Belgern-​Schildau: Wasserburg & Schloss Oelzschau

Wasserburg & Schloss Oelzschau

Hauptstraße 17
04874 Belgern-​Schildau OT Oelzschau

Historisches

Für Oelzschau wurde erst­mals 1480 ein Rittersitz erwähnt. Hierbei han­delte es sich um eine Wasserburg als Ursprungsbau. Aus die­sem ent­wi­ckelte sich ein Rittergut, wel­ches 1552 nach­ge­wie­sen wer­den konnte. Das Schloss erlitt große Schäden im Dreißigjährigen Krieg und wurde 1668 wie­der auf­ge­baut. Für einige Zeit wurde das Rittergut in ein Kammergut umge­wan­delt, ab 1816 war jedoch erneut das Rittergut belegt.

Nach 1945

Nach 1945 wurde das Schloss als Schule genutzt.

Heutige Nutzung

Das Schloss befin­det sich in Privatbesitz. 2010 wurde der im Schlosspark gele­gene Eiskeller, der ver­mut­lich in der zwei­ten Hälfte des 17. Jahrhunderts erbaut wurde, saniert.

Bodendenkmalschutz

Die Wasserburg ist mit dem Schloss über­baut. Erhalten ist ein huf­ei­sen­för­mi­ger Teich. Bodendenkmalschutz besteht für das Areal seit Anfang 1982.

Torgau: Kurfürstliches Gestüt mit Gutshaus Graditz

Kurfürstliches Gestüt mit Gutshaus Graditz

Gestütsstraße 65
04860 Torgau OT Graditz

Historisches

Das Gutshaus wurde 1722 von Matthäus Daniel Pöppelmann erbaut. Auf dem Gelände befin­det sich das über 300jährige Kurfürstliche Gestüt. Vormals wurde das Gutshaus zeit­weise als Kino und Turnhalle genutzt.

Nachwendezeit

2002 erfolgte die Sanierung des Komplexes.

Heutige Nutzung

Das Gutshaus Graditz und seine Nebenanlagen wer­den für ver­schie­dene Veranstaltungen genutzt.

Wermsdorf: Jagdschloss Wermsdorf

Jagdschloss Wermsdorf

Altes Jagdschloss 1
04779 Wermsdorf

Historisches

Das Jagdschloss wurde auf einem vor­ma­li­gen Rittergutsgelände zwi­schen 1608 und 1609 unter Kurfürst Christian II. erbaut. Schon ab 1617 fan­den bis 1626 andau­ernde Umbauarbeiten statt, die Kurfürst Johann Georg I. in Auftrag gege­ben hatte. Nach der Fertigstellung nutzte er das Schloss nur zwei Jahre lang. 1639 wurde das Schloss zer­stört, als schwe­di­sche Truppen es in Brand steckten.

Die Verwaltung des Amtes Mutzschen wurde 1681 ins Schloss ver­legt, das vier Jahre spä­ter dem Kurfürsten erneut als Wohnsitz diente. 1696 erhielt der Statthalter von August dem Starken, Fürst Egon von Fürstenberg, das Schloss von die­sem auf Lebenszeit. Nach von Fürstenbergs Tod 1716 über­nahm August der Starke das Schloss wie­der und lies es aus­bauen. Mit dem Bau der Hubertusburg ab 1721 ver­lor das Schloss seine Bedeutung und diente bis 1873 als Verwaltungssitz. Im fol­gen­den Jahr ver­an­lasste König Albert Umbauten zum Jagdschloss, das ab 1918 Wohnraum bot.

1932 erfolgte die Zwangseingemeindung des bis dahin selb­stän­di­gen Gutsbezirkes in die Gemeinde Wermsdorf. Noch bis 1933 diente das Jagdschloss als Erholungsheim für säch­si­sche Beamte, im nächs­ten Jahr zogen eine Reitschule sowie eine Fahrschule ins Schloss ein.

