Zschepplin: Schloss Zschepplin

Schloss Zschepplin

Mittelstraße 19
04838 Zschepplin

Historisches

1242 war ein Herrensitz unter Wasmud de Schepelin ver­zeich­net. 1294 wurde Heino miles de Scepelin und 1306 Hinricus de Schepelin als Herr auf Zschepplin genannt. Der Herrensitz wurde 1396 als Rittersitz und seit 1582 als Rittergut bezeich­net. Das Schloss befand sich seit 1579 im Besitz der Familie von Dieskau. Auf das 16. Jahrhundert geht auch der Kernbau des Schlosses zurück. 1761 wurde das Schloss durch den Grafen von Brühl über­nom­men und bis 1775 bau­lich erwei­tert. Im glei­chen Jahr erwarb es der öster­rei­chi­sche Freiherr von Bender und Loitha, der die Erweiterungsbauten am Süd- und Westflügel fort­füh­ren ließ und zugleich die Errichtung der Wirtschaftsgebäude in Auftrag gab. Weitere Um- und Ausbauten erfolg­ten 1847 sowie 1858.

Nach 1945

Für die Nutzung als Kinderheim erfolg­ten in den 1950er Jahren nut­zungs­an­ge­passte Umbauten.

Heutige Nutzung

Das Schloss befin­det sich seit 2001 in Privatbesitz und kann nicht besich­tigt wer­den. Der Zugang zum weit­läu­fi­gen, gepfleg­ten Schlosspark ist mög­lich. Die ehe­ma­li­gen Gutsanlagen sind heute ausgegliedert.

Belgern-​Schildau: Rittergut Dröschkau

Rittergut Dröschkau

Haus Nr. 12, 15
04874 Belgern-​Schildau OT Dröschkau

Historisches

Die Geschichte des Ritterguts Dröschkau reicht bis 14. Jahrhundert zurück. 1423 wurde erst­mals ein Hof erwähnt, aus dem sich ein 1529 erwähn­tes Vorwerk ent­wi­ckelte. Ein Gut fand 1617 Erwähnung und wurde ab 1816 als Rittergut spezifiziert.

In der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde das Herrenhaus erbaut. Im 18. Jahrhundert wur­den Umbauten getätigt.

Heutige Nutzung

Das Rittergut besteht aus Herrenhaus, Wohnhaus, Stallungen und befin­det sich vor­wie­gend in Privatbesitz.

Taucha: Herrenhaus Seegeritz

Herrenhaus Seegeritz

04425 Taucha OT Seegeritz

Historisches

Seegeritz wurde 1445 als Rittersitz und ab 1551 als Rittergut nach­ge­wie­sen. Das Herrenhaus wurde im 16. Jahrhundert erbaut.  Zu Beginn des 18. Jahrhunderts fan­den Umbauten statt.

Nach 1945

1947 wurde das Herrenhaus abgerissen.

Wermsdorf: Schloss Kötitz

Schloss Kötitz

Kötitzer Straße 8–9
04779 Wermsdorf OT Kötitz

Historisches

In Kötitz gab es seit dem Mittelalter zwei Rittergüter, die erst­mals 1552 genannt wur­den. Die Vereinigung von Altkötitz und Neukötitz erfolgte 1791.

Anfang des 18. Jahrhunderts durch Caspar David von Benkendorf. Ihm folg­ten als Besitzer Hannibal August von Schmerzing, der Hofrat Friedrich Benedict Oertel, die Familien von Ponickau und von Bodenhausen und schließ­lich die Familie Mettler bis min­des­tens Ende 1855.

Nach 1945

Das zer­störte Schloss wurde 1948 gesprengt.

Heutige Nutzung

Es sind noch einige Wirtschaftsgebäude vor­han­den, die bewohnt wer­den. Eine Scheune ist ruinös.

Belgern-​Schildau: Rittergut Mahitzschen

Rittergut Mahitzschen

Dorfstraße
04874 Belgern-​Schildau OT Mahitzschen

Historisches

Die erste Erwähnung des Rittergutes erfolgte 1507. Möglicherweise bestand bereits 1419 ein Vorwerk.

Heutige Nutzung

Erhalten sind Stallungen bzw. Scheunen, die sich in stark sanie­rungs­be­dürf­ti­gem Zustand befinden.

Taucha: Wallburg Gewinneberg

Wallburg Gewinneberg

Gewinneberg
04425 Taucha OT Döbitz

Historisches

Die sla­wi­sche Wallburg wurde im 9./10. Jahrhundert errich­tet und befin­det sich süd­west­lich des Orts auf dem Gewinneberg. Die Bergkuppe ist über meh­rere kurze Wanderweg erreich­bar. Erhalten ist ledig­lich ein dop­pel­ter Wall mit einem Zwischengraben.

Bodendenkmalschutz

Bodendenkmalschutz besteht seit 1934 für die Ringwallanlage. Erneuert wurde der Schutz Ende 1958 und ergänzt Anfang 1975.

