Rittergut Wolteritz
04435 Schkeuditz OT Wolteritz
Historisches
Für Wolteritz ist zunächst im Jahre 1501 ein Lehngut nachweisbar. Aus diesem ging ein 1747 genanntes Rittergut hervor.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Landkreis Nordsachsen
04435 Schkeuditz OT Wolteritz
Für Wolteritz ist zunächst im Jahre 1501 ein Lehngut nachweisbar. Aus diesem ging ein 1747 genanntes Rittergut hervor.
Nr. 15
04509 Schönwölkau OT Wannewitz
Wannewitz befand sich seit der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts im Besitz der Familie von Schönfeld und wurde 1672 von der Familie Vitzthum von Eckstädt gekauft und dem Rittergut Reibitz angeschlossen.
Die Familie Vitzthum von Eckstädt behielt das Gut Wannewitz bis zur Enteignung 1945 in ihrem Besitz.
Das Herrenhaus befindet sich heute in Privatbesitz und wird bewohnt.
04886 Beilrode OT Döhlen
Seit dem 15. Jahrhundert bestand ein Einzelgut, welches sich aus dem um 1480 wüstliegenden Dorf Delen herausentwickelt hatte und 1529 als Vorwerk bekannt war. 1816 war es ein Domainen-Vorwerk. Seit 1880 diente es dem Gestüt Graditz als Nebengestüt.
Schkeuditz OT Kleinliebenau
Das Rittergut Kleinliebenau wurde 1568 erstmals urkundlich nachgewiesen. In jenem Jahr wurden sowohl Christoph Bufe zu Kleinliebenau sowie Heinrich von Maßnitz erwähnt, was auf einen Verkauf schließen lässt. 1791 bestand das Rittergut Kleinliebenau aus einem Oberhof und einem Unterhof.
Vom Rittergut zeugt heute noch die Rittergutskirche auf der Gutshofstraße 15.
Am Kanal 4
04435 Schkeuditz
Erstmals wurde 1182 ein Herrensitz unter Ericus de Dolzeke nachgewiesen. Die Erhebnung zum Rittergut erfolgte bereits recht zeitig im Jahre 1441. Besitzer des Ritterguts waren unter anderem die Familien von Öbschelwitz, von Zanthier, von Madai, Sander und Neubauer. Ab 1745 befand sich das Rittergut im Besitz des Philosophen und Mathematikers Christian Wolff. Die Bezeichnungen Altdölzig und Kleindölzig werden wahlweise verwendet.
Schkeuditz OT Radefeld
1445 wurde Radefeld als Rittersitz urkundlich erwähnt. Der Rittersitz wurde noch vor 1608, als Radefeld als Amtsdorf erwähnt wurde, aufgegeben.
Paul–Wäge-Straße 15 (Unterhof)
04435 Schkeuditz
Das Rittergut Großdölzig wurde erstmals im Jahre 1474 erwähnt. Aus diesem ging der Oberhof hervor. Der oberhof wurde 1701 von Andreas Rosenthal erworben und ging 1748 an Johann Friedrich Zeumer über.
1568 erfolgte die Aufteilung und ein zweites Rittergut, der Unterhof, entstand. Dessen Besitzer waren 1748 Joachim Friedrich Zeumer und nachfolgend die Familien Martin, Schmeil, Stockmann, Steinicke, Seltmann und Reinhold Schulze.
Der Oberhof wurde nach 1945 abgebrochen, es ist heute nichts mehr erhalten.
Der Unterhof wurde bis 1990 als Sitz der Gemeindeverwaltung genutzt.
Der Unterhof ist saniert.
Gut Altscherbitz 28
04435 Schkeuditz
Das Rittergut Altscherbitz erlebte im Laufe der Zeit viele Besitzerwechsel. So sind 1428 Herrmann von Bennendorf im Zusammenhang mit der Ersterwähnung als Rittersitz, 1456 die Herren von Roliz und von Crostewitz, 1518 Appel von Mangolt, 1533 Wolf Preusser, 1598 Balthasar von Schkölen, 1602 Johann Reifschneider, 1626 Carl Dietrich von Bose, 1637 Wolf Heinrich Preusser, 1651 Johann Friezsche sowie Abraham Dreher, 1664 Hans Christoph von Spoor und 1682 Hans Friedrich von Wolffersdorff aufgeführt.
Unter der Familie von Wolffersdorff erfolgte 1779 der Bau des Herrenhauses, bei dem möglicherweise ein Vorgängerbau mit einbezogen wurde. Die nachfolgenden Besitzer waren ab 1843 Amtsrat G. Livonius, dem 1848 Albert von Carlowitz folgte, welcher 1851 an Dr. Heyner verkaufte. Der letzte bürgerliche Besitzer war ab 1867 der Amtmann Rockstroh. Die Anlage des Gutsparks um 1870 geht vermutlich auf ihn zurück.
Die Regierung der Provinz Sachsen erwarb das Rittergut Altscherbitz 1876 und richtete darin eine Landesheil- und Pflegeanstalt ein, die Provinzial-Irren-Anstalt Altscherbitz. Später wurde sie in Landesheilanstalt Altscherbitz umbenannt. Die Wirtschaftsgebäude waren zunächst Bestandteil der Anstalt, wurden später jedoch als Wirtschaftshof genutzt. Bis 1912 wurden mehrere neue Gebäude errichtet. In den 1930er und 1940er Jahren wurde das Rittergut als Zwischenlager der NS-Tötungsanstalt Bernburg im Rahmen der Aktion T4 genutzt.
Da sich das Rittergut im Besitz der Provinz Sachsen befand, erfolgte 1945 keine Enteignung.
Bis 2008 wurden die Nebengebäude des Ritterguts abgerissen, um Platz für mehrere Eigenheime zu schaffen. Zu den abgerissenen Wirtschaftsgebäuden zählen ein 1779 erbautes Wohnhaus sowie Stallgebäude, eine Scheune und ein Wohnstallhaus, die vornehmlich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtet worden waren. Das Herrenhaus befand sich in einem nahezu ruinösen Zustand (siehe Foto) und wurde von 2012 bis 2014 umfassend und aufwendig saniert.
Die frühere Provinzial-Irren-Anstalt Altscherbitz und spätere Landesheilanstalt Altscherbitz wird heute unter dem Namen Sächsisches Krankenhaus Altscherbitz weitergeführt und ist eine psychiatrische und neurologische Fachklinik. Das Herrenhaus des Ritterguts Altscherbitz ist heute nicht mehr Bestandteil der Krankenhausanlage.
Blankenau 9–10
04889 Belgern-Schildau OT Blankenau
Für Blankenau wurde erstmals 1791 ein Vorwerk erwähnt. Das Herrenhaus wurde um 1800 errichtet. Das Vorwerk wurde 1816 in ein Freigut umgewandelt und als solches wiederholt 1880 genannt. Zu diesem zeitpunkt bestan noch eine zusätzliche Schnapsbrennerei. Spätestens 1925 wurde aus dem Freigut wieder ein Vorwerk, möglicherweise im Zusammenhang mit der Nutzung durch das Eilenburger Zelluloidwerk oder die IG Farben. Der Inspektor des Vorwerks war bis 1945 ein Herr Häntsch.
Das Herrenhaus ist aufwendig saniert und wird bewohnt. Der frühere alte Gutspark ist nicht mehr in seiner ursprünglicher Form erhalten. Das Herrenhaus des Vorwerks Blankenau wird auch als Weißes Haus bezeichnet.
04874 Belgern-Schildau OT Döbeltitz
Das Rittergut Döbeltitz wurde 1551 erwähnt.