Großweitzschen: Rittergut Oberzschörnewitz

Rittergut Oberzschörnewitz

Zschörnewitz 1
04720 Großweitzschen OT Zschörnewitz

Historisches

1764 war ein Rittergut benannt, wel­ches spä­ter in eine Gerichtsstelle umge­wan­delt wurde. Zur Geschichte des Rittergutes als auch zur fort­lau­fen­den Besitzerfolge ist kaum etwas bekannt. Das Herrenhaus wurde ver­mut­lich in der zwei­ten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtet.

Nach 1945

Durch Umbauten wurde das Herrenhaus Oberzschörnewitz stark verändert.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus steht leer.

Großweitzschen: Rittergut Höckendorf

Rittergut Höckendorf

04720 Großweitzschen OT Höckendorf

Historisches

Das Rittergut wurde 1764 urkund­lich erwähnt. Weitere Informationen zum Rittergut Höckendorf konn­ten bis dato nicht auf­ge­fun­den wer­den. Möglicherweise ist das Rittergut nicht mehr existent.

Großhartmannsdorf: Schloss Großhartmannsdorf

Schloss Großhartmannsdorf

Hofbuschweg 1 (Schloss)
Hofbuschweg 8, 9 (Gutsverwalterhaus, Wirtschaftsgebäude)
09618 Großhartmannsdorf

Historisches

Das als Mayoratsgut bekannte Schloss wurde zwi­schen 1250 und 1375 durch Mönche des Benediktiner-​Klosters erbaut und blickt auf eine Reihe ange­se­he­ner und bekann­ter Adelsfamilien zurück. Ab 1375 befand es sich im Besitz des Grafen von Waldenburg, dem im 15. Jahrhundert die Herren von Vitzthum, von Kaufungen, erneut von Vitzthum sowie von Bünau folgten.

1514 brannte das Gut ab. Ab 1524 bis 1676 herrschte die Familie von Alnpeck über Großhartmannsdorf, bis 1720 die Familie von Schönberg und für die nächs­ten zehn Jahre Paul Selig. Danach kam das Gut in den Besitz der Familie von Carlowitz. Sie ver­kaufte es 1934 an die Familie Barth, die es bis 1945 besaß.

Nach 1945

Nach der Enteignung der Familie Barth wurde das Gut auf­ge­teilt. Der über­wie­gende Teil des Mayoratsgutes wurde 1947 und 1948 abgerissen.

Nachwendezeit

Seit 1990 ist die Gemeinde Großhartmannsdorf Eigentümer des Guts und ließ es zwi­schen 1991 und 2008 umfang­reich sanieren.

Heutige Nutzung

Im Schloss befin­den sich heute ein Café, ein Museum sowie eine Gemäldeausstellung. Es wird außer­dem für Trauungen und andere Veranstaltungen genutzt.

Großweitzschen: Wasserburg & Schloss Mockritz

Wasserburg & Schloss Mockritz

Teichstraße 6 | Leisniger Straße 5
04720 Großweitzschen OT Mockritz

Historisches

Mockritz war bereits 1198 ein Herrensitz. Ein ers­ter Nachweis dar­über stammt aus dem Jahr 1231, als Mockritz in den Besitz eines Marschalls von Mockritz kam. Das Bauwerk wird als fes­tes Haus beschrie­ben, das über Wehrtürme ver­fügte und von Wasser umge­ben war. Der Kern der heu­ti­gen Anlage geht auf das 15. Jahrhundert zurück und beinhal­tet außer­dem Überreste jener Wehrtürme.

Als Rittergut wurde Mockritz, das sich noch bis 1570 im Besitz der Marschalle von Mockritz befand, 1551 nach­ge­wie­sen. Von 1590 bis 1663 befand sich das Rittergut Mockritz im Besitz der Familie von Pontzschmann. Als nächs­ter Besitzer wird die Familie von Dürfeld benannt, unter der 1698 Abriss- und Umgestaltungsarbeiten vor­ge­nom­men wor­den waren. Weitere Umgestaltungen erfolg­ten im 18. Jahrhundert ver­mut­lich unter den Eigentümern von Eltz und von Hardenberg, die von 1719 bis 1788 auf Mockritz saßen. Ihnen folgte der Freiherr von Lorenz, der den Grundbesitz 1854 an die Familie von Schönberg veräußerte.

Nach 1945

Seit 1916 befand sich das Rittergut Mockritz im Besitz von Elisabeth von Schönberg, die 1945 ent­eig­net wurde. 1950 wur­den Abrissarbeiten am Schloss vor­ge­nom­men, gefolgt von not­dürf­ti­gen Wiederherstellungsarbeiten.

Nachwendezeit

1993 wurde das Rittergut von einer Nachfahrin und ihrem Ehemann zurück­er­wor­ben. Sie lie­ßen bis 1996 umfang­rei­che Sanierungsarbeiten durch­füh­ren und das Schloss sowie die aus dem 17. Jahrhundert stam­men­den Wirtschaftsgebäude zu Wohnungen umbauen.

Heutige Nutzung

Das Schloss dient Wohnzwecken.

