Vorwerk Ungunst
02929 Rothenburg OT Ungunst
Historisches
Das Vorwerk wurde 1777, möglicherweise bereits auch schon 1725, schriftlich erwähnt.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Landkreis Görlitz
02929 Rothenburg OT Ungunst
Das Vorwerk wurde 1777, möglicherweise bereits auch schon 1725, schriftlich erwähnt.
Rittergut KleinradmeritzSchlossweg 4 (Schloss)
Schlossweg 1 (Gutsverwalterhaus)
02708 Löbau OT Kleinradmeritz
Das Rittergut Kleinradmeritz wurde 1402 als Rittersitz erwähnt und 1581 als Rittergut benannt. Seit 1679 befand sich das Rittergut im Besitz der Familie von Gersdorff. 1794 kam es an Karl Florian von Thielau, der 1815 An- und Umbauten vornehmen ließ, und 1849 an Maria Paulowna Großherzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach, die das Rittergut in eine Familienstiftung einbrachte. 1913 wurde diese Familienstiftung aufgelöst und die seit 1679 vereinten Güter Buda, Fritzkau und Kleinradmeritz wurden getrennt. Die Familie Günther erwarb Kleinradmeritz.
Die Familie Günther wurde 1945 im Zuge der Bodenreform enteignet, die landwirtschaftlichen Flächen aufgeteilt. Im Herrenhaus wurden Wohnungen, Kino, Kindergarten, Gemeindeverwaltung und Konsum untergebracht. 1965 wurde ein Turm des Ritterguts abgetragen.
Seit 2002 befindet sich das Herrenhaus in Privatbesitz. Die Sanierung erfolgte schrittweise. Die Wirtschaftsgebäude unterliegen unterschiedlichen Eigentumsverhältnissen. 2006 stürzte ein Scheunendach ein. 2021 sollte das ehemalige Gutsverwalterhaus für mindestens 7.000 € versteigert werden.
Das Herrenhaus wird bewohnt, der Park befindet sich in gepflegtem Zustand. Die Ländereien werden von einer Landwirtin bewirtschaftet.
02708 Löbau OT Buda
Für Buda wurde ein Herrensitz im Jahre 1416 genannt. Im 18. Jahrhundert entstand ein Vorwerk, welches ab 1875 als Rittergut ohne Gebäude bezeichnet wurde. Seit 1679 befand sich das Rittergut im Besitz der Familie von Gersdorff. 1794 kam es an die Familie von Thielau, 1849 an Maria Paulowna Großherzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach. 1913 wurde die Familienstiftung aufgelöst und die seit 1679 vereinten Güter Buda, Fritzkau und Kleinradmeritz wurden getrennt.
Hauptstraße 119
02763 Zittau OT Wittgendorf
Wittgendorf wurde 1405 als Rittersitz beschrieben. Die Informationslage ist jedoch überaus spärlich. Der Rittersitz steht vermutlich im Zusammenhang mit dem Vorwerk, welches sich nahe der Kirche befand.
Das Vorwerk, ein Vierseitenhof, ist heute noch vorhanden.
Schulstraße 7
02906 Waldhufen OT Jänkendorf
Möglicherweise bestand bereits um 1390 ein Herrensitz in Jänkendorf. Die Familie von Nostitz besaß das Jänkendorfer Rittergut ab dem frühen 15. Jahrhundert bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts. Während dieser Zeit wurde 1725 das Herrenhaus erbaut. Der Familie von Nostitz folgten weitere Besitzer, bis das Rittergut 1791 von der Witwe Johanna Friederike von Schönberg gekauft wurde. Sie war eine geborene Freiin von Fletscher und fühlte sich von der Herrnhuter Gemeinschaft angezogen. In zweiter Ehe heiratete sie Heinrich XXXVII. Graf Reuß, der nach ihrem Tod 1815 das Rittergut Jänkendorf übernahm. Das Rittergut verbließ bin 1945 im Besitz der Grafenfamilie Reuß und wechselte innerhalb dieser mehrfach den Besitzer.
Nach der Enteignung wurden zunächst Flüchtlinge, kurz später eine Schule im Herrenhaus untergebracht. Nach einem Brand 1958 wurde das Herrenhaus wieder aufgebaut und mit einem Anbau versehen. Drei Jahre später wurde der Schulbetrieb wieder aufgenommen.
Im Jahre 2009 wurde die Schule verlegt und das Herrenhaus freigezogen.
Das Herrenhaus steht leer.
Rittergut DürrbachAm Waldessaum 13+14
02906 Boxberg OT Dürrbach
Das Rittergut wurde 1527 erstmals urkundlich erwähnt. Es gelangte 1603 an die Herrschaft in Eselsberg, wo es sich bis 1626 befand. Da das Rittergut später zu Jahmen gehörte, existiert lediglich ein Pächterhaus. Im späten 19. beziehungsweise frühen 20. Jahrhundert befand sich das Rittergut im Besitz der Braunkohle- und Brikett-Industrie AG Berlin und wurde von Hugo Stinnes gepachtet.
Hugo Stinnes wurde 1945 im Rahmen des Vollzugs der Bodenreform enteignet.
Heute befindet sich das Rittergut mit seinen vier Wirtschaftsgebäuden in ruinösem Zustand.
