Vorwerk Gelenau
01917 Kamenz OT Gelenau
Historisches
Gelenau konnte 1248 als Herrensitz unter Conradus de Geilenowe nachgewiesen werden. Für 1432 ist die Bezeichnung Rittersitz belegt. Das Vorwerk Gelenau wurde 1437 beschrieben.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Landkreis Bautzen
01917 Kamenz OT Gelenau
Gelenau konnte 1248 als Herrensitz unter Conradus de Geilenowe nachgewiesen werden. Für 1432 ist die Bezeichnung Rittersitz belegt. Das Vorwerk Gelenau wurde 1437 beschrieben.
Dorfstraße 8–10
01917 Kamenz OT Hennersdorf
Das Rittergut ist erstmals 1532 schriftlich erwähnt worden und befand sich bis 1603 im Besitz der Familie von Schönberg. Um 1790 gehörte es der Familie von Buchner und seit 1901 der Familie von Arnim.
Die Familie von Arnim wurde 1945 enteignet. Im folgenden Jahr wurde das Herrenhaus abgerissen.
Erhalten sind lediglich die Grundmauer und ein Kellerrest. Die Wirtschaftsgebäude sind größtenteils saniert und werden bewohnt.
Bergweg 2
02627 Kubschütz OT Zieschütz
Das Rittergut wurde 1682 urkundlich erwähnt. Im 15. Jahrhundert befand sich der Besitz im Besitz der Familien von Pannewitz, von Nadelwitz und von Pentzig. Letztere behielt das Gut bis 1546 im Besitz und veräußerte ihn an die Familie von Zezschwitz. 1598 erwarb der Rat der Stadt Bautzen das Gut. Weitere Besitzer waren ab 1630 Johann Göllner, ab 1652 Andreas Bernhard Lehmann, ab 1670 Karl Heinrich von Nostitz und ab 1685 die Familie Lehmann. Diese verkaufte das Rittergut Zieschütz 1791 an Johann Kubasch, dem 1901 August Nudnitschansky und 1914 Hermann Curt Falke folgten.
Das Herrenhaus wurde nach Ende des Zweiten Weltkrieges abgerissen.
Der Wirtschaftshof befindet sich in Privateigentum und wird zu Wohnzwecken und von einer Autowerkstatt genutzt.
0269 Königswartha OT Truppen
Im 18. und 19. Jahrhundert besaß Truppen ein Vorwerk. Eine konkrete Datierung erfolgt für 1777.
Parkstraße 2
01917 Kamenz OT Deutschbaselitz
Deutschbaselitz wurde erstmals 1225 erwähnt, gehörte den Herren von Kamenz und ging nachfolgend in Lehen der Herren von Bloschwitz über. Der 1432 erwähnte Rittersitz ging 1547 in Lehen des Herrn von Carlowitz über, verblieb dort aber nur zwei Jahre. Nach der Stadt Kamenz kam der Rittersitz 1556 an die Herren von Ponickau. 1622 als Riottergut erwähnt, kam dieses 1640 an die Familie von Luttitz und wurde 1695 an die Familie von Zezschwitz verkauft, in deren Besitz es sich bis zur Enteignung 1945 befand. 1737 wurde das Rittergut für zehn Jahre an Gabriel Klunge verpachtet.
Das Rittergut fiel unter die Bodenreform. Im Herbst 1948 wurde das 1789 errichtete Herrenhaus abgerissen, ein Schicksal, das auch fast alle Wirtschaftsgebäude teilten.
Nur das renovierte, 1780 erbaute Gärtnerhaus und die Bogenbrücke blieben erhalten.
Jeßnitz 1
02627 Kubschütz OT Jeßnitz
Jeßnitz wird gelegentlich auch als Dürrjeßnitz bezeichnet. Die erste Erwähnung als Herrensitz Jesnicz erfolgte im Jahr 1356, als sich Jeßnitz im Besitz von Jan von Jesnicz befand. Im 15. Jahrhundert tauchten noch die Schreibweisen Gessenicz und Jessenicz auf, bevor ab 1468 der Rittersitz Jeßnitz genannt wurde. Spätestens 1675 war die Aufwertung zum Rittergut erfolgt. Die Besitzer waren fast ausschließlich bürgerlicher Herkunft. 1706 erwarb der Bautzner Bürgermeister Johann Peter Henrici das Rittergut Jeßnitz. Dessen Enkel verkaufte es 1756 an Paul Gottlieb Calmann, unter dem der Kartoffelanbau eingeführt und vorangetrieben wurde. Um 1910 erfolgten die letzten Umbauten an dem Einzelgehöft. In den 1920er Jahren wurde das Rittergut von Paul Schulze bewirtschaftet.
