Vorwerk Spreehammer
02929 Rothenburg OT Spreehammer
Historisches
Das Vorwerk Spreehammer wurde erstmals 1777 erwähnt.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Landkreis Görlitz
02929 Rothenburg OT Spreehammer
Das Vorwerk Spreehammer wurde erstmals 1777 erwähnt.
Schlossstraße 4
02953 Bad Muskau
Für Muskau wurde 1245 ein Herrensitz unter Berold et Thidricus de Muschow benannt. Die Herrschaft Muskau entstand jedoch erst im 15. Jahrhundert, als 1447 Wenzel von Bieberstein Besitzer derselben wurde. 1597 befand sich das Areal im Besitz der Burggrafen von Dohna, 1644 gehörte es Curt Reinicke I. von Callenberg. Muskau verblieb über mehrere Generationen im Besitz der Familie von Callenberg, die zwischenzeitlich den Grafentitel erworben hatte.
1784 heiratete die Tochter, welche Muskau einmal erben würde, Ludwig Graf von Pückler. Dadurch gelangte Muskau 1811 an ihren Sohn Hermann Graf von Pückler, welcher 1822 in den Fürstenstand erhoben worden war. Hermann Fürst von Pückler-Muskau ließ den weitläufigen Landschaftspark zwischen 1815 und 1825 anlegen. Finanzielle Engpässe zwangen ihn 1845 seinen Grundbesitz zu verkaufen.
Ein Jahr später gelangten die Schlösser und der Park Muskau an Friedrich von Oranien-Nassau, Sohn des niederländischen Königs Wilhelm I. Dessen Tochter Marie Fürstin zu Wied verkaufte Muskau 1881 an Traugott Hermann Graf von Arnim. 1919 erbte dessen Stiefsohn Adolf Graf von Arnim-Muskau den Besitz. Unter ihm erfolgten 1925 letzte nennenswerte Umbauten.
Herrmann Graf von Arnim-Muskau behielt Muskau bis zur Enteignung 1945 in seinem Besitz. Nach 1945 wurde die auf polnischer Seite liegende Gruftkapelle der Grafen von Arnim-Muskau gesprengt. Darüber hinaus verwilderte der Parkbereich auf polnischer Seite zunehmend.
Die Aufarbeitung des polnischen Parkbereichs erfolgte in den 1990er Jahren. Im Jahre 2003 wurde die Doppelbrücke über die Neiße wiederhergestellt, so dass wieder ein Grenzübergang innerhalb des Bad Muskauer Parks ermöglicht wurde.
Rund ein Drittel der Anlage gehört zu Sachsen, während sich der Großteil auf heute polnischem Territorium befindet. Die Neiße agiert dabei als Grenzfluss, die Parkanlage gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Neben den beiden Schlössern existieren weitere Bauten, so das schlossähnliche Kavalierhaus, das Schlossvorwerk, welches kleine Läden beherbergt, und die 1844 erbaute Orangerie.
Das Neue Schloss geht auf eine bereits im 13. Jahrhundert vorhandene Wasserburg zurück, die um 1520 zum Schloss umgebaut wurde. Zweimal wurde die Schlossanlage durch Brand zerstört, zum ersten Mal 1587, zum zweiten Mal 1643. Beide Male erfolgte der Wiederaufbau, verbunden mit Um- bzw. Ausbauten. Zudem wurde schon 1570 die Fassade in Sgraffitotechnik umgestaltet und zwischen 1863 und 1866 unter dem niederländischen Prinzen in heutiger Form erschaffen. Unter den Grafen von Arnim wurden 1900 Umgestaltungen der Innenräume vorgenommen sowie 1925 ein Saal angefügt. 1945 wurde das Neue Schloss durch Kriegseinwirkungen zerstört. Seine Ruine blieb lange Zeit erhalten, bis 1992 mit dem Wiederaufbau begonnen wurde. Während der äußere Wiederaufbau weitestgehend abgeschlossen ist, wird der innere Ausbau noch einige Jahre fortdauern. Das Schloss wird heute als Museum und Bibliothek genutzt.
