Rechenberg-​Bienenmühle: Burgruine & Herrenhaus Rechenberg

Burgruine & Herrenhaus Rechenberg

An der Schanze 1
09623 Rechenberg-Bienenmühle

Historisches

Die Burg Rechenberg wurde einst um 1200 als Wehranlage errich­tet, im Jahre 1270 als Herrensitz des Apetz de Rechenberc erwähnt und befand sich im Besitz des böh­mi­schen Adelsgeschlechts Hrabischitz. Um 1300 erfolgte ein Ausbau zu einer klei­nen Steinburg. Als wei­tere Besitzer sind die Herren von Rechenberg bekannt, außer­dem um 1372 die Markgrafen von Meißen und im 16. Jahrhundert die Familie von Schönberg. Durch einen Brand im Jahre 1586 wurde die Burg zer­stört. Da kein Wiederaufbau erfolgte, setzte der Verfall ein. Im dazu gehö­ren­den Rittergut ent­stand 1558 die Rittergutsbrauerei, die große Bedeutung erlangte.

Heutige Nutzung & Bodendenkmalschutz

Von der ehe­ma­li­gen Burg sind noch Mauer‑, Wall- und Grabenreste vor­han­den. Die Anlage steht seit 1969 als Bodendenkmal unter Schutz.Sie wird teil­weise auch als Burgberg und Schanze bezeich­net. An letz­tere Bezeichnung schließt sich die gleich­na­mige Straßenbezeichnung An der Schanze an.

Das Herrenhaus wurde saniert, in ihm befin­det sich heute das Rathaus.

Zschaitz-​Ottewig: Rittergut Zunschwitz

Rittergut Zunschwitz

Birnenallee 3
04749 Zschaitz-​Ottewig OT Zunschwitz

Historisches

1486 wurde ein Vorwerk erwähnt, 1551 ein Rittergut. Als Besitzer sind im 15. Jahrhundert die Familie von Miltitz, um 1550 die Familie von Salhausen, 1659 die Familie von Pistoris und ab 1713 die Familie von Holleufer bekannt. Das Rittergut Zunschwitz wurde 1772 von der Familie Roßberg erwor­ben. Sie behielt es bis ins 20. Jahrhundert hin­ein in Besitz. Arndt Eckelmann erwarb das Rittergut Zunschwitz schließ­lich 1925. Das Herrenhaus wurde, je nach Quellenlage, ent­we­der im 18. oder im 19. Jahrhundert errichtet.

Nach 1945

Arndt Eckelmann wurde 1945 im Rahmen der Bodenreform ent­eig­net. Das Herrenhaus diente fortan als Wohnhaus und ver­fügte ehe­mals über eine wei­tere Etage, die nach 1945 jedoch zurück­ge­baut wurde.

Nachwendezeit

Das Herrenhaus Zunschwitz wurde von der Gemeinde an pri­vat ver­kauft. Begonnene Sanierungsarbeiten wur­den nicht fortgeführt.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus steht seit vie­len Jahren leer und ist umfas­send sanie­rungs­be­dürf­tig. Die Wirtschaftsgebäude ver­fal­len nach und nach.

Waldheim: Herrensitz Reinsdorf

Herrensitz Reinsdorf

04720 Waldheim OT Reinsdorf

Historisches

Reinsdorf wurde 1276 als Herrensitz unter Johannes miles de Reinhardesdorf genannt. Der Herrensitz bestand offen­bar nicht lange und wurde in der Folgezeit wie­der auf­ge­ge­ben. Ab der Mitte des 16. Jahrhunderts hat das Rittergut Kriebstein die Grundherrschaft über Reinsdorf ausgeübt.

Reinsberg: Vorwerk Burkersdorf

Vorwerk Burkersdorf

Vorwerkstraße 22
09629 Reinsberg OT Burkersdorf

Historisches

Das Vorwerk Burkersdorf wurde erst­mals 1646 nachgewiesen.

Heutige Nutzung

Die Gebäude des Vorwerks wer­den bewohnt und zum Teil gewerb­lich genutzt.