Bodendenkmalschutz

Die Wasserburg wurde durch das Schloss über­baut. Erhalten ist ein ansatz­weise erkenn­ba­rer Teichgraben. Bodendenkmalschutz besteht für die Wasserburg seit 1973.

Großweitzschen: Rittergut Döschütz

Rittergut Döschütz

Döschütz 8
04720 Großweitzschen OT Döschütz

Historisches

Beim Rittergut Döschütz han­delt es sich um ein Einzelgut. Es hatte sich aus einem bereits 1217 erwähn­ten Herrensitz her­aus ent­wi­ckelt und wurde 1551 erst­mals urkund­lich als Rittergut genannt. Bis 1643 gehörte das Rittergut Döschütz den Herren von Mockritz, gefolgt von den Familien von Metzsch, von Wahren, von Dürfeld und von Eltz. Die Familie von Hardenberg erwarb es 1727.

Johann Gottfried Lorenz kaufte das Rittergut 1788. Er wurde zwei Jahre spä­ter in den Reichsfreiherrenstand erho­ben. Seine Töchter erb­ten den Grundbesitz 1817 und ver­kauf­ten ihn 1854 an Christian Friedrich Kunert. Ihm folgte 20 Jahre spä­ter die Familie Richter. Deren Tochter Gertrud hei­ra­tete Hans Georg Steiger, wor­auf­hin das Rittergut Döschütz in den Besitz der Familie Steiger gelangte. Das Herrenhaus wurde um 1860 (andere Quelle: 1874) erbaut.

Nach 1945

1945 erfolgte die Enteignung. Ein innen­lie­gen­der Teil des Herrenhauses wurde abge­bro­chen, um Baumaterial zu gewin­nen. Die Landwirtschaftsflächen wur­den an Neubauern auf­ge­teilt. Das abge­ris­sene Teilstück des Herrenhauses wur­den in den 1960er Jahren durch einen optisch dif­fe­rie­ren­den Neubau errichtet.

Nachwendezeit

Nach dem Ende der DDR wurde die land­wirt­schaft­li­che Nutzung auf­ge­ge­ben und das Rittergut verfiel.

Heutige Nutzung

Ein klei­ner Teil des Herrenhauses ist saniert und wird bewohnt. Ansonsten bestehen Leerstand und ein erheb­li­cher Sanierungsbedarf.

Striegistal: Schloss Gersdorf

Schloss Gersdorf

Nr. 23
09661 Striegistal OT Gersdorf

Historisches

1539 war ein Vorwerk als Einzelgut in Gersdorf vor­han­den, wel­ches als Wirtschaftshof zum Kloster Altzella gehörte. Als Besitzer wer­den ab 1544 Hans von Komerstedt, ab 1556 Barthel Lauterbach, ab 1587 die Familie von Pflugk und ab 1661 die Familie von Starschedel auf­ge­führt. Mit dem Verkauf an Friedrich Adolf von Haugwitz im Jahre 1696 wurde das Vorwerk zum eigen­stän­di­gen Rittergut auf­ge­wer­tet. In den nächs­ten bei­den Jahren wech­sel­ten zwei­mal die Eigentümer, wobei das Rittergut bis 1849 bei der Familie von Einsiedel ver­blieb. Nachfolgend kam das Rittergut Gersdorf an die Familie von Arnim und die Familie von Carlowitz, unter wel­cher das Schloss 1890 umge­baut wurde.

Ab 1925 befand sich das Gersdorfer Rittergut im Besitz der Familie zur Lippe und wurde 1937 an Daniel von Hoenning O’Carroll ver­pach­tet. Dieser wurde 1945 von pol­ni­schen Zwangsarbeitern erschla­gen und in einen Bergschacht geworfen.

Nach 1945

Nach der Enteignung der Familie zur Lippe 1945 wurde im Schloss Gersdorf eine FDGB-​Bezirksschule ein­ge­rich­tet. Später wurde es als Lehrlingswohnheim genutzt und diente danach all­ge­mein als Internat.

Nachwendezeit

1997 wurde Schloss Gersdorf von einer GbR erwor­ben, die ein Zentrum für Mehrfachabhängige darin ein­rich­ten woll­ten. Diese Pläne schei­er­tern. Im Schloss ist eine Wohngemeinschaft zur Pacht ein­ge­zo­gen, deren Ziel die schritt­weise Sanierung des Schlosses ist. Ende 2012 erwarb die Gemeinschaft das Schloss mit­samt eini­ger Nebengebäude und dem Grundstück und wan­delte somit das Pacht- in ein Eigentumsverhältnis um. Die Wirtschaftsgebäude sind desolat.

Großschirma: Rittergut Großschirma

Rittergut Großschirma

Hauptstraße 12 (Herrenhaus)
Hauptstraße 14, 16, 18 (Wirtschaftsgebäude)
09603 Großschirma

Historisches

Um 1900 war das Rittergut einer der wich­tigs­ten Arbeitgeber von Großschirma. Es ent­stand ver­mut­lich im 16. Jahrhundert und wurde 1606 als Vorwerk ent­wähnt. Eine andere Quelle ver­or­tet die Ersterwähnung als Vorwerk auf das Jahr 1587. Bis 1540 gehörte es zu den Besitzungen des Klosters Altzella. Weitere Besitzer waren Dr. Mordeisen sowie Kurfürst Johann Georg, wodurch das Vorwerk zum könig­li­chen Kammergut auf­stieg. Das Gut wurde mehr­fach durch Brand beschä­digt und immer wie­der auf­ge­baut. 1878 erwarb Karl Moritz Hartmann das Kammergut. Alfred Meisel war seit 1911 der letzte Besitzer des Gutes.