Das Alte Schloss wurde entgegen seinem Namen erst im 17. Jahrhundert unter der Familie von Callenberg erbaut. Es diente als Sitz der Amtsverwaltung. Im Alten Schloss ist heute die Touristeninformation eingerichtet.
Wilhelmsfelder Straße 9
02943 Boxberg OT Wilhelmsfeld
Das Rittergut Wilhelmsfeld geht auf das vormalige Vorwerk Eselsberg zurück. Eselsberg wurde erstmals 1392 als Ezelsberge erwähnt. Der Ort befand sich 1397 im Besitz von Luban von Esilzberge. 1400 wurde Judice de Esilsberge und 1410 Meister Luban de Eselsberge erwähnt. Die Erstnennung eines Vorwerks erfolgte 1552. Auch 1885 wurde für Eselsberg ein Vorwerk nachgewiesen.
Das Vorwerk erlebte viele Besitzerwechsel und befand sich überwiegend in nichtadligem Besitz. 1830 gehörte es einem Herrn Zimmermann, danach einem W. Burchard. Dieser beantragte die Umbenennung des Vorwerks von „Eselsberg“ in „Rittergut Wilhelmsfeld“, was 1843 schließlich genehmigt wurde. Das vorhandene Herrenhaus stammt aus der Zeit um 1900. Als letzte bürgerliche Besitzer teilten sich die Herren Joseph Weidenfeld, Hilliger von Thiele und Martin Thimming das Rittergut, bis es 1937 von der Schlesischen Pelztierzucht übernommen wurde.
Nach der Enteignung in Folge der Bodenreform wurden die Ländereien an Neubauern aufgeteilt und die Gemeinde Kringelsdorf übernahm das Herrenhaus.
Heute befinden sich Wohnungen, Standesamt und Ortschaftsrat in ihm.
Ringstraße 8
02894 Reichenbach OT Goßwitz
In Goßwitz wurde erstmals 1345 ein Vorwerk erwähnt, welches 1777 zum Rittergut erhoben wurde. Von 1832 bis 1882 befand es sich im Besitz der Familie Schmaltz, die es an Woldemar Kurt Roßberg verkaufte. Diese verkaufte das Rittergut zehn Jahre später an die Familie von Sendewitz. In der Zeit um 1900 befand es sich im Eigentum von Horst Müller, der das Schloss auf dem Rittergut zwischen 1914 und 1916 erbauen ließ. Ernst Oppermann erwarb das Rittergut Goßwitz 1940.
Nachdem Ernst Oppermann, 1945 enteignet wurde, wurde das Schloss als Wohngebäude genutzt. Ab 1949 diente es als Heim für Schwerbehinderte.
Ab 1992 diente das Schloss als Heim für geistig Behinderte. Es wurde in den Jahren 1997 und 1998 teilsaniert. In einer Auktion im Jahre 2011 fand Schloss Goßwitz einen neuen Eigentümer. Dieser ließ weitere Sanierungsarbeiten durchführen.
Schloss Goßwitz wird als Seniorenresidenz genutzt.
Oberhof 1
02708 Rosenbach OT Bischdorf
Für Bischdorf sind 1227 ein Herrensitz sowie 1412 ein Rittersitz erwähnt. Dieser befand sich bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts im Besitz des Meißner Bischofs und kam dann an die Familie von Gersdorff. Unter ihnen erfolgte 1566 die Aufwertung zum Rittergut. 1605 übernahm die Familie von Klix das Rittergut Bischdorf. Ihnen folgten ab 1622 Heinrich von Bünau und ab 1636 die Herren von Schleinitz.
