Vorwerk Müdisdorf
09638 Lichtenberg OT Müdisdorf
Historisches
Bei dem 1567 urkundlich erfassten Vorwerk Müdisdorf soll es sich um ein von jeher unbebautes Vorwerk gehandelt haben. Es gab offenbar lediglich landwirtschaftliche Flächen.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Landkreis Mittelsachsen
09638 Lichtenberg OT Müdisdorf
Bei dem 1567 urkundlich erfassten Vorwerk Müdisdorf soll es sich um ein von jeher unbebautes Vorwerk gehandelt haben. Es gab offenbar lediglich landwirtschaftliche Flächen.
Kirchgasse 1a
09244 Lichtenau OT Niederlichtenau
Das Vorwerk Niederlichtenau wurde 1562 erwähnt und bestand noch im 18. Jahrhundert. Das Wohnhaus wurde im 19. Jahrhundert erbaut.
Das sanierungsbedürftige Wohnhaus diente zuletzt Wohnzwecken.
Gorschmitz 1
04703 Leisnig OT Gorschmitz
Die erste Nennung von Gorschmitz als Herrensitz erfolgte 1278 unter Jacobus de Cortzemiz. 1290 erfolgte die Erwähnung als Erbgut des Klosters Buch. Die Besitzer wechselten mehrfach, unter anderem besaßen ab 1504 Ambrosius Pesseler und ab 1628 Matthes Braun das Rittergut Gorschmitz. 1684 kaufte an Georg Hoffmann, der durch Glücksspiel zu Geld gekommen war. Er baute das zu diesem Zeitpunkt ausgebrannte und ruinöse Rittergut wieder auf. Nach seinem Tod 1699 wechselten die Besitzer erneut mehrfach.
Nach Friedrich Seyfried kam das Rittergut 1764 an die Familie Petzsch, die das Rittergut nunmehr über mehrere Generationen bis 1901 in ihrem Besitz behielt. In jenem Jahr erwarb Hermann Nitzsche den Hof und verkaufte ihn nur fünf Jahre später an Wilhelm Heinrich Schroeder. 1932 vermachte dieser das Rittergut Gorschmitz seinem Schwiegersohn Wilhelm Krüger, der bis 1945 Besitzer blieb und das Rittergut bewirrtschaftete.
Wilhelm Krüger wurde 1945 enteignet. 1947 wurden das Dach sowie zwei Geschosse des Herrenhauses durch die Gemeinde abgetragen.
Das Herrenhaus wird bewohnt, die Wirtschaftsgebäude befinden sich in sanierungsbedürftigem Zustand.
Biensdorfer Straße 12a/12b
09244 Lichtenau OT Biensdorf
Das 1465 erwähnte “Forwerk Bermisdorf” ist ein Vierseithof und bestand noch im 19. Jahrhundert. Die einstige Errichtung des Vorwerks erfolgte vermutlich zum Schutz der Bergleute und ihrer Familien.
Erhalten sind ein Wohnstallhaus sowie zwei Wirtschaftsgebäude und eine Scheune.
Kirchweg / Alte Augustusburger Straße
09573 Leubsdorf OT Hohenfichte
Der kurfürstliche Wildmeister Georg Günther kaufte 1680 mehrere Grundstücke auf und legte diese zu einem Vorwerk zusammen. Seine Bedeutung lag in der Bereitstellung von Reisepferden für den sächsischen Hof. 1688 gelangte das Vorwerk zunächst in den Besitz des Herrn Pitterlin, später befand es sich im Besitz der Familien von Zanthier und von Schütz. Ca. 1800 kaufte Johann Christoph Grundmann das Rittergut. Es brannte 1807 an und wurde wieder aufgebaut. 1839 vererbte er es seinem Sohn. Ihm folgten 1869 wiederum dessen Sohn und später dessen Witwe Berta Natalie Grundmann. 1901 wurde das Rittergut an den Spinnereibesitzer Paul Oskar Hauschild verkauft. Nur fünf Jahre später kam Gut in die Hände seines Sohnes Fritz Oskar Hauschild.
Fritz Oskar Hauschild wurde 1947 enteignet. Schon 1944 hatte er Wertgegenstände aus Silber unter den Dielen des Herrenhauses versteckt, welche 2000 bei Sanierungsarbeiten entdeckt und geborgen wurden. Das Rittergut wurde nach der Enteignung in einen Staatszuchtbetrieb umgewandelt und für Pflanzenproduktion und Tierzucht genutzt.