Wermsdorf: Wallburg Collm

Wallburg Collm

Collmberg
04779 Wermsdorf OT Collm

Historisches

Die Wallburg befand sich im Wermsdorfer Forst auf dem Gipfel des Collmbergs west­lich des Albertturms. Die Anlage bestand aus einem ova­len geschlos­se­nen Ringwall mit den Ausmaßen 200 x 100 m, wel­cher öst­lich einen zwei­ten Wall und west­lich zwei Vorwälle auf­wies. Der Hauptwall ist im nörd­li­chen und süd­li­chen Bereich stark verschliffen.

Die Wallburg wird, je nach Quellenlage, auf das Mittelalter, auf die Zeit um ca. 900 bis 930 oder sogar auf die Latènezeit (450 v. Chr. bis zur Zeit um Christi Geburt) datiert. Geschichtliche Überlieferungen fehlen.

Bodendenkmalschutz

Die Burganlage wurde erst­mals Ende 1935 und erneut Anfang 1959 unter Bodendenkmalschutz gestellt.

Belgern-​Schildau: Herrenhaus Plotha

Herrenhaus Plotha

Lindenplatz 15 (Herrenhaus)
Lindenplatz 10, 16, 17, 18 (Wirtschaftsgebäude)
04874 Belgern-​Schildau OT Plotha

Historisches

Die erste Aufzeichnung über einen Herrensitz stammt aus dem Jahre 1285, als Otto und Heinricus dicti de Plote genannt wur­den. 1443 wurde der Herrensitz als Rittersitz, 1529 als Edelhof, 1540 als Vorwerk, 1551 als Rittergut, 1606 erneut als Vorwerk und seit 1696 end­gül­tig als Rittergut bezeichnet.

Das Herrenhaus ent­stand in der zwei­ten Hälfte des 18. Jahrhunderts und wurde im 19./20. Jahrhundert umge­baut. Das Verwalterhaus datiert auf die Zeit um 1700 und lässt erken­nen, dass das Rittergut von einem Gutsverwalter bewohnt und bewirt­schaf­tet wurde. Die Wirtschatsgebäude und Scheunen stam­men aus der zwei­ten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Als Besitzer um 1913 ist Franz Ruyter bekannt.

Nach 1945

Der Gartenhof wurde nach 1945 durch Schuppen und Garagen zugebaut.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus Plotha ist saniert. Erhalten sind außer­dem je zwei Wirtschaftsgebäude und Scheunen sowie das Verwalterhaus und der Gutspark.

Taucha: Burg & Schloss Taucha

Burg & Schloss Taucha

Haugwitzwinkel 1
04425 Taucha

Historisches

Die erste urkund­li­che Erwähnung einer Burganlage erfolgte 974. Dreißig Jahre spä­ter wurde sie von Kaiser Heinrich II. an den Erzstift Magdeburg ver­schenkt. Um 1220 wurde ein Schloss errich­tet, wel­ches bereits 1282 durch den meiß­ni­schen Markgrafen geschlif­fen wurde. Danach lag der Burgberg lange wüst, bis Wilhelm von Haugwitz 1542 ein neues Schloss errich­ten ließ.

1569 gelangte das Schloss an den Leipziger Rat. Das Verwalterhaus, bewohnt vom Schlossverwalter, wurde 1610 /​ 1611 saniert. Das Schloss Taucha diente im Dreißigjährigen Krieg kai­ser­li­chen und schwe­di­schen Truppen als Quartier. Zwischen 1672 und 1676 und erneut zwi­schen 1722 und 1744 fan­den umfang­rei­che Umbauarbeiten am Schloss statt. Während der Völkerschlacht 1813 wurde das Schloss von preu­ßi­schen und rus­si­schen Truppen als Lazarett genutzt.

Um 1820 wurde der Schlossturm abge­tra­gen. Durch wei­tere Umbauten in ein Landwirtschaftsareal ging all­mäh­lich der Schlosscharakter ver­lo­ren. In den letz­ten Jahres des 19. Jahrhunderts ent­stan­den Ställe sowie ein neues Pächterhaus. 1918 wurde die im Jahr zuvor abge­brannte Scheune wie­der aufgebaut.

Nach 1945

1946 wurde das Rittergut auf­ge­teilt, obgleich es sich im Besitz der Stadt Leipzig befand. Nachdem eine LPG die Bewirtschaftung über­nom­men hatte, erfolgte 1952 der Umbau in eine Schweinemastanlage.

Nachwendezeit

Die Stadt Taucha über­nahm das ehe­ma­lige Schloss 1996. Der im Jahre 2000 gegrün­dete Förderverein Schloss Taucha e. V. über­nimmt seit­her Sicherungs‑, Abriss- und Sanierungsarbeiten.

Heutige Nutzung

Die Schlossanlage soll zu einem kul­tu­rel­len Zentrum aus­ge­baut werden.

Bodendenkmalschutz

Die ursprüng­li­che Burganlage ist heute über­baut. Im Gegensatz zu einem ver­flach­ten Abschnittsgraben vor der Gutseinfahrt ist der Wall nicht mehr erhal­ten. Die Anlage wurde 1938 unter Bodendenkmalschutz gestellt, der Schutz wurde Ende 1958 erneuert.