Rittergut Brambach
08648 Bad Brambach
Historisches
Brambach wurde bereits 1154 als Herrensitz auserkoren. 1445 als Vorwerk erwähnt, wurde in Brambach 1542 ein Rittergut bestätigt.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Vogtlandkreis
08648 Bad Brambach
Brambach wurde bereits 1154 als Herrensitz auserkoren. 1445 als Vorwerk erwähnt, wurde in Brambach 1542 ein Rittergut bestätigt.
Dorfstraße 1
08538 Weischlitz OT Mißlareuth
Über das Rittergut ist nur sehr wenig bekannt. Es konnte 1542 nachgewiesen werden und befand sich recht lange Zeit im Besitz der Familie von der Heydte. Ihr folgte die Familie von Feilitzsch.
Das Rittergut geht auf eine Wasserburg als Vorgängerbau zurück. Von der Wasserburg sind ein 10 bis 15 m breiter wasserführender Grabenrest mit Trockenmauerwerk sowie der südliche Bereich der ehemaligen Burginsel erhalten. Der überwiegende Teil der Burganlage wurde durch das Rittergut überbaut.
Mitte der 1990er Jahre wurde das Herrenhaus abgerissen.
Schutz als Bodendenkmal besteht seit 1959.
Forstweg 4
08606 Tirpersdorf OT Brotenfeld
Nach der Quellenlage befand sich seit 1445 ein Rittersitz in Brotenfeld. Dieser bestand nor wenige Jahre, da Brotenfeld bereits 1466 als wüst bezeichnet wurde. Erst später erfolgte eine Reaktivierung des Ortes. Das Rittergut wurde erstmals im 18. Jahrhundert erwähnt. 1863 wurde es an den Fiskus verkauft und von der staatlichen Forstverwaltung genutzt.
Das Herrenhaus ist saniert und wird gewerblich genutzt.
08645 Bad Elster OT Bärenloh
Das Vorwerk Bärenloh wurde erstmals 1696 und wiederholt 1820 belegt.
08538 Weischlitz OT Kleinzöbern
Das Rittergut befand sich 1524 im Besitz von Hans Sack. Nachfolgend kam es an den Stadtrat von Oelsnitz, der das Rittergut Kleinzöbern als Beigut von Schloss Schönbrunn nutzte und es später aus finanziellen Gründen an die Herren Groh veräußerte.
08648 Bad Brambach OT Oberbrambach
Die Wasserburg Wintersreuth war Funden zufolge im 13. und 14. Jahrhundert genutzt worden. Der Burghügel hat einen Durchmesser von etwa 22 m und war vormals umlaufend von einem wasserführenden Graben umgeben. Dieser ist heute nur noch im westlichen Bereich erhalten und misst 6 bis 8 m Breite und 1 bis 2 m Tiefe. Der Außenwall ist etwa 2 m breit und maximal 1 m hoch.
Das Alte Schloss Wintersreuth befindet sich weit nordöstlich von Oberbrambach und ungefähr 1 km südwestlich von Landwüst in der Quellmulde des Schlossbächls.
Die Anlage wurde 1959 als Bodendenkmal unter besonderen Schutz gestellt.
Wallstraße | Am Wall
08538 Weischlitz OT Reuth
Die erste urkundliche Erwähnung eines Rittersitzes in Reuth erfolgte 1394 unter Luppold von Wolfransdorf zu der Ruthe. Die Wasserburg wurde durch das Herrenhaus überbaut, welches sich im nordöstlichen Grabenbereich befindet. Der ursprünglich umlaufende Graben von 10 Breite ist im Süden und Osten verfüllt und im Norden und Westen als Senke erkennbar. Der Burghügel hatte einen Durchmesser von 40 m.
Weitere nachweisbare Besitzer des Herrensitzes waren um 1411 die Herren von Wolffersdorff, gefolgt von den Herren von Watzdorf, die bis in die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts hinein im Besitz des Ritterguts Reuth blieben. Hans Georg II. von Schönfels erwarb das Rittergut 1674. Erst 1862 wurde das Rittergut aus dem Besitz der Familie von Schönburg herausverkauft.
Das Dachgeschoss des Herrenhauses brannte 1946 ab und wurde danach erneuert.
1996 erfolgte der Abriss des einstigen Herrenhauses. An seiner Stelle (Wallstraße 9) steht heute ein Eigenheim.
Die Wasserburganlage wurde als Bodendenkmal 1959 unter Schutz gestellt.
