Vorwerk Mölbitz
04838 Doberschütz OT Mölbitz
Historisches
Mölbitz wurde 1253 als Herrensitz bezeichnet. Das Einzelgut wurde 1791 als Vorwerk erwähnt und bestand noch 1816.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Landkreis Nordsachsen
04838 Doberschütz OT Mölbitz
Mölbitz wurde 1253 als Herrensitz bezeichnet. Das Einzelgut wurde 1791 als Vorwerk erwähnt und bestand noch 1816.
Schloßstraße 31
04509 Delitzsch
Das Schloss reicht als Wehranlage ins 9./10. Jahrhundert zurück. 1285 ist ein Herrensitz belegt, auf welchem landesfürstliche Versammlungen der Markgrafen von Meißen stattfanden. Um 1390 entstand eine Wettinerburg, mit mit einem Wassergraben verbunden war. Dieser war Teil der zum Teil heute noch bestehenden Wehranlage. Zwischen 1550 und 1558 wurde die Burg zu einem Wohnschloss umgebaut.
Herzog Christian I. von Sachsen-Merseburg bestimmte das Schloss zur Reiseresidenz und als Witwensitz für seine Frau Christiane. Dazu waren erneute Umbauten zwischen 1689 und 1696 notwendig. 1692⁄1693 wurde der Schlossgarten angelegt. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde das Schloss einer vielfältigen Nutzung zugeführt, bevor es 1860 zum Frauenzuchthaus umgenutzt wurde, welche 1926 aufgelöst wurde. Drei Jahre später erwarb die Stadt Delitzsch das Gebäude und nutzte es als Museum.
Zwischen 1974 und 1993 war das Schloss wegen baulichen Schäden nicht zugänglich. Bis 2005 wurde es in zwölfjähriger Arbeit saniert.
Schloss Delitzsch wird als Museum genutzt.
Die ursprüngliche Burg aus der Slawenzeit ist durch Schloss und Schule überbaut. Die einstige Ausdehnung der Burg ist nicht hinreichend erforscht. Lediglich ein 15 m breiter Graben zeugt noch sichtbar von der früheren Burg. Bodendenkmalschutz besteht seit 1957.
04509 Delitzsch OT Rödgen
Das Vorwerk Rödgen wurde 1816 nachgewiesen.
04509 Delitzsch OT Paupitzsch
1218 existierte ein Herrensitz, welcher 1288 im Zusammenhang mit Theodericus dictus Pubsch erwähnt wurde. 1418 sowie 1486 erfolgte die Nennung als Rittersitz. 1459 wurde der Rittersitz Paupitzsch erstmals unter dem Namen Neuhaus genannt. In der Folge entwickelte sich aus dem Rittersitz Paupitzsch das Rittergut Neuhaus.
Der Ortsteil Paupitzsch wurde 1976 zur Kohlegewinnung abgetragen.
04509 Delitzsch OT Gertitz
Der 1445 erwähnte Rittersitz wurde 1747 und 1791 als Rittergut genannt.
Am Herrenhaus 2
04509 Delitzsch OT Storkwitz
Im Jahr 1437 wurde erstmals ein Rittersitz als im Besitz von Hans von Pagk verzeichnet. Die Herren von Friberg besaßen ihn ab 1445, 1471 gefolgt von den Herren von Grobtzk und ab 1499 von den Herren von Scheiding. Unter diesen wurde der Rittersitz 1540 als Sattelhof geführt. Unter Bastian von Scheiding erfolgte 1613 eine Aufwertung zum Rittergut.
Zwischen 1647 und 1730 lag das Rittergut wüst und wurde erst ab 1730 / 1731 wieder bewirtschaftet. Joachim Friedrich Graf von Flemming hatte das Rittergut Storkwitz 1709 erworben und 1730 an die Herren von Scheiding rückveräußert. Weitere Besitzer waren ab 1756 die Familie Friedemann, ab 1792 Christiane Henriette von Krosigk und ab 1797 die Familie von Holleufer. 1820 erwarb die Familie von Pfannenberg das Rittergut. Vierzig Jahre nach ihnen wurde es von der Familie von Rauchhaupt gekauft. Der letzte Besitzer war Hans Klaus von Werder, der das Rittergut 1928 von der Familie von Rauchhaupt erbte. Beide Familien waren verschwägert.
