Nünchritz: Wasserburg & Rittergut Zschaiten

Wasserburg & Rittergut Zschaiten

Teichstraße (Rittergut)
Teichstraße | Dreschergasse (Wasserburg)
01612 Nünchritz OT Zschaiten

Historisches

Die Ersterwähnung eines Herrensitzes Zschaiten unter Heinricus de Scheytyn datiert auf das Jahr 1330. Die ursprüng­li­che Errichtung der Wasserburg erfolgte ver­mut­lich im frü­hen 13. Jahrhundert, auf­ge­ge­ben wurde sie wahr­schein­lich um 1500. Erhalten sind ein Viereckhügel mit umlau­fen­dem Graben öst­lich des Rittergutes, an der Straße befin­det sich eine Hinweistafel.

Das Rittergut ent­stand etwa in der ers­ten Hälfte bzw. Mitte des 16. Jahrhunderts in unmit­tel­ba­rer Nähe zur Wasserburg. Die Familie von Schleinitz besaß Zschaiten von 1597 bis 1696. Im 18. Jahrhundert war die Familie von Schönberg auf dem Rittergut ansäs­sig. Als wei­tere Besitzer sind 1820 Johann Friedrich Adolph Weiland, 1827 die Familie Schnorr und um 1860 der Freiherr von Palm bekannt. 1901 wurde die Familie Roßberg als Besitzer erwähnt.

Nachwendezeit

Das Herrenhaus wurde in den frü­hen 1990er Jahren abge­ris­sen. Das Wirtschaftsgebäude wurde 2009 abge­tra­gen, um auf dem ehe­ma­li­gen Rittergutsgrundstück Bauplatz für Eigenheime zu schaffen.

Bodendenkmalschutz

Bodendenkmalschutz besteht seit 1939 für die mit­tel­al­ter­li­che Wasserburg. Dieser wurde Ende 1957 erneuert.

Nünchritz: Rittergut Roda

Rittergut Roda

Grundstraße 1
01612 Nünchritz OT Roda

Historisches

Der 1365 erwähnte Rittersitz wurde 1474 als Vorwerk erwähnt. Vor 1517 diente es als Klostergut dem Kloster Großenhain und kam danach an die Familie von Pflugk. 1696 wurde das Gut als Rittergut erwähnt. Es gehörte um 1800 der Familie von Odeleben und wurde nach­fol­gend von der Familie Seyferth und 1828 von der Familie Scholz erwor­ben. Um 1860 kam es an den Freiherrn von Palm und gehörte ab 1901 Alfred Kröber.

Heutige Nutzung

Das Wirtschaftsgebäude wird durch einen Sportverein genutzt. Das Herrenhaus steht leer.

Nünchritz: Rittergut Naundörfchen

Rittergut Naundörfchen

Ringstraße 4–6
01612 Nünchritz OT Naundörfchen

Historisches

1520, mög­li­cher­weise auch schon bereits 1500, wurde erst­mals ein Vorwerk erwähnt. Im 18. Jahrhundert wurde das Vorwerk zum Rittergut aufgewertet.

Heutige Nutzung

Erhalten sind noch drei ehe­ma­lige Wirtschaftsgebäude.

Nossen: Vorwerk Ketzergasse

Vorwerk Ketzergasse

01623 Nossen OT Leuben

Historisches

Bereits vor 1190 exis­tierte ein Herrensitz. Über die wei­tere geschicht­li­che Entwicklung ist äußerst wenig bekannt. 1908 wurde ein Vorwerk nach­ge­wie­sen. Bekannt ist Ketzergasse auch als Kottenewitz bezie­hungs­weise Köttewitzer Gasse. Es han­delt sich heute um eine Ortswüstung.

Meißen: Huttenburg

Huttenburg

Huttenburgweg 1
01662 Meißen

Historisches

Die Huttenburg wurde zwi­schen 1857 und 1858 unter Carl Theophil Baron von Hüttner als Alterssitz erbaut, der sich als Nachfahre des Ulrich von Hutten (deut­scher Reichsritter, Dichter, Humanist, Anhänger der Reformation, 1488–1523) bezeich­nete. Späterer Besitzer des Anwesens im neo­go­ti­schen Still war Gustav Gilka.

