Gutshaus Markneukirchen
Egerstraße 21–23
08258 Markneukirchen
Historisches
Der Gutshof wurde um 1850 erbaut.
Heutige Nutzung
Das Gutshaus verfügt über keine zeitgemäße Ausstattung. Die Nebengebäude sind teilweise ruinös.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Vogtlandkreis
Egerstraße 21–23
08258 Markneukirchen
Der Gutshof wurde um 1850 erbaut.
Das Gutshaus verfügt über keine zeitgemäße Ausstattung. Die Nebengebäude sind teilweise ruinös.
August-Bebel-Straße
07919 Pausa-Mühltroff
Die vormalige Burg war einst von Wassergraben umgeben und wurde 1349 erstmals urkundlich als castrum erwähnt. Es wird davon ausgegangen, dass jedoch bereits möglicherweise im 10. Jahrhundert eine Burg errichtet wurde, als die deutschen Kaiser neue Schlösser erbauen ließen, um dadurch ihre Herrschaft zu festigen. Besitzer waren im zeitigen 14. Jahrhundert die Plauener Vögte, später war die Familie von Sack von 1436 bis 1591 mit dem Schloss belehnt.
Nach dem Aussterben dieser Familie kam Mühltroff an Heinrich von Schönberg. Insbesondere im 16. und 17. Jahrhundert wurde an Schloss Mühltroff viel gebaut. So stammt beispielsweise der Hauptbau des Schlosses aus dieser Zeit. 1601 wurde Schloss Mühltroff an Herrn von Mandelsloh verkaufte, der es bereits zwei Jahre später an die Familie von Bodenhausen veräußerte. Schloss Mühltroff ging 1775 als Erbe an den Grafen von Kospoth. Bei einem Brand 1817 fand der letzte Graf den Tod im Turm.
Nach diesem Brand wurde das Schloss umgestaltet, unter anderem um das obere Stockwerk notdürftig instand zu setzen. Ab 1822 war das Schloss im Besitz der Grafen von Hohenthal-Püchau. Zwischen 1820 und 1837 sowie 1856 wurden Umgestaltungsarbeiten am Turm vorgenommen. Von 1923 bis 1939 wurde das Schloss als Erholungsheim der Höheren Mädchenschule genutzt. 1940 ging es als Schenkung in den Besitz der Stadt Mühltroff über. Während des Zweiten Weltkriges wurde es als Kinderlandverschickungslager genutzt.
Nach Kriegsende wurden Notwohnungen im Schloss eingerichtet. Noch bis zur politischen Wende diente Schloss Mühltroff Wohnzwecken.
Danach erfolgten der Verkauf und die Sanierung, die mit dem Ausbau zu modernem Wohnraum verbunden war.
Heute nutzen der Jugendklub, Vereine und Privatleute das Schloss für Veranstaltungen. Außerdem gibt es eine Ausstellung zur Orts- und Regionalgeschichte.
Hauptstraße 15
08626 Mühlental OT Marieney
Ein Herrensitz war erstmals 1279 verzeichnet. 1445 erfolgte die Erwähnung als Rittersitz, spätestens 1542 hatte Marieney ein Rittergut. Als Besitzer sind bis 1689 Urban Caspar von Feilitzsch sowie ab 1901 die Familie Nöller bekannt.
Das Herrenhaus ist saniert und dient heute Wohnzwecken.
Burg 1
08499 Reichenbach OT Mylau
Früheste Besitzer von Mylau waren die Herren von Milin, die möglicherweise bereits im 11. Jahrhundert oder früher ihren Herrensitz im heutigen Mylau begründeten und eine erste Burg anlegen ließen. Die Ersterwähnung als Herrensitz erfolgte 1214 unter Heinricus und Eberhardus de Milin. Die heutige Burg entstand vermutlich gegen Ende des 12. Jahrhunderts.
