Vorwerk Truppen
0269 Königswartha OT Truppen
Historisches
Im 18. und 19. Jahrhundert besaß Truppen ein Vorwerk. Eine konkrete Datierung erfolgt für 1777.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Landkreis Bautzen
0269 Königswartha OT Truppen
Im 18. und 19. Jahrhundert besaß Truppen ein Vorwerk. Eine konkrete Datierung erfolgt für 1777.
Parkstraße 2
01917 Kamenz OT Deutschbaselitz
Deutschbaselitz wurde erstmals 1225 erwähnt, gehörte den Herren von Kamenz und ging nachfolgend in Lehen der Herren von Bloschwitz über. Der 1432 erwähnte Rittersitz ging 1547 in Lehen des Herrn von Carlowitz über, verblieb dort aber nur zwei Jahre. Nach der Stadt Kamenz kam der Rittersitz 1556 an die Herren von Ponickau. 1622 als Riottergut erwähnt, kam dieses 1640 an die Familie von Luttitz und wurde 1695 an die Familie von Zezschwitz verkauft, in deren Besitz es sich bis zur Enteignung 1945 befand. 1737 wurde das Rittergut für zehn Jahre an Gabriel Klunge verpachtet.
Das Rittergut fiel unter die Bodenreform. Im Herbst 1948 wurde das 1789 errichtete Herrenhaus abgerissen, ein Schicksal, das auch fast alle Wirtschaftsgebäude teilten.
Nur das renovierte, 1780 erbaute Gärtnerhaus und die Bogenbrücke blieben erhalten.
Jeßnitz 1
02627 Kubschütz OT Jeßnitz
Jeßnitz wird gelegentlich auch als Dürrjeßnitz bezeichnet. Die erste Erwähnung als Herrensitz Jesnicz erfolgte im Jahr 1356, als sich Jeßnitz im Besitz von Jan von Jesnicz befand. Im 15. Jahrhundert tauchten noch die Schreibweisen Gessenicz und Jessenicz auf, bevor ab 1468 der Rittersitz Jeßnitz genannt wurde. Spätestens 1675 war die Aufwertung zum Rittergut erfolgt. Die Besitzer waren fast ausschließlich bürgerlicher Herkunft. 1706 erwarb der Bautzner Bürgermeister Johann Peter Henrici das Rittergut Jeßnitz. Dessen Enkel verkaufte es 1756 an Paul Gottlieb Calmann, unter dem der Kartoffelanbau eingeführt und vorangetrieben wurde. Um 1910 erfolgten die letzten Umbauten an dem Einzelgehöft. In den 1920er Jahren wurde das Rittergut von Paul Schulze bewirtschaftet.
1945 wurde die Bodenreform durchgeführt, der Besitzer enteignet, das Gut verstaatlicht und als Volksgut weitergeführt. Später wurde es an das Volkseigene Gut Pommritz angegliedert.
Das Volksgut wurde aufgegeben. Daraufhin stand das Rittergut Jeßnitz lange Zeit leer und schien dem Verfall geweiht.
Das Rittergut Jeßnitz fand einen neuen Besitzer. Mittlerweile werden Ferienwohnungen im Objekt angeboten.
Waditz 17/17a
02627 Kubschütz OT Waditz
1250 wurde Waditz in einer Urkunde des Bischofs von Meißen als Herrensitz unter Heinricus de Wadewicz genannt. Eine weitere Urkunde des Bautzner Domstifts aus dem Jahre 1376 nennt Hentschil de Wadewicz. Während der Hussitenkriege brannte Waditz vermutlich 1429 ab. Der Herrensitz wurde spätestens 1505 aufgegeben, als Waditz in den Besitz der Stadt Budissin (Bautzen) überging.
1550 und damit drei Jahrhunderte später bestand ein Lehngut, das möglicherweise aus dem früheren Herrensitz hervorgegangen war. Das Hauptgebäude stammt im Kern aus der Zeit um 1660. Auszugshaus und Stall wurden um 1860 erbaut.
Erhalten sind das Wohnstallhaus mit rekonstruiertem Umgebinde, das Ausgedinge, ein Seitengebäude, eine Scheune sowie zwei Torsäulen.
02627 Kubschütz OT Kreckwitz
Die nicht mehr existierende mittelalterliche Wasserburg befand sich am östlichen Ortsrand in einer Aue des Baches. Sie wurde eingeebnet und größtenteils überbaut. Sie geht auf den 1352 erwähnten Herrensitz von Cristianus de Krekewicz zurück. Zu späterer Zeit wurde an anderer Stelle im Ort das Schloss Kreckwitz mit seinem Rittergut errichtet.
Die Burganlage steht seit Anfang 1936 unter Bodendenkmalschutz, welcher Ende 1958 erneuert wurde.
Hauptstraße 11
02627 Kubschütz OT Baschütz
Das Rittergut basiert auf einem vermutlich bereits im 11. Jahrhundert bestehenden Herrensitz, der 1349 erstmals urkundlich gesichert nachgewiesen werden konnte. Seit dem 15. Jahrhundert sind vielfache Besitzerwechsel verzeichnet. Zu nennen sind unter anderem die Herren von Pannewitz, die Familie von Nadelwitz und die Familie von Penzig. 1596 erfolgte der Verkauf durch Hans Schlichtigk, zwei Jahre später ging das vormals als Vorwerk bezeichnete Rittergut an Rudolph von Rechenberg über. 1648 kaufte der Bautzner Bürgermeister Dr. Lehmann das Gut, in dessen Familienbesitz es lange Zeit blieb. Das Herrenhaus wurde 1870 erbaut. Carl Eduard Ender ließ das Herrenhaus um 1910 umbauen.