Nach der Auflösung des Staatszuchtbetriebes 1990 wurde das Rittergut bis 1994 als Landgut des Kreises Flöha betrieben. Zwei Jahre später gelangte es in Privatbesitz und wurde denkmalschutzgerecht saniert und rekonstruiert.
Das Nutzungskonzept sieht Wohn- und Büroflächen im Herrenhaus sowie eine multifunktionale Nutzung der Wirtschaftsgebäude vor.
Auerswalder Hauptstraße 221
09244 Lichtenau OT Auerswalde
Dem Herrenhaus vorgelagert befand sich eine mittelalterliche Wasserburg, welche von einem wasserführenden Graben umgeben war. Als Herrensitz unter Otto des Vrswalde wurde Auerswalde mit eben dieser Burganlage erstmals um 1248 erwähnt. Die Herren von Auerswalde sind erstmals 1263 urkundlich bezeugt. Sie behielten Auerswalde bis 1595 in Familienbesitz. 1445 wurde der Herrensitz als Rittersitz und seit 1551 als Rittergut erwähnt. Im Jahre 1596 erfolgte die Veräußerung an Moritz von Schönberg über.
Nach der 1632 erfolgten Zerstörung des Rittergutes wurde der Wiederaufbau vorgenommen. 1724 ging das Rittergut an den Reichsgrafen Christoph Heinrich von Watzdorf über. 1764 (andere Quelle: 1772) ging das Rittergut Auerswalde durch Erbe an den Grafen Vitzthum von Eckstädt über. Um 1800 erfolgte unter Friedrich August Graf Vitzthum von Eckstädt ein Neubau des Herrenhauses. Das Herrenhaus wurde durch einen Pächter bewohnt, die Grafenfamilie lebte auf Schloss Lichtenwalde. In den 1920er Jahren erfolgten Umbauten.
1945 wurde die Grafenfamilie Vitzthum von Eckstädt enteignet. Im Herrenhaus waren Notwohnungen im Gutskomplex eingerichtet. Später erfolgte ein teilweiser Abriss der Gutsgebäude. Rückwärtig befinden sich Grünflächen mit einem Teich.
Das Herrenhaus war durch die vielfältige Nutzung als Wohnhaus, Kindergarten und Bibliothek in die jahre gekommen. 2001 wurde es von einem Unternehmer erworben und bis 2002 umfassend saniert.
Das Gutshaus Auerswalde dient Wohn- und Gewerbezwecken.
Die Wasserburg befand sich westlich des heutigen Herrenhauses. Der einst wasserführende Graben ist verfüllt. Es besteht für das 1971 unter Bodendenkmalschutz gestellte Areal Grabungsschutz, so dass ein weiteres Erforschen der Wasserburg nicht möglich ist.
04703 Leisnig
Das Vorwerk Döhlen wurde im Jahre 1391 erstmals erwähnt. 1403 erfolgte der Verkauf an die Stadt Leisnig. Bei der erneuten Nennung um 1504 wurde das Vorwerk als wüst bezeichnet. Es ist nichts mehr vorhanden.
Ringelteich
Dorfstraße | Alte Dorfstraße
09638 Lichtenberg
Die Wasserburg Lichtenberg entstand vermutlich im 14. Jahrhundert und wurde um 1445 als Rittersitz erwähnt. Sie gehörte aufgrund ihrer Lage zu den Niederungsburgen und stand als solche möglicherweise im Zusammenhang mit der Burg Lichtenberg, die als Höhenburg das Pendant gebildet haben könnte. Von dem Bau der eigentlichen Burg ist nichts mehr erhalten. Der bestehende Damm könnte möglicherweise ein Außenwall gewesen sein.
Der Teich wurde zwischenzeitlich als Badeteich genutzt und dadurch auch instand gehalten, jedoch könnte ein anhaltender Wassermangel zur langsamen Verlandung führen.
Ein etwa vier Meter breiter und bis zu einem Meter hoher Außenwall oder Damm zeugt ebenfalls noch von der einstigen Wehranlage, die als Bodendenkmal 1980 unter Schutz gestellt wurde.
09638 Lichtenberg
Das Vorwerk wurde im 18. Jahrhundert genannt.
Das Herrenhaus wurde nach 1945 abgerissen. Vom Gebäudekomplex ist nichts mehr vorhanden.
09306 Königsfeld OT Köttwitzsch
Das zum Rittergut Königsfeld gehörende Vorwerk Köttwitzsch wurde 1618 durch Georg Heinrich von Ende erbaut und als Schäferei genutzt.
Vom Vorwerk ist nichts mehr erhalten, es wurde mit Nachkriegsbauten überbaut.