Weischlitz: Burg Schwedenschanze

Burg Schwedenschanze

Schwander Straße
08538 Weischlitz

Historisches

Die mit­tel­al­ter­li­che Wehranlage zeigt heute noch ein run­des Kernwerk von etwa 25 m Durchmesser mit einem umlau­fen­den Graben von 8 m Breite und 1 m Tiefe. Davor ver­läuft ein Außenwall vo 6 bis 8 m Breite und 1 bis 1,5 m Höhe. Im Nordosten befin­det sich ein 2,5 x 3 m gro­ßer Brunnen im Graben, der aus dem Felsen her­aus geschla­gen wurde. Funde zeu­gen von einer Nutzung der Schwedenschanze im 12. und 13. Jahrhundert.

Die Schwedenschanze befin­det sich 1 km süd­west­lich vom Ort süd­öst­lich der Gabelung der Straßen nach Geilsdorf und Schwand.

Bodendenkmalschutz

Es han­delte sich bei der Schwedenschanze um eine Höhenburg, die 1959 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt wurde.

Bergen: Rittergut Bergen

Rittergut Bergen

Bergstraße 10
08239 Bergen (Auerbach)

Historisches

Im 17. Jahrhundert wurde das Herrenhaus des Ritterguts Bergen errich­tet. Die Ersterwähnung als Rittergut erfolgte 1764. 1896 kaufte die Stadt Plauen das Rittergut, um die Nutzflächen für den geplan­ten Bau der Geigenbachtalsperre zu nut­zen. Vormals befand sich das Rittergut Bergen im Besitz der Familie von Trützschler, ab 1788 war es in den Händen der Familie Förster.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus des Ritterguts diente zuletzt als Wohnraum, steht der­zeit jedoch mit Sanierungsbedarf leer.

Rodewisch: Rittergut Untergöltzsch

Rittergut Untergöltzsch

Bahnhofstraße 1
08228 Rodewisch

Historisches

Das Schloss wurde um 1500 erbaut und im 17. Jahrhundert erwei­tert. Das Rittergut konnte 1586 nach­ge­wie­sen wer­den. 1893 wurde auf dem Gelände des Rittergutes Untergöltzsch eine Landesheil- und Pflegeanstalt eingeweiht.

Heutige Nutzung

Das Schlossareal dient als Krankenhaus für Psychiatrie und Neurologie.

Tirpersdorf: Rittergut Schloditz

Rittergut Schloditz

Siedlerweg
08606 Tirpersdorf OT Schloditz

Historisches

Im 15. Jahrhundert befand sich das Rittergut im Besitz der Herren von Rabe und kam nach­her in den Besitz der Familie von Tettau. Ist ist 1542 als Vorwerk und 1606 als Rittergut ver­zeich­net. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erwarb ein Herr Uebrig das Gut, besaß es jedoch nicht lange. 1826 ist ein Herr Golle als Eigentümer benannt, von dem die letz­ten Besitzer, die Familie Adler, das Rittergut über­nah­men. Die Familie Adler ist bis zu ihrer Enteignung 1945 als Eigentümer des Rittergutes Schloditz verzeichnet.

Nach 1945

Drei Jahre nach der Enteignung wurde das Herrenhaus abgerissen.

Heutige Nutzung

Noch vor­han­dene Wirtschaftsgebäude wer­den heute bewohnt.

Weischlitz: Rittergut Weischlitz Oberer Teil

Rittergut Weischlitz Oberer Teil

Am Alten Gut 3
08538 Weischlitz

Historisches

In Weischlitz war bereits 1381 ein Herrensitz unter Nyckel von Weyscholfs benannt, der sich in jenem Jahrhundert in den Händen der Familie von Feilitzsch befand. In der Mitte des 15. Jahrhunderts wurde ein Rittersitz schrift­lich erwähnt. Das Rittergut, als sol­ches 1583 nach­weis­bar, wurde 1729 erbaut und befand sich 1739 im Besitz des Ludolf Kasten. Die Familie Kasten behielt das Rittergut lange in Familienbesitz. 1875 war bereits die Teilung voll­zo­gen wor­den, denn es exis­tier­ten nun das Obere sowie das Untere Rittergut.

Nach 1945

1945 wurde Heinrich Ludolf Kasten ent­eig­net. Im Jahr dar­auf wur­den am Herrenhaus Veränderungen vorgenommen.

Nachwendezeit

Die Fachwerkscheunen des Rittergutes wur­den 1990 einer Sanierung unterzogen.

Heutige Nutzung

Im Herrenhaus hat heute die Gemeindeverwaltung ihren Sitz.

