Elstertrebnitz: Rittergut Tannewitz

Rittergut Tannewitz

04523 Elstertrebnitz OT Tannewitz

Historisches

Das Rittergut wurde 1791 erwähnt. Es exis­tierte aller­dings bereits 1350 ein Vorgängerbau. Im 18. Jahrhundert wurde das Rittergut Tannewitz vor­über­ge­hend als Vorwerk bezeich­net, ehe es spä­tes­tens ab 1875 wie­der den Status eines Ritterguts inne hatte.

Elstertrebnitz: Schloss Trautzschen

Schloss Trautzschen

04523 Elstertrebnitz OT Trautzschen

Historisches

Trautzschen diente bereits 1209 als Herrensitz unter Conradus de Druchin. 1217 ist Arnoldus in Drusen auf dem Herrensitz Trautzschen erwähnt. 1446 ist für Trautzschen ein Rittersitz, ab 1548 ein Rittergut nachweisbar.

Frohburg: Herrensitz Trebishain

Herrensitz Trebishain

04654 Frohburg OT Trebishain

Historisches

1269 wurde Trebishain als Herrensitz unter Heinricus de Trebenshain nach­ge­wie­sen. Die Grundherrschaft wurde spä­tes­tens ab 1551 von unter­schied­li­chen Rittergütern ausgeübt.

Rötha: Vorwerk Crossen

Vorwerk Crossen

04579 Rötha OT Crossen

Historisches

Das Vorwerk wurde 1834 sowie 1905 urkund­lich erwähnt. Das Vorwerk exis­tiert nicht mehr, die Flächen fie­len 1988 dem Braunkohleabbau zum Opfer.

Rötha: Wallburg Großpötzschau

Wallburg Großpötzschau

Malberg, Wahlberg, Wallberg
04579 Rötha OT Pötzschau

Historisches

1206 wurde ein Herrensitz erwähnt, bei dem es sich um eine Befestigungsanlage in Form einer Wallburg han­delte, die zu Schutz- und Repräsentationszwecken genutzt wurde. Diesem Herrensitz ist ver­mut­lich Everhardus de Beschowe zuzuordnen.

Obwohl 1445 ein Rittersitz nach­weis­bar war, hatte sich aus der Befestigungsanlage in Großpötzschau kein bedeu­ten­der Adelssitz her­aus ent­wi­ckelt. Vielmehr wurde die Wallburg in spä­te­rer Zeit wie­der auf­ge­ge­ben. Die Grundherrschaft über das Dorf wurde nach­fol­gend vom Rittergut Rötha ausgeübt.

Die Wallburg ver­fügte ursprüng­lich offen­bar über eine Vorburg. Erhalten sind ein Turmhügel mit ca. 40 m Durchmesser und ca. 4 m Höhe sowie ein Graben in der Göselaue nord­west­lich vom Dorfkern. Der Graben ist ver­flacht und größ­ten­teils tro­cken­ge­legt. Der Außenwall ist kaum noch erkennbar.

Bodendenkmalschutz

Die Wallburg Großpötzschau wurde erst­mals Anfang 1936 und erneut 1958 als Bodendenkmal geschützt.

 

Elstertrebnitz: Unteres Rittergut Elstertrebnitz

Unteres Rittergut Elstertrebnitz

Nr. A 21
04523 Elstertrebnitz

Historisches

Die Stadt Pegau erwarb 1535 das Gut, wel­ches spä­ter als Rittergut Unteren Teils bezeich­net wurde. 1626 erwarb die Familie Schadder den Besitz und ver­kaufte ihn 1724 an den kur­fürst­li­chen Leibarzt Troppaneger, des­sen Söhne das Rittergut ein Vierteljahrhundert dar­auf an die Familie Schindler ver­äu­ßer­ten. 1763 kaufte Christian Gotthold Bennemann das Rittergut Unteren Teils und erwarb einige Jahre dar­auf auch das Rittergut Oberen Teils. 1809 erbte Siegismund Germann das Untere Rittergut, wäh­rend das Obere Rittergut an den Pfarrer Scheibe ging. 1835 wur­den die Nutzflächen des Oberen Rittergutes am Rittergut Unteren Teils ange­schlos­sen. Germanns Sohn ver­kaufte 1841 an Christian Eduard Küchler. Ihm folgte bis 1899 seine Tochter Sidonie Dattan, nach deren Tod wie­derum ihre Tochter Frieda Paula Sidonie Buchner das Rittergut über­nahm. 1914 ging das Rittergut an das Land Sachsen, 1925 über­nahm es die Aktiengesellschaft Sächsische Werke.

Nach 1945

Die AG Sächsische Werke wurde 1945 enteignet.

Heutige Nutzung

Im sanier­ten Herrenhaus befin­den sich Wohnungen.

Frohburg: Rittergut Flößberg Unterer Teil

Rittergut Flößberg Unterer Teil

Am Berg 12
04654 Frohburg OT Flößberg

Historisches

Der 1206 urkund­lich erwähnte Herrensitz befand sich im Besitz der Herren von Flügelsberg, einem Zweig der Burggrafen von Altenburg. Die Familie von Haugwitz über­nahm den 1445 als Rittersitz bezeich­ne­ten Besitz 1449, erhob ihn 1551 zum Rittergut mit Vorwerk und ver­kaufte einen Teil des Grundbesitzes 1617 (nach einer ande­ren Quelle bereits 1606), wodurch die Rittergüter obe­ren und unte­ren Teils entstanden.