Nach 1945

Nach Kriegsende 1945 wur­den im Schloss Flüchtlinge unter­ge­bracht, ab 1946 wurde es als Erholungs- und Kinderheim genutzt, 1950 zogen meh­rere Ämter ein.

Nachwendezeit

1996 ging das Jagdschloss Wermsdorf an die Gemeindeverwaltung Wermsdorf über, die zwi­schen 1999 und 2002 umfas­sende Sanierungsarbeiten veranlasste.

Heutige Nutzung

Momentan befin­den sich im Jagdschloss Wermsdorf die Gemeindeverwaltung, ein Reitstall sowie ein Archiv.

Belgern-​Schildau: Burg Belgern

Burg Belgern

Pfarrstraße 1–3
04874 Belgern-​Schildau OT Belgern

Historisches

Erstmals erwähnt wurde die Burg 1309, als sie in ein Kloster umge­wan­delt und durch den Klosterhof über­baut wurde. Die Zeit der Errichtung der vor­ma­li­gen Burg kann nicht mehr ein­deu­tig nach­ge­wie­sen wer­den. Die heute noch vor­han­dene Bausubstanz des Klosterhofs stammt aus dem 15., 17. und 19. Jahrhundert. Möglicherweise stam­men der Turm des Klosterhofs sowie Mauern noch aus der Zeit der Burg. Nördlich des Friedhofs ist noch ein Stück des Halsgrabens erkenn­bar. Das Gelände des ehe­ma­li­gen Klosterhofes ist zugänglich.

Bodendenkmalschutz

Der Bereich der Burg Belgern wurde 1960 als Bodendenkmal unter beson­de­ren Schutz gestellt.

Torgau: Burg & Schloss Hartenfels

Burg & Schloss Hartenfels

Schlossstraße 27
04860 Torgau

Historisches

Schloss Hartenfels wurde um 973 als Burg erbaut und befand sich seit dem 12. Jahrhundert unter wet­ti­ni­scher Herrschaft. 1470 wurde mit dem Bau des Albrechtsbau begon­nen, 1482 bis 1485 fan­den Erweiterungen statt. 1533 bis 1536 folgte der Johann-​Friedrich-​Bau, 1543 /​ 1544 die Schlosskirche, die 1544 als erste pro­tes­tan­ti­sche Kirche durch Luther geweiht wurde. 1627 fand die Uraufführung der ers­ten deutsch­spra­chi­gen Oper „Daphne” von Heinrich Schütz statt. Schloss Hartenfels wurde 1771 als Zuchthaus genutzt. 1815 erfolgte die Umgestaltung unter preu­ßi­scher Herrschaft zur Kaserne. 1904 war das Gericht im Schloss unter­ge­bracht. Ein kom­plet­ter völ­li­ger Innenumbau zu Verwaltungszwecken fand 1924 statt.

Nach 1945

Nach erneu­ter Restaurierung 1952 wurde das Schloss als Museum und durch das Landratsamt genutzt.

Nachwendezeit

Ab 1992 fan­den erneut umfang­rei­che Sanierungsarbeiten statt. Nachfolgend wurde das Schloss für die 2. Sächsische Landesausstellung genutzt.

Heutige Nutzung

Im Schlossgraben, dem Bärengraben, wurde bereits 1482 begon­nen Bären zu hal­ten. Aktuell leben zwei Bärinnen im Bärengraben. Das Schloss ist Sitz der Landkreisverwaltung Nordsachsen.

Bodendenkmalschutz

Von dem Ursprungsbau ist nur noch ein ver­än­der­ter Abschnittsgraben erhal­ten. Die Anlage wurde als Bodendenkmal  Ende 1957 unter Schutz gestellt.

