Mügeln: Burg Baderitz

Burg Baderitz

Festenberg
04769 Mügeln OT Baderitz

Historisches

Für Baderitz wurde 1221 ein Herrensitz unter Poppo de Podgrodis nach­ge­wie­sen, bei dem es sich um eine mit­tel­al­ter­li­che Burg han­delte. Die Wehranlage befin­det sich süd­lich vom Ort auf dem Festenberg und ist durch einen Steinbruch über­wie­gend zer­stört, nur im west­li­chen Bereich ist noch ein Rest erkenn­bar. Dort befin­det sich auch der Rest eines Fundamentmauerwerks von etwa 15 m Länge und 2 m Höhe.

Bodendenkmalschutz

Bodendenkmalschutz besteht seit 1935, erneu­ert wurde die­ser 1959.

Mügeln: Rittergut Schweta

Rittergut Schweta

Oschatzer Straße 25a
04769 Mügeln OT Schweta

Historisches

Das Rittergut Schweta ging aus einem 1241 unter Rupertus de Zwete erwähn­ten Herrensitz her­vor. Die erste urkund­li­che Nennung als Rittergut erfolgte 1551. Seinerzeit war das Rittergut Scheta das ein­zige Gehöft im Ort. Es gehörte den Familien von Honsberg, von Meckau und von Saalhausen. Die Familie von Metzsch erwarb das Rittergut Schweta 1659. Ab 1786 befand es sich in bür­ger­li­chem Besitz. Carl Heinrich Ferdiand Schütze erwarb das Rittergut Schweta 1817 und ließ einen eng­li­schen Landschaftspark anle­gen. Seine Erben ver­äu­ßer­ten das Rittergut Schweta 1860 an den Großherzog Carl Alexander von Sachsen-​Weimar-​Eisenach. 1918 wurde der Besitz an den dama­li­gen Pächter Friedrich Rockstroh verkauft.

Nach 1945

Kurt Rockstroh wurde 1945 ent­eig­net. Das im 16. oder 17. Jahrhundert errich­tete Herrenhaus wurde nach dem Vollzug der Bodenreform fast voll­stän­dig abge­ris­sen. Erhalten blieb ein klei­ner Teil der im Vergleich zum eins­ti­gen Gesamtbau unschein­bar wirkt, und seit­her als Wohnhaus diente.

Heutige Nutzung

Der Rest des Herrenhauses wird nach wie vor bewohnt.

Mockrehna: Rittergut Langenreichenbach

Rittergut Langenreichenbach

Zechs Weg 1
04862 Mockrehna OT Langenreichenbach

Historisches

Das Rittergut Langenreichenbach wurde 1696 sowie 1880 nach­ge­wie­sen und wurde auch als Rittergut Zech nach dem letz­ten Rittergutsbesitzer Heinrich Zech bezeich­net. Der Bau des Herrenhauses datiert auf die Zeit um 1830.

Nach 1945

Zwischen 1945 und 1989 wurde das Herrenhaus als Kindergarten, Schule und Hort genutzt.

Nachwendezeit

Einige Jahre lang nutzte ein Jugendclub das Herrenhaus.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus sowie ein Wirtschaftsgebäude sind erhal­ten. Das Herrenhaus sollte ursprüng­lich abge­ris­sen wer­den und steht mitt­ler­weile leer.

Mügeln: Rittergut Gaudlitz

Rittergut Gaudlitz | Oberhof

Am Weiler 1
04769 Mügeln OT Gaudlitz

Historisches

Gaudlitz wurde 1310 als Herrensitz unter Henricus et Cunradus fra­tres de Gudelitz nach­ge­wie­sen. Aus dem Herrensitz ging in spä­te­rer Zeit ein Rittergut her­vor. Bei dem Rittergut, wel­ches auch als Oberhof bekannt ist, han­delte es sich um einen Klosterhof des Klosters Sornzig. Die Bauzeit des Gebäudekomplexes datiert auf das 18. und 19. Jahrhundert.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus ist saniert und wird bewohnt. Die Wirtschaftsgebäude sind eben­falls saniert oder befin­den sich zumin­dest in einem guten Zustand. Der zuge­hö­rige Park befin­det sich in einem ordent­li­chen und gepfleg­ten Zustand.

Mügeln: Rittergut Berntitz

Rittergut Berntitz

Berntitz 1
04769 Mügeln OT Berntitz

Historisches

1254 war Berntitz ein Herrensitz unter Thiedericus miles de Berharticz und wurde 1432 als Vorwerk nach­ge­wie­sen. Nachdem im Jahr 1445 eine Nennung als Rittersitz ver­zeich­net war, gab es für das Jahr 1552 eine erneute Nennung als Vorwerk. Das Rittergut Berntitz ist schließ­lich für 1875 belegt. Das Rittergut Berntitz wurde lange Zeit als Schäferei genutzt. Das Herrenhaus wurde ver­mut­lich im 17. Jahrhundert errichtet.

Oschatz: Rittergut Altoschatz

Rittergut Altoschatz

Thalheimer Straße 1
04758 Oschatz OT Altoschatz

Historisches

Das Rittergut Altoschatz ent­stand 1629 aus der Zusammenlegung zweier Vorwerke, die bereits 1501 schrift­lich erwähnt wur­den und auf einen erst­mals 1445 nach­wei­sen Rittersitz zurück­ge­hen. Besitzer waren die Familien von Zeicha, von Nossen und von Schleinitz. Mit dem im Jahr 1678 erfolg­ten Verkauf des Ritterguts Altoschatz von Andreas Dietrich von Schleinitz an Johann Heinrich Höppner endete die ade­lige Besitzerfolge. Das Herrenhaus wurde 1715 für Charlotte Elisabeth Höppner erbaut. Umbauten erfolg­ten zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Die Familie Schubert erwarb das Rittergut Altoschatz 1869. Sie behielt es bis zuletzt in ihrem Besitz und ver­an­lasste 1902 erneut einige Umbauten.

Nach 1945

Franz Schubert wurde 1945 ent­eig­net, als die Bodenreform voll­zo­gen wurde.Das Herrenhaus diente Wohnzwecken und wurde zuletzt ind en 1980er Jahren saniert.

Nachwendezeit

Die maro­den Wirtschaftsgebäude wur­den abgebrochen.

Heutige Nutzung

Der Rittergutsbereich weist heute meh­rere Eigentümer auf. Das Herrenhaus steht leer und ver­fällt. Das Dach ist teil­weise eingestürzt.

Oschatz: Wasserburg & Vorwerk Limbach

Wasserburg & Vorwerk Limbach

04758 Oschatz OT Limbach

Historisches

Aus den 1248 erwähn­ten Herrensitz unter Johannes de Limpach, ver­mut­lich die Wasserburg, ging ein 1445 genann­ter Rittersitz her­vor. Dieser wurde zum Vorwerk umfunk­tio­niert und als sol­ches noch im glei­chen Jahr genannt. Die Vorwerksnutzung dau­erte min­des­tens bis Ende des 19. Jahrhunderts an.

Bodendenkmalschutz

Die  vor­ma­lige Wasserburg befin­det sich im nord­öst­li­chen Bereich von Limbach und öst­lich der frü­he­ren Schäferei und wird auch als Turmhügel Kellerberg bezeich­net. Sie weist noch einen run­den Bühl von 3 m Höhe und 25 m Durchmesser mit umlau­fen­dem, aber tro­cke­nem Graben auf. Dieser ist teil­weise ver­füllt. Bodendenkmalschutz besteht für die Wasserburg seit 1936, erneu­ert wurde die­ser 1959.