Die Vögte von Plauen und Greiz übernahmen den Besitz in der Mitte des 13. Jahrhunderts und veranlassten einige Umbauten. 1356 erhielten die Herren Reuss von Plauen die Burg Mylau als böhmisches Lehen, verkauften jedoch bereits 1367 an Kaiser Carl IV., der die Burg unter anderem um die Vorburg erweitern ließ. 1422 wurde die Burg Mylau an die Wettiner verpfändet, in deren Besitz sie sich bis 1460 befand und danach an die Herren von Metzsch überging.
Auch im 16. Jahrhundert wurden Umbauten ausgeführt, unter anderem wurde der Palas aufgestockt. Die Herren von Schönberg übernahmen die Burg 1577, im ersten Drittel des 17. Jahrhunderts gelangte sie an die Familie Bose, der die Familie von der Planitz 1727 folgte. 1772 gelante die Burg in bürgerliche Hände. Da sie zeitweise unbewohnt war, hatte der Verfall eingesetzt. Im 18. Jahrhundert wurden die Fachwerkbauten erneuert. In der Burg war zwischen 1809 und 1831 eine Baumwollspinnerei untergebracht, im 19. Jahrhundert fanden umfangreiche Restaurierungsarbeiten und Umbauten statt. Die Burg ging 1892 an die Stadt Mylau über.
Die Burg Mylau beherbergt heute Stadtverwaltung, Fremdenverkehrsamt und Museum.
Die Anlage des Ursprungsbaus wurde 1956 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt. Erhalten sind eine umlaufende Ringmauer, ein vorgelagerter Burggarten und dessen Umfassungsmauer.
08258 Markneukirchen OT Wernitzgrün
In Wernitzgrün bestand im 18. Jahrhundert ein Vorwerk.
07919 Pausa-Mühltroff OT Unterreichenau
Unterreichenbach wurde 1281 als Herrensitz genannt. Informationen über diesen Herrensitz sind extrem spärlich gesäht. Vermutlich bestand mit diesem Herrensitz Unterreichenau keine besondere Gebäudesubstanz, sondern lediglich eine Grundherrschaft über den Ort.
Ebersbacher Straße 3–6
08606 Oelsnitz OT Unterhermsgrün
Das Rittergut Unterhermsgrün fand 1791 erstmals urkundliche Erwähnung, wobei nicht ausgeschlossen ist, dass bereits um 1314 ein Herrensitz existierte. Es befand sich 1910 im Besitz von Franz Mensch, ab 1920 im Besitz von Max und Hermann Müller und wurde fünf Jahre später an Alfred Gumpert veräußert.
Alfred Gumpert wurde 1945 enteignet. Das Herrenhaus des Rittergutes wurde 1948 abgerissen.
Inzwischen ist nur noch ein Wirtschaftsgebäude vorhanden, das heute Wohnzwecken dient.
Weischlitzer Straße 15
08606 Oelsnitz OT Taltitz
Das Rittergut Eulenstein fand in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts Erwähnung und gehörte zum Rittergut Dobeneck. Konkret erwähnt wurde es 1791. Einer weiteren Quelle zufolge soll es bereits 1484 bestanden haben.
Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Rittergut Eulenstein als unbewohnt und ruinös bezeichnet. Mit Hermann Kasten-Hickmann sind 1901 und Heinrich Kasten 1925 die letzten Besitzer bezeichnet.
Das Herrenhaus dient heute Wohnzwecken.
Schlossberg
08606 Oelsnitz
Die Wallburg ist noch anhand von Abschnittsgraben und Außenwall erkennbar. Sie befand sich auf dem Schlossberg ca. 250 m von der Burg Voigtsberg entfernt und wird auch als Schanze bezeichnet. Der Burgstandort war etwa 22 x 14 m groß, der Abschnittsgraben 8 m breit und bis zu 2 m tief und der Außenwall etwa 4 m breit und bis zu 1,5 m hoch.
Die Wall- und Grabenreste wurden als Bodendenkmal Ende 1983 unter Schutz gestellt.