Residenzschloss Görlitz
02826 Görlitz
Historisches
Das Schloss wurde um 1370 erbaut und im 15. Jahrhundert abgebrochen. Es befand sich an der Steinstraße neben dem Frauenturm.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Landkreis Görlitz
02826 Görlitz
Das Schloss wurde um 1370 erbaut und im 15. Jahrhundert abgebrochen. Es befand sich an der Steinstraße neben dem Frauenturm.
Rittergüter Mittel-Deutsch-Ossig, Nieder-Deutsch-Ossig & Ober-Deutsch-Ossig sowie Dominium Mittel-Deutsch-OssigOber-Deutsch-Ossig: Strandpromenade 63 südlich davon
Mittel-Deutsch-Ossig: Strandpromenade 63
02827 Görlitz OT Deutsch-Ossig
Als erster Eigentümer eines einst einheitlichen Grundbesitzes wurde 1305 Heinrich von Salza genannt. Jakob Schleiffe übernahm den Besitz 1410 und vermachte das Vorwerk seinem ältesten Sohn. Sechs Jahre später war Albrecht von Tschirnhaus Besitzer des Gutes Deutsch-Ossig, der er nach weiteren sechs Jahren der Familie Canitz übertrug. 1499 gelangte das Gut an die Familie Frenzel. Im Jahre 1526, dem Jahr der Ersterwähnung als Rittergut, verkaufte sie es innerhalb der Familie an den Görlitzer Bürgermeister Peter Thile, welcher 1535 verstarb.
Nach zwölf Jahren fortwährender Erbstreitigkeiten veranlasste König Ferdinand I., König in Böhmen und Markgraf der Oberlausitz, die Teilung des Rittergutes: Paul Schritter und Caspar Sibeth, Gatten der Tyle-Töchter, erhielten das Obere Rittergut. David Tyle bekam den Niederhof. Peter und Elias Tyle übernahmen das Rittergut Mittel-Deutsch-Ossig. Aus einem Teil der Güter Nieder-Deutsch-Ossig und Mittel-Deutsch-Ossig entstand das Dominium Mittel-Deutsch-Ossig II.
Nachwendezeit1988 wurde damit begonnen den Ort zu entsiedeln. Große Flächen von Deutsch-Ossig fielen zwischen 1990 und 1992 dem Braunkohleabbau zum Opfer. Das Rittergut Nieder-Deutsch-Ossig und das Dominium Mittel-Deutsch-Ossig gingen dabei komplett verloren.
Die Herrenhäuser Herrenhaus Ober-Deutsch-Ossig und Mittel-Deutsch-Ossig stehen leer und sind dem Verfall preisgegeben. Die Gehöfte befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft.
Limasberg
02829 Schöpstal OT Liebstein
Von der Höhenburg ist kaum noch etwas erhalten, sie wurde fast vollständig abgetragen. Die slawische Wallburg war offenbar ringförmig angelegt worden. Ihre Reste befinden sich auf dem Limasberg, der westlich des Ortes liegt. Die Wallburgreste sind über Wanderwege erreichbar.
Der Standort steht seit 1955 als Bodendenkmal unter Schutz.
Herrenhaus KlingewaldeKlingewalder Dorfstraße 38–40
02828 Görlitz
Das 1581 erwähnte Vorwerk wurde vermutlich bereits mit der Entstehung des Ortes im Jahre 1539 angelegt. Später wurde das Vorwerk zum Rittergut aufgewertet und als solches 1649 schriftlich erfasst. Das Herrenhaus wurde im 16. Jahrhundert erbaut und im 18. Jahrhundert baulich verändert. Das heutige burgähnliche Aussehen entstammt den Umbauten aus dem Jahr 1854.
Nach Kriegsende zogen Flüchtlinge im Herrenhaus ein. Von 1953 bis 1985 diente das Herrenhaus Klingewalde als Pflegeheim und stand wegen Baufälligkeit danach mehrere Jahre lang leer.
1992 begannen die Sanierungsarbeiten, die 1999 schließlich beendet wurden.
Seit Ende der Sanierung wird das auch als Schloss bezeichnete Herrenhaus von der Hochschule Zittau/Görlitz genutzt. Weiterhin sitzen ein Wissenschaftskolleg sowie die Internationale Sommerschule der Künste im Herrenhaus.
Carolusstraße 212 (ehemals)
02827 Görlitz OT Rauschwalde
Das Rittergut Rauschwalde bestand bereits 1514. 1825 fand es erneut Erwähnung. Das Schloss des Ritterguts wurde bereits 1927 abgebrochen. An seiner Stelle wurde das St. Carolus-Krankenhaus errichtet.
Am Schloss 11
02829 Schöpstal OT Ebersbach
Das Schloss wurde 1392 als königliches Jagdhaus im Besitz des Herzogs von Görlitz erwähnt und vermutlich bereits um 1200 als Wasserburg errichtet. Der Herzog ließ die Burg befestigen. Sie brannte 1560 ab und wurde als Renaissanceschloss von der Familie von Bischofswerder neu aufgebaut, die bis 1581 Besitzer war. 1584 übernahm Hiob von Salza den Besitz und ließ in den folgenden Jahren das Schloss umbauen. Weitere Umbauten wurden in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts ausgeführt.