An der Dorfstraße 6
02894 Reichenbach OT Mengelsdorf
Das Rittergut wurde 1580 erwähnt, als die Familie von Gersdorff, bis dahin im Besitz von Mengelsdorf, ihren Besitz veräußerte. Vermutlich bestand das Gut bereits im 14. Jahrhundert. Nach mehreren Besitzerwechseln kam das Rittergut an die Familie von Loeben, die nach einem Brand des Rittergutes 1741 dieses wieder aufbauen ließ. Hierbei handelte es sich um das heute sogenannte Alte Schloss. An ihm wurden 1860 Umbauten getätigt. Dies geschah unter Georgine Louise Dorothea Hüpeden, die das Rittergut ein Jahr zuvor erworben hatte. Außerdem veranlasste sie ebenfalls 1860 den Anbau eines weitläufigen und als Neues Schloss bezeichneten Gebäudeteils. Nach ihr gab es weitere Besitzerwechsel. Es folgten Louis Hüpeden, Dr. Zemke, Major von Tiedemann und Richard Güterbock.
Der letzte Eigentümer, Herr Tannenberger, wurde 1945 enteignet. Die LPG nutzte den Gutshof, das Schloss diente seit 1947 der Caritas als Alten- und Pflegeheim. 1952 wurde an das Schloss eine kleine katholische Kapelle angebaut.
Nach der 1996 und 1997 durchgeführten Sanierung wurde das Heim in eine sozialtherapeutische Wohnstätte umgewandelt.
Der Schlosskomplex beherbergt nach wie eine sozialtherapeutische Wohnstätte. Das Rittergut befindet sich in Privatbesitz und ist sanierungsbedürftig.
Schlossplatz
02929 Rothenburg
1361 wurde in der bereits gegründeten Stadt ein Herrensitz unter Elizabet de Rotinberc erwähnt, der später zum Rittergut erhoben und als solches 1586 erwähnt wurde. Der Herrensitz befand sich seit der Mitte des 13. Jahrhunderts im Besitz der Herren von Rothenburg. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts ging der Herrensitz an die Familie von Nostitz über. Weitere Besitzer waren ab 1607 die Herren von Rechenberg, ab 1620 Friedrich von Salza, ab 1651 die Familie von Horn, ab 1673 erneut die Familie von Nostitz, ab 1686 Hanns Heinrich Graf von Hohberg und ab 1710 Gottfried Schneider. Nach seinem Tod übernahm 1740 Caspar Christian Henrici das Rittergut. Nach ihm wechselten die Besitzer wieder häufig.
Ab 1764 war Carl Andreas von Meyer zu Knonow als Besitzer bekannt, ab 1785 Johann Christian Friedrich von Eicke und ab 1790 die Grafenfamilie von Brühl. Christan Friedrich von Schrickell erwarb das Rittergut 1796. Zwei Jahre später kam es zu einem Großbrand auf dem Gutshof, welcher in der Folge komplett abbrannte. Henriette von Kölichen erwarb das Rittergut 1804 und verkaufte es bereits im Folgejahr an Ernst Heinrich Graf von Hagen.
Unter einem von beiden wurde auf den Grundmauern des abgebrannten Schlosses 1805 ein neues Schloss errichtet. Dieses gelangte schon 1806 an Friedrich Johann August Erdmann von Kutschenbach und 1820 an die Familie Körber. Freiherr Wigand Adolph von Gersdorff erwarb das Schloss 1840 und veranlasste Ausbauarbeiten. Nach ihm befand sich Schloss Rothenburg ab 1857 im Besitz von Otto und Gustav von Gersdorff, ab 1870 im Besitz von Rudolph Hermann Schade und ab 1880 im Besitz der Familie von Martin.
1945 erfolgte die Enteignung von Hans von Martin. Das Schloss wurde mitsamt seinen Wirtschaftsgebäuden zwischen 1946 und 1947 abgerissen.
Es sind nur noch Mauerreste vorhanden.
Oppelner Weg 2
02708 Löbau OT Bellwitz
Der 1312 erstmals unter Ludwig von Bellwitz genannte Herrensitz wird seit 1572 als Rittergut bezeichnet. Er befand sich lange Zeit im Besitz der Familie von Gersdorff, die noch 1730 als Besitzer verzeichnet war. 1743 gelangte das Rittergut Bellwitz an Johann Georg Adolph von Heldreich, unter dem im gleichen Jahr noch der Bau des Schlosses erfolgte. Die Familie von Heldreich behielt das Rittergut Bellwitz mit seinem Schloss bis 1945 in Familienbesitz. 1791 erhielt das Schloss einen Anbau unter Hans Gottlob von Heldreich. 1859 und 1860 wurde das Herrenhaus unter Carl Theordor Emil von Heldreich erneut umgebaut und erhielt sein heutiges Aussehen mit Renaissancegiebeln.
Nach 1945 wurde das Schloss als Wohngebäude für Neubauern und als Konsum genutzt. Der Turmaufsatz musste 1985 wegen Baufälligkeit abgetragen werden. Ein Anbau, der dem Schloss hinzugefügt werden sollte, wurde bis zur Wende nicht fertiggestellt.
Die Gemeinde benötigte das Schloss Bellwitz nicht und bot es in einer Versteigerung an. Das Schloss kam in den Besitz eines Österreichers, der allerdings keine Sanierung veranlasste. 2002 erfolgte abermals eine Versteigerung und Schloss Bellwitz kam an einen französischen Unternehmer. Aber auch unter diesem tat sich bislang nichts zum Erhalt des Schlosses.
Schloss Bellwitz steht seit vielen Jahren leer und befindet sich in einem dementsprechenden Zustand.
Zum Gutshof 20a
02929 Rothenburg OT Niederneundorf
Das Niederneundorfer Rittergut bestand bereits 1544. Es wurde 1885 wiederholt benannt. Möglicherweise bestand bereits 1367 ein Herrensitz in Niederneundorf.
Herrenhaus und Wirtschaftshof wurden 1945 völlig zerstört. Das Herrenhaus wurde daraufhin abgetragen.
Erhalten ist ein saniertes, bewohntes Wirtschaftsgebäude.