Oelsnitz: Rittergut Untermarxgrün

Rittergut Untermarxgrün

Alte Plauener Straße 1
08606 Oelsnitz OT Untermarxgrün

Historisches

Joseph von Engelschall ver­äu­ßerte das als Vorwerk dem Schloss Voigtsberg unter­ste­hende Rittergut 1567 an den Rat von Oelsnitz. 1582 erfolgte offen­bar eine Teilung, da nun zwei Rittergüter erwähnt wur­den. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde das Rittergut not­ge­drun­ge­ner­ma­ßen wie­der ver­kauft.  Im 17. Jahrhundert kam es an Carl Heinrich Höfer, im fol­gen­den Jahrhundert an Gottlob Schmidt. In des­sen Familienbesitz in der Linie Kretzschmar ver­blieb das Gut noch bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts.

1821 wurde das Rittergut mit dem 1755 errich­te­ten Herrenhaus umfang­reich saniert. Fünf Jahre spä­ter fiel es einem Brand zum Opfer. Kurz dar­auf wurde das Herrenhaus wie­der auf­ge­baut. 1840 erfolgte der Verkauf an Herrn Gottfried. 1901 ist Gottfried Julius Zeidler als Besitzer ver­zeich­net, ab 1905 die Familie Dietrich, die 1945 ent­eig­net wurde und zwi­schen 1910 und 1920 Sanierungsarbeiten vor­neh­men ließ.

Nach 1945

Enteignung. 1948 wurde im Herrenhaus eine Landwirtschaftsschule ein­ge­rich­tet, im Jahr dar­auf zog eine Maschinenausleihstation ein. Ab 1960 diente es dem Rat des Kreises Oelsnitz.

Nachwendezeit

1992 erfolgte die Sanierung des Objektes. Veterinäramt und Landwirtschaftsamt waren 2002 im Herrenhaus des Rittergutes Untermarxgrün untergebracht.

Heutige Nutzung

Seit 2005 hat eine Textilfirma ihren Sitz darin.

Oelsnitz: Wasserburg & Rittergut Lauterbach Oberer Teil

Wasserburg & Rittergut Lauterbach
(Oberer Teil)

Hofer Straße 52
08606 Oelsnitz OT Lauterbach

Historisches

Die Wasserburg wurde als mit­tel­al­ter­li­che Wehranlage errich­tet. 1332 befand sich Lauterbach im Besitz des Grafen von Truhedingen, kam nach­her durch Kauf an Friedrich IV., der sei­nen Besitz an die Herren von Trützschler veräußerte.

Urkundlich ist 1445 ein Rittersitz Luterbach nach­ge­wie­sen. Die Herren von Trützschler teil­ten den Rittersitz je nach Quellenlage 1540 oder 1606, wor­aus sich zunächst ein Rittergut und ein Vorwerk sowie 1764 zwei Rittergüter ent­wi­ckel­ten. Die Stadt Oelsnitz erwarb beide Güter.

Das Rittergut Lauterbach Oberer Teil ging aus der frü­he­ren Wasserburg her. Es befand sich 1901 im Besitz der Herren Albin Rudert und Karl August Bleicher.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus diente Wohnzwecken, steht jedoch seit vie­len Jahren leer.

Bodendenkmalschutz

Der noch vor­han­dene Burghügel der Wasserburg  Lauterbach befin­det sich in der Ortsmitte west­lich der Hofer Straße und wird durch einen Teich begrenzt. Der Graben ist teil­weise noch als Senke vor­han­den, der Außenwall ist zum Teil ein­ge­eb­net. Die Überreste wur­den 1959 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt.

Oelsnitz: Rittergut Unterhermsgrün

Rittergut Unterhermsgrün

Ebersbacher Straße 3–6
08606 Oelsnitz OT Unterhermsgrün

Historisches

Das Rittergut Unterhermsgrün fand 1791 erst­mals urkund­li­che Erwähnung, wobei nicht aus­ge­schlos­sen ist, dass bereits um 1314 ein Herrensitz exis­tierte. Es befand sich 1910 im Besitz von Franz Mensch, ab 1920 im Besitz von Max und Hermann Müller und wurde fünf Jahre spä­ter an Alfred Gumpert veräußert.

Nach 1945

Alfred Gumpert wurde 1945 ent­eig­net. Das Herrenhaus des Rittergutes wurde 1948 abgerissen.