In den 1970er Jahren wurde die Huttenburg bau­lich stark ver­än­dert und als Wohnhaus genutzt. Das ein­zige ori­gi­nal erhal­tene Gebäude ist eine kleine benach­barte Kapelle. Bei der Huttenburg han­delt es sich um keine Burg im her­kömm­li­chen Sinne.

Heutige Nutzung

Die Nutzung der Huttenburg als Wohnhaus dau­ert fort. Die Sanierungsarbeiten sind fast abge­schlos­sen. Die unter Denkmalschutz ste­hende Friedenskapelle wird für Events genutzt. Im Grundstücksbereich befin­den sich Ruinenreste, offen­bar bestand einst ein wei­te­res bur­gen­ähn­li­ches Gebäude.
(Stand: März 2024)

Meißen: Wasserburg Meißen

Wasserburg

Leipziger Straße 30
01662 Meißen

Historisches

Ein aqua­ti­cum castrum wurde 1221 beschrie­ben, doch bereits im Jahr 983 fand in einer Urkunde ein Hafen Erwähnung, der von einer Befestigungsanlage, der Unterburg, geschützt wurde. In der zwei­ten Hälfte des 12. Jahrhunderts wurde die bis dato höl­zerne Burg befes­tigt und als Steinbau aus­ge­führt. Um 1200 erhielt die Unterburg die Jacobskapelle, die als Eckturm an die Wasserburg ange­baut wurde. Noch in der ers­ten Hälfte des 16. Jahrhunderts begann die Kapelle zu ver­fal­len. Ihr Wiederaufbau erfolgte gegen Ende des Jahrhunderts und für 1770 sind Renovierungsarbeiten belegt.

Zwischen 1857 bis 1870 nutzte die Kirche die Jacobskapelle als Armenschule und Wohnung. 1888 erwarb die Meißner Freimaurerloge die Wasserburg und ließ in den fol­gen­den bei­den Jahren drin­gend erfor­der­li­che Sanierungsarbeiten vor­neh­men. 1890 fei­er­ten sie die Eröffnung ihres Logenhauses, ein Beiname, der sich bis heute erhal­ten hat. Nach dem Verbot der Freimaurer-​Logen 1933 durch die Nationalsozialisten wurde das Logenhaus an die Frauenkirchgemeinde ver­kauft, die es als Gemeindezentrum nutzte. Während des Zweiten Weltkrieges diente die Unterburg als Schule, Lazarett und Flüchtlingsheim.

Nach 1945

Das Verbot der Freimaurer dau­erte auch zu Zeiten der DDR fort. 1967 wurde die Unterburg in ein Altenheim umge­baut und als sol­ches bis 1991 genutzt.

Nachwendezeit

Zwischen 1992 und 2000 stand die Unterburg leer, da eine güt­li­che Einigung zwi­schen der Loge “Zur Akazie” und der Frauenkirchgemeinde von der Landeskirche vor Gericht ange­foch­ten wurde. Nach dem Urteilsspruch über­nahm die Loge ihr frü­he­res Logenhaus und ver­an­lasste Rückbauarbeiten in den Zustand von 1890.

Heutige Nutzung

Ende 2008 über­nahm das Bankettzentrum Meißen die Vermarktung des Logenhauses für Veranstaltungen. Nachfolgend wurde die Wasserburg wie­der­holt zum Verkauf angeboten.

Meißen: Katharinenhof

Katharinenhof

Wilsdruffer Straße 31
01662 Meißen

Historisches

Der Katharinenhof wurde über­wie­gend durch das Nonnenkloster zum Heiligen Kreuz, das Augustiner-​Stift St. Afra und ver­schie­dene Amtsträger der Meißner Fürstenschule genutzt. Das Herrenhaus wurde mehr­fach umge­baut. Die letz­ten Umgestaltungen erfolg­ten in der zwei­ten Hälfte des 19. sowie zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Nachwendezeit

Das im Herrenhaus ansäs­sige Altenheim wurde 2002 auf­grund des bau­li­chen Zustandes geschlos­sen. Die Stadt Meißen ver­äu­ßerte es im April 2012 an pri­vat. Weniger als ein hal­bes Jahr dar­auf erfolgte erneut ein Besitzerwechsel für die drei­fa­che Kaufsumme.