Döbeln: Rittergut Ziegra

Rittergut Ziegra

Zum Park 58
04720 Döbeln OT Ziegra

Historisches

Vermutlich geht das Rittergut auf einen bereits im 11. Jahrhundert bestehen­den Herrensitz zurück. Dieser wurde erst­mals 1231 urkund­lich unter Hermannus de Cigerowe erst­mals erwähnt. 1445 wurde er als Rittersitz bezeich­net. Die Gebäude wur­den um 1500 errich­tet, als Vorwerk fand das Gut 1551 Erwähnung. Zu den häu­fig wech­seln­den Besitzern gehör­ten nach den Edlen von Ziegra seit dem 16. Jahrhundert die Familien von Günderode, von Böhlau, von Wallwitz, von Bieberstein, von Hartitzsch, von Bose, Huth und von Könneritz. Eine urkund­li­che Erwähnung als Rittergut erfolgte 1696. Erbaut wurde das heu­tige Herrenhaus ver­mut­lich im aus­ge­hen­den 18. Jahrhundert unter Verwendung von frü­he­rer Gebäudesubstanz.

Zu den Besitzern zähl­ten in nicht chro­no­lo­gi­scher Reihenfolge die Familien von Bose, von Dölau, von Günderode, von Hartitzsch, Marschall von Bieberstein, von Polenz und von Wallwitz. Ab 1901 befand sich das Rittergut Ziegra im Besitz von Gustav Dörffling. 1925 ging es in den Besitz von Curt Schmidt über. Die Familie Schmidt waren die letz­ten Besitzer.

Nach 1945

Im Rahmen der durch­ge­führ­ten Bodenreform wurde die Familie Schmidt ent­eig­net. Das Herrenhaus wurde nach 1945 als Rathaus und Kindergarten genutzt. Danach diente es Wohnzwecken und wurde dazu umgebaut.

Nachwendezeit

In den 1990er Jahren gelangte das Herrenhaus zunächst in Privatbesitz. Die damit ver­bun­de­nen Hoffnungen auf Sanierung blie­ben uner­füllt. Später erfolgte ein Verkauf.

Heutige Nutzung

Leerstand

Leisnig: Herrenhaus Bocksdorf

Rittergut Bocksdorf

04703 Leisnig OT Polkenberg

Historisches

Das Rittergut Bocksdorf ging aus dem Rittergut Polkenberg her­vor. Dieses wurde 1445 als Rittersitz und 1696 als Rittergut urkund­lich nach­ge­wie­sen. Bis 1613 gehörte das Gut der Familie von Arras, dann folg­ten als Besitzer die Familien Spiegel, von Nostitz, Braun und von Poigk. Der Ort Bocksdorf wurde um 1720 von der namens­ge­ben­den Familie Bock ange­legt. Das Herrenhaus wurde in der zwei­ten Hälfte des 18. Jahrhunderts erbaut und gegen Ende des 19. Jahrhunderts umge­stal­tet. Der Familie von Bock folg­ten als Eigentümer die Familien Springsfeld, Petzsch und Clauß. Ehemaliger Besitzer war eben­falls der Kammerherr von Frege.

Reinsberg: Rittergut Steinbach

Rittergut Steinbach

Dorfstraße 17
09629 Reinsberg OT Steinbach

Historisches

In Steinbach wurde erst­mals 1551 ein Rittergut erwähnt. Vier Jahre zuvor wurde Peter von Alnpeck als Besitzer des Gutes genannt. Anfang des 17. Jahrhunderts wurde Hans von Loß als Besitzer genannt, dem bis 1740 die Familie von Erdmannsdorf folgte. Nach ihr erwarb der däni­sche Generalmajor von Mörner das Rittergut und über­ließ es sei­nem Schwiegersohn, der aus der Familie von Schönberg stammte. Weitere Besitzer waren die Familie von Miltitz, die Familie von Gersdorf sowie bis 1860 die Familie von Zedtwitz. Das Herrenhaus wurde 1910 anstelle eines bau­fäl­li­gen Vorgängerbaus errichtet.

Nach 1945

Die Wirtschaftsgebude des Rittergutes wur­den nach 1945 abge­ris­sen. Das Herrenhaus wurde zu DDR-​Zeiten als Ferienheim genutzt.

Nachwendezeit

Die Treuhandanstalt ver­kaufte das Herrenhaus 1995 an einen Herrn aus Bayern, der das Herrenhaus sanierte und selbst nutzt.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus dient Wohnzwecken.

Zschaitz-​Ottewig: Vorwerk Ottewig

Vorwerk Ottewig

04749 Zschaitz-​Ottewig

Historisches

Für Ottewig ist 1228 ein Herrensitz unter Christianus de Othewec nach­weis­bar. Ab 1554 bestand ein Vorwerk in Ottewig. Weitere Informationen zu die­sem Herrensitz lie­gen bis dato nicht vor. Es muss davon aus­ge­gan­gen wer­den, dass das Vorwerk nicht allzu lange bestand und auf­ge­löst wurde.

