Burkau: Vorwerk Neuhof

Vorwerk Neuhof

01906 Burkau OT Neuhof

Historisches

Für Neuhof konnte ein 1519 bestehen­der Rittersitz nach­ge­wie­sen wer­den. Im 18. Jahrhundert bestand noch ein Vorwerk. Das Vorwerk wurde zuletzt als Schäferei genutzt. 1945 wurde es durch Kriegseinwirkungen zerstört.

Weißenberg: Rittergut Nostitz

Rittergut Nostitz

Nr. 5 (Herrenhaus)
Nr. 3, 4, 5a, 6 (Wirtschaftsgebäude)
02627 Weißenberg OT Nostitz

Historisches

Das Rittergut Nostitz ist mit der Schlossruine Nostitz eng ver­bun­den. Der Herrensitz bestand bereits um 1280 und befand sich im Besitz der Herren von Nostitz. Die Herren von Baudissin erwar­ben den Herrensitz Nostitz 1439 und ver­kauf­ten ihn 1541 an die Familie von Gersdorff. Von ihnen erwar­ben die Herren von Ziegler und Klipphausen das Rittergut.

In den Napoleonischen Kriegen 1813 erlit­ten Schloss und Rittergut schwere Schäden. Zu die­sem Zeitpunkt befand sich das Rittergut Nostitz im Besitz von Johanna Wilhelmine Gottliebe Gräfin von Bressler. Sie ent­schied einer­seits, das Schloss nicht wie­der auf­bauen zu las­sen, und ande­rer­seits das Rittergut zu ver­le­gen. Es ent­stand ein neuer Gutshof mit einem neuen Herrenhaus am Ortsrand. Die Gräfin von Bressler brachte ihren Besitz 1857 in eine Familienstiftung ein. Das Rittergut Nostitz wurde spä­ter an den bür­ger­li­chen Landwirt Krause verkauft.

Nach 1945

Der letzte Gutsbesitzer Krause wurde 1945 ent­eig­net. Im Rittergut wur­den erst Vertriebene unter­ge­bracht, spä­ter diente es als Maschinen-​Traktoren-​Station, gefolgt von einem Landtechnikbetrieb und dem Gemeindeamt.

Nachwendezeit

Ab 1990 stand das Herrenhaus zunächst lange leer, kam dann an den Heimatverein, der Sanierungsarbeiten veranlasste.

Heutige Nutzung

Seit 2006 wird das Herrenhaus im Erdgeschoss gas­tro­no­misch genutzt, wäh­rend im Pferdestall Veranstaltungen statt­fin­den. Die Wirtschaftsgebäude ste­hen unge­nutzt und ver­fal­len zusehends.

Burkau: Rittergut Pannewitz

Rittergut Pannewitz

Am Schloss 1
01906 Burkau OT Pannewitz

Historisches

1262 bestand ein Herrensitz, der 1647 gleich­zei­tig als Vorwerk und Rittergut auf­ge­führt wurde. 1498 wurde Hans von Pannewitz als Besitzer erwähnt. Ab 1580, nach ande­ren Angaben ab Beginn des 17. Jahrhunderts, gehörte das Rittergut Rudolf von Bünau. Die Familie Zezschwitz erwarb das Rittergut 1650 und ver­äu­ßerte es 1671 an die Herren von Carlowitz, denen ab 1707 wei­tere Besitzer für jeweils meist nur wenige Jahre folg­ten. 1749 erwarb Johann Heinrich Simonis das Gut und ließ im fol­gen­den Jahr das Herrenhaus errich­ten. Ab 1790 folg­ten meh­rere wei­tere Besitzerwechsel, ehe ab 1850 für einen län­ge­ren Zeitraum die Familie Klahre und ab 1910 die 1945 ent­eig­nete Familie Schöne den Besitz übernahmen.

Nach 1945

Nach der Enteignung wurde das Herrenhaus bewohnt.

Nachwendezeit

Nach 1990 erwarb Christoph Steinmetz das Gutshaus. Er ver­an­lasste umfang­rei­che Sanierungsarbeiten am Herrenhaus.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus Pannewitz wird bewohnt.

Bautzen: Rittergut Oehna

Rittergut Oehna

Oehna 1, 1a
02625 Bautzen OT Oehna

Historisches

Der 1245 bestehende Herrensitz unter Rainoldus und Cunemundus de Eunowe wurde in ein Rittergut umge­wan­delt und 1599 als sol­ches urkund­lich erwähnt. Als Besitzer sind 1650 Hans Hennig von Blankenfeld, 1698 Adolph von Nostitz und 1768 Christoph Prenzel bekannt, unter wel­chem das Herrenhaus erbaut wurde. Sein Sohn und Nachbesitzer Johann Friedrich Prenzel erlangte 1801 den Rang eines Freiherrn.