Nach 1945

Alfred Meisel wurde 1945 ent­eig­net. Das Rittergut wurde durch Umsiedler bewohnt, die land­wirt­schaft­li­chen Flächen an Bauern auf­ge­teilt. Ein Gebäude diente zeit­weise als Kindergarten.

Heutige Nutzung

Heute wird das Rittergut bewohnt.

Großschirma: Vorwerk Siebenlehn

Vorwerk Siebenlehn

09603 Großschirma OT Siebenlehn

Historisches

Das Vorwerk Siebenlehn wurde urkund­lich 1433 erfasst. Weitere Informationen konn­ten bis­lang nicht aus­fin­dig gemacht wer­den. Es ist davon aus­zu­ge­hen, dass das Vorwerk nicht lange bestand und bereits vor eini­gen Jahrhunderten wie­der auf­ge­löst wurde.

Seelitz: Rittergut Kolkau

Rittergut Kolkau

Am Hain 4 /​ 5
09306 Seelitz OT Kolkau

Historisches

Für Kolkau wurde 1445 erst­mals ein Rittersitz erwähnt. Aus die­sem ging zunächst 1490 ein Sattelhof her­vor, bevor 1551 die erste Erwähnung als Rittergut ver­zeich­net ist.

Als Rittergutsbesitzer sind seit Ende des 15. Jahrhunderts die Familien von Deben, von Weißbach, von Görlitz, von Kleeberg und Steiger bekannt. 1580 erwarb Moritz von Taubenheim das Rittergut Kolkau. Das ursprüng­li­che Herrenhaus wurde im 17. Jahrhundert um 1618 errich­tet und im spä­te­ren 19. Jahrhundert in das Mägdehaus umge­baut. Die Familie von Taubenheim ver­kaufte das Rittergut Kolkau 1726 an Gottlob Heinrich von Pöllnitz. David Kleeberg erwarb es 1759. Ernst Hermann Koppe ist seit 1881 als Besitzer bekannt. Unter ihm wurde bis 1884 ein neues Herrenhaus errich­tet. Seine Witwe ver­kaufte das Rittergut Kolkau 1911 an Martin Wehner.

Nach 1945

Martin Wehner wurde 1945 ent­eig­net, als die Bodenrefom voll­zo­gen wurde. Das Rittergut wurde an Neubauern aufgeteilt.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus und das Mägdehaus haben heute unter­schied­li­che pri­vate Eigentümer. Das Herrenhaus dient Wohnzwecken. Beide Gebäude sind sehr ordent­lich saniert.

Großhartmannsdorf: Rittergut Mittelsaida

Rittergut Mittelsaida

Schulstraße 11–13 (Altes Herrenhaus)
Parkstraße 4 (Buttervilla)
09618 Großhartmannsdorf OT Mittelsaida

Historisches

Das Rittergut Mittelsaida wurde 1696 erst­mals urkund­lich genannt. Es befand sich von 1718 bis 1740 im Besitz der Familie von Berbisdorf und nach­fol­gend bis 1796 im Besitz von Christian Andreas von Woydt. Später gelangte das Rittergut Mittelsaida an einen Baron von Kiel, der 1870 den Bau der soge­nann­ten Buttervilla ver­an­lasste und die­ses neue Herrenhaus als Sommersitz nutzte. Der Name des Gebäudes soll auf den Fabrikbesitzer Frido Otto Butter als einen wei­te­ren Nutzer des Herrenhauses zurückgehen.

Als wei­tere Herren auf dem Rittergut sind Charles Fedor von Kiel von 1886 bis 1889 und ein wei­te­rer Baron von Kiel von 1896 bis 1919 bekannt. Die Stadt Chemnitz wurde als Besitzer des Rittergutes Mittelsaida 1927 auf­ge­führt, die einen Teil der Ländereien für die Saidentalsperre benö­tigte. Das Rittergut mit sei­nem Wirtschaftshof war bis 1930  war es an Wilhelm Kern ver­pach­tet und wurde danach aufgegeben.

Heutige Nutzung

Die auf dem Foto zu sehende Buttervilla des Ritterguts wurde 2013 und 2014 auf­wen­dig saniert und dient als Firmensitz. Sie ist somit nicht öffent­lich zugäng­lich, der große Landschaftspark hin­ge­gen schon. Auch das Herrenhaus, wel­ches sich unter­halb des Rittergutes befin­det und eigen­stän­dig steht, soll mitt­ler­weile saniert wor­den sein. Wirtschaftsgebäude und Pächterhaus sol­len sich noch in schad­haf­tem Zustand befinden.
(Stand: Juni 2015)