1945 wurde die Bodenreform durchgeführt, der Besitzer enteignet, das Gut verstaatlicht und als Volksgut weitergeführt. Später wurde es an das Volkseigene Gut Pommritz angegliedert.
Das Volksgut wurde aufgegeben. Daraufhin stand das Rittergut Jeßnitz lange Zeit leer und schien dem Verfall geweiht.
Das Rittergut Jeßnitz fand einen neuen Besitzer. Mittlerweile werden Ferienwohnungen im Objekt angeboten.
Waditz 17/17a
02627 Kubschütz OT Waditz
1250 wurde Waditz in einer Urkunde des Bischofs von Meißen als Herrensitz unter Heinricus de Wadewicz genannt. Eine weitere Urkunde des Bautzner Domstifts aus dem Jahre 1376 nennt Hentschil de Wadewicz. Während der Hussitenkriege brannte Waditz vermutlich 1429 ab. Der Herrensitz wurde spätestens 1505 aufgegeben, als Waditz in den Besitz der Stadt Budissin (Bautzen) überging.
1550 und damit drei Jahrhunderte später bestand ein Lehngut, das möglicherweise aus dem früheren Herrensitz hervorgegangen war. Das Hauptgebäude stammt im Kern aus der Zeit um 1660. Auszugshaus und Stall wurden um 1860 erbaut.
Erhalten sind das Wohnstallhaus mit rekonstruiertem Umgebinde, das Ausgedinge, ein Seitengebäude, eine Scheune sowie zwei Torsäulen.
02627 Kubschütz OT Kreckwitz
Die nicht mehr existierende mittelalterliche Wasserburg befand sich am östlichen Ortsrand in einer Aue des Baches. Sie wurde eingeebnet und größtenteils überbaut. Sie geht auf den 1352 erwähnten Herrensitz von Cristianus de Krekewicz zurück. Zu späterer Zeit wurde an anderer Stelle im Ort das Schloss Kreckwitz mit seinem Rittergut errichtet.
Die Burganlage steht seit Anfang 1936 unter Bodendenkmalschutz, welcher Ende 1958 erneuert wurde.
Hauptstraße 11
02627 Kubschütz OT Baschütz
Das Rittergut basiert auf einem vermutlich bereits im 11. Jahrhundert bestehenden Herrensitz, der 1349 erstmals urkundlich gesichert nachgewiesen werden konnte. Seit dem 15. Jahrhundert sind vielfache Besitzerwechsel verzeichnet. Zu nennen sind unter anderem die Herren von Pannewitz, die Familie von Nadelwitz und die Familie von Penzig. 1596 erfolgte der Verkauf durch Hans Schlichtigk, zwei Jahre später ging das vormals als Vorwerk bezeichnete Rittergut an Rudolph von Rechenberg über. 1648 kaufte der Bautzner Bürgermeister Dr. Lehmann das Gut, in dessen Familienbesitz es lange Zeit blieb. Das Herrenhaus wurde 1870 erbaut. Carl Eduard Ender ließ das Herrenhaus um 1910 umbauen.
Das Rittergut Baschütz fiel nicht unter die Bodenreform. Es befand sich zu dem Zeitpunkt im Besitz der Familie Schkade. In Besitz der Nachkommen befindet es sich nach wie vor.
Zwischen 1995 und 2010 erfolgten jeweils Teilsanierungsarbeiten. Weiterer Sanierungsbedarf ist trotz des ordentlichen Zustandes der Anlage gegeben.
Das Herrenhaus Baschütz verfügt über Wohn- und Geschäftsräume. Auch die beiden Nebengebäude (Hausnummern 9 und 13) werden bewohnt. In einem weiteren Nebengebäude befinden sich Pferdeboxen.
02627 Kubschütz OT Kumschütz
1562 und damit verhältnismäßig spät wurde für Kumschütz ein Rittersitz nachgewiesen, der bereits damals dem Rittergut Wurschen in Grundherrschaftsangelegenheiten unterstand. Eine andere Quelle geht davon aus, dass der Rittersitz bereits 1399 bestanden haben könnte. Weitere Informationen zum Rittersitz Kumschütz liegen derzeit nicht vor.