Dorfstraße 1
08606 Triebel OT Sachsgrün
Das Rittergut geht auf eine ehemalige Wasserburg zurück, die 1353 als veste und 1397 als Schloss bezeichnet wurde. Schriftliche Erwähnung fand 1325 ein Herrensitz unter Cunrat, Nyclas und Wolfram von der Grun, 1418 gefolgt von einem Rittersitz und 1577 von einem Rittergut. Bei Sachsgrün soll es sich um das Stammhaus der Familie von Sack handeln, sie wurde bereits 1283 auf Sachsgrün erwähnt.
Weitere Besitzer in dieser frühen Zeit waren 1296 der Ritter Berthold von Streitberg, nachfolgend der Ritter Vassmann, die Familie von Zedtwitz, ab 1441 die Familie von Feilitzsch und ab 1594 Julius von Seckendorf, der es 1615 an Wilhelm von Streitberg verpfändete. Vier Jahre später ging das Rittergut in dessen Besitz über. Nach dem Aussterben seiner Familie kam das Rittergut als Mannlehn an den sächsischen Kurfürsten. Dieser übertrug Sachsgrün an den Hofmarschall von Reibold, der es bis 1716 besaß und seiner Tochter, der Witwe von Fletscher, vermachte. Ihr Sohn Heinrich August von Brandenstein kam 1723 an Sachsgrün.
Im Besitz der Familie von Brandenstein verblieb das Gut bis 1921. 1932 befand sich das Rittergut im Eigentum des Georg Weißig, ihm folgte kurz darauf Ernst von Waldenburg. 1935 verkaufte dieser das Gut an die Sächsische Bauernsiedlung GmbH. Das Herrenhaus diente von 1938 bis 1952 als Schule.
Seit 2005 wird im Herrenhaus Gastronomie betrieben. Die Wirtschaftsgebäude sind überwiegend privatisiert.
Als Besonderheit sei erwähnt, dass sich bis 1854 auf dem Rittergut die vormalige Wasserburg befand, die einstürzte und 1858 / 1859 durch den Bau des Herrenhauses ersetzt wurde. Dieses wurde zwischen 1936 und 1938 nach heutigem Aussehen umgebaut. Erhalten sind lediglich ein Rest des Außenwalls sowie ein Teil des teiches. Der ehemals umlaufende Wassergraben ist nicht mehr existent und teilweise verschüttet. . Bodendenkmalschutz besteht seit 1959.
08548 Rosenbach/Vogtl. OT Fröbersgrün
1811 wurde ein Rittergut in Fröbersgrün nachgewiesen.
Schloßstraße 4
08438 Weischlitz OT Geilsdorf
1382 war ein Rittersitz benannt, der sich im Besitz des Ulrich von Sack zu Geilsdorf befand. Die Familie von Sack zu Geilsdorf veräußerte ihren Besitz 1574 an Hans Wilhelm von Geilsdorf. Nachfolgende Besitzer waren ab 1578 Georg Peter von Reitzenstein und ab 1668 Graf Siegmund von Tattenbach. Das Schloss wurde um 1667 / 1668 an Stelle einer bereits im 12. Jahrhundert existierenden Wasserburg errichtet.
1719 wurden Umbauten vorgenommen. Der folgende Besitzer war ab 1725 die Familie von Nauendorff. Bereits seit 1866 wurde Schloss Geilsdorf nicht mehr genutzt. Nach dem einsetzenden Verfall wurde ein Teil des vormaligen Wassergrabens verfüllt. Außerdem wurde die Brücke abgerissen.
Das Herrenhaus des Rittergutes wurde um 1850 erbaut. 1910 kam es zu einem Einsturz großer Teile des Schlosses. Der gesamte Besitz wurde 1920 von Walter Naumann erworben und acht Jahre später von der Stadt Plauen übernommen. Das Herrenhaus diente 1933 als Unterkunft für Arbeiter, die mit dem Bau der Autobahn beschäftigt waren.
1945 wurde das Rittergut in ein Staatsgut umgewandelt. Das Herrenhaus diente zunächst erneut als Unterkunft, diesmal für Umsiedler. Seit 1950 war ein Altenpflegeheim im Herrenhaus Geilsdorf untergebracht.
Das Schloss ist als Ruine erhalten. Sicherungsarbeiten wurden 2003 / 2004 vorgenommen. Das Herrenhaus steht, wie auch die zugehörigen Gutsgebäude, seit 2003 leer.
Die Burg wurde durch den Schlossbau fast vollständig überbaut. Erhalten ist noch ein Grabenrest, der wasserführend ist. Die Anlage wurde als Bodendenkmal Ende 1059 unter Schutz gestellt.