Im Jahr 1648 gab es gleich drei Besitzerwechsel. Nach Georg von Pflugk und der Familie von Sander kam Bischdorf an die Familie von Kämpfen. Im 18. und 19. Jahrhundert wechselten die Besitzer mehrfach. Verzeichnet sind ab 1701 die Familie von Koch und Ludwigsdorf, ab 1703 Johann Adolph von Haugwitz und im Jahre 1757 die Gräfin Bestuchef Rumin. Im gleichen Jahr ging das Rittergut Bischdorf an Hans Adolph von Carlowitz über, der 1783 an Karl Christian von Bressler verkaufte. 1812 erwarben die Grafen von Solms-Tecklenburg das Rittergut und verkauften es 1836 an Christian Friedrich Simon.
Vier Jahr später ging der Besitz an die Familie von Wolffersdorff über, die das Rittergut aufteilte. Die Familie von Wolfersdorff verkaufte 1842 das Rittergut Oberbischdorf an Friedrich Ludwig Ferdinand Keller. Ihnen folgten 1867 die Familie Rehschuh, 1872 Ernst Ludwig Heydenreich und ab 1885 die Familie Müller. 1913 erwarb das Land Sachsen das Rittergut Oberbischdorf von der Familie Schneider. Von 1937 bis 1945 nutzte die Wehrmacht das Rittergut.
1945 erfolgte die Enteignung. Das Rittergut wurde aufgeteilt. Auch das Herrenhaus wurde an zwei Neubauern übergeben und dadurch dauerhaft geteilt.
Das Gutsgelände wird zur Tierzucht und das Herrenhaus zu Wohnzwecken genutzt.
Siedlung 5
02747 Herrnhut OT Rennersdorf
Rennersdorf wurde erstmals 1430 als Rittersitz urkundlich genannt, befand sich jedoch bereits seit 1413 im Besitz von Hans zu Rennersdorf. Diesem folgten 1422 Ulrich von Henrichdorf und ab 1464 die Familie von Gersdorff, unter welcher nach 1477 die Teilung in Oberrennersdorf und Niederrennersdorf erfolgte. 1480 ist Heinrich von Hehnersdorf verzeichnet, ab 1521 für zwei Jahrzehnte die Herren Christoph und Hans von Lottitz.
In den nächsten Jahrhunderten wechselten die Besitzer mehrfach. Verzeichnet sind ab 1541 Anton von Breitenbach, dessen Bruder Melchior von Breitenbach das Rittergut1560 an Christoph von Gersdorff verkaufte. Ihm folgte 1572 Siegmund von Schwantz. Dessen Witwe Salome von Schwantz verkaufte das Rittergut Niederrennersdorf 1584 an Joachim von Klix. Dessen Witwe Anna von Klix behielt den Grundbesitz bis 1594 in ihrem Besitz und verkaufte ihn dann an Caspar von Gersdorff. Im Besitz der Familie von Gersdorff verblieb das Rittergut Niederrennersdorf etwa ein halbes Jahrhundert, ehe es 1649 von Anna Margarethe von Nostitz, geboren von Gersdorff, an Wolf Abraham von Eberhard veräußert wurde.
1718 erwarb Johann Christian Nesen das Rittergut. Es verblieb in Familienbesitz und gelangte über Christiane Friederike Mücke, geboren Nesen, an die Familie Mücke, die 1806 geadelt wurde und das Rittergut bis zur Enteignung in ihrem Familienbesitz behielt.
Werner von Mücke wurde 1945 enteignet. Im gleichen Jahr brannte das Herrenhaus aufgrund Brandstiftung ab. Die Reste wurden später abgetragen.
Heute existieren noch das ehemalige Verwalterhaus, welches Wohnzwecken dient, und eine zum Wohnhaus umgebaute Scheune. Beide Gebäude sind saniert.
Schadendorfer Straße 47
02943 Boxberg OT Kringelsdorf
1799 erwarb August Albert von Loeben das Rittergut Schadendorf. Nach ihm wechselten die Besitzer oft. Major Rothe besaß es 1917. Die letzte Eigentümerwar Alwine Rudolph. Schloss Schadendorf wurde im 18. Jahrhundert erbaut und um 1910 erweitert.
