Gelenau: Wasserburg Hofteich & Rittergut Gelenau

Wasserburg Hofteich & Rittergut Gelenau

Rathausplatz 1,2 ‚3 | Rathausteich
Ernst-​Grohmann-​Straße 3–7
09423 Gelenau

Historisches

In Gelenau war bereits um 1256 ein Herrensitz unter Heinricus de Gelene vor­han­den, bei dem es sich um die Wasserburg Hofteich han­delte. Eine andere Quelle benennt den Herrensitz erst 1279 und unter Rudegerus de Geilnowe. Die Wasserburg Hofteich ist auch unter den Namen Bühl, Hofinsel, Hofwall, Schloss oder Wallgraben bekannt und befin­det sich im Bereich des Rittergutsgeländes.

Aus dem Herrensitz ent­wi­ckelte sich im Laufe der Zeit ein Rittergut, wel­ches 1533 durch Friedrich von Schönberg gekauft wurde. Das Rittergut ver­blieb in Familienbesitz, wech­selte zwi­schen­durch jedoch die Zweige. Anstelle der Wasserburg wurde ein Herrenhaus errich­tet, auf dem “Festland” ent­stand der Wirtschaftshof mit dem Pächterhaus.

Als das Herrenhaus auf der Insel bau­fäl­lig gewor­den war, wurde es um 1830 abge­ris­sen. Der Park wurde in einen eng­li­schen Landschaftspark umge­stal­tet. Bewohnt wurde zuletzt das Pächterhaus. Adolph von Schönberg wurde 1893 in den Freiherrenstand erho­ben und behielt das Rittergut Gelenau bis 1907 in sei­nem Besitz. Das Herrenhaus wurde in jenem Jahr von der Gemeinde erwor­ben und von die­ser als Sitz der Gemeindeverwaltung genutzt.

Nach 1945

Es erfolgte keine Enteignung. Die Gemeinde nutzte das Herrenhaus wei­ter­hin als Verwaltungssitz.

Heutige Nutzung

Im Herrenhaus befin­den sich heute das Rathaus sowie das Strumpfmuseum.

Bodendenkmalschutz

Ende 1960 wurde die Wasserburg Hofteich als Bodendenkmal unter beson­de­ren Schutz gestellt. Die qua­dra­ti­sche Burginsel misst 23 m Seitenlänge und ist ummau­ert. Der Zugang ist über eine Brücke mög­lich. Der Graben ist an die­ser Stelle 18 m breit und erreicht ansons­ten eine Breite von bis zu 40 m. Der Außenwall zeigt sich noch mit einer Höhe von bis zu 3 m und einer Breite von 6 m.

Großrückerswalde: Schloss Hohenwendel

Schloss Hohenwendel

Eisenbergstraße 21
09518 Großrückerswalde OT Streckewalde

Historisches

Das ehe­ma­lige Schloss Streckewalde ent­stand aus dem Rittergut Streckewalde her­aus. Um 1500 wur­den die Herren von Krahe Besitzer des Erblehngutes Streckewalde, wel­ches sich vor­her im Besitz der Herren von Waldenburg befand. 1551 wurde das Gut als Rittergut urkund­lich erwähnt. Das Schloss Streckewalde erlebte viele Besitzerwechsel und wurde von 1908 bis 1910 für den Kommerzienrat Arthur Schmidt erbaut, dazu wurde das vor­ma­lige Rittergut Streckewalde abge­ris­sen. Das Mausoleum im eng­li­schen Park am Hang wurde noch unter Arthur Schmidt 1922 errich­tet und nach dem Zweiten Weltkrieg geplün­dert. Ebenso befand sich eine künst­li­che Ruine im Park die er bis 1916 wei­ter aus­baute. 1932 erbte seine Enkelin Wendula Schmidt, die mit dem NSDAP-​Funktionär Otto Wagener ver­hei­ra­tet war, das Schloss. Unter Otto Wagener erfolgte 1935 die Umbenennung von Schloss Streckewalde in Schloss Hohenwendel, ange­lehnt an den Namen sei­ner Frau Wendula.

