Drebach: Rittergut Drebach

Rittergut Drebach

Venusberger Straße 8
09435 Drebach

Historisches

Bevor 1414 ein Verkauf und der Name Nickel Stange erwähnt wur­den, exis­tierte bereits ein ein­fa­ches Vorwerk in Drebach. Zwischen 1500 und 1645 befand sich das Rittergut im Besitz der Familie Seidel. Nach eini­gen Eigentümerwechseln kam das Gut 1771 an Amalie von Schönberg. 1785 wurde es als zwie­fa­ches Rittergut bezeich­net. Der nie­dere Haupthof an der Kirche umfasste Herrenhaus und Wirtschaftsgebäude, der Oberhof vor­ran­gig Stallungen. Dieser war um 1800 unbe­wohn­bar. Johanna Amalia von Elterlein besaß das Gut von 1804 bis 1834. Ein Brand zer­störte 1823 das Rittergut, wel­ches bis zum fol­gen­den Jahr wie­der auf­ge­baut wurde. 1834 erwarb der Freiherr von Hausen das Rittergut. 1917 kam Johann Heinrich August Schöning in den Besitz des Ritterguts Drebach und ver­an­lasste Umbauten.

Nach 1945

Mit der Bodenreform wurde das Rittergut ent­eig­net und auf­ge­teilt. Eine Scheune wurde abge­ris­sen, die LPG nutzte das Rittergut. 1980 ent­stand  auf dem Rittergutshof unter Federführung der LPG ein Mehrfamilienhaus.

Heutige Nutzng

Das Rittergut Drebach steht leer. Es ist drin­gend sanierungsbedürftig.

Drebach: Rittergut Venusberg

Rittergut Venusberg

Herolder Straße 2
09430 Drebach OT Venusberg

Historisches

Ein Herrensitz hatte ver­mut­lich bereits im 13.Jahrhundert bestan­den und wurde 1414 erst­mals unter Hans von Wiedebach nach­ge­wie­sen. Ein Vorwerk bestand bereits 1486, es wurde 1551 als Rittergut bezeich­net. 1572 ver­kaufte Georg von Wiedebach das Rittergut an Sebaldus Hünerkopf. Seit 1590 bis 1644 befand sich das Rittergut Venusberg im Besitz der Familie von Stange. Da diese Familie mit dem letz­ten Besitzer erlo­schen war, erhielt der Kurfürst das Rittergut über­tra­gen. Er teilte es 1644 den Brüdern David und Rudolph Gödelmann zu. Drei Jahre spä­ter erhielt Joachim von Schwan das Rittergut.

Im frü­hen 18. Jahrhundert wurde das Stallgebäude erbaut. 1731 kam es zur Versteigerung, danach wech­sel­ten die Besitzer oft. Das Herrenhaus wurde um 1800 an Stelle eines Vorgängerbaus errich­tet, der gründ­lich in die Jahre gekom­men war. Die Sparkasse Greiz ver­kaufte das Rittergut Venusberg 1909 an Robert Franz Linke. Max Schwarz über­nahm das Rittergut 1918.

Nach 1945

Max Schwarz wurde 1945 ent­eig­net. Das Rittergut wurde an Neubauern aufgeteilt.

Heutige Nutzung

Durch die Aufteilung nach der Enteignung befin­den sich die ein­zel­nen Gebäude heute in unter­schied­li­chem Privatbesitz. Das Herrenhaus wurde saniert und wird bewohnt. Der ehe­ma­lige Kuhstall im Erdgeschoss kann für Feiern ange­mie­tet werden.

Elterlein: Wallburg Hermannsburg

Wallburg Hermannsburg

Singersteine | Sommersteine
09481 Elterlein OT Hermannsdorf

Historisches

Die Hermannsburg war eine mit­tel­al­ter­li­che Höhenburg, die sich in den Singer- bzw. Sommersteinen auf einer Felsklippe befand. Der Herrensitz ent­stand um 1200 unter dem Lokator und Namensgeber Hermann. An der Nordseite befand sich Trockenmauerwerk. Erhalten sind noch Wall- und Grabenreste.

Bodendenkmalschutz

Die Anlage wurde 1980 unter Bodendenkmalschutz gestellt.

Eibenstock: Teufelsschloss

Teufelsschloss

Zimmersacherstraße | Abzweig Plänerleithenweg
08304 Eibenstock OT Blauenthal

Historisches

Mit “Teufelsschloss” wird eine Höhenburg bezeich­net, die vom Ende des 12. Jahrhunderts bis um 1400 bestand. Ursprünmglich war die Wallanlage ein ova­les Bauwerk von 55 Meter Länge und 30 Meter Breite. Die Wehranlage wurde 1924 wie­der­ent­deckt, im fol­gen­den Jahr fan­den Grabungen statt.

