Dresden: Herrensitz Pappritz

Herrensitz Pappritz

01326 Dresden

Historisches

1278 wurde für Pappritz ein Herrensitz im Zusammenhang mit Vlricus de Papirzcan urkund­lich erwähnt. 1420 unter­stand Pappritz dem Rittergut Helfenberg und ab 1572 dem Rittergut Pillnitz. Damit bestand eine Abhängigkeit, auf­grund der mög­li­cher­weise keine spe­zi­elle Gebäudesubstanz mit dem Herrensitz Pappritz ver­bun­den war.

Eine andere Möglichkeit hin­ge­gen ist, dass die Wallburg Stallberg im Dresdner Ortsteil Pappritz mit dem Herrensitz iden­tisch ist.

Dresden: Wallburg Burgberg Niederwartha

Wallburg Burgberg Niederwartha
Burg Gvosdez

Zugang über Oberwarthaer Straße
01156 Dresden OT Niederwartha

Historisches

Das Gebiet war bereits im 7. Jahrhundert von Slawen besie­delt, die einen als Zufluchtsort genutz­ten Burgwall anleg­ten. Der Burgwall Niederwartha wird in alten Urkunden “Gvozdez”, “Gvosdez” bezie­hungs­weise “Woz” genannt. Erhalten sind noch geringe Wall- und Grabenreste. Zu suchen sind sie süd­lich vom Ort auf einem Bergsporn zwi­schen der Straße nach Oberwartha und dem Tännichtgrund. Der Zugang erfolgt über die Oberwarthaer Straße neben der Hausnummer 10a.

Bodendenkmalschutz

Die Anlage wurde erst­mals 1937 und wie­der­holt 1960 unter Schutz gestellt.

Dresden: Vorwerk Mockritz

Vorwerk Mockritz

01217 Dresden

Historisches

Mockritz ver­fügte einst über ein Herrengut und unter­stand dem Burgward Pesterwitz im heu­ti­gen Freital. Die erste urkund­li­che Erwähnung datiert auf das Jahr 1350. Der Dresdner Bürgermeister Busmann war offen­bar um 1398 im Besitz des Vorwerks. Nach der Reformation 1539 kam es an das Altstädter Religionsamt des Dresdner Rates, der die wirt­schaft­li­chen Flächen des Vorwerks an Bauern ver­pach­tete. Das Vorwerk Mockritz befand sich nörd­lich der Boderitzer Straße.

Dresden: Palais Flemming-Sulkowski

Palais Flemming-​Sulkowski

Wilsdruffer Straße 2
01067 Dresden

Historisches

Das Palais Flemming-​Sulkowski war ein baro­ckes Stadtpalais, wel­ches 1704 für den Oberhofmarschall August Ferdinand Pflug anstelle eines Bürgerhauses erbaut wurde. In jenem Bürgerhaus lebte zuvor der Leibarzt des Kurfürsten August. 1714 erwarb der Generalfeldmarschall Jacob Heinrich von Flemming das Palais und ließ es erwei­tern. Drei Jahre spä­ter gab Johann Sebastian Bach ein Konzert darin.

1724 kam das Palais in kur­fürst­li­chen Besitz, doch zwei Jahre spä­ter erwarb es Flemming zurück. Erneut zwei Jahre dar­auf kam das Palais wie­der­holt in kur­fürst­li­chen Besitz. Kurfürst August der Starke schenkte das Palais 1728 August Christoph von Wackerbarth. Nach des­sen Tod wurde Alexander Joseph von Sulkowski 1736 neuer Besitzer. Er ließ das Palais durch Johann Christoph Knöffel erwei­tern und umbauen. Knöffel war es auch, der vom säch­si­schen Hof 1746 und 1747 mit erneu­ten Umbauten beauf­tragt wurde, nach­dem das Palais Flemming-​Sulkowski wie­der in kur­fürst­li­chen Besitz gekom­men war und künf­tig als Wohnsitz dem säch­si­schen Prinzen die­nen sollte.

Im Siebenjährigen Krieg wurde das Palais stark beschä­digt und dar­auf­hin abge­bro­chen. 1770 wurde an glei­cher Stelle das Landhaus erbaut.

Dresden: Schloss Eckberg

Schloss Eckberg

Bautzner Straße 134
01099 Dresden

Historisches

Schloss Eckberg wurde zwi­schen 1859 und 1861 für den Großkaufmann John Daniel Souchay erbaut. Der Vorgängerbau an glei­cher Stelle wurde dafür abge­ris­sen. Ursprünglich wurde das Schloss Villa Souchay genannt. Später setzte sich der von einem Flurnamen abge­lei­tete Name Schloss Eckberg durch. 1870 bezog der per­si­sche Generalkonsul Arthur Bruno Wunderlich das Schloss.

In den 1920er Jahren bewohn­ten es der Opernsänger Tino Pattiera und nach­fol­gend die Schauspielerin Grete Weiser bis 1926. Schon 1925 hatte Ottomar Heinsius von Mayenburg das Schloss gekauft. Von Mayenburg hatte die Zahncreme Chlorodont erfun­den und ließ den Park groß­zü­gig umge­stal­ten. Die Anlage stand in den Sommermonaten der Bevölkerung offen und ver­fügt über eine Kopie des Brunnens “Stürmische Wogen” vom Albertplatz. Mayenburg starb 1932.