Heutige Nutzung

Inzwischen ist nur noch ein Wirtschaftsgebäude vor­han­den, das heute Wohnzwecken dient.

Oelsnitz: Rittergut Eulenstein

Rittergut Eulenstein

Weischlitzer Straße 15
08606 Oelsnitz OT Taltitz

Historisches

Das Rittergut Eulenstein fand in der zwei­ten Hälfte des 18. Jahrhunderts Erwähnung und gehörte zum Rittergut Dobeneck. Konkret erwähnt wurde es 1791. Einer wei­te­ren Quelle zufolge soll es bereits 1484 bestan­den haben.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Rittergut Eulenstein als unbe­wohnt und rui­nös bezeich­net. Mit Hermann Kasten-​Hickmann sind 1901 und Heinrich Kasten 1925 die letz­ten Besitzer bezeichnet.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus dient heute Wohnzwecken.

Oelsnitz: Wallburg Voigtsberg

Wallburg Voigtsberg

Schlossberg
08606 Oelsnitz

Historisches

Die Wallburg ist noch anhand von Abschnittsgraben und Außenwall erkenn­bar. Sie befand sich auf dem Schlossberg ca. 250 m von der Burg Voigtsberg ent­fernt und wird auch als Schanze bezeich­net. Der Burgstandort war etwa 22 x 14 m groß, der Abschnittsgraben 8 m breit und bis zu 2 m tief und der Außenwall etwa 4 m breit und bis zu 1,5 m hoch.

Bodendenkmalschutz

Die Wall- und Grabenreste wur­den als Bodendenkmal Ende 1983 unter Schutz gestellt.

Oelsnitz: Burg Planschwitz (Alte Feste)

Burg Planschwitz (Alte Feste)

Kirchpöhlweg /​ Talsperrenstraße
08606 Oelsnitz OT Planschwitz

Historisches

Von der Burg ist nichts mehr erhal­ten, sie wurde voll­kom­men abge­tra­gen und ver­schlif­fen. Weitere Bezeichnungen für die Anlage sind Alte Feste und Feste Planschwitz. Die mit­tel­al­ter­li­che Höhenburg befand sich in der Ortsmitte nord­öst­lich des Gutes in Gipfellage. Sie wurde 1297 als Herrensitz des Ulricus Saccus de Plonswicz, Herr von Planschwitz, erwähnt.

Bodendenkmalschutz

Bodendenkmalschutz besteht seit 1959 für die Anlage auf einem Felsblock.

Plauen: Schloss der Vögte

Schloss der Vögte

Schlossberg
08527 Plauen

Historisches

Die Burg wurde im 13. Jahrhundert für die Vögte von Plauen erbaut. Bereits im 17. Jahrhundert begann der Verfall. Die Burg ist als Ruine mit Palas, Nordturm und Bergfried auf dem Schlossberg erhalten.

Plauen: Burg & Rittergut Straßberg

Burg & Rittergut Straßberg

Hauptstraße | Ecke Uferstraße
08527 Plauen OT Straßberg

Historisches

Straßberg wurde bereits 1194 als Herrensitz unter Ecgehardo und Heinrico de Strazberc benannt. Hier errich­te­ten die Vögte von Straßberg eine Burg, wel­che 1280 als “castrum des­truc­tum”, als zer­störte Burg, bezeich­net wurde. Die Burg Straßberg befand sich an Stelle der heu­ti­gen Evangelischen Kirche mit ihrem Friedhof in Nachbarschaft zum Herrenhaus des spä­te­ren Rittergutes.

Das Rittergut Straßberg ging aus einem Vorwerk her­vor, wel­ches 1583 nach­weis­bar ist und über wel­ches das Rittergut Neundorf die Grundherrschaft aus­übte. 1858 erfolgte die Erwähnung als Rittergut, das bis 1893 im Besitz von Carl Hermann Golle war. 1893 über­nahm Carl Ferdinand Adler das Rittergut und ver­an­lasste noch im glei­chen Jahr den Bau des Herrenhauses. 1936 erfolg­ten der Zwangsverkauf an die Wehrmacht, weil diese ihren Truppenübungsplatz erwei­tern wollte, sowie die zwangs­läu­fige Auflösung des Gutes. Die Gebäude wur­den an die Herren Zänsler ver­kauft, die darin ein Fuhrgeschäft eröff­ne­ten. Im Herrenhaus rich­tete die Wehrmacht 1940 ein Genesungsheim ein.