1945 erfolgte die Enteignung des Ritterguts.
Das Herrenhaus ist sanierungsbedürftig und dient heute Wohnzwecken.
04509 Delitzsch OT Selben
Selben wurde 1415 als Rittersitz erwähnt. 1462 war daraus ein Vorwerk entstanden. Als Rittergut fand Selben 1518 Beachtung. Es wurde 1845 mit dem Rittergut Zschepen vereinigt.
Alter Dorfring 25
04509 Delitzsch OT Zschepen
Seit 1350 war ein Herrensitz bekannt, seit 1415 ein Rittersitz im Besitz von Hans von Czepin. Dieser kam 1442 an die Familie von Spiegel und drei Jahre später an Friedrich von Czscheppen. 1464 befand sich das als Vorwerk bezeichnete Gut erneut in den Händen der Familie von Spiegel, unter der es 1551 zum Rittergut aufgewertet wurde. 1618 erwarb die Familie von Hacke das Gut und verkaufte es 1674 an die Familie von Brandenstein. Die Grafenfamilie von Wartensleben wurde ab 1756 als Besitzer des Rittergutes Zschepen genannt. Durch Heirat kam es 1790 an die Familie von Neitschütz und bereits zwei Jahre später erneut durch Heirat an die Familie von Schubaert. Dieser folgten 1845 die Familie Karthauss und 1906 Adolf Goedecke.
1945 wurde Adolf Goedecke enteignet.
Das Herrenhaus wurde nach 1989 abgerissen.
Ein noch vorhandenes, aber stark umgebautes Wirtschaftsgebäude wird gewerblich genutzt.
04880 Dommitzsch
1240 wurde ein Herrensitz benannt. Bei diesem könnte es sich allerdings noch um die ehemalige Burg Dommitzsch handeln. Die nächste urkundliche Erwähnung erfolgte 1715, es wurde ein Rittergut benannt.
Am Park 13
04758 Dahlen OT Großböhla
Großböhla wurde erstmals 1224 als Herrensitz von Albertus de Bele erwähnt. Heynicz zu Grossen Bele wurde 1445 im Zusammenhang mit der Nennung als Rittersitz verzeichnet. Die Aufwertung zum Vorwerk ist für 1501 notiert, die Erhebung zum Rittergut im Jahre 1606.
Schloss Großböhla wurde 1754 erbaut und 1921 umgebaut. Bereits im 13. Jahrhundert war ein Herrensitz in Großböhla erwähnt, der auf eine Vielzahl Besitzer zurückblickt. Dazu zählen die Familien von Maltitz, von Pflugk, von Heynitz im 15. Jahrhundert, von Koseritz und von Oppel. 1719 kaufte Dietrich von Militz das Rittergut Großböhla. Seine Tochter Sophia Katharina ließ das Schloss 1754 errichten. Sie vererbte es ihrer Schwester Charlotte Elisabeth von Krosigk 1779. Armgard von Krosigk erbte das Rittergut und heiratete in die Familie von Bültzingslöwen ein, unter der 1921 der Schlossumbau erfolgte. Ein Sohn von Armgard und Fritz von Bültzingslöwen kam ums Leben, als er mit seinem Flugzeug mit dem Schloss Großböhla kollidierte. Seine drei Schwestern erbten das Schloss.
Die drei Schwestern von Bültzingslöwen wurden 1945 enteignet. Im Schloss wurden Flüchtlinge und Vertriebene untergebracht. Später wurde ein Kindergarten eingerichtet.
1994 erfolgte die umfangreiche Restaurierung von Schloss Großböhla.
Schloss Großböhla dient heute noch als Kindergarten. Im Park befindet sich eine Gruft. Das Rittergut verfällt.