Heutige Nutzung

Inzwischen ist wie­der Leben in den Katharinenhof ein­ge­zo­gen. Nach der Sanierung wurde er im Sommer 2016 als Seniorenwohnanlage wiedereröffnet.

Meißen: Vorwerk Eichberg

Vorwerk Eichberg

ehem. Eichgasse
01662 Meißen

Historisches

1435 wurde das Vorwerk schrift­lich erwähnt. Später wurde es als wüs­tes Gut bezeich­net. Die Eichgasse bil­dete den Zugang zum ehe­ma­li­gen Vorwerk, sie exis­tiert seit lan­ger Zeit nicht mehr. Sie befand sich auf dem heu­ti­gen Gelände der Porzellanmanufaktur.

Meißen: Jahnaischer Freihof

Jahnaischer Freihof

Freiheit 1
01662 Meißen

Historisches

Hans von Schleinitz erwarb vier Anwesen, die er mit dem zwi­schen 1609 und 1610 errich­te­ten Wendelsteinhaus zum Jahnaischen Freihof ver­einte. Eines die­ser Anwesen wurde bereits 1252 urkund­lich genannt und zeigt noch heute spät­ro­ma­ni­sche Zeichen am Gartenhaus. Hans von Schleinitz war bereits Besitzer des Rittergutes Niederjahna, wel­ches Namesgeber für sei­nen Meißner Stadtwohnsitz war. 1613 ver­erbte er den Freihof an sei­nen Sohn Heinrich.

Der Freihof besteht aus Herrenhaus, Kutscherhaus, einem baro­cken Pferdestall und einem Gartengebäude. Aus der Zeit der Renaissance stam­men zwei impo­sante Portale; das ältere am Hauseingang, jenes vom Hofeingang wurde etwa 1616 geschaf­fen. Beide Portale wur­den aller­dings 19651967 durch Kopien ersetzt, die Originale befin­den sich im Stadtmuseum.

Heutige Nutzung

Der Jahnaische Freihof befin­det sich in Privatbesitz. Er wird u. a. zu Wohn- und Atelierzwecken genutzt und schritt­weise aus- und umge­baut. Gelegentlich fin­den Kurse und Veranstaltungen statt. Auch das kleine Freilichtmuseum ist hin und wie­der für Besucher geöffnet.

Meißen: Wasserburg und Vorwerk Nassau

Wasserburg & Vorwerk Nassau

Nassauweg 1
01662 Meißen OT Nassau

Historisches

Vermutlich bestand in Nassau bereits 1255 ein Herrensitz unter Hug de Nassowe. Konkret nach­weis­bar ist der Herrensitz erst für das Jahr 1266. In spä­te­ren Jahren wurde der Herrensitz als Wasserburg spe­zi­fi­ziert. Auf ihr soll ein Ritter aus dem Hause Karras sei­nen Stammsitz gehabt haben.

Ein Vorwerk, wel­ches dem Schloss Proschwitz unter­stand, fand 1516 sowie 1621 Erwähnung. Die Grundherrschaft übte das Kloster Altzella aus. Die land­wirt­schaft­li­chen Flächen des Vorwerks bestan­den über­wie­gend aus Wiesen.

Nach 1945

Nach der Bodenreform wurde das Vorwerk an eine Neubauernfamilie über­ge­ben. 1970 gab es einen wei­te­ren Besitzerwechsel.

Nachwendezeit

Das Wohnhaus des Vorwerks wurde nach der Wende umfas­send saniert. Die rui­nö­sen Wirtschaftsgebäude wur­den abge­tra­gen und auf der Fläche 1991 ein Hotel errichtet.

Heutige Nutzung

Das Vorwerk wird wei­ter­hin als Hotel betrie­ben. Auf dem Gelände gibt es eine große Vogelvoliere mit unter ande­rem Nymphen- und Wellensittichen.

Die ursprüng­li­che Wasserburg exis­tiert nicht mehr. Das Land wurde ein­ge­eb­net, es ist nichts mehr erkenn­bar. Der Standort befand sich am Ortsausgang von Meißen in Richtung Niederau rechts der Niederauer Straße.