Nach 1945

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges diente das Herrenhaus als Wohnhaus.

Heutige Nutzung

Seit 1990 steht das Herrenhaus leer.

Bodendenkmalschutz

Die Burg wurde auch als Burgstädtel bezeich­net und durch Kirche und Friedhof über­baut. Es sind noch Gräben vor­han­den, einer davon wird heute als Weg genutzt. Bodendenkmalschutz besteht seit 1959.

Oelsnitz: Burg & Rittergut Magwitz

Burg & Rittergut Magwitz

An der Wasserburg (Wasserburg)
Bahnhofsweg 4 (Rittergut)
08606 Oelsnitz OT Magwitz

Historisches

Die Ersterwähnung eines Herrensitzes, eine Wasserburganlage, erfolgte 1236 im Zusammenhang mit Cunradus de Machwicz, in des­sen Familienbesitz sich der Herrensitz bis ins 14. Jahrhundert hin­ein befand. 1290 wur­den Henricus et Guntherus de Mochwitz als Herren urkund­lich nach­ge­wie­sen. 1372 über­nahm die Familie von Raschau den Herrensitz Magwitz, 1410 gefolgt von der Familie von Thoß. 1445 erfolgte die Erwähnung als  Rittersitz.

Über einen län­ge­ren Zeitraum, näm­lich von 1487 bis ins frühe 17. Jahrhundert, ist die Familie von Falkenstein ver­zeich­net. Unter die­ser erfolgte die Aufteilung des Rittersitzes in zwei 1542 erwähnte Vorwerke, die 1606 zu einem Rittergut ver­eint wurden.

Ab 1621 wech­sel­ten die Besitzer mehr­fach. Die Familie von Reitzenstein besaß Magwitz zwi­schen 1719 und 1749, ihr folgte der Herr von Kospoth bis 1766. Nach einem Brand im 19. Jahrhundert wurde der Rittergutshof wie­der auf­ge­baut. Ab 1901 besaß Max Fulda das Rittergut, ab 1920 waren es die Brüder Rinn. 1937 wur­den die Nutzflächen des Rittergutes an den Weißelsterverband ver­kauft, die einen Teil davon für die Anlage der Talsperre Pöhl ver­wen­det. Die Hofanlage befand sich seit 1938 im Besitz von Hermann Freude.

Nach 1945

Hermann Freude wurde 1945 ent­eig­net. Von 1952 bis 1990 nutzte die LPG das Gut.

Heutige Nutzung

Die eins­tige Wasserburg befand sich im Südosten des Ortes in Richtung Planschwitz in einem Garten. Das Rittergut wurde nach Aufgabe der Burg an heu­ti­ger Stelle errich­tet. Das Herrenhaus wird bewohnt.

Bodendenkmalschutz

Die mitt­ler­weile kaum noch zu erken­nen­den Wall- und Grabenreste der frü­he­ren Wehranlage wur­den 1959 unter Bodendenkmalschutz gestellt. Die Wasserburg wurd auch als Der Hof oder Der alte Hof bezeichnet.

Plauen: Rittergut Stöckigt

Rittergut Stöckigt

Zum Buchenberg
08527 Plauen OT Stöckigt

Historisches

Das 1583 erst­mals schrift­lich nach­ge­wie­sene Rittergut befand sich seit dem frü­hen 15. Jahrhundert bis in die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts hin­ein im Besitz der Familie Tosse. Als nach­fol­gende Besitzer wer­den der Herr von Wiedersberg und noch im 17. Jahrhundert die Herren von Tettau auf­ge­führt. Ab 1763 war es durch­gän­gig Eigentum bür­ger­li­cher Familien. Zu die­sen zähl­ten die Familie Geigenmüller und die Familie Biermann, die das Rittergut Stöckigt 1889 erwarb.

Nach 1945

Die Familie Biermann wurde 1945 ent­eig­net. 1948 wurde das Herrenhaus abge­ris­sen. 1954 sowie 1956 wur­den auch die bei­den Türme, die bis dato den Gutseingang säum­ten, abge­tra­gen. Nachdem 1988 auch noch die Scheune abge­ris­sen wurde, exis­tiert heute nur noch ein Wirtschaftsgebäude des ehe­ma­li­gen Rittergutes.

Nachwendezeit und heutige Nutzung

Seit 1992 befin­det sich das ver­blie­bene Wirtschaftsgebäude im Besitz einer Firma.