Dresden: Begerburg

Begerburg

Wurgwitzer Straße 1b
01187 Dresden

Historisches

Carl Siegismund von Nimptsch ließ sich in der Mitte des 18. Jahrhunderts ein höl­zer­nes Lusthäuschen namens Carlsburg bauen, das 1742 durch ein Unwetter zer­stört wurde. Das Lusthäuschen bestand dem­nach nur wenige Monate. Der neu errich­tete Steinbau wurde bereits nach drei Jahren 1745 wäh­rend der Schlacht von Kesselsdorf zer­stört. Auch der erneute Nachfolgebau wurde durch krie­ge­ri­sche Handlungen im Jahr 1759 wäh­rend des Siebenjährigen Krieges ver­nich­tet. 1852 erwarb Gutsbesitzer Johann Gottlieb Beger das Grundstück und ließ die Begerburg errich­ten. Bis 1871 diente sie als Weinschänke. Nachdem ein Gast vom Felsen gefal­len war, wurde die Schankkonzession ent­zo­gen und die Burg in ein Wohnhaus umfunk­tio­niert. Für 1930 war auf­grund des Bauzustandes ein Abriss geplant.

Nach 1945

Nach ihrer Sanierung wurde die Begerburg als Bibliothek und Lagerraum genutzt. Um 1985 wurde die Burg erneut saniert und als Pension genutzt.

Heutige Nutzung

Die Nutzung als kleine Pension hält an.

Dresden: Schloss & Wasserburg Schönfeld

Schloss & Wasserburg Schönfeld

Am Schloss 2
01328 Dresden OT  Schönfeld

Historisches

Schloss Schönfeld ent­stand 1555 an Stelle einer mit­tel­al­ter­li­chen Wasserburg im Renaissance-​Stil. Die Burg wurde 1315 erst­mals genannt, 1445 unter Heinrich von Karaß zu Schonfelt nach­ge­wie­sen und 1543 von Hans von Dehn-​Rothfelser erwor­ben. Seine Erben ver­kauf­ten das Schloss 1568 an Georg von Cracow. Das Schloss kam spä­ter in den Besitz der Familie von Loß und der Familie von Friesen. 1725 hei­ra­tete Heinrich Friedrich Graf von Friesen die Tochter August des Starken, Auguste Constantia von Cosel. 1831 erwar­ben die Wettiner Schloss. In den Schlossräumen wurde 1856 das Königliche Gerichtsamt Schönfeld ein­ge­rich­tet, nach­dem der Bau zuvor bereits einige Jahre als Gericht und Gefängnis gedient hatte. 1871 wurde Schloss Schönfeld ver­kauft, ab 1917 war es Besitz eines Fabrikanten, der es 1939 an die Gemeinde verpachtete.

Nach 1945

1945 ging Schloss Schönfeld in Volkseigentum über und die erste Dresdner Nachkriegszeitung legte ihren Sitz ins Schloss. Später diente das Schloss als Schule und Kindergarten.

Nachwendezeit

1991 began­nen Rekonstruktionen. Das Dach und die Fassade wur­den erneu­ert, ebenso das Treppenhaus und das zweite Obergeschoss.

Heutige Nutzung

Seit 2005 nutzt der “Magische Zirkel Dresden” Räume für Veranstaltungen.

Bodendenkmalschutz

Die frü­here Wasserburg wurde kom­plett mit dem heu­ti­gen Schloss Schönfeld über­baut. Der was­ser­füh­rende Graben ist noch immer erhal­ten. Die Anlage der Wasserburg steht seit 1966 unter Schutz.

Dresden: Wallburg Todhügel

Wallburg Todhügel

Am Pillnitzberg
01328 Dresden OT Krieschendorf

Historisches

Die Burg aus der frü­hen Eisenzeit befand sich süd­west­lich vom Ort auf einem Bergsporn zwi­schen dem Vogelgrund und der Straße nach Pillnitz. Das ehe­ma­lige Burgplateau ist mit geschul­tem Auge noch erkenn­bar. Gleichwohl sind die Spuren der Wehranlage durch neu­zeit­li­che Nutzung ver­schwun­den. Das Areal ist in Privatbesitz und unzugänglich.

Bodendenkmalschutz

1966 wurde die Wallanlage unter Bodendenkmalschutz gestellt.

Dresden: Vorwerk Coschütz

Vorwerk Coschütz

01189 Dresden

Historisches

Ein Vorwerk exis­tierte bereits 1315 in Koschwicz und unter­stand dem Dresdner Maternihospital. 1547 übten das Rittergut Scharfenberg und der Rat zu Dresden gemein­sam die Grundherrschaft über Coschütz aus. Ende April 1829 wurde der his­to­ri­sche Dorfkern von Blasewitz bei einem Großbrand zer­stört. Sollte das Vorwerk Coschütz zu die­sem Zeitpunkt noch eis­tiert haben, ist es wahr­schein­lich eben­falls in den Flammen unter­ge­gan­gen. Mit der neu­be­bau­ung des Areals wurde Mitte des 19. Jahrhunderts begon­nen. Das Vorwerk ist heute nicht mehr ein­deu­tig lokalisierbar.

