Plauen: Rittergut Röttis

Rittergut Röttis

Röttis Nr. 9
08547 Plauen OT Röttis

Historisches

1328 (andere Quelle: 1412) bestand ein Vorwerk, wel­ches 1583 als Rittergut nach­weis­bar ist. Einst befand sich das Gut Röttis im Besitz der Familie von Jössnitz. 1417 kam Röttis an die Herren von Dobeneck und in der zwei­ten Hälfte des 15. Jahrhunderts an den Deutschen Orden. In der Mitte des 16. Jahrhunderts ist die Familie von Watzdorf benannt, die das Rittergut Röttis 1842 an die Familie Opitz ver­kaufte. Ihr folg­ten Dr. Wehner und her­nach Dr. Lorenz. 1901 ist Otto Schuster als Eigentümer ver­zeich­net. Ihm folgte 1910 Arthur Herfurth, der Ende 1945 verstarb.

Nach 1945

Das Rittergut fiel auf­grund der gerin­gen Größe nicht unter die Bodenreform. Mangels Erben wur­den die land­wirt­schaft­li­chen Flächen ver­teilt. Bis 1963 diente das Herrenhaus Wohnzwecken. Wegen Baufälligkeit wurde es sechs Jahr spä­ter abgerissen.

Heutige Nutzung

Erhalten sind noch Wirtschaftsgebäude, die teil­weise als Wohnraum genutzt werden.

Lengenfeld: Wasserburg, Altes & Neues Herrenhaus Grün

Wasserburg Grün
Altes & Neues Herrenhaus Grün

Altes Herrenhaus: Polenzstraße 52
Neues Herrenhaus: Abhorner Straße 8
08485 Lengenfeld OT Grün

Historisches

Das Rittergut Grün ist 1606 urkund­lich nach­weis­bar. Bereits 1428 wur­den Hans Fassmann und ihm fol­gend die Edlen von der Planitz mit einem Herrensitz in Grün in Verbindung gebracht, wobei es sich hier um den Vorgängerbau, eine Burg, han­deln dürfte. 1455 wurde ein Rittersitz für Grün nachgewiesen.

Ab der ers­ten Hälfte des 18. Jahrhunderts hat­ten die Besitzer mehr­fach gewech­selt. Einer davon war die Familie Förster, die 1823 ein Herrenhaus errich­ten ließ. Der letzte Rittergutsbesitzer war seit 1923 Erwin Vorländer, Bürgermeister der Stadt Lengenfeld. Unter Alfred Troll wurde 1909 /​ 1910 ein zusätz­li­ches Herrenhaus erbaut. Noch im Jahr der Fertigstellung ver­äu­ßerte er es an Paul Rudolph. Von 1923 bis 1928 gehörte es Max Otto und wurde im fol­gen­den Jahr vom Fabrikanten Lenck erworben.

Nach 1945

Erwin Vorländer wurde 1945 ent­eig­net. 1946 wurde das Rittergut von der Roten Armee besetzt und an Neubauern auf­ge­teilt. Das Alte Herrenhaus wurde zu Wohnzwecken genutzt. 1963 brannte das Obergeschoss ab. Die Wirtschaftsgebäude wur­den fast alle abge­tra­gen. Das Neue Herrenhaus fiel auf­grund der bereits zuvor erfolg­ten Trennung vom Rittergut und damit ein­her­ge­hend auf­grund sei­ner Größe nicht unter die Bodenreform.

Heutige Nutzung

Beide Herrenhäuser die­nen heute Wohnzwecken.

Bodendenkmalschutz

Die frü­here Wasserburg wird auch als Hammergut und Wal bezeich­net und ist nicht mehr exis­tent. Sie wurde ein­ge­eb­net und mit dem Alten Herrenhaus über­baut. Bodendenkmalschutz besteht für die unter­ir­di­sche Anlage der Wasserburg seit Herbst 1970.

Plauen: Rittergut Steinsdorf

Rittergut Steinsdorf

Am Gut 1A
08547 Plauen OT Steinsdorf

Historisches

Steinsdorf wurde erst­mals 1481 erwähnt. Im 16. und 17. Jahrhundert befand sich das Rittergut im Besitz der Herren von Bünau. Nachfolgende Besitzer waren der Herr von Raab sowie der Kammerjunker von Brandenstein, des­sen Familie das Rittergut noch bis zum Ende des 18. Jahrhunderts besaß. Ab Beginn bis min­des­tens Mitte des 19. Jahrhunderts befand sich das Rittergut im Besitz der Familie Dietze. 1920 ist die Familie Hartenstein als Besitzer vermerkt.

Nach 1945

Aufgrund der Größe des Rittergutes wurde die Familie Hartenstein nicht ent­eig­net. Sie ließ das Rittergut 1953 an das Volksgut Syrau angliedern.

