Hartmannsdorf: Freigut Jahnsgrün

Freigut Jahnsgrün

Jahnsgrüner Weg 2
08107 Hartmannsdorf

Historisches

1669 ließ Johann Georg Günther ein Gut erbauen, wel­ches im fol­gen­den Jahr vom Kurfürsten mit der nie­de­ren Gerichtsbarkeit aus­ge­stat­tet wurde. Im Jahre 1820 erfolgte die Nennung des Gutes als Freigut. Nachdem das Gut abge­brannt war, erfolgte 1901 der Bau des heute noch vor­han­de­nen Herrenhauses.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus Jahnsgrün befin­det sich in Privatbesitz und wird bewohnt.

Halsbrücke: Kanzleilehngut Tuttendorf

Kanzleilehngut Tuttendorf

Siedlung 1 (heute: Feuerwehr)
09633 Halsbrücke OT Tuttendorf

Historisches

In Tuttendorf exis­tierte ein Vorwerk, wel­ches 1351 oder 1360 erst­mals urkund­lich beschrie­ben und als Vorwerk noch 1820 erwähnt wurde. Später erfolgte die Umwandlung in ein Kanzleilehngut. Als sol­ches war es 1875 nachweisbar.

Nach 1945

Das Kanzleilehngut wurde nach 1945 abge­ris­sen und zur Baumaterialgewinnung frei­ge­ge­ben. Am frü­he­ren Standort des Herrenhauses wurde ein Park ange­legt, am Standort der Wirtschaftsgebäude ent­stand ein Neubau für die Feuerwehr.

Hartha: Herrensitz Kieselbach

Herrensitz Kieselbach

04746 Hartha OT Kieselbach

Historisches

Kieselbach wurde 1255 als Herrensitz im Zusammenhang mit Ulricus de Kyselbach genannt. Ein Herrensitz in Form eines befes­tig­ten Gebäudes konnte jedoch nicht nach­ge­wie­sen werden.

Hartha: Wallburg Wendishain

Wallburg Wendishain

Staupenberg
04746 Hartha OT Wendishain

Historisches

Wendishain wurde 1231 als Herrensitz unter Bero de Winandeshagen und 1371 unter Caspar von Wyricz bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts hin­ein als Rittersitz genannt. Der Staupenberg befin­det sich öst­lich von Wendishain. Die Wallburg ist die wohl größte Anlage ihrer Art in Sachsen.

Bei der Anlage han­delte es sich um eine Wallburg, die bereits auf die Bronzezeit datiert wurde und deren bis zu 8 m hohe Wälle noch heute deut­lich zu erken­nen sind. Die Anlage ver­fügt über einen Vorwall und meh­rere wei­tere fla­che Wälle. Innerhalb des Walls gab es zwei Quellen, wel­che die Wasserversorgung sicher­ten. Das Areal der Wallburg umfasste etwa 12 ha und war ca. 600 m lang und 300 m breit.

Bodendenkmalschutz

Die Wallburg Wendishain wurde erst­mals 1935 und erneut Ende 1958 unter Bodendenkmalschutz gestellt.

Halsbrücke: Kanzleilehngut Halsbrücke (Lehngut Neubau)

Kanzleilehngut Halsbrücke | Lehngut Neubau

Loßnitzer Weg 1
09633 Halsbrücke

Historisches

Das Kanzleilehngut ent­stand bereits 1597 aus dem dama­li­gen Pudewitzschen Vorwerk her­aus. Die ers­ten Gebäude des Gutes wur­den 1646 errich­tet. 1791 erfolgte die Nennung als Vorwerk, 1875 wurde das Gut als Kanzleilehngut erwähnt. Es befand sich im Besitz der Familie Heymann, die es in jenem Jahr erwor­ben hat­ten. Carl Heymann betrieb zuletzt sehr erfolg­reich eine Zucht mit Edelschweinen. 1944 über­nahm Irmgard Baethge, gebo­rene Heymann, den Hof mit ihrem Mann.

Nach 1945

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Irmgard Baethge zwar nicht ent­eig­net, weil das Lehngut, wenn auch nur ganz knapp, mit 97 Hektar zu klein wesen ist. Dennoch flüch­tete die Familie auf­grund poli­ti­scher und wirt­schaft­li­cher Repressalien 1953 in den Westen Deutschlands. Das Lehngut wurde ver­spä­tet ent­eig­net und als Volksgut betrie­ben. Nicht benö­tigte Gebäude wur­den abge­ris­sen oder muss­ten auf­grund von Baufälligkeit abge­bro­chen wer­den. Das Herrenhaus des Kanzleilehnguts wurde in den 1970er Jahren abge­ris­sen und durch einen zeit­ge­mä­ßen Zweckbau ersetzt.

Nachwendezeit

1993 wurde das her­un­ter gewirt­schaf­tete Gut an die Erben der letz­ten Besitzer zurück­über­tra­gen und gelangte 2006 an den Urenkel von Carl Heymann. Ab 2009 ließ er Sanierungsarbeiten durch­füh­ren, um sei­nen eige­nen Hof aufzubauen.