Das Herrenhaus wurde 1813 bei Napoleons Feldzügen zer­stört und danach wie­der auf­ge­baut. Weitere Besitzer waren 1855 Theodor von Hennig, 1901 Wilhelm von Reese, 1910 Paul Kleeberg und ab 1914 die Familie Hentschel. Zwischen 1880 und 1885 ent­stan­den das Gutsverwalterhaus sowie die Wirtschaftsgebäude.

Heutige Nutzung

Das schloss­ähn­li­che Herrenhaus, das Gutsverwalterhaus mit dem ange­bau­tem Stallgebäude und Wirtschaftsgebäude sowie Reste der Toreinfahrt wur­den 2019 /​ 2020 abge­ris­sen. Vor Ort sind nur noch wenige Mauerreste vorhanden.

Burkau: Wasserburg & Rittergut Niederburkau

Wasserburg & Rittergut Niederburkau

Hauptstraße 148
01906 Burkau

Historisches

Das Rittergut Niederburkau geht auf eine frü­here Wasserburg zurück. Dabei dürfte es sich um den 1414 urkund­lich erwähn­ten Rittersitz handeln.

1676 kaufte Johann Ernst von Staupitz die 1627 nach­weis­ba­ren Vorwerke Ober- und Niederburkau und gab 1710 Niederburkau an sei­nen Sohn Carl Heinrich wei­ter. Dieser ver­äu­ßerte das Rittergut an den Kammerjunker Freiherr von Braun und Wartenberg. Nach vie­len wei­te­ren Besitzwechseln erwarb 1895 Johann Georg Gündel das Gut. Das Herrenhaus wurde um 1700 errichtet.

In der zwei­ten Hälfte des 19. Jahrhunderts bestan­den die Rittergüter Kleinburkau, Niederburka und Oberburkau parallel.

Nach 1945

1945 wurde Helmut Gündel durch die Bodenreform ent­eig­net. Das Herrenhaus wurde fortan als Mehrfamilienhaus genutzt.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus Niederburkau befin­det sich in Privatbesitz und wird nach wie vor bewohnt. Es besteht umfas­sen­der Sanierungsbedarf.

Bodendenkmalschutz

Die ehe­ma­lige Wasserburg befand sich im süd­li­chen bereich des Ritterguts und ist auf­grund von Überbauung nicht mehr vor­han­den. Lediglich tro­ckene Grabenreste sind noch auf­find­bar. Die Anlage wurde Ende 1971 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt.

Interessantes

Es hält sich die Sage, dass der Ritter Staupitz anno dazu­mal auf dem Rittergut Niederburkau ein­ge­mau­ert wurde und noch heute dort spukt.

Radibor: Wasserburg & Rittergut Milkwitz

Wasserburg & Rittergut Milkwitz

Nr. 26
02627 Radibor OT Milkwitz

Historisches

Die erste Erwähnung von Milkwitz erfolgte 1394 als Rittersitz. Dabei han­delte es sich um die ehe­ma­lige Wasserburg, die sich am heu­ti­gen nord­öst­li­chen Ortsrand des Gutspark befand und aus der das spä­tere Rittergut her­vor­ging. Als sol­ches wurde es 1580 erwähnt.

Der Milkwitzer Besitz befand sich im 15. Jahrhundert in den Händen der Familie von Metzradt, der die Familie von Haugwitz folgte. 1763 kam das Gut an die Freiherren von Riesch, unter denen um 1800 das Herrenhaus erbaut wurde. 1858 ist schließ­lich wie­der ein Rittergut belegt. Seit 1887 befand sich das Rittergut in den Händen der Adelsfamilie Vietinghoff-​Riesch, unter der um 1900 Umbauten am Herrenhaus vor­ge­nom­men wurden.

Nach 1945

Harald Freiherr von Vietinghoff-​Riesch wurde 1945 ent­eig­net. Das Herrenhaus wurde geplün­dert, das Rittergut an Neubauern aufgeteilt.

Nachwendezeit

Nach der poli­ti­schen Wende wurde das Herrenhaus von pri­vat erwor­ben und saniert.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus dient Wohnzwecken.

Bodendenkmalschutz

Die mit­tel­al­ter­li­che Wasserburg wird auch als Die Insel bezeich­net. Der um den Bühl ver­lau­fende Graben ist längst ver­lan­det. Schutz als Bodendenkmal besteht seit Anfang 1937, die­ser wurde Ende 1958 erneutert.

Weißenberg: Schloss Drehsa

Schloss Drehsa

Im Rittergut 1
02627 Weißenberg OT Drehsa

Historisches

Ein Rittergut Drehsa wurde erst­mals urkund­lich 1597 erwähnt.Von 1661 bis 1839 befand sich das Rittergut im Besitz der Familie von Metzradt. Unter ihr wurde im 18. Jahrhundert ein Herrenhaus errich­tet. Der fami­lie von Metzradt folg­ten die Freiherren von Magnus und die­sen wie­derum folgte 1885 Julius von Bleichröder, ein geadel­ter jüdi­scher Bankier. Unter ihm wurde das Schloss noch im glei­chen Jahr grund­le­gend umge­baut. Weiterhin ließ er einen Park nach eng­li­schem Vorbild anle­gen und die Wirtschaftsgebäude umbauen. 1889 erhielt die Scheune einen Wasserturm- Anbau.

