Vorwerk Bärendorf
08648 Bad Brambach OT Bärendorf
Historisches
Bärendorf verfügte im 19. Jahrhundert über ein Vorwerk. Schriftstücke aus den Jahren 1840 und 1875 belegen dies.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Vogtlandkreis
08648 Bad Brambach OT Bärendorf
Bärendorf verfügte im 19. Jahrhundert über ein Vorwerk. Schriftstücke aus den Jahren 1840 und 1875 belegen dies.
Hauptstraße 6
08223 Werda
Die mittelalterliche Wasserburg gilt als Ursprung des Ritterguts Werda. Sie wird auch als Wol, Zwiezaun und Doppelzaun bezeichnet.
Im 15. und 16. Jahrhundert ist die Familie von Thosse als Besitzer des Gutes verzeichnet. Es wurde 1542 als Vorwerk geführt und nachher zum Rittergut erhoben, das Gut hatte sich seit etwa 1421 entwickelt. Um 1620 kam es in den Besitz der Familie von Tettau, die es von der Familie von Dölau erworben hatte. 1634 fiel das gesamte Rittergut einem Brand zum Opfer, der durch Kriegswirren verursacht worden war. In der weiteren Zeit wurde das Rittergut mehrfach veräußert.
Zu seinen Besitzern zählten unter anderem die Familie Röhn, die Familie von Trützschler, zu Beginn des 18. Jahrhunderts die Familie von Metzsch, die Familien von der Heide und Schinnerling. Die Familie Gräf verkaufte das nach dem Brand neu errichtete, wenn auch verkleinerte Rittergut in den 1840er Jahren an die Familie Müller. 1901 kaufte die Stadt Plauen das Rittergut, um Flächen des Rittersgutes für den geplanten Bau der Geigenbachtalsperre zu nutzen. Die Gutsgebäude wurden ab 1911 als Touristenheim genutzt. 1928 wurde der noch vorhandene Rittergutsteil an Oskar Theodor Müller verkauft.
Dessen Tochter Wally Hüttner wurde 1945 enteignet.
Das Herrenhaus befindet sich heute in Privatbesitz und wird bewohnt.
Ein Teil der ursprünglichen Wasserburganlage ist durch das Herrenhaus des Ritterguts überbaut, ein umlaufender Graben sowie Teile des Außenwalls sind noch erhalten. Der erhaltene Grabenrest ist zwischen acht und zehn Meter breit und etwa einen Meter tief. Der Rest des Außenwalls weist noch eine Breite von etwa anderthalb Metern und eine Höhe von bis zu einem Meter auf.
Bodendenkmalschutz für die frühere Wasserburg Werda besteht für die Anlage seit 1957.
08538 Weischlitz OT Geilsdorf
Die mittelalterliche Höhenburg befand sich auf einem Talsporn zwischen Elster- und Kemnitztal nahe Geilsdorf. Erhalten sind Turm- und Hausreste sowie der Burgweg.
08606 Bösenbrunn OT Engelhardtsgrün
Das Vorwerk wurde 1748 urkundlich festgehalten.
Bahnhofstraße 1
08228 Rodewisch
Das Schloss wurde um 1500 erbaut und im 17. Jahrhundert erweitert. Das Rittergut konnte 1586 nachgewiesen werden. 1893 wurde auf dem Gelände des Rittergutes Untergöltzsch eine Landesheil- und Pflegeanstalt eingeweiht.
Das Schlossareal dient als Krankenhaus für Psychiatrie und Neurologie.
Rittergut SchloditzSiedlerweg
08606 Tirpersdorf OT Schloditz
Im 15. Jahrhundert befand sich das Rittergut im Besitz der Herren von Rabe und kam nachher in den Besitz der Familie von Tettau. Ist ist 1542 als Vorwerk und 1606 als Rittergut verzeichnet. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erwarb ein Herr Uebrig das Gut, besaß es jedoch nicht lange. 1826 ist ein Herr Golle als Eigentümer benannt, von dem die letzten Besitzer, die Familie Adler, das Rittergut übernahmen. Die Familie Adler ist bis zu ihrer Enteignung 1945 als Eigentümer des Rittergutes Schloditz verzeichnet.
Drei Jahre nach der Enteignung wurde das Herrenhaus abgerissen.
Noch vorhandene Wirtschaftsgebäude werden heute bewohnt.
Rittergut Weischlitz Oberer TeilAm Alten Gut 3
08538 Weischlitz
In Weischlitz war bereits 1381 ein Herrensitz unter Nyckel von Weyscholfs benannt, der sich in jenem Jahrhundert in den Händen der Familie von Feilitzsch befand. In der Mitte des 15. Jahrhunderts wurde ein Rittersitz schriftlich erwähnt. Das Rittergut, als solches 1583 nachweisbar, wurde 1729 erbaut und befand sich 1739 im Besitz des Ludolf Kasten. Die Familie Kasten behielt das Rittergut lange in Familienbesitz. 1875 war bereits die Teilung vollzogen worden, denn es existierten nun das Obere sowie das Untere Rittergut.
1945 wurde Heinrich Ludolf Kasten enteignet. Im Jahr darauf wurden am Herrenhaus Veränderungen vorgenommen.
Die Fachwerkscheunen des Rittergutes wurden 1990 einer Sanierung unterzogen.
Im Herrenhaus hat heute die Gemeindeverwaltung ihren Sitz.
Laneckhaus | Meißnergrund
08538 Weischlitz
1267 wurde ein Herrensitz unter Reinboto und Erkenbertus de Lantecke erwähnt. Die Höhenburg war etwa 20 x 30 m groß und verfügte über einen Außenwall von 7 bis 8 m Breite und bis zu 1,5 m Höhe. Im südlichen Burgbereich befindet sich ein Einzelgehöft mit alter Bausubstanz, bei der es sich um ein Tonnengewölbe handelt.
Die Reste der Burganlage befinden sich etwa 1,25 km nordöstlich von Geilsdorf zwischen Weißer Elster und Hainbach und nordwestlich des Laneckhauses. Sie sind über Wanderwege erreichbar.
Die Höhenburg wurde 1959 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt.
08606 Bösenbrunn OT Zettlarsgrün
1542 waren zwei Vorwerke urkundlich erwähnt. Weitere zuverlässige Informationen liegen derzeit nicht vor.
Schloss WiedersbergAm Feilebach
08606 Triebel OT Wiedersberg
1267 wurde ein Herrensitz im Besitz des Reinboto von Wiedersberch erwähnt. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts sind Aufzeichnungen über ein “sloss”, eine Feste sowie ein “castrum” existent.Hierbei handelte es sich um die Burgruine Wiedersberg, die sich oberhalb des Ortes im Wald befindet.
Als Besitzer ist im 14. Jahrhundert die Familie Vaßmann bekannt, es folgten ab 1452 die Familie von Machwitz, ab 1580 die Familie von Feilitzsch. In der Mitte des 16. Jahrhunderts wurde das Schloss bei Kämpfen zerstört. Ab 1764 befand sich Schloss Wiedersberg im Besitz der Familie Gräfe.
Die Familie Gräfe wurde 1945 enteignet. Danach verfiel Schloss Wiedersberg, so dass 1953 der Abbruch erfolgte.
Lediglich ein Treppenturm des Renaissancebaus ist noch erhalten.