Löbnitz: Rittergut Löbnitz

Rittergut Löbnitz

Dübener Straße 21
04509 Löbnitz

Historisches

1185 bestand ein Herrensitz unter den Brüdern Hermannus und Heinricus de Lubaniz. Ab 1378 besa­ßen die Herren von Schönfeld den in die­sem Jahr genann­ten Rittersitz, der 1551 zum Rittergut auf­ge­wer­tet wurde. Ab 1816 erfolgte die Nennung von zwei Rittergütern. Das auch als Hof Löbnitz bezeich­nete Rittergut bestand offen­bar bereits zuvor als Hof, des­sen Herrenhaus im 16. Jahrhundert erbaut und 1826 zer­stört wurde. Unter Adolph von Schönfeld wur­den nach 1850 die Wirtschaftsgebäude errichtet.

Nach 1945

Die Familie von Schönfeld wurde 1945 ent­eig­net. Im glei­chen Jahr fan­den erste Abbrucharbeiten statt, 1973 wurde das Herrenhaus schließ­lich rest­los abgetragen.

Heutige Nutzung

Die Wirtschaftsgebäude wer­den heute durch die Löbnitzer Landtechnik GmbH genutzt.

Wermsdorf: Wallburg Kirchenteich /​ Kirchenteichruine

Wallburg Kirchenteich | Kirchenteichruine

Wermsdorfer Forst /​ Kirchenteich
04779 Wermsdorf

Historisches

Von der ehe­ma­li­gen Burg ist das Fundament eines Turmes vor­han­den. Die Umfassungsmauer ist eine Konstruktion, wel­che zum Teil aus Lehm und teil­weise aus Holz und Erde besteht. Der Bühl hat einen Durchmesser von 27 m und wird durch einen etwa 12 m brei­ten Graben vom Hang getrennt. Er trug neben dem Turm noch wei­tere Gebäude. Die mit­tel­al­ter­li­che Wehranlage befin­det sich nord­west­lich von Wermsdorf nörd­lich vom Kirchenteich.

Bodendenkmalschutz

Bodendenkmalschutz wurde 1938 im Dezember erteilt und im Februar 1959 erneuert.

Belgern-​Schildau: Herrenhaus Ammelgoßwitz

Herrenhaus Ammelgoßwitz

Ammelgoßwitz 21
04874 Belgern-​Schildau OT Ammelgoßwitz

Historisches

Bereits 1235 bestand ein Herrensitz, wel­ches seit 1573 als Rittergut bezeich­net wurde. Das Herrenhaus brannte 1890 ab und wurde 1910 neu erbaut. Es wird auch als Schlenkersches Gut bezeichnet.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus Ammelgoßwitz ist stark sanie­rungs­be­dürf­tig und steht im Gegensatz zu dem bau­lich erheb­lich ver­än­der­ten Wirtschaftsgebäude unter Denkmalschutz.

Trossin: Gutshaus Roitzsch

Gutshaus Roitzsch

04880 Trossin OT Roitzsch

Historisches

Das Gutshaus wurde um 1800 erbaut, jedoch exis­tierte das Rittergut bereits schon seit 1508. 1848 folgte der Bau des Westflügels.

Heutige Nutzung

Das Gutshaus steht seit dem Auszug des kom­mu­na­len KIndergartens 2004 leer. Der pri­vate Besitzer möchte nach der Sanierung ein Mehrgenerationenhaus mit Physiotherapiepraxis einrichten.
(Stand: 08/​2017)

Belgern-​Schildau: Freigut Sitzenroda

Freigut Sitzenroda

04874 Belgern-​Schildau OT Sitzenroda

Historisches

Sitzenroda wurde 1198 als Herrensitz unter Alexander de Siczenrode erwähnt. Dabei han­delte es sich um einen Besitz des Benediktinerinnenklosters, wel­ches bis 1545 als Kloster-​Vorwerk genutzt wurde. Fünf Jahre spä­ter wurde das ehe­ma­lige Vorwerk als Freigut genannt. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde das Freigut als kur­fürst­li­che Oberforstmeisterei genutzt und 1705 erneut als Freigut beschrie­ben. Eine erneute Nennung als Oberförsterei erfolgte 1816, als Freigut wie­der 1880.