Das Rittergut Baschütz fiel nicht unter die Bodenreform. Es befand sich zu dem Zeitpunkt im Besitz der Familie Schkade. In Besitz der Nachkommen befindet es sich nach wie vor.
Zwischen 1995 und 2010 erfolgten jeweils Teilsanierungsarbeiten. Weiterer Sanierungsbedarf ist trotz des ordentlichen Zustandes der Anlage gegeben.
Das Herrenhaus Baschütz verfügt über Wohn- und Geschäftsräume. Auch die beiden Nebengebäude (Hausnummern 9 und 13) werden bewohnt. In einem weiteren Nebengebäude befinden sich Pferdeboxen.
02627 Kubschütz OT Kumschütz
1562 und damit verhältnismäßig spät wurde für Kumschütz ein Rittersitz nachgewiesen, der bereits damals dem Rittergut Wurschen in Grundherrschaftsangelegenheiten unterstand. Eine andere Quelle geht davon aus, dass der Rittersitz bereits 1399 bestanden haben könnte. Weitere Informationen zum Rittersitz Kumschütz liegen derzeit nicht vor.
Gutsstraße 1
02699 Königswartha
Der 1238 erwähnte Herrensitz des Suidegerus de Warta in Form einer Wasserburg, die auch als Altes Schloss bezeichnet wird, kam 1268 an die Familie von Schreibersdorf.
Weitere der vielen Besitzer waren die Familien von Ponickau, von Pannewitz, von Hennigke, von Peschen und von Schleinitz. Bis 1661 gehörte Königswartha dem sächsischen Kurfürsten, der es an Adolph von Haugwitz verkaufte. Von 1700 bis 1738 war die Familie Vitztum von Eckstädt im Besitz der Wasserburg. Sie kam 1738 an Johann Friedrich Graf von Dallwitz, der 1780 den Abriss der Wasserburg, auch Altes Schloss genannt, sowie den Bau des neuen Schlosses veranlasste.
1809 verkaufte die Familie von Dallwitz das Schloss an die Familie Steinkopf, die es 1836 an die Familie von Rabenau veräußerte. 1910 kam Schloss Königswartha an die Herren Herbert und Gerhard Kluge, die die Wassergräben zwischen 1923 und 1926 zuschütten ließen. Der Schlosspark wurde im englischen Stil angelegt.
Herbert Kluge wurde 1945 enteignet. Zunächst war der Abriss des Schlosses angedacht, dies konnte aber noch verhindert werden. Seit 1948 ist im Schloss eine Schule für Binnenfischerei eingerichtet, die dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie untersteht. Die sechs großen Sandsteinskulpturen an der Hofseite von Schloss Königswartha wurden nach 1945 von Schloss Luga hierher verbracht.
Schloss Königswartha wird als Sitz der Fischereiverwaltung genutzt und derzeit einer Sanierung unterzogen.
(Stand: Februar 2025).
Die Wasserburg befand sich im westlichen Bereich des Ritterguts. Sie wurde oberflächlich eingeebnet und überbaut. Schutz als Bodendenkmal besteht seit 1936, erneuert wurde dieser Ende 1958.
Schlossstraße 3
02627 Kubschütz OT Purschwitz
Seit 1242 war ein Herrensitz bekannt, der sich im 15. Jahrhundert im Besitz der Herren von Doberschütz befand, 1503 als Rittersitz und seit 1589 als Rittergut bezeichnet wurde. Im gleichen Jahr kaufte die Stadt Bautzen das Rittergut von Melchior von Kalkreuth. 1638 wurde es an Antonius Rosenhain als Pfand übergeben und erst 1708 wieder ausgelöst. Dreißig Jahre später kam es an die Familie von Döring, unter der 1842 der Bau des Herrenhauses veranlasst wurde. 1910 befand sich das Rittergut im Besitz der Familie Zimmermann. Letzter Besitzer des Ritterguts Purschwitz war Eberhard Jäckel.
1945 wurde Eberhard Jäckel enteignet. Der 1948 geplante Abriss konnte nach einem zwei Jahre dauernden Hin und Herr aufgrund von Wohnungsnot verhindert werden. Nachher diente das Schloss als Wohnraum, Gemeindeamt und Kinderkrippe. Ab 1962 wurde es als Schule genutzt.
Die Diakonie nutzte bis 2005 Teiles des Gutes zur Unterbringung von Behinderten.
Aktuell befindet sich das Schloss sich in Privatbesitz. Eine Weiterbildungseinrichtung nutzt Teile des Schlosses als Außenstelle. Hinter dem Schloss schließt sich ein Park an.
02627 Kubschütz OT Litten
1543 und damit verhältnismäßig spät wurde für Litten ein Rittersitz nachgewiesen. Dieser unterstand grundherrschaftlich zum damaligen Zeitpunkt dem Rittergut Kreckwitz. Um 1675 übte das Rittergut Purschwitz die Grundherrschaft über Litten aus, um 1777 übernahmen der Rat zu Bautzen und die Landvogtei Bautzen die damit verbundenen Rechte.
Über die geschichtliche Entwicklung des Rittersitzes Litten liegen keine weiten Informationen vor. Allerdings geht eine weitere Quelle davon aus, dass bereits 1237 mit der Ersterwähnung von Litten als Letonin bereits ein Herrensitz bestand.