Rittergut Prödel
04416 Markkleeberg
Historisches
Das Rittergut wurde 1551 urkundlich erwähnt. Der Ortsteil Prödel wurde 1971 / 1972 für den Kohleabbau aufgelöst und abgetragen.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Landkreis Leipzig
04416 Markkleeberg
Das Rittergut wurde 1551 urkundlich erwähnt. Der Ortsteil Prödel wurde 1971 / 1972 für den Kohleabbau aufgelöst und abgetragen.
Schlossstraße 30
04828 Machern OT Püchau
Püchau ist mit dem Jahr 924 der urkundlich erstgenannte Ort in Sachsen. Um diese Zeit war in Püchau eine Burg verzeichnet und als Burgward erwähnt. 1040 ging das castrum an die Bischöfe von Meißen über und befand sich von 1310 bis 1391 im Besitz der Herren von Torgau. 1420 übernahm der Kurfürst Schloss Püchau. Seit dem 15. Jahrhundert befand sich Püchau im Besitz der Familie von Spiegel. 1533 folgte ihr die Familie von Ende. Die sogenannte Heinrichsburg stellt heute den älten Teil des Schlosses dar. Das Gebäude wurde 1555 errichtet und vermutlich als Gerichtssitz genutzt.
Weitere Besitzer waren ab 1637 die Familie von Taube und ab 1667 die Familie von Bünau. Heinrich von Bünau hatte Christiane Elisabeth Freiin von Hohenthal geheiratet, die nach seinem Tod Schloss und Rittergut Püchau erbte. Sie starb 1807 und vermachte ihren Besitz ihrem Bruder Peter Friedrich von Hohenthal. Dieser stiftete sein Erbe einem neu gegründeten Familienfideikomiss. Ab 1832 übernahm Carl Friedrich Anton Schloss Püchau und nannte sich Graf von Hohenthal-Püchau. Nachdem 1912 eine Windhose große Schäden anrichtete, erfolgten burgartige Umbauten.
1945 quartierten sich zuerst amerikanische, bis 1947 dann sowjetische Militäreinheiten im Schloss ein. Carl Graf von Hohenthal-Püchau wurde enteignet. Ab 1948 erfolgte eine Nutzung durch ein Alten- und Pflegeheim.
Seit 1998 ist das Schloss in Privatbesitz und wird schrittweise saniert.
Im Schloss wohnen die Eigentümer. Es finden kulturelle Veranstaltungnen statt, außerdem befinden sich ein Restaurant und eine Galerie im Schloss.
Die einstige Burg wurde durch das Schloss überbaut und das Aussehen damit komplett verändert. Ein Teil des Abschnittsgrabens ist noch erhalten, möglicherweise jedoch nicht im Original, sondern in veränderter Form. Die Anlage wurde erstmals 1937 und erneut Anfang 1958 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt.
Turmblick 10
04416 Markkleeberg OT Raschwitz
Erwähnt wurde das Herrenhaus 1457, als es vom Leipziger Rat gekauft wurde. Im 18. Jahrhundert wurde das alte Herrenhaus erbaut und gehörte der Familie von Kühlewein. 1779 ging es erneut an den Leipziger Rat, der es 1835 an August Pusch verkaufte. Dieser nahm Umbauten am Herrenhaus vor. 1889 kaufte der Walter Kees das Gut und ließ bis 1893 das Herrenhaus umbauen und renovieren sowie den Park anlegen. Wenige Jahre später parzellierte er das gesamte Grundstück. Der nördliche Teil mit dem alten Herrenhaus ging an den Geheimen Hofrat Dr. Karl Lampe-Vischer, dessen Sohn 1925 erneut ein Teilstück an den Industriellen Carl Westphal von Krupp verkaufte. 1911 wurde das alte Herrenhaus abgerissen und an seiner Stelle das neue Herrenhaus errichtet.
Erhalten ist neben dem Herrenhaus, welches sich in Privatbesitz befindet und bewohnt wird, noch das Turmhaus. Das Herrenhaus wurde mittlerweile aufwändig saniert und bietet hochwertigen Wohnkomfort.
04827 Machern OT Posthausen
Das Vorwerk wurde nach 1500 errichtet und gelangte 1518 an Rudolf von Bünau. Besitzerin ab 1856 war die Freifrau Ernestine von Pentz, unter deren Neffe vier Jahre später der Neuaufbau des Vorwerks mit einem stattlichen Herrenhaus begann. Weitere Nebengebäude folgten, um die Wirtschaftlichkeit des Gutes zu erhöhen. Um 1930 gelangte das Vorwerk in den Besitz von Rittmeister Busse.
Die Bodenreform brachte 1945 die Enteignung sowie die Aufteilung des Vorwerks.