Heutige Nutzung

Das Kanzleilehgut ist heute ein bio­zer­ti­fi­zier­tes land­wirt­schaft­li­ches Gut. Neben einer Käserei wer­den Landwirtschaft und Viehzucht betrieben.

Hartha: Freigut Hasenberg

Freigut Hasenberg

Am Hasenberg 21
04746 Hartha OT Gersdorf

Historisches

1445 war ein Rittersitz benannt, wel­ches ab 1516 als Vorwerk und ab 1875 als Freigut bezeich­net wurde. Das Herrenhaus wurde ver­mut­lich um 1860 errich­tet. Bei dem Freigut Hasenberg han­delt es sich um ein Einzelgut öst­lich des Ortsteils Tautendorf.

Nach 1945

Das Freigut fiel nicht unter die Bodenreform.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus befin­det sich in drin­gend sanie­rungs­be­dürf­ti­gem Zustand, die Wirtschaftsgebäude sind voll­kom­men ruinös.

Halsbrücke: Rittergut Krummenhennersdorf

Rittergut Krummenhennersdorf

Hofberg 3, 5, 7 (Wohnstallhäuser)
Hofberg 4 (Brennerei), Hofberg 9 (Pferdestall)
An der Bobritzsch 5 (Gesindehaus)
09633 Halsbrücke OT Krummenhennersdorf

Historisches

Das Gut war der Sommerwohnsitz des Klosterabtes. Nachdem es durch die Säkularisation an die Meißner Markgrafen gelangt war, erho­ben diese das Gut in den Stand eines Ritterguts und ver­kauf­ten es als Lehn zu Beginn des 17. Jahrhunderts an die Familie von Schönberg. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Rittergut an die Familie von Hartitzsch ver­kauft. Die wei­te­ren Besitzer waren die Familien von Miltitz und Pflugk von Tiefenau. 1801 gelangte das Rittergut wie­der in den von Schönbergschen Besitz. Zu die­ser Zeit wurde das Schloss saniert.

Nach 1945

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss, da es 1947 abge­brannt war, abge­ris­sen. Das lang gestreckte, nicht mehr vor­han­dene kom­bi­nierte Wohn-​/​Wirtschaftsgebäude wurde ver­mut­lich noch vor dem Schlossgebäude zu Beginn des 17. Jahrhunderts errichtet.

Heutige Nutzung

Eines der Wirtschaftsgebäude wird noch bewohnt. Zum ehe­ma­li­gen Gut gehört ein Park.

Hainichen: Rittergut Riechberg

Rittergut Riechberg

Pappelallee 15
09661 Hainichen OT Riechberg

Historisches

Das Herrenhaus des Ritterguts Riechberg wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts erbaut und 1811 umgebaut.Im 19. und 20. Jahrhundert erfolg­ten Umbauten der Wirtschaftsgebäude.

Heutige Nutzng

Das Herrenhaus ist saniert und wird bewohnt. Die Wirtschaftsgebäude wur­den wei­test­ge­hend umge­baut.  befin­det sich in sanie­rungs­be­dürf­ti­gem Zustand. Der Gutspark ist noch teil­weise erhal­ten. Die Freitreppe zwi­schen Herrenhaus und Gutspark besteht nicht mehr.

Geringswalde: Rittergut Klostergeringswalde

Rittergut Klostergeringswalde

Waldheimer Weg 6
09326 Geringswalde

Historisches

Das Rittergut geht auf ein bereits in der ers­ten Hälfte des 13. Jahrhunderts bestehen­des Klostergut der Benediktinerinnen zurück, wel­ches 1542 auf­ge­löst wurde. 1566 wurde eine Schule im ehe­ma­li­gen Klostergut eröff­net, wel­che nur zwei Jahre spä­ter wie­der schloss. 1590 ver­kaufte die Familie von Schönburg, bis dato Besitzer des Klosterguts, die­ses an Kurfürst Christian I. von Sachsen, der den Hof als Kammergut nut­zen ließ.

Kurfürst Johann Georg I. ver­kaufte den Besitz 1625, wor­auf­hin ein Rittergut ent­stand. Dieses wurde 1696 als sol­ches urkund­lich erwähnt und nach einer zwi­schen­zeit­li­chen Nutzung 1791 als Vorwerk um 1858 erneut als Rittergut bezeich­net. Als Besitzer des Ritterguts sind die Familien Ebhardt, Thamm, Vogel, Weise, Möhler, Dörner und zu Solms bekannt.

Seit 1850 befand sich das Rittergut im Besitz der Familie Beger. Das Herrenhaus stammt in sei­ner Grundsubstanz ver­mut­lich aus dem 18. Jahrhundert und wurde im 19. Jahrhundert aufgestockt.

Nach 1945

Im Rahmen der Bodenreform wurde die Familie um Günther Beger ent­eig­net. Die Kriegswirren hat­ten zuvor zu einer Zerstörung des Gutshauses geführt. 1946 wur­den die Wirtschaftsgebäude abgetragen.

Nachwendezeit

Der Sohn von Günther Beger erwarb das Gutshaus 1998 zurück und ließ es bis zum Jahr 2000 sanie­ren. 2003 kaufte er auch ehe­mals zum Rittergut gehö­rende Landflächen zurück.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus wird bewohnt.