Weischlitz: Burg Schöneckere

Burg Schöneckere

08538 Weischlitz OT Geilsdorf

Historisches

Die mit­tel­al­ter­li­che Höhenburg befand sich auf einem Talsporn zwi­schen Elster- und Kemnitztal nahe Geilsdorf. Erhalten sind Turm- und Hausreste sowie der Burgweg.

Triebel: Schloss Wiedersberg

Schloss Wiedersberg

Am Feilebach
08606 Triebel OT Wiedersberg

Historisches

1267 wurde ein Herrensitz im Besitz des Reinboto von Wiedersberch erwähnt. In der zwei­ten Hälfte des 14. Jahrhunderts sind Aufzeichnungen über ein “sloss”, eine Feste sowie ein “castrum” existent.Hierbei han­delte es sich um die Burgruine Wiedersberg, die sich ober­halb des Ortes im Wald befindet.

Als Besitzer ist im 14. Jahrhundert die Familie Vaßmann bekannt, es folg­ten ab 1452 die Familie von Machwitz, ab 1580 die Familie von Feilitzsch. In der Mitte des 16. Jahrhunderts wurde das Schloss bei Kämpfen zer­stört. Ab 1764 befand sich Schloss Wiedersberg im Besitz der Familie Gräfe.

Nach 1945

Die Familie Gräfe wurde 1945 ent­eig­net. Danach ver­fiel Schloss Wiedersberg, so dass 1953 der Abbruch erfolgte.

Heutige Nutzung

Lediglich ein Treppenturm des Renaissancebaus ist noch erhalten.

Triebel: Burgruine Wiedersberg

Burgruine Wiedersberg

08606 Triebel OT Wiedersberg

Historisches

1117 wurde die Burg ver­mut­lich unter Burkhardt Wiederspächer erbaut. 1248 gehörte sie zum Machtbereich der Plauener Vögte. 1267 datiert der erste urkund­li­che Nachweis in Verbindung mit Reimboto de Widersberch. 1357 ging die Burg in den Besitz der Wettiner über. Der Ritter Jan Rabe wurde 1386 mit Wiedersberg belehnt. 1421 wurde sie an die Herren von Machwitz ver­kauft. 1452 erfolgte noch­mals ein Verkauf. Sie wird teil­weise auch als Ruine Haags bezeichnet.

Die U‑förmige Anlage in Höhenlage ist als umfas­sende Ruine mit Wällen, Gräben, Turm und dicken Umfassungsmauern erhal­ten. Sie befin­det sich unmit­tel­bar nörd­lich des Ortes und ist über einen Wanderweg schnell zu erreichen.

Bodendenkmalschutz

Bodendenkmalschutz wurde 1973 erteilt.

Weischlitz: Schloss Heinersgrün

Schloss Heinersgrün

Am Schloss 7
08538 Weischlitz OT Heinersgrün

Historisches

Erstmals wurde das Schloss Heinersgrün im 12. Jahrhundert erwähnt. Um 1330 befand sich Heinersgrün im Besitz des Reinhold von Feilitzsch. Für das Jahr 1412 exis­tiert ein Nachweis über ein Vorwerk, ein­hun­dert­drei­ßig Jahre spä­ter ist ein Rittergut Heinersgrün ver­zeich­net. Nachdem die­ses im 18. Jahrhundert sich gut acht­zig Jahre lang im Besitz der Familie von Pöllnitz befand, gelangte es wie­der an die Freiherren von Feilitzsch zurück, die bis 1936 als Besitzer ver­zeich­net sind. 1920 brannte das Schloss nie­der und wurde im dar­auf­fol­gen­den Jahr wie­der auf­ge­baut. Nach den Freiherren von Feilitzsch erlebte das Rittergut eine wech­sel­hafte Geschichte. 1942 ver­kaufte Achaz von Zehmen das Rittergut an Emil Kleine-Brockhof.

Nach 1945

Nach der Enteignung nutzte die Rote Armee das Rittergut noch bis 1946 als Versorgungsgut. Für die nächs­ten bei­den Jahre diente das Rittergut als Wohnraum und wurde anschlie­ßend bis 1950 vom Freien Deutschen Gewerkschaftsbund genutzt, ehe die Grenzpolizei ihren Sitz im Schloss ein­rich­tete. 1972 diente es als Bücherei, Gaststätte, Gemeindeamt, Post und Konsumverkaufsstelle.

Nachwendezeit

1990 wurde die Rückübertragung an die Gemeinde vor­ge­nom­men. 1995 ver­an­lasste Joachim Gräfe die umfas­sende Renovierung des Schlosses.