Dresden: Palais Kap-herr

Palais Kap-​herr

(Parkstraße 7)
01069 Dresden

Historisches

Das Neorenaissance-​Palais an der Ecke Parkstraße/​Gellertstraße gehörte zu den statt­lichs­ten Villen in der Stadt. Bauherr war der Bankier und Kaiserlich-​Russische Staatsrat Hermann Christian Freiherr von Kap-​herr, in des­sen Familienbesitz sich unter ande­rem auch die Schlösser Lockwitz und Prohlis befan­den. Das Palais wurde zwi­schen 1872 und 1874 erbaut und zu Wohn- und Repräsentationszwecken genutzt. Bis 1912 befan­den sich die Büros der Königlich Preußischen Gesandtschaft im Palais, wel­ches dann von Friedrich August III. für sei­nen ältes­ten Sohn erwor­ben wurde. Kronprinz Georg bezog das Palais nach Umbauten. sen. Nach Umbauten bewohnte die­ser das Palais. Zwischen 1925 und 1931 wur­den Teilausstellungen der Gemäldegalerie im Palais Kap-​herr untergebracht.

Nach 1945

Im Zweiten Weltkrieg brannte das Palais Kap-​herr voll­stän­dig aus. Zwischen 1952 und 1955 fan­den trotz Protesten Abrissarbeiten sowie letzt­end­lich die Sprengung der Ruine statt, deren Reste 1959 end­gül­tig ent­fernt wurden.

Heutige Nutzung

Das Grundstück besteht heute aus Wiesen- und Straßenflächen.

Dresden: Vorwerk Poppewitz (Kaditz)

Vorwerk Poppewitz (Kaditz)

01139 Dresden

Historisches

Im Stadtteil Kaditz befand sich das bischöf­li­che Vorwerk Poppewitz, an wel­ches die 1939 ange­legte Straße Am Vorwerksfeld erin­nert. Das Vorwerk mit Herrenhaus wurde im 15. Jahrhundert errich­tet. 1547 wurde es als auf­ge­teil­tes Vorwerk erwähnt.

Heutige Nutzung

Auf dem Areal befin­det sich heute eine Eigenheimsiedlung.

Dresden: Schloss Lockwitz

Schloss Lockwitz

Altlockwitz 2
01257 Dresden

Historisches

Schloss Lockwitz geht auf ein 1349 erst­mals erwähn­tes Rittergut zurück, wel­ches ab 1402 der Familie Ziegler und spä­ter der Familie von Alnpeck gehörte. Letztere waren ab 1512 allei­nige Besitzer. Das Herrenhaus wurde 1621 von Johann Georg von Osterhausen zum Schloss um- und aus­ge­baut. Gleichzeitig ent­stand die Kirche, deren Turm aus einem Wohnturm des 15. Jahrhunderts her­vor­ging, wel­cher als ältes­ter Teil der heu­ti­gen Schlossanlage gilt.

1756 weilte der preu­ßi­sche König Friedrich II. wäh­rend des Siebenjährigen Krieges auf Schloss Lockwitz. Nach meh­re­ren Besitzerwechseln kam 1768 Friedrich Graf von Dallwitz an den Schlossbesitz, der zwei Jahre dar­auf baro­cke Umgestaltungsarbeiten in Auftrag gab. 1813 befand sich im Schloss ein Lazarett für preu­ßi­sche und rus­si­sche Soldaten. Im glei­chen Jahr erwarb Johann Gottlob Preußer das Grundstück. Das Gut wurde 1840 umge­baut und 1866 an Heinrich Christian Kap-​herr ver­kauft, der es sei­nem Sohn über­ließ. Kurz dar­auf fan­den Umbauarbeiten im Stil des Neoklassizismus statt. Die Familie Kap-​herr nutzte das Schloss bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges pri­vat. Im Speisesaal wurde 1929 ein klei­nes Heimatmuseum eingerichtet.

Nach 1945

Im Rahmen der Bodenreform wurde Schloss Lockwitz 1946 ent­eig­net und die Kap-​herrs nach Rügen depor­tiert. Im Schloss wur­den eine Staatliche Feuerwehrschule und spä­ter eine Betriebsberufsschule für Geodäsie und Karthografie mit­samt Lehrlingswohnheim eingerichtet.

Nachwendezeit

Ab 1990 wurde die Schule als Vermessungsschule des Landesvermessungsamtes bis 2001 fort­ge­führt. 1994 wur­den erste Sanierungsarbeiten durch­ge­führt. Nach der Schließung der Schule stand das Schloss leer. 2007 wurde das Schloss an einen pri­va­ten Investor verkauft.

Heutige Nutzung

Bis 2010 ent­stan­den Eigentumswohnungen im Schloss sowie in den eben­falls sanier­ten Nebengebäuden. Der große Schlosspark ist dadurch inzwi­schen nicht mehr zugänglich.