Nachwendezeit

1992 wurde die Rückübertragung an die Familie Hartenstein vorgenommen.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus steht leer, das Grundstück wird durch eine Tanzschule und einen Golfclub genutzt.

Klingenthal: Gut Obersachsenberg

Gut Obersachsenberg | Oberes Waldgut

Goethestraße 1
08248 Klingenthal OT Sachsenberg

Historisches

Das Gut Obersachsenberg befand sich 1631 im Besitz von  Matthäus Georg Gnaspe. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts erfolg­ten meh­rere Besitzerwechsel. So wur­den 1688 Moritz Heinrich von Trützschler und 1702 Georg Andreas Conradi und Johann Schwabe genannt, denen die Familien Enders 1718, Glier 1798 und Eßbach 1835 folg­ten. Seit 1893 erfolgte eine Nutzung als Gasthaus. Dieses gehörte ab 1901 Johann Ferdinand Schunk. 1934 erfolgte der Umbau zum Hotel.

Nachwendezeit

Das Obere Waldgut diente wei­ter­hin als Hotel und Restaurant.

Heutige Nutzung

Das Gut steht mitt­ler­weile seit vie­len Jahren leer. Da der Sanierungsbedarf sehr hoch ist, wird über einen Abriss spekuliert.

Klingenthal: Rittergut Untersachsenberg

Rittergut Untersachsenberg | Unteres Waldgut

Kamerunweg 1
08248 Klingenthal OT Sachsenberg

Historisches

1625 grün­de­ten Johann Wilhelm Boxberger und Georg Knaspe Untersachsenberg. Sie erhiel­ten ein Jahr spä­ter die Erbgerichtsbarkeit. Nachdem Johann Wilhelm Boxberger den Anteil von Georg Knaspe erwor­ben hatte, ver­blieb das Lehngut, wel­ches 1646 erst­mals als Rittergut urkund­lich nach­weis­bar ist, lange Zeit im Besitz der Familie Boxberger bzw. von Boxberg.

Unter Christian Karl Sigismund von Boxberg, der 1757 das gesamte Gut über­nahm, wurde der Rittergutshof neu errich­tet. 1806 ging das Rittergut Untersachsenberg an Louise Christine Auguste von Feilitzsch, gebo­ren von Boxberg, über, die 1823 Konkurs anmel­den musste. Daraufhin wurde das Gut auf­ge­löst und ver­kauft. Ab 1854 befand es sich im Besitz der Familie von Reitzenstein, ab 1901 im Besitz der Anna Hüller und ab 1925 in den Händen von Reinhard Claß. Noch bis 1957 wurde im Rittergut der Gasthof “Unteres Waldgut” betrieben.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus befin­det sich heute in Privatbesitz und wird bewohnt.

Schöneck: Herrensitz Korna

Herrensitz Korna

08261 Schöneck OT Korna

Historisches

Korna wurde 1224 als Herrensitz des Cunradus de Cornowe genannt. Die Grundherrschaft hatte das Rittergut Schilbach über­nom­men. Mit dem Herrensitz war offen­bar keine beson­dere Gebäudesubstanz verbunden.

Rosenbach: Rittergut Syrau

Rittergut Syrau

Hauptstraße 5
08548 Rosenbach OT Syrau

Historisches

1446 befand sich Syrau in den Händen von Apel von Tettau, der vom säch­si­schen Kurfürsten mit dem Gut belehnt wor­den war. In der zwei­ten Hälfte des 16. Jahrhunderts bestan­den zwei Rittergüter, die spä­tes­tens zu Beginn des 19. Jahrhunderts wie­der zu einem ver­ei­nigt wur­den. Bis 1789 sind die Herren von Watzdorf als Besitzer bekannt. Um 1850 kam das Rittergut Syrau an die Familie Golle, von der die Stadt Plauen das Rittergut 1911 erwarb. Sie rich­tete im fol­gen­den Jahr im Herrenhaus eine Pflegeanstalt ein.

Nach 1945

1945 begann die sowje­ti­sche Militärverwaltung das Herrenhaus für ihre Zwecke zu nut­zen. Ein Jahr spä­ter diente es der Düngerabfuhr AG als Firmensitz. Nachfolgend wurde das Rittergut in ein Volksgut umgewandelt.

Nachwendezeit

1990 kam das Rittergut Syrau wie­der an die Stadt Plauen zurück, durch die erste Modernisierungsmaßnahmen ver­an­lasst wur­den. Im Rahmen der viel­fäl­ti­gen Nutzungen wur­den mehr­fach Umbauten getä­tigt. 2011 sollte das Herrenhaus Syrau im Rahmen einer Immobilienversteigerung für 25.000 € ver­äu­ßert wer­den. Der Zuschlag erfolgte bei einem Gebot von 42.000 €.

Heutige Nutzung

Das Rittergut hat seit Mai 2011 einen neuen Besitzer.