Anna Martha Keßler von Sprengseyssen kam 1719 in den Besitz von Schloss Ebersbach, Carl Viktor August von Broizem 1754. Unter ihm wurden zwanzig Jahre später nochmals Umbauten getätigt. Erneute Umbauten folgten 1798 und 1799, 1845 wurden ein Flügel abgerissen und der davor befindliche Wassergraben verschüttet. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Schloss im Besitz von Gustav Adolph Freiherr von Steinäcker. Die nachfolgenden Besitzer wechselten oft, ehe Schloss und Rittergut Ebersbach 1901 an Georg Graf von Westarp und 1910 an die Familie Brühl kamen.
Kurt Brühl wurde 1945 enteignet und nach Rügen deportiert. In jenem Jahr erfolgte die Enteignung im Rahmen der Bodenreform.
Die Gemeinde Schöpstal als Eigentümer hat das Schloss Ebersbach umfassend saniert. Es dient als Sitz der Gemeindeverwaltung, als Wohnraum und Arztpraxis.
Die frühere Wasserburg ist durch das Schloss vollständig überbaut. Lediglich ein fast geschlossener Wassergraben ist noch erhalten. Schutz als Bodendenkmal erhielt die Anlage 1966.
Seidenberger Straße 35a
02827 Görlitz (Weinhübel)
02827 Görlitz (Weinhübel)
Im Jahre 1777 wurden für Leschwitz zwei Rittergüter Niederleschwitz und Oberleschwitz erwähnt, die später wieder vereinigt wurden. Leschwitz wurde 1936 in Weinhübel umbenannt und 1949 nach Görlitz eingemeindet.
Rittergut und Herrenhaus wurden 1973 abgerissen. Es ist nur noch eine Einfriedungsmauer vorhanden, die wohl im 18. Jahrhundert errichtet worden war.
02829 Schöpstal OT Kunnersdorf
Das Vorwerk wurde 1850 urkundlich erfasst und unterstand dem Kunnersdorfer Rittergut.
02828 Görlitz OT Ludwigsdorf
Das Rittergut wurde 1777 schriftlich erfasst. Um 1900 wurde das Obergut aufgelöst.
Das Herrenhaus wurde nach 1945 abgerissen.
Einige Wirtschaftsgebäude sollen noch vorhanden sein, konnten bislang jedoch noch nicht eindeutig zugeordnet werden.
Muskauer Heide
02943 Weißwasser
Das Jagdschloss Mühlrose war ein kleines Schloss etwa 5 km westlich von Weißwasser in der Muskauer Heide. Verbindliche Informationen über die ursprüngliche Entstehung der Schlossanlage sind nicht vorhanden. Eine Quelle berichtet von einem Vorwerk im 1597, eine weitere Quelle nennt ein Vorwerk erstmals 1630. Es wird andererseits vermutet, dass Kurt Reinicke von Callenberg um 1650 ein Jagdhaus mitten im Wald in Holzbauweise errichten ließ. Seine Nachfolger bauten dieses Gebäude wohl aus. Der letzte Besitzer aus der Familie Callenberg, Graf Hermann von Callenberg, hat vermutlich zu Beginn des letzten Drittels des 18. Jahrhunderts den Holzbau durch ein massives Gebäude ersetzen lassen.
Die Familie von Pückler besaß die Schlossanlage zwischen 1785 und 1823. Unter ihr wurden ab 1820 Baumaßnahmenin Form von Nebengebäuden ausgeführt sowie Renovierungsarbeiten am Jagdschloss vorgenommen. 1840 soll sich das Jagdschloss in einem derartig schlechten baulichen Zustand befunden haben, dass sich offenbar nur noch wenige Räume bewohnbar zeigten.
Unter dem Prinzen der Niederlande wurde ab 1854 ein repräsentativer Neubau des Jagdschlosses ausgeführt. Vorhandene Nebengebäude wurden abgetragen und die Försterei neu errichtet. Diese wurde als Forstamt und zu Wohnzwecken genutzt. Letzte bauliche Veränderungen wurden 1925 / 1926 vorgenommen.
Im Frühjahr 1945 wurde das Jagdschloss Mühlrose durch Truppen der Roten Armee besetzt. Im Juli 1945 ging das Schloss in Volkseigentum über und wenige Monate später wurden im Rahmen der Nutzung durch die Kreisverwaltung Rothenburg Umsiedler im Jagdschloss einquartiert.
Nach Gründung der DDR wurde das Jagdschloss dem Staatlichen Forstwirtschaftsbetrieb Weißwasser übertragen. Um 1955 war eine Nutzung als Kinderferienlager geplant, die jedoch nicht umgesetzt wurde. Ab 1957 wurde ein Teil des Schlosses durch den VEB Geologische Forschung und Erkundung Freiberg genutzt.
Ab 1961 erfolgten Rekonstruktionsarbeiten am Schloss, die nur schleppend vorankamen und schießlich 1964 eingestellt wurden. 1963 wurden das nach 1945 beschädigte Normannische Tor und die Schlossmauer wegen Einsturzgefahr abgetragen. Das Jagdschloss verfiel und wurde 1972 gesprengt. In den 1980er Jahren zogen die letzten Bewohner der ehemaligen Försterei aus. Die Gebäude verfielen.
Die Försterei wurde 1998 abgerissen, ebenso das Torhaus des Normannischen Tores. Das Grundstück ging 1998 in den Besitz der Lausitzer Braunkohle AG über, 2002 an die Vattenfall Europe Mining AG und 2016 an die LEAG.
Lange erinnerte ein Gedenkstein an das frühere Jagdschloss. Das Jagdschlossgelände wurde bis Mitte der 2020er Jahre vom Tagebau Nochten überbaggert.