Zu DDR-Zeiten war ein Kinderheim im Gebäude untergebracht. Der Ort Schadendorf wurde 1984 / 1985 abgebrochen, um Platz für den Kohleabbau zu schaffen. Das Schloss Schadendorf hingegen ist aufgrund seines abgelegenen Standortes im Wald noch erhalten.
Schloss Schadendorf befand sich im Besitz der Laubag, die es 2004 an die Peitzer Edelfisch Handels GmbH verkaufte, welche das Schloss als Jugendeinrichtung nutzten wollte. Allerdings scheiterte dieses Vorhaben und das Schloss stand weiterhin leer.
In einer Versteigerung fand Schloss Schadendorf im September 2019 mit einem Bautzner Unternehmer einen neuen Schlossherrn.
02894 Reichenbach OT Meuselwitz
Das Schloss wurde 1720 erbaut und 1945 zerstört. Nachfolgend wurden die Reste abgetragen.
Mittelhof 13
02708 Rosenbach OT Bischdorf
Für Bischdorf sind 1227 ein Herrensitz sowie 1412 ein Rittersitz erwähnt. Dieser befand sich bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts im Besitz des Meißner Bischofs und kam dann an die Familie von Gersdorff. Unter ihnen erfolgte 1566 die Aufwertung zum Rittergut. 1605 übernahm die Familie von Klix das Rittergut Bischdorf. Ihnen folgten ab 1622 Heinrich von Bünau und ab 1636 die Herren von Schleinitz. Im Jahr 1648 gab es gleich drei Besitzerwechsel. Nach Georg von Pflugk und der Familie von Sander kam Bischdorf an die Familie von Kämpfen. Im 18. und 19. Jahrhundert wechselten die Besitzer mehrfach. Verzeichnet sind ab 1701 die Familie von Koch und Ludwigsdorf, ab 1703 Johann Adolph von Haugwitz und im Jahre 1757 die Gräfin Bestuchef Rumin. Im gleichen Jahr ging das Rittergut Bischdorf an Hans Adolph von Carlowitz über, der 1783 an Karl Christian von Bressler verkaufte. 1812 erwarben die Grafen von Solms-Tecklenburg das Rittergut und verkauften es 1836 an Christian Friedrich Simon.
Vier Jahr später ging der Besitz an die Familie von Wolffersdorff über, die das Rittergut aufteilte. Mittelbischdorf diente dem Rittergut Niederbischdorf als Vorwerk. Es wurde 1844 von der Familie von Wolfersdorff an Adolph Emil Schmalz verkauft. Die nächsten Besitzer waren ab 1873 die Familie Richter und ab 1910 Reinhold Friese. 1912 erwarb der sächsische Staat das Vorwerk, um Militärpferde zu züchten. Von 1937 bis 1945 wurde das Vorwerk von der Wehrmacht genutzt.
1945 erfolgte die Enteignung.
Der Wirtschaftshof wird zur Tierzucht genutzt. Das Herrenhaus dient Wohnzwecken.
02943 Weißwasser
Das Vorwerk Weißwasser wurde erstmals 1552 genannt. Um 1700 wurde das Vorwerk vom standesherrschaftlichen Wirtschaftsamt als Weideflächen für die Schafhaltung genutzt. Es wurden ein Schafstall und ein kleiner Gutshof errichtet. Graf Hermann von Callenberg löste das kleine Vorwerk 1780 aufgrund seiner Unrentabilität auf und vergab die Flächen an leibeigene Landbewohner. Die Gebäude des Vorwerks verfielen und wurden abgetragen. Ihre Grundmauern wurden um 1880 entdeckt. 1885 erfolgte eine nochmalige Erwähnung des Vorwerks, in welchem Zusammenhang ist jedoch unklar.