Erhalten sind noch Gräben, die teil­weise bis zu zwei­ein­halb Metern tief in den Fels gehauen wur­den und zwi­schen drei und fünf Meter breit sind. Der nach drei Himmelsrichtungen gerich­tete Außenwall ist noch etwa einen Meter hoch und bis zu vier Meter breit.

Das Teufelsschloss ist über einen kur­zen Wanderweg erreich­bar und befin­det sich nur wenige Meter nach dem Abzweig Plänerleithenweg von der Zimmersacherstraße. Vor Ort lie­fer eine Tafel wei­tere Informationen über das Bodendenkmal.

Bodendenkmalschutz

Bodendenkmalschutz wurde 1959 verliehen.

Elterlein: Vorwerk Burgstädtel

Vorwerk Burgstädtel

09481 Elterlein

Historisches

Gegen Ende des 16. Jahrhunderts war bereits ein Vorwerk in Burgstädtel nach­weis­bar. 1791 wurde ein Vorwerk mit Mühle genannt. Dieses wurde in ein Gut mit Papierfabrik, Mühle und Gasthof umge­wan­delt und 1875 in die­ser Form belegt. 1870 ist Christian Ehregott Lorenz als Besitzer verzeichnet.

Amtsberg: Schloss Dittersdorf

Schloss Dittersdorf

Hofweg 4b
09439 Amtsberg OT Dittersdorf

Historisches

Curt Heinrich von Einsiedel erhielt Dittersdorf nach einer Teilung im Jahre 1680. Er bewohnte ein Schloss, wel­ches dem­nach bereits vor­her bestan­den hatte. Das Rittergut ver­blieb in Familienbesitz, bis der gleich­na­mige Nachkomme Curt Heinrich von Einsiedel ohne Erben 1809 ver­starb. Das Rittergut wech­selte dar­auf­hin mehr­fach den Besitzer. 1883 wurde es von Karl Alexander Reuter ver­kauft. 1889 brannte das Schloss ab und wurde nicht wie­der auf­ge­baut. 1918 erwarb Carl Friedrich Wolf das Rittergut Dittersdorf und bewohnte ein Wirtschaftsgebäude, wel­ches im 19. Jahrhundert umge­baut wor­den war. Unter Carl Friedrich Wolf erfolg­ten wei­tere Umbauten.

Nach 1945

Das Rittergut Dittersdorf wurde nicht ent­eig­net. Brigitte Wolf lebte noch bis 1954 auf dem Hof, musste ihn aber dann den­noch abge­ben. Das Rittergut wurde dar­auf­hin zum Volksgut.

Nachwendezeit

Da die Enteignung rechts­wid­rig war, erhiel­ten die Erben den Besitz in den 1990er Jahren zurück.

Heutige Nutzung

Die erhal­te­nen Wirtschaftsgebäude wer­den teil­weise bewohnt, der Rest steht leer. Es besteht umfas­sen­der Sanierungsbedarf. Von dem frü­he­ren Schloss sind heute nur noch Reste der Außenmauern zu sehen.

Amtsberg: Rittergut Porschendorf mit Schlösschen und Neuem Herrenhaus

Rittergut Porschendorf
Schlösschen und Neues Herrenhaus

Teichweg 3 (?)
09439 Amtsberg OT Schlößchen

Historisches

Das Rittergut geht auf ein frü­he­ren Vorwerk zurück, wel­ches der Burg Wildeck unter­stand. 1560 ver­schenkte Kurfürst August I. das Rittergut an Cornelius von Rüxleben. Den Lehnbrief erhielt er vier Jahre spä­ter und ließ kurz dar­auf das Schlösschen errich­ten. Cornelius von Rüxleben starb 1590 im Gefängnis, nach­dem er beim Kurfürsten in Ungnade gefal­len war. Seine Nachkommen ver­äu­ßer­ten das Rittergut 1621 an die Stadt Zschopau. Erst 1693 wurde der Grundbesitz wie­der ver­kauft. Curt Heinrich von Einsiedel war der neue Besitzer des Ritterguts Porschendorf.

