Wechselburg: Wallburg Burgstadtel

Wallburg Burgstadtel

09306 Wechselburg

Historisches

Die mit­tel­al­ter­li­che Höhenburg  wird als Burgstadtel, Wall und Burgstall bezeich­net. Sie befin­det sich etwa einen hal­ben Kilometer nord­öst­lich von Wechselburg am Steilufer der Zwickauer Mulde und ist über Wanderwege erreichbar.

Das Burgareal ist etwa 55 x 60 m groß, wobei das Plateau durch die Anlage eines Parks leicht ver­än­dert wurde. Mittig wurde ein Pavillon errich­tet. Der Wall ist unge­fähr 8 m breit und 3 bis 4 m hoch. Davor befin­det sich ein fla­cher Graben von 4 m Breite und einem hal­ben Meter Tiefe.

Bodendenkmalschutz

Die Wallburganlage wurde 1959 unter Bodendenkmalschutz gestellt.

Wechselburg: Burg Altes Schloss

Burg Altes Schloss

09306 Wechselburg

Historisches

Die mit­tel­al­ter­li­che Höhenburg ist als Altes Schloss und Selche bekannt. Sie befin­det sich etwa 1,25 km nord­west­lich vom Schloss Wechselburg ent­fernt und ist über Wanderwege erreichbar.

Das Burgareal ist unge­fähr 45 x 45 m groß. Der Abschnittswall im Westbereich misst 3 m in der Breite und 2 m in der Höhe. Davor befin­det sich ein Graben, wel­cher 7,5 m breit und 1,5 m tief ist. Im nörd­li­chen Bereich schnei­det ein Weg Wall und Graben.

Bodendenkmalschutz

Die Anlage wurde 1959 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt.

Döbeln: Herrensitz Bormitz

Herrensitz Bormitz

04720 Döbeln OT Bormitz

Historisches

1183 wurde Maganus de Pormiz und 1186 Magnus de Purmecz genannt. Dabei ist jedoch unklar, ob die Zuordnung zu einem Herrensitz Bormitz oder zu einem Herrensitz Barmenitz gehört. Das tat­säch­li­che Bestehen eines Herrensitzes in Bormitz kann daher anhand der der­zei­ti­gen Informationslage nicht ein­deu­tig belegt werden.

Döbeln: Rittergut Ebersbach

Rittergut Ebersbach

Am Rittergut 1
04720 Döbeln OT Ebersbach

Historisches

Als Herrensitz wurde Ebersbach erst­mals 1198 unter Petrus de Eversbach genannt. 1696 konnte das Rittergut Ebersbach nach­ge­wie­sen wer­den. Im 17. Jahrhundert befand sich das Rittergut Ebersbach im Besitz der Herren von Bieberstein. Ihnen folg­ten meh­rere wei­tere Besitzer, bevor das Rittergut  mit Hermann Vogelsang sei­nen letz­ten Eigentümer erhielt. Er ver­wan­delte das Rittergut Ebersbach in einen Musterbetrieb der Landwirtschaft. Er ließ sämt­li­che Gebäude zwi­schen 1922 und 1925 umbauen und moder­ni­sie­ren. Das Herrenhaus wurde einst im 18. Jahrhundert, ver­mut­lich gegen des­sen Ende, errichtet.

Nach 1945

Hermann Vogelsang wurde 1945 ent­eig­net. Aus dem Rittergut ent­stand ein Volksgut.

Nachwendezeit

Das Volksgut wurde 1990 auf­ge­ge­ben. Das Rittergut steht seit­her unge­nutzt. Es wurde an einen pri­va­ten Eigentümer ver­kauft, der offen­bar kein Interesse am Erhalt des Ritterguts Ebersbach hat, son­dern das Gelände vor­zugs­weise mit Neubauten ver­se­hen will.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus befin­det sich der­zeit in einem stark sanie­rungs­be­dürf­ti­gen Zustand. Der Eigentümer nutzt noch die land­wirt­schaft­li­chen Flächen.

Erlau: Wasserburg Beerwalde

Wasserburg Beerwalde

Am Berg | Neudörfchen
09306 Erlau OT Beerwalde

Historisches

1283 wurde Beerwalde als Herrensitz unter Hermannus de Berenwalde genannt. Hierbei han­delte es sich um eine Wasserburg, die um 1230 gegrün­det wurde und Sitz der Herren von Beerwalde war. 1283 und 1303 wur­den die Ritter Herrmann und Friedrich von Beerwalde nach­ge­wie­sen. Ende des 13. Jahrhunderts und Anfang des 14. Jahrhunderts wurde die Burg durch Brände zer­stört und anschlie­ßend nicht wie­der auf­ge­baut. Die Ritter von Beerwalde begrün­de­ten mit der nahe gele­ge­nen Burg Kriebstein ihren neuen Herrensitz.

1890 wurde auf dem Turmhügel der frü­he­ren Wasserburg die Grabstätte der Familie von Armin ange­legt. 1967 bis 1970 fan­den auf dem Burggelände archäo­lo­gi­sche Ausgrabungen statt. Dabei wur­den die Überreste der Grundmauern des Turms und Reste einer Holzbrücke über den frü­he­ren Wassergraben frei­ge­legt. Die Wasserburg befand sich unmit­tel­bar öst­li­cher Beerwalder Kirche. Erhalten ist ein Rest des Außenwalls mit einer Breite von 3 bis 4 m und einer Höhe von bis zu 1,5 m.

Bodendenkmalschutz

Die Wasserburg wurde auch als Turmhügel Waal, Wallburg, Wall und Schanze bezeich­net.  Die Anlage wurde 1959 unter Bodendenkmalschutz gestellt.

Erlau: Vorwerk Naundorf

Vorwerk Naundorf

09306 Erlau OT Naundorf

Historisches

Das Vorwerk in Naundorf wurde 1696 erst­mals nach­ge­wie­sen. Weitere zuver­läs­sige Informationen lie­gen bis dato nicht vor.

Leisnig: Rittersitz Tautendorf

Rittersitz Tautendorf

04703 Leisnig OT Tautendorf

Historisches

Tautendorf wurde 1445 als Rittersitz unter Ahorn zcu Tutendorf genannt. Die Grundherrschaft wurde ab 1548 vom Rittergut Korpitzsch und ab 1696 vom  Rittergut Polkenberg ausgeübt.

Leisnig: Wallburg Polkenberg

Wallburg Polkenberg

Kapellenberg
04703 Leisnig OT Polkenberg

Historisches

Die Wallburg der Slawen ent­stand ent­we­der im spä­ten 9. oder zei­ti­gen 10. Jahrhundert. Wann die Burganlage auf­ge­ge­ben wurde, ist nicht bekannt. 1046 wurde ein “bur­ch­war­dum” erwähnt, Polkenberg war noch 1103 ein Herrensitz. Die einst geschlos­sene Ringwallanlage wurde im Süden abge­tra­gen. Der noch erhal­tene Teil der Wallburg ist bis zu 6 m hoch.

Bodendenkmalschutz

Seit 1934 steht die Wallburg unter Bodendenkmalschutz, der Ende 1958 erneu­ert wurde.

Döbeln: Wallburgen Technitz I & II

Wallburg Technitz I & Wallburg Technitz II

Pischberg
04720 Döbeln OT Technitz

Historisches

Die sla­wi­sche Wallburg Technitz I auf dem Pischberg wurde erst 2006 ent­deckt. Überreste sind nur schwer auszumachen.

Westlich des Pischberges in Technitz befin­det sich noch eine klei­nere Wallanlage aus früh­deut­scher Zeit, bezeich­net als Wallburg II.