Colditz: Muldenschlösschen

Muldenschlösschen

04680 Colditz OT Podelwitz

Historisches

Das Muldenschlösschen befin­det sich in unmit­tel­ba­rer Nachbarschaft zum Schloss Podelwitz und gehörte zu des­sen Rittergut dazu. 1850 erbte Auguste Freifrau von Reiswitz und Kadersin das Rittergut Podelwitz von ihrer Tante. Sie zog es mit ihrer Familie jedoch vor, nicht im Schloss Podelwitz zu leben und ließ statt­des­sen das benach­barte, soge­nannte Muldenschlösschen bis 1869 errich­ten. Ihr Sohn bezog aller­dings 1893 wie­der das Schloss. 1923 erbte Wenzel Freiherr von Reiswitz und Kadersin das Rittergut und damit auch das Muldenschlösschen. Er behielt den Besitz bis 1945.

Nach 1945

Wenzel Freiherr von Reiswitz und Kadersin wurde 1945 enteignet.

Heutige Nutzung

Der Eigentümer ließ das Muldenschlösschen denk­mal­ge­recht sanieren.

Colditz: Rittergut Skoplau

Rittergut Skoplau

Colditzer Landstraße /​ Am Anger
04680 Colditz OT Skoplau

Historisches

Skoplau wurde 1265 als Herrensitz unter Gernodus miles de Scoplowe sowie Albertus und Hartmannus dicti de Scoplow nach­ge­wie­sen. Aus dem Herrensitz ent­wi­ckelte sich im Laufe der Zeit ein Rittergut. Die Bauzeit der Gebäudesubstanz wird auf das 19. und frühe 20. Jahrhundert geschätzt. An das Herrenhaus schließt sich win­ke­lig ein Wirtschaftsgebäude an.

Nach 1945

Nach 1945 wurde der Gutshof um land­wirt­schaft­li­che Gebäude erweitert.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus des Rittergutes befin­det sich in einem sehr sanie­rungs­be­dürf­ti­gen Zustand.

Neukieritzsch: Vorwerk Zöllsdorf

Vorwerk Zöllsdorf

04575 Neukieritzsch OT Zöllsdorf

Historisches

Das Vorwerk Zöllsdorf unter­stand dem Rittergut Kieritzsch und wurde 1548 und 1791 erwähnt. Bereits 1540 hatte Martin Luther das Gut sei­ner Frau Katharina von Bora als Witwensitz gekauft. Um 1553 oder 1554 musste sie das Gut aus finan­zi­el­len Gründen ver­kau­fen. Im 19. Jahrhundert galt Zöllsdorf als wüste Mark Zöllsdorf. In Erinnerung an Martin Luther wurde am ehe­ma­li­gen Standort des Guts 1817 ein Gedenkstein auf­ge­stellt, der auf­grund der Abbaggerung von Zöllsdorf für den Tagebau Peres 1981 nach Neukieritzsch umge­setzt wurde. Das Vorwerk Zöllsdorf ist nicht mehr vorhanden.

Neukieritzsch: Rittergut Medewitzsch

Rittergut Medewitzsch

04575 Neukieritzsch OT Lippendorf

Historisches

In Medewitzsch wurde bereits 1279 ein Herrensitz unter Sifridus de Midbediz benannt, der 1445 als Rittersitz Erwähnung fand, um 1490 als Sattelhof genutzt wurde und 1548 als Rittergut bezeich­net wurde.

Aufgrund von Eingemeindungen wurde 1934 Medewitzsch in Lippendorf umbenannt.

Nachwendezeit

Das Rittergut exis­tiert mitt­ler­weile nicht mehr, nach­dem in den 1960er Jahren das Dorf dem Kraftwerksbau wei­chen musste.

Geithain: Herrensitz Bruchheim

Herrensitz Bruchheim

04657 Geithain OT Bruchheim

Historisches

Bruchheim wurde 1299 als Herrensitz unter Henricus de Bruch bezeich­net. 1378 oblag die Verwaltungszugehörigkeit dem castrum Rochlitz. Die Grundherrschaft wurde ab dem 16. Jahrhundert von meh­re­ren Rittergütern ausgeübt.