04416 Markkleeberg
Das Gut wurde vermutlich um 1028 als Wasserburg erbaut und 1216 als Herrenhaus unter Ranvoldus de Kutez erwähnt. Als Besitzer werden die Familien von Pflugk, von Dieskau, Jöcher, Örtel von Döbitz, Weber, Kabisch von Lindenthal. und Gehofen genannt. Um 1670 fanden Umbauten statt. Weitere Umbauten folgten, als 1713 der Ratsbaumeister, Kammer- und Kommerzienrat Wolfgang Jöcher den Besitz übernahm. Er ließ das Gutshaus aufstocken sowie den weitläufigen Park nach Versailler Vorbild anlegen. Mit dem benachbarten Auerbachs Hof ließ er für seine Gutsarbeiter eine Siedlung bauen. Bereits 1728 veräußerte Jöcher den Besitz. 1861 gelangte er in den Besitz der Familie Kees, ab 1885 wirkte Walther Kees auf Gautzsch. Unter ihm wurden die Wirtschaftsgebäude an den Ortsrand verlagert sowie das Herrenhaus im Stil des Neobarock umgestaltet.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde im Herrenhaus ein Krankenhaus untergebracht.
Seit einem Brand stand das Herrenhaus als Ruine. Der Privatinvestor MIB Investitionsgesellschaft Keesscher Park plant die Anlage einer Praxisklinik und tagestherapeutischer Einrichtungen. Das Foto entstand im April 2007, inzwischen ist das Herrenhaus abgerissen.
(Stand: 02/2008)
04416 Markkleeberg
Für Lauer wurde 1513 erstmals ein Vorwerk genannt. Das ehemalige Wasserschloss mit seinem Gutshof befand sich im Nordwestteil des heutigen Cospudener Sees. Das Gut gehörte seit dem 14. Jahrhundert den Pflugks, im 16. Jahrhundert der Familie Schönberg, ab 1626 der Familie Dieskau sowie ab 1717 Dieskaus Schwiegersohn Adolf von Ponickau. Dieser verkaufte Schloss Lauer an den kursächsischen Kabinettsminister Graf Ernst von Manteuffel. Ab 1749 befand sich das Schloss im Besitz des Dr. Glafey und im 19. Jahrhundert der Familie Hohenthal. Ab 1919 wurde es verpachtet.
Das Schloss war von einem wasserführenden Graben umgeben und 1936 unter Schutz gestellt. Der Schutz als Bodendenkmal wurde 1958 erneuert. Dies half jedoch nicht den Abriss zu vermeiden; 1987 ging das Wasserschloss Lauer verloren. Der Ort wurde zur Kohlegewinnung abgetragen.
04827 Machern OT Dögnitz
Dögnitz wurde 1313 als Herrensitz unter Peczoldus de Thechenicz bezeichnet. Die Grundherrschaft wurde ab 1570 vom Rittergut Püchau ausgeübt. Weiterführende Informationen über den Herrensitz Dögnitz liegen bis dato nicht vor.
Hauptstraße 217–219
04416 Markkleeberg
Der Vorgängerbau des Schlosses wurde 1289 als Herrensitz erwähnt und befand sich zu diesem Zeitpunkt im Besitz des Conradus de Stedelen. Weitere wichtige Besitzer im Mittelalter waren ab 1482 Caesar von Pflugk, ab 1530 Wolf von Erdmannsdorf, gefolgt von der Familie von Dieskau und Wilhelm von Kospoth sowie ab 1690 Oberst von Lüttichau.
Nachdem das Schloss zunächst im 17. Jahrhundert neu errichtet worden war, veranlasste Karl Friedrich von Hohenthal 1734 Umbauarbeiten, nach denen das Schloss im Stile des Barock erstrahlte. Sein Vater, der Leipziger Kaufmann Peter Hohmann, hatte das Schloss Großstädteln vier Jahre zuvor käuflich erworben. 1860 ging der Besitz an Christian Gottlob Weiß aus Kulmbach über. Zehn Jahre später wurde ein gartenseitiger Anbau angefügt, in den 1930er Jahren fanden im Inneren Umgestaltungsarbeiten statt. Zuletzt wurde das Schloss als Schulungseinrichtung genutzt.
Leerstand
04827 Machern OT Gerichshain
In Gerichshain bestand 1551 ein Vorwerk.
04416 Markkleeberg
Bereits im Jahr 1216 war ein Herrensitz unter Heinricius de Kozebude benannt, dessen spätere Besitzer die Familien von Pflugk, von Dieskau und von Witzleben. Seit 1570 fand das Rittergut Erwähnung. Im 18. Jahrhundert waren als Besitzer die Familien von Schletter und von Ponickau benannt, ab der Mitte des nachfolgenden Jahrhunderts die Familie Weidlich, die das Gut 1893 an ihre Tochter Clara Vollsach übereigneten. Der Ort Cospuden wurde 1885 nach Zöbigker eingemeindet und gehörte ab 1937 zur Stadt.
Die Bewohner von Cospuden wurden 1974 umgesiedelt und die Ortschaft zugunsten des Kohleabbaus devastiert. Das Gelände wurde zu Beginn des 21. Jahrhunderts geflutet. Es erstand der Cospudener See als Naherholungsgebiet.