Reinsberg: Rittergut Hirschfeld

Rittergut Hirschfeld

Hauptstraße 1
09634 Reinsberg OT Hirschfeld

Historisches

Als Herrensitz wurde Hirschfeld erst­mals 1241 unter Magnus de Herswalde erwähnt. Im Jahre 1436 konnte ein Rittersitz nach­ge­wie­sen wer­den, aus wel­chem 1551 ein Rittergut her­vor­ging. Wolf von Mergenthal erwarb den Herrensitz 1529. Besitzer in der ers­ten Hälfte des 18. Jahrhunderts war Otto Moritz von Thielau, der das Rittergut um ein Vorwerk erwei­terte. Die Scheune wurde 1776 erbaut.

Das Herrenhaus des Rittergutes ent­stand ver­mut­lich um 1830 unter sei­nem Besitzer Carl Immanuel Freyberg. Hierbei wurde ein Vorgängerbau umge­baut und erwei­tert. Weitere Besitzer im 19. Jahrhundert waren Heinrich Friedrich Eduard Freiherr von Senckendorff-​Gudent, die Familie Hübner und ab 1897 Emma von Posern. Später bewohnte ihr Sohn Egon von Posern das Herrenhaus. 1942 wurde er gezwun­gen das Rittergut an die Großdeutsche Umsiedlungsgesellschaft mbH zu ver­kau­fen. Da der Kaufpreis jedoch nie gezahlt wurde, han­delte es sich eher um eine Enteignung. Bereits im Januar 1943 gelangte das Rittergut an den Staatsanwalt Bernhard Bennecke.

Nach 1945

Bernhard Bennecke wurde 1945 ent­eig­net. Aus dem Rittergut wurde ein Volksgut. Zu DDR-​Zeiten wurde das Herrenhaus als Lehrlingswohnheim genutzt.

Nachwendezeit

1995 erhielt Hubertus von Posern, Enkel des letz­ten von Posern-​Besitzers, nach eini­gem Rechtsstreit das Rittergut zurück­über­tra­gen. Die Enteignung fünf­zig Jahre zuvor war als unrecht­mä­ßig ein­ge­stuft wor­den. Hubertus von Posern über­trug sei­nen wie­der­erlang­ten Besitz sei­nem Sohn Konrad, wel­cher mit sei­ner Familie Flächen zukaufte und das Rittergut land­wirt­schaft­lich nutzt.

Heutige Nutzung

Das sanierte Herrenhaus befin­det sich in Privatbesitz und wird bewohnt.

Döbeln: Schloss Schweta

Schloss Schweta

Schweta 6
04720 Döbeln OT Schweta

Historisches

1284 wurde erst­mals ein Herrensitz Schweta unter Otto de Zuet nach­ge­wie­sen, der 1328 an Friedrich Hermann und Albrecht von Maltitz kam. Tylich von Honsberg über­nahm den Herrensitz 1454, er ver­blieb über meh­rere Generationen im Besitz der Herren von Honsberg. Unter ihnen erfolgte die Aufwertung zum Rittergut im 16. Jahrhundert. 

1592 ist als neuer Besitzer ein Herr von Hayn bekannt, unter dem ver­mut­lich das Schloss errich­tet wurde, des­sen Bau um 1600 erfolgte. Schon 1604 über­nahm Anton von Wallwitz das Rittergut Schweta. Ihm folgte 1630 Caspar von Schönberg.  1728 ver­äu­ßerte Hanns Caspar von Schönberg das Rittergut an Hans Friedrich Gottlob von Metzsch. Wie schon die Familie von Schönberg zuvor, behielt auch die Familie von Metzsch das Rittergut über einige Generationen in Familienbesitz. 

Es kam 1841 an E. A. Barchewitz und schon vier Jahre dar­auf an Moritz Adolph Heinrich Hensel. Weitere Besitzer waren die Familie Hermann, die Familie Cordes und ab 1901 Hermann Möhring.

Nach 1945

Nachdem 1945 die Enteignung voll­zo­gen wurde, wurde das Schloss nach Kriegsende zu Wohnzwecken für Umsiedler umge­baut. 1953 wurde es gesprengt und abgetragen.

Heutige Nutzung

Von Schloss Schweta sind ledig­lich noch Grundmauern vor­han­den. Ein ehe­ma­li­ges, sanie­rungs­be­dürf­ti­ges Wirtschaftsgebäude dient Wohnzwecken.