Naunhof: Wasserburg Albrechtshain

Wasserburg Albrechtshain

04683 Naunhof OT Albrechtshain

Historisches

Der Rittersitz wurde 1445 urkund­lich unter Borghard von der Rute zu Albrechtshain erwähnt. Dabei han­delt es sich um eine Wasserburg, am süd­öst­li­chen Ortsrand, deren Bühl teil­weise abge­tra­gen wurde und deren umlau­fen­der Graben nur noch teil­weise erhal­ten ist.

Bodendenkmalschutz

Schutz als Bodendenkmal besteht seit 1935. Erneuert wurde der Schutz 1956.

Neukieritzsch: Wasserburg & Rittergut Großzössen

Wasserburg & Rittergut Großzössen

Straße des Friedens
04575 Neukieritzsch OT Großzössen

Historisches

1445 war ein Rittersitz unter Gunther von Konricz zcu Grossen Zcossen erwähnt, der seit 1696 als Rittergut bezeich­net wurde. Dabei han­delte es sich um eine mit­tel­al­ter­li­che Wasserburg, die als Vorgängerbau des spä­te­ren Ritterguts gilt.

Um 1490 und noch bis gegen Ende der ers­ten Hälfte des 16. Jahrhunderts befand sich das Rittergut im Besitz der Familie von Könneritz. Weitere Besitzer im 16. Jahrhundert waren die Familien von Breitenbach, von Breitenbach sowie von Ende. 1606 kam das Rittergut an die Familie von Einsiedel. Es ver­blieb über zwei­ein­halb Jahrhunderte in deren Familienbesitz. Zu den letz­ten Besitzern zähl­ten ab 1870 Martin Demmering und ab 1886 Rudolf Oertel. Letzterer besaß das Rittergut Großzössen min­des­tens bis 1925.

Bei der Wasserburg han­delte es sich um einen Viereckbühl mit etwa 45 m Seitenlänge mit einem umlau­fen­den Graben. Seitdem der Graben 1960 wider­recht­lich ver­füllt wurde, ist von der Wasserburg ober­fläch­lich nichts mehr erhalten.

Nachwendezeit

Um 1990 wurde das in der Mitte des 19. Jahrhunderts unter der Familie von Einsiedel erbaute Herrenhaus abgerissen.

Bodendenkmalschutz

Es Die Anlage wurde erst­mals Ende 1935 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt. Der Schutz wurde im Oktober 1958 erneuert.

Neukieritzsch: Schloss Peres

Schloss Peres

04575 Neukieritzsch OT Peres

Historisches

Das Gut gehörte seit dem 17. Jahrhundert den Familien von Peres, von Haxthausen, Rummel, Simons und Löber. Es war bereits 1156 als Herrensitz unter Albertus de Pores und war ab 1476 als Rittergut bekannt.

1982 wurde der Ort deva­stiert für den Kohleabbau.

Neukieritzsch: Rittergut Spahnsdorf

Rittergut Spahnsdorf

04575 Neukieritzsch OT Spahnsdorf

Historisches

1548 wurde ein Rittergut urkund­lich erwähnt. Im 18. Jahrhundert wurde es als Vorwerk bezeich­net. Der Ort wurde in den 1960er Jahren abge­ris­sen und mit Industriebauten überbaut.

Neukieritzsch: Herrenhaus Kieritzsch

Herrenhaus Kieritzsch

04575 Neukieritzsch OT Kieritzsch

Historisches

Erstmals wurde 1445 für Kieritzsch ein Rittersitz erwähnt. Die Aufwertung zum Rittergut erfolgte 1548.  Zwischen 1555 und 1729 befand sich das Rittergut im Besitz der Familie von Helldorf. Nachdem es zwi­schen 1764 und 1793 der Familie von Uetterodt gehört hatte, war die Familie von Helldorff zwi­schen 1819 und 1844 noch­mals Besitzer des Ritterguts. Um 1859 gehörte es der Familie Katrade und zwi­schen 1876 und 1920 der Familie von Funcke.

Zum Rittergut Kieritzsch gehörte das Vorwerk Zöllsdorf, das Martin Luther sei­ner Frau Katharina von Bora 1540 als spä­te­ren Witwensitz gekauft hatte.

Nach 1945

Das Herrenhaus ist nicht mehr vor­han­den. Es exis­tiert ledig­lich noch ein sanier­tes und zu Wohnzwecken genutz­tes Wirtschaftsgebäude.