Seit 1903 bewohnte die ver­mö­gende Elisabeth Fürstin  von Hanau und Gräfin von Schaumburg Schloss Drehsa. Im weit­läu­fi­gen Schlosspark befin­den sich Nibelungen-​Skulpturen von Siegfried mit Drache und Drachenhöhle, Brunhilde als Walküre sowie Wotan, wel­che die Fürstin auf­stel­len ließ. Unter ihr erfolgte 1907 die Anlage der Fürstengruft und 1911 ein wei­te­rer Umbau des Schlosses.

Nach 1945

Nach Kriegsende wurde Elisabeth Fürstin von Hanau und Gräfin von Schaumburg ent­eig­net und Schloss Drehsa bis 1947 durch die Sowjets genutzt. Danach diente es für zehn Jahre als TBC-​Heilstätte und nach­fol­gend als Kinderheim.

Nachwendezeit

Nachdem das Schloss lange Zeit leer stand und der Sanierung bedurfte, wur­den diese erfor­der­li­chen Arbeiten nach dem Verkauf in ade­lige Privathand im Jahre 2007 durch­ge­führt. Schloss Drehsa zeigt sich seit­her in vor­bild­li­chem Zustand. Bundesweites Aufsehen erregte 2013 der tra­gi­sche Tod des Eigentümers durch einen Aufsitzmäher.

Heutige Nutzung

Der Park ist in Privatbesitz und nicht für die Öffentlichkeit zugäng­lich. (Stand: 04/​2019)

Burkau: Rittergut Bocka

Rittergut Bocka

Auenweg 5
01906 Burkau OT Bocka

Historisches

Das 1670 erwähnte Rittergut befand sich bis 1747 in adli­gem Besitz und ging dann an die Familien Mucke und nach­fol­gend Herrmann über. 1818 wur­den die Wirtschaftsgebäude errich­tet und das Herrenhaus umge­baut. Seit 1868 befand sich das Rittergut im Familienbesitz der Familie Wehle.

Nach 1945

Das Rittergut Bocka fiel nicht unter die Bodenreform. Die Familie Wehle behielt es in ihrem Besitz, musste die Landwirtschaftsflächen jedoch an die LPG über­tra­gen. Auch die Ställe wur­den die LPG zur Viehhaltung genutzt.

Nachwendezeit

2002 wurde das Rittergut Bocka, das mitt­ler­weile leer und unge­nutzt stand, an den Besitzer des benach­bar­ten RittergutsNeustädtel ver­kauft. Dieser wie­derum ver­machte das Rittergut sei­nen Kindern.

Heutige Nutzung

Mittlerweile ist das Rittergut Bocka fast voll­stän­dig saniert. Neben Wohnzwecken wird es für die Durchführung von Seminaren genutzt und bie­tet zudem ein Gästehaus.

Bautzen: Rittergut Malsitz

Rittergut Malsitz

Talsperre Bautzen
02625 Bautzen OT Malsitz

Historisches

Malsitz war als Ort bereits im 15. Jahrhundert erwähnt. Zu den Besitzern gehör­ten die Herren von Baruth, Ulrich Wenzel von Bieberstein und Gottlob Ehrenreich von Ziegler und Klipphausen. Das Herrenhaus wurde im 18. Jahrhundert erbaut. 1852 wech­sel­ten die Besitzer, nach­dem Franz-​Rudolf von Uckermark-​Bendeleben das Rittergut an Heinrich Karl Müller ver­kaufte. Das Rittergut ver­fügte über weit­läu­fige Flächen.

Nach 1945

Im Zweiten Weltkrieg wur­den Herrenhaus und Rittergut zer­stört. Das Rittergut ist nicht mehr vor­han­den. Es wurde in den frü­hen 1970er Jahren mit­samt dem Ort auf­grund des Baus der Talsperre Bautzen abge­tra­gen. Mehrere Jahrzehnte lag der ehe­ma­lige Ort unter Wasser im Stausee der Talsperre Bautzen.

Bei Wasserniedrigstand oder wenn gezielt Wasser aus der Talsperre abge­las­sen wird, tau­chen die Reste des Dorfes und des Ritterguts wie­der auf. Die Überreste von Malsitz lie­gen nörd­lich der Vogelinsel.

Radeberg: Vorwerk Kleinerkmannsdorf

Vorwerk Kleinerkmannsdorf

01454 Radeberg OT Kleinerkmannsdorf

Historisches

1521 gelangte das Vorwerk, damals ein Einzelgut, in den Besitz des Klosters St. Afra in Meißen. Eine erneute Erwähnung gab es 1551. Aus dem Vorwerk ent­wi­ckelte sich im Laufe der Zeit das Dorf Kleinerkmannsdorf. Vom Vorwerk selbst ist heute nichts mehr vorhanden.