Dresden: Schloss Altroßthal

Schloss Altroßthal

Altroßthal 1
01169 Dresden

Historisches

Das Rittergut Altroßthal wurde unter dem Kammerdiener Johann Ullmann gegrün­det, dem der Grundbesitz 1628 über­eig­net wor­den war. Das Schloss selbst ent­stand 1657 unter Alexander von Krahe. Die Freiherren von Nimptsch besa­ßen das Gut ab 1736 und ver­an­lass­ten noch im glei­chen Jahr die Aufstockung des Turmes, um eine bes­sere Aussicht zu erhal­ten. Carl Siegmund von Nimptsch war Direktor der Meißner Porzellanmanufaktur und ver­an­lasste die Anlage des Landschaftsparkes.

1858 wurde Schloss Altroßthal im Stil der Renaissance umge­baut und erhielt sein heu­ti­ges Aussehen. Auftraggeber war der Besitzer Carl Friedrich August Dathe Freiherr von Burgk, der Schloss Rossthal 1852 erwor­ben hatte. Ihm folgte Arthur von Burgk, unter dem erneute und noch umfang­rei­chere Umbauten aus­ge­führt wur­den. Ab 1931 befand sich im Schloss ein katho­li­sches Stift, im Zweiten Weltkrieg diente es als Unterkunft für Flüchtlinge und Ausgebombte.

Nach 1945

Mit der Enteignung 1945 wurde das Gut Roßthal in Volkseigentum über­führt und von der VEG Pesterwitz land­wirt­schaft­lich genutzt. Die noch im Schloss leben­den Schwestern des Stifts muss­ten 1949 aus­zie­hen. Zeitweise hatte im Schloss die zen­trale Verwaltung aller volks­ei­ge­nen Güter Sachsens ihren Sitz. Später ent­stand im Schloss eine Betriebsberufsschule mit Internat. Die Brandschäden von 1955 wur­den zügig behoben.

Nachwendezeit

1992 wurde die Schule in ein agrar­wis­sen­schaft­li­ches Gymnasium und land­wirt­schaft­li­ches Berufsschulzentrum umgewandelt.

Heutige Nutzung

Schloss Altroßthal dient nach wie vor als Berufsschulzentrum für Agrarwirtschaft und Ernährung. Es besteht erheb­li­cher Sanierungsbedarf.

Dresden: Hofewiese

Hofewiese

Gänsefuß/​Dresdner Heide
01465 Dresden OT Langebrück

Historisches

Der ehe­ma­lige könig­li­che Jagdhof wurde 1547 erst­mals erwähnt. Zwischen 1739 und 1814 befand er sich im Besitz des Grafen Camillo Marcolini. Der Jagdhof kam 1828 an den säch­si­schen König Anton, der den Jagdhof zur Pferdezucht nut­zen und von einem Wiesenvogt ver­wal­ten ließ. Für die­sen wurde ein Wohn- und Wirtschaftsgebäude errich­tet. 1877 wurde das Schankrecht erteilt und bis 1960 erfolgte die pri­vate Bewirtschaftung des Landgasthofes Hofewiese. Zwischenzeitlich erfolg­ten Erweiterungsarbeiten im Jahre 1935. Anschließend nutzte die HO die Hofewiese bis 1985. Danach wurde der Gaststättenbetrieb ein­ge­stellt und die Hofewiese nur noch als Kiosk betrieben.

Nachwendezeit

Ab 1993 wurde die Gaststätte, die wegen Baumängel 2000 schlie­ßen musste, gepach­tet. Danach stand die Hofewiese leer. 2005/​2006 wurde sie für 22.600 EUR an einen Unternehmer aus Bayern ver­kauft. Da die Investitionsklausel nicht erfüllt wurde, wur­den die Rückabwicklung des Verkaufs sowie eine Neuausschreibung vor­an­ge­trie­ben. Eine Problematik stell­ten begon­nene Sanierungsarbeiten dar, für die keine Genehmigung ein­ge­holt wor­den war.

Heutige Nutzung

Das Gelände wurde 2015 erneut ver­kauft und ist mitt­ler­weile wie­der zu einem belieb­ten Ausflugsziel avan­ciert. Die Sanierung soll nach und nach vor­ge­nom­men werden.

Dresden: Vorwerk Leuben

Vorwerk Leuben

Standort: der­zeit unbekannt
01257 Leuben

Historisches

Das Vorwerk wurde 1349 erst­mals urkund­lich erwähnt. Noch bis ins 15. Jahrhundert hin­ein wur­den mehr­fa­che adlige und bür­ger­li­che Besitzer ver­zeich­net. 1408 wur­den die vier Söhne des Dresdner Bürgermeisters Lorenz Busmann von den Markgrafen Wilhelm II., Friedrich I. und Friedrich dem Friedfertigen it Leuben belehnt. Die Grundherrschaft teil­ten sich die Rittergüter Lockwitz, Gauernitz und Weesenstein sowie das Amt Dresden. 1764 war Leuben zwi­schen den Rittergütern Lockwitz und Weesenstein grund­herr­schaft­lich auf­ge­teilt. Das Vorwerk Leuben wurde wahr­schein­lich schon vor meh­re­ren Jahrhunderten wie­der aufgelöst.