Eine wei­tere Quelle benennt aller­dings in jenem Jahr den Verkauf des Ritterguts von Curt Heinrich von Einsidel an Rudolf von Metzsch. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts erwarb die Familie Schütze das Gut und ver­an­lasste Umbauten am Dach des Schlösschens. 1769 ging das Rittergut Porschendorf an Christian Gottlob Sachße als Lehen über, 1790 erhielt Carl Gottlob Philipp den Grundbesitz. Ein Brand zer­störte das Anwesen 1826 und unter der Familie Philipp ent­stand ein neues, grö­ße­res Herrenhaus. Das alte Schloss wurde in ein Wirtschaftsgebäude umfunk­tio­niert. Bis 1830 fand in einer Scheune des Rittergutes der ört­li­che Schulunterricht statt.

Nach 1945

1945 fiel das Rittergut unter die Bodenreform und wurde an Neubauern auf­ge­teilt. Karl Franz Anton Philipp wurde ent­eig­net, aber nicht ver­trie­ben. 1948 wurde das Rittergut teil­weise abge­ris­sen, dar­un­ter auch das neue Herrenhaus. Das Schlösschen blieb erhal­ten, weil es über eine Stellmacherei ver­fügte, die wei­ter­hin benö­tigt wurde. Das Schlösschen wurde spä­ter zu Wohnraum umgebaut.

Nachwendezeit

Das Schlösschen wurde leer­ge­zo­gen. 2008 erhielt ein Förderverein das Gebäude von der Gemeinde. Dieses plante ein Dorfzentrum einzurichten.

Heutige Nutzung

Das Schlösschen wurde vor­bild­lich saniert. Im Rittergut sind Wohn- und Veranstaltungsräume sowie eine Kindertagesstätte eingerichtet.

Aue: Herrenhaus Auerhammer

Herrenhaus Auerhammer

Hammerplatz 1
08280 Aue OT Auerhammer

Historisches

Das Herrenhaus wurde 1526 als Uttenhofer Hammer erwähnt und um 1700 neu aufgebaut.

Nachwendezeit

Seit 1990 begann der Verfall, ab 2002 wur­den Sicherungsmaßnahmen durch einen Förderverein durch­ge­führt. Das Herrenhaus Auerhammer befin­det sich in Privatbesitz.

Aue: Rittergut Klösterlein Zelle

Rittergut Klösterlein Zelle

Am Bahnhof 11
08280 Aue OT Zelle

Historisches

1173 wurde das Kloster Augustinerchorherren-​Zelle als Einzelgut gegrün­det. Das Rittergut ging aus dem Vorwerk des 1527 auf­ge­lös­ten Klosters her­vor. Da die­ses nie zu wirk­li­cher Bedeutsamkeit her­an­ge­wach­sen war, erhielt sich der Beiname Klösterlein. Nach einem Brand im Jahre 1816 wurde das Herrenhaus, das einst unter Einbeziehung eines Vorgängerbaus errich­tet wor­den war, unter Johann Traugott Lohse wie­der aufgebaut.

Heutige Nutzung

Das Rittergut wird heute für Büro- und Gewerbezwecke genutzt.

Aue: Vorwerk Brünlasberg

Vorwerk Brünlasberg

08280 Aue OT Brünlasberg

Historisches

1550 wurde auf den Wiesenhängen zwi­schen Aue und dem Gleesberg ein Vorwerk gegrün­det. Dieses Brünlasgut war ein Freigut und somit kei­ner Gemeinde ange­hö­rig, ver­fügte aber über eine Reihe eige­ner Rechte. Möglicherweise bestand schon ein Vorgängerhof, da 1533 der Name Michael Burger mit dem Brünlasgut in Verbindung gebracht wurde. Ende des 17. Jahrhunderts befand es sich im Besitz von Veit Hans Schnorr von Carolsfeld, wurde auch als Schnorrsches Gut bekannt und ver­blieb einige Zeit in Familienbesitz. 1792 kaufte Friedrich-​Wilhelm Schnorr von den ande­ren Schnorrschen Erben das Freigut, wel­ches über umfang­rei­che Flächen ver­fügte. 1818 kaufte Christian Looß das Gut und ver­pach­tete es. Nach einem wei­te­ren Eigentümer hieß das Gut ab 1845 Heinzegut. Nächster Eigentümer wurde die Bauersfamilie Peuschel, die den Besitz teilte. Die Güter wur­den nun als Peuschelgüter bezeich­net,  an sie erin­nert die heu­tige Straße An den Gütern.

Nach 1945

Zu Beginn der 1960er Jahre wur­den Teile des Gutshofs abge­ris­sen, um Baufreiheit für ein Wohngebiet zu schaf­fen. Heute ist nichts mehr vor­han­den vom eins­ti­gen Vorwerk.