Nach 1945

1945 wurde die Enteignung voll­zo­gen. Das Schloss wurde als Schulungs- und Erholungsheim genutzt, der Wirtschaftshof mit den Ländereien in Neubauernstellen auf­ge­teilt. Ab 1957 war Schloss Hohenwendel Pionierleiterschule und ab 1969 wurde es durch die FDJ genutzt. Das Mausoleum wurde in den 1960er Jahren abgerissen.

Nachwendezeit

1990 wurde im Schloss Hohenwendel ein Hotel eröff­net, das jedoch nicht lange exis­tierte. Schon seit 1991 bestand wie­der Leerstand für das Gebäude. 2002 erfolgte ein Verkauf an pri­vat, ohne dass eine Nutzung gege­ben war. Im Sommer 2015 war eine Veräußerung für min­des­tens 80.000 € im Rahmen einer Immobilienauktion angesetzt.

Heutige Nutzung

Das Schloss sowie die dazu gehö­ren­den Wirtschaftsgebäude befan­den sich viele Jahre lang in sanie­rungs­be­dürf­ti­gem Zustand. 2020 waren Sanierungsarbeiten am Schloss in vol­lem Gange. Von der künst­li­chen Burgruine sind umfas­sende, impo­sante Reste erhal­ten geblieben.
(Stand: 2020)

Großrückerswalde: Rittergut Großrückerswalde

Rittergut Großrückerswalde

Wolkensteiner Straße 1
09518 Großrückerswalde

Historisches

1541 gelangte das min­des­tens seit dem 15. Jahrhundert exis­tie­rende Vorwerk in den Besitz der Familie von Berbisdorf.  Möglicherweise gehen die Ursprünge die­ses Vorwerks sogar bin auf das späte 13. Jahrhundert zurück. 1414 wurde die Familie von Krahe auf Rückerswalde nach­ge­wie­sen. Wolf von Krahe ver­kaufte das Vorwerk 1541 an Andreas von Berbisdorf. Unter der Familie von Berbisdorf wurde das Vorwerk zum Rittergut erho­ben. Es wurde 1744 von Reichsgraf Friedrich Ludwig zu Solms und Tecklenburg erwor­ben, für den um 1750 das Herrenhaus errich­tet wurde. Das Rittergut ver­blieb nahezu zwei Jahrhunderte in Familienbesitz, wurde aber nur sel­ten bewohnt. Valeska von Wöhrmann, gebo­rene Gräfin zu Solms und Tecklenburg, ver­erbte das Rittergut Angehörigen ihres Personals. Diese ver­kauf­ten es an den Fabrikanten Emil Hütter.

Nach 1945

Emil Hütter wurde 1945 im Rahmen der Bodenreform ent­eig­net. Das Rittergut wurde auf­ge­teilt, das Herrenhaus fortan als Schulküche und Bücherei genutzt. Einige Jahre spä­ter über­nahm die LPG das Rittergut und baute es zu einer Getreidemühle mit Speicher um.

Nachwendezeit

Als die LPG auf­ge­löst wurde, befand sich das Rittergut Rückerswalde in einem erbärm­li­chen Zustand, so her­un­ter­ge­wirt­schaf­tet war es. 2006 /​ 2007 wurde das Herrenhaus umfas­send saniert, nach­dem sich eine Fachklinik als Käufer gefun­den hatte. Ein maro­der Seitenflügel wurde abge­ris­sen und durch einen moder­nen Neubau ersetzt.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus dient als Fachklinik zur Rehabilitation von Drogenabhängigen. In ihm befin­den sich Wohn- und Schulungsräume sowie alle wei­te­ren zum Betrieb not­wen­di­gen Versorgungseinrichtungen.

Stollberg: Vorwerk Raum

Vorwerk Raum | Kalbenhof

Obere Hartensteiner Straße
09366 Stollberg OT Raum

Historisches

Das Vorwerk Kalbenhof bestand bereits vor dem Dreißigjährigen Krieg. Es unter­stand grund­herr­schaft­lich den Herren von Schönburg und wurde zur Kälberaufzucht genutzt. Eine erneute Erwähnung fand das Vorwerk Raum im 18. Jahrhundert. Später wurde es abgerissen.

