 1583.

Krostitz: Rittergut Zschölkau

Rittergut Zschölkau

Am Lober 7
04509 Krostitz OT Zschölkau

Historisches

Das 1608 urkund­lich erwähnte Mannlehngut bestand seit etwa 1580. Seit 1604 befand es sich im Besitz der Herren von Maschwitz und wurde 1618 in ein Allodialgut umge­wan­delt. Dr. Leopoldt Hackelmann erwarb das Gut 1630 und ver­kaufte es 1638 an Dr. Georg Ernst Moßbach. Im glei­chen Jahr wurde das Allodialgut zum Rittergut auf­ge­wer­tet. Es ver­blieb über meh­rere Generationen in Familienbesitz, bis 1800 Carl Wilhelm von Carlowitz das Rittergut Zschölkau erbte. Er ver­kaufte es bereits drei Jahre spä­ter an die Familie Leplay, die es 1873 an die Familie Baumgarten ver­erbte.  Diese war noch 1929 als Besitzer ver­merkt, ihr folgte bis zur Enteignung 1945 Karl Anders.

Nach 1945

Karl Anders wurde 1945 ent­eig­net. Das Herrenhaus diente nach Kriegsende als Wohngebäude.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus steht leer. Das Wirtschaftsgebäude wird durch ein Bauunternehmen genutzt.

Krostitz: Rittergut Kleinkrostitz

Rittergut Kleinkrostitz

Parkstraße 5
04509 Krostitz

Historisches

1350 wurde erst­mals ein Herrensitz erwähnt. In der zwei­ten Hälfte des 15. Jahrhunderts wech­sel­ten die Besitzer oft, unter ande­rem besa­ßen ab 1442 Otto von Krostewicz und ab 1465 die von Bünaus das ab die­sem Jahr als Vorwerk bezeich­nete Gut. Auch in den fol­gen­den bei­den Jahrhunderten sind zahl­rei­che Besitzerwechsel vermerkt.

Erstmals in län­ge­rem Besitz ver­blieb das seit 1480 als Rittersitz und seit 1648 als Rittergut bezeich­nete Gut unter der Familie Wackernagel, die es 1652 erwarb und 1748 an die Familie Apitzsch ver­äu­ßerte. Diese ver­kaufte Klein Krostitz 1843 an die Familie Oberländer. Das Rittergut wurde in eine Firma ein­ge­bracht und seit 1907 als Bierbrauerei Kleinkrostitz F. Oberlaender AG betrie­ben. Daraus ent­stand 1938 die Brauerei Krostitz AG.

Nach 1945

Nach der Enteignung 1945 über­nahm vier Jahre spä­ter die VEB Nahrungs- und Genussmittelindustrie Sachsen-​Anhalt das Rittergut, bereits ein Jahr spä­ter folgte die VEB Brau- und Malzindustrie.

Heutige Nutzung

Heute wird das Herrenhaus als Schule genutzt. Durch Sanierungsarbeiten ist das Herrenhaus als sol­ches kaum mehr erkenn­bar. Der Wirtschaftshof wurde abgebrochen.

Schkeuditz: Rittergut Altdölzig (Kleindölzig)

Rittergut Altdölzig | Rittergut Kleindölzig

Am Kanal 4
04435 Schkeuditz

Historisches

Erstmals wurde 1182 ein Herrensitz unter Ericus de Dolzeke nach­ge­wie­sen. Die Erhebnung zum Rittergut erfolgte bereits recht zei­tig im Jahre 1441. Besitzer des Ritterguts waren unter ande­rem die Familien von Öbschelwitz, von Zanthier, von Madai, Sander und Neubauer. Ab 1745 befand sich das Rittergut im Besitz des Philosophen und Mathematikers Christian Wolff. Die Bezeichnungen Altdölzig und Kleindölzig wer­den wahl­weise verwendet.