Nach 1945

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Schloss von der Sowjetischen Militäradministration als Kommandantur genutzt. Später diente es dem DDR-​Gewerkschaftsbund als Bildungsstätte. In den 1970er Jahren nutzte der VEB Robotron die Räume. 1985 erfolgte eine Komplettsanierung des Gebäudes, wel­ches nach­fol­gend als Jugendtourist-​Hotel öff­nete. Im Schloss wur­den Gastronomie und Kellerbar unter­ge­bracht, im Park ent­stand ein Bettenhaus.

Nachwendezeit

Die Nachkommen von Mayenburg wur­den erst 1952 ent­eig­net. Sie stell­ten nach der poli­ti­schen Wende einen Antrag auf Restitution und erhiel­ten dar­auf­hin ihr Eigentum zurück. 1994 erwarb die Münchner ARGENTA-​Gruppe Schloss Eckberg und wan­delte es in ein Fünf-​Sterne-​Hotel mit Restaurant um. Dazu erfolg­ten 1996/​1997 umfas­sende Sanierungsarbeiten.

Heutige Nutzung

Das Restaurant im Schloss sowie der Park sind trotz geho­be­nem Hotelbetrieb öffent­lich zugänglich.

Dresden: Bennogut

Bennogut

Altbriesnitz 4
01157 Dresden

Historisches

Das Bennogut ging einst aus der Zusammenlegung des Vorwerks des Archidiakonats sowie des bischöf­li­chen Vorwerkes her­vor. Nachdem es im Jahre 1769 durch einen Brand gro­ßen Schaden nahm, wurde es neu errich­tet. Dennoch gin­gen in der Folgezeit Teile des Gutes  durch Verfall und Abriss ver­lo­ren. Das Bennogut war bis 1830 im Besitz des säch­si­schen Ministers Detlev Graf von Einsiedel und ab 1840 im Eigentum der Familie Schunck. 1893 erwarb der Cottaer Brauereiunternehmer Bürstinghaus das Anwesen und ließ einen neuen Park anlegen.

Nachwendezeit

1991 kaufte eine Dresdner Denkmalpflegefirma das Bennogut und ließ das Torhaus nach his­to­ri­schem Vorbild sanieren.

Heutige Nutzung

Nachdem das Bennogut einige Jahre leer stand, wurde es von pri­vat erwor­ben. Es wird bewohnt und umfas­send saniert.

Dresden: Vorwerk Reick

Vorwerk Reick

Altreick 17 (?)
01237 Dresden

Historisches

Das Vorwerk Reick wurde 1396 dem Klosterhof Leubnitz ange­glie­dert. Nach 1539 wurde das Dorf und damit auch das Vorwerk vom Dresdner Rat über­nom­men. Der heu­tige Stadtteil Reick hatte sich aus dem alten Dorfkern Altreick her­aus entwickelt.

Bei dem ehe­ma­li­gen Vorwerk han­delt es sich mög­li­cher­weise um den Dreiseitenhof Altreick 17. Bei der 2010 /​ 2011 erfolg­ten Sanierung des Objektes zu Wohnraum wurde ein Herrenhaus erwähnt.

Dresden: Rittergut mit Schlossvilla Niederpoyritz

Rittergut mit Schlossvilla Niederpoyritz

Eugen-​Dieterich-​Straße 5
01326 Dresden

Historisches

In Niederpoyritz bestand bereits im frü­hen 18. Jahrhundert ein Vorwerk, das in der Mitte des sel­ben Jahrhunderts zum Rittergut auf­ge­wer­tet wurde. 1735 wurde die schloss­ar­tige Villa erbaut. 1827 kaufte Friedrich August von Sachsen das Gut von Alexejew von Olsusieff und ließ fünf Jahre spä­ter die Gutsgebäude erbauen. Die Schlossvilla in Niederpoyritz diente spä­ter bis 1975 Wohnzwecken und wurde 1984 abge­ris­sen. Im Brauereigebäude des Rittergutes, das mitt­ler­weile zu Wohnzwecken umge­baut wurde, befand sich die 1839 gegrün­dete Gutsbrauerei Dresdner Lagerkeller. Zuletzt wurde das Rittergut vom VEB Zierkerze genutzt.

Heutige Nutzung

1999 wurde nach auf­wän­di­ger und lie­be­vol­ler Sanierung eine Pension ein­ge­rich­tet. Von der Schlossvilla sind noch drei Außenmauern in rui­nö­ser Form erhal­ten. Sie gehört zu einem Privatgrundstück und kann daher nur von der Straßenseite besich­tigt werden.

Dresden: Kammergut Schönfeld

Kammergut Schönfeld

Am Schloss 1 /​ Markt 1–2
01328 Dresden OT Schönfeld

Historisches

1440 ent­stand in Schönfeld ein Vorwerk. 1555 erwarb Hans von Dehn-​Rothfelser die Herrschaft Schönfeld. Nach mehr­fa­chem Besitzerwechsel kam das Vorwerk und spä­tere Rittergut 1831 in den Besitz der Wettiner, die es zum Kammergut umwandelten.

Heutige Nutzung

Das Gebäude Am Schloss 1 ist unsa­niert und leer­ste­hend. Die Gebäude am Markt 1–2 sind saniert und wer­den gewerb­lich genutzt.

Dresden: Vorwerk Cotta

Vorwerk Cotta

01157 Dresden

Historisches

Das Vorwerk wurde im frü­hen 16. Jahrhundert auf­ge­löst und die Flächen an Bauern ver­teilt. 1338 war ein Allodium erwähnt, 1442 ein Vorwerk. Das Gut befand sich im Bereich des heu­ti­gen Gymnasiums an der Cossebauder Straße.