Von 1738 bis 1808 befan­den sich die bei­den Teile des trotz­dem nicht wie­der­ver­ei­nig­ten Rittergutes in den Händen der von Dörings, denen die Familie von Schlieben und 1905 Friedrich Max Georgie sowie spä­ter des­sen Nachkommen folg­ten. Im Rahmen der Bodenreform fand 1945 die Enteignung statt.

Unterer Teil

Die Familie von Milkau erwarb den unte­ren Teil 1617 und ver­kaufte ihn 1695 an die Familie von Kötteritz.

Heutige Nutzung

Die vor­ma­li­gen Rittergutsgebäude befin­den sich heute in Privateigentum und wer­den bewohnt. Durch umfang­rei­che Umbauten wur­den sie stark verändert.

Neukieritzsch: Schloss Deutzen

Schloss Deutzen

04574 Neukieritzsch OT Deutzen

Historisches

1238 wurde ein Herrensitz unter Herwicus de Dycin erwähnt. 1318 wurde eine mit­tel­al­ter­li­che Wasserburg erwähnt, die als Vorgängerbau des Schlosses gilt. 1370 war ein Rittersitz unter den Brüdern Conradus und Lutherus de Wizzenbach und ab 1548 ein Rittergut bekannt. Der Rittergutsbesitzer Georg Christoph von Braun errich­tete 1717 eine zwei­ge­schos­sige drei­flü­ge­lige Schlossanlage. Eine andere Quelle belegt die­sen Bau mit dem Jahr 1721. Zu den Besitzern zähl­ten die Familien von Bernstein, von Arnim, von Braun, Querner, von Holleufer und Francke.

Heutige Nutzung

Das Schloss ist nicht mehr vor­han­den und befand sich in Altdeutzen. Das Gebiet wurde für den Kohleabbau in den 1960er Jahren abge­tra­gen. Heute befin­det sich dort das Speicherbecken Borna, im Volksmund auch “Adria” genannt.

Rötha: Schloss Mölbis

Schloss Mölbis

Mölbiser Hauptstraße 34
04579 Rötha OT Mölbis

Historisches

1230 erfolgte die Ersterwähnung eines Herrensitzes unter Hermannus de Melebuz. Der Herrensitz wurde 1445 als Rittersitz unter Hans von Draschewicz zcu Melbiß erwähnt und befand sich um 1488 im Besitz von Melchior von Etzdorf sowie um 1574 im Besitz von Georg von Haugwitz. 1579 ging er an Innocenz von Starschedel über und ver­blieb bis Mitte des 17. Jahrhunderts in Familienbesitz.

Ein wei­te­rer Besitzer war ab 1670 Wolf von Gustedt. Nachdem Ursula von Gustedt Ende des 17. Jahrhunderts Christoph Dietrich Bose den Älteren gehei­ra­tet hatte, gelangte das Rittergut Mölbis, als sol­ches erst­mals 1696 nach­weis­bar, in den Besitz der Familie von Bose. 1708 über­nahm Adam Heinrich Bose den Rittergutshof und ließ 1714 /​ 1717 das Schloss neu errich­ten. Unter ihm wurde auch der Park angelegt.

Das Rittergut Mölbis wurde inner­halb der Familie (von) Bose wei­ter­ver­erbt und von Carl Adam Heinrich von Bose 1789 an Wilhelm Conrad Lange ver­kauft. Dieser behielt den Grundbesitz nur wenige Jahre. Ihm folg­ten Ernst August von Wilke und Leopold Friedrich von Görne. 1798 kam es an den säch­si­schen Rittmeister Christian Adolf von Hopfgarten, 1816 an Joachim Friedrich Gustav Brandt von Lindau. Dessen Erben ver­äu­ßer­ten das Rittergut Mölbis 1855 an den Kaufmann Georg Wilhelm Wünning.

Der nächste Besitzer war Alfred Rudolf Stentzler. Er ver­machte das Rittergut 1932 sei­ner Gattin Flora Stentzler. Diese wie­derum musste den Gutshof 1937 an die Aktiengesellschaft Sächsische Werke ver­kau­fen, da große Flächen des Ritterguts zur Errichtung eines Braunkohle- und Kraftwerks benö­tigt wurden.

Nach 1945

Schloss und Rittergutsgebäude blie­ben von den Bombenangriffen ver­schont. Eine andere Quelle wie­derum berich­tet, dass das Schloss 1945 beschä­digt wurde. Nach der Enteignung 1945 wurde das Schloss Mölbis ein Jahr spä­ter abge­ris­sen. Einer ande­ren Quelle zufolge erfolgte der Abriss 1948.

Heutige Nutzung

Die um 1714 erbaute Orangerie des Rittergutes ist noch erhal­ten. Sie ist saniert und wird zu Wohnzwecken sowie für Veranstaltungen und Vereine genutzt.