Heutige Nutzung

Das Vorwerk ist heute nicht mehr vor­han­den. Das Gelände ist mit Eigenheimen bebaut.

Grünhain-​Beierfeld: Kloster Grünhain

Kloster Grünhain

Zwönitzer Straße 12–16
08344 Grünhain-Beierfeld

Historisches

Grünhain unter­stand von 1231 bis 1536 dem Zisterzienserkloster und wurde 1238 als Herrensitz unter Heidenricus de Grunhain genannt.

Heutige Nutzung

Die Ruinen des Klosters sind heute ein schö­nes Fotomotiv.

Thermalbad Wiesenbad: Rittergut Neundorf

Rittergut Neundorf

Rittergutsweg 3 /​ Bahnhofstraße 44b
09488 Thermalbad Wiesenbad OT Neundorf

Historisches

Das Rittergut geht ver­mut­lich auf einen Gebäudekomplex aus dem 13. Jahrhundert zurück. Ein Stein am Wohnhaus trägt die Jahreszahl 1414. Die erste urkund­li­che Erwähnung als Rittergut stammt aus dem Jahre 1696. Die Besitzer wech­sel­ten oft. 1791 befand sich das Rittergut im Besitz von Karl Johann Wilhelm von Nostitz. Erbaut wur­den die Gebäude zu Beginn des 19. Jahrhunderts. 1913 erwarb Georg Richard Michaelis das Rittergut neun­dorf. Es ver­blieb in Familienbesitz.

Nach 1945

Günter Michaelis wurde 1945 nicht ent­eig­net, da das Rittergut unter 100 Hektar groß war. Einige Jahre spä­ter muss­ten die Landwirtschaftsflächen in die LPG ein­ge­bracht wer­den, die Familie Michaelis konnte jedoch auf dem Hof woh­nen blei­ben. In den 1960er Jahren ver­an­lasste sie Umbauten, wonach das Herrenhaus ver­klei­nert wurde.

Nachwendezeit

Die Tochter der Familie Michaelis erhielt den Grundbesitz nach 1990 zurück. Die Scheune wurde an die Gemeinde ver­kauft. Die Gebäude wur­den saniert.

Heutige Nutzung

Nachfahren des letz­ten Besitzers nut­zen zwei der Gebäude und bie­ten Ferienzimmer und Ferienwohnung an. Die ande­ren Gebäude befin­den sich im Eigentum der Gemeinde Neundorf und wer­den als Ausbildungsstätte des CJD genutzt.

Thermalbad Wiesenbad: Rittergut Schönfeld

Rittergut Schönfeld

Alleeweg 2 /​ Annaberger Straße 23
09488 Thermalbad Wiesenbad OT Schönfeld

Historisches

Die urkund­li­che erste Erwähnung des Ritterguts Schönfeld erfolgte 1551. Allerdings bestand schon weit frü­her ein Vorwerk, wel­ches 1381 mit Ritter Heidenreich von der Wiesen als Besitzer genannt wurde. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts, nach meh­re­ren vor­he­ri­gen Besitzerwechseln, befand sich das Rittergut im Besitz von Johann Christian Eisenstuck. 1868 erwarb Ernst Wecke das Rittergut. 1932 wurde das Rittergut auf­ge­löst und in meh­rere Bauernstellen auf­ge­teilt. Das Restgut ging an einen Herrn Angermann über.

Nach 1945

Eine Enteignung erfolgte nicht, den­noch floh Herr Angermann in den Westen und die LPG über­nahm 1954 den Hof.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus ist sanie­rungs­be­dürf­tig. Es wird bewohnt. Die Wirtschaftsgebäude sind ver­fal­len und teil­weise abge­tra­gen worden.

Bad Schlema: Rittergut Niederschlema

Rittergut Niederschlema

08301 Bad Schlema OT Niederschlema

Historisches

Das Rittergut Niederschlema wurde 1606 sowie 1910 erwähnt. Es wurde bereits um 1820 als Maschinenbaufabrik genutzt.

Heutige Nutzung

Heute ist nichts mehr vorhanden.