Kreischa: Burg Theisewitz

Burg Theisewitz

Spitzberg
01731 Kreischa OT Theisewitz

Historisches

In Theisewitz wurde erst­mals 1288 ein Herrensitz benannt, der sich um 1305 im Besitz von Heinrich von Thusewitz, bischöf­li­cher Vasall, befand. Knapp ein Jahrhundert spä­ter wurde Theisewitz zer­stört und in der Folge ver­ließ die Familie von Theisewitz die Gegend.

Kreischa: Wasserburg & Stiftsgut mit Schloss Lungkwitz

Wasserburg & Stiftsgut mit Schloss Lungkwitz

Stiftsgut 1
01731 Kreischa OT Lungkwitz

Historisches

Da unter dem Stiftsgut Reste einer früh­deut­schen Wasserburg gefun­den wur­den, muss das frü­here Rittergut älter als die erste urkund­li­che Erwähnung von 1445 sein. Von 1411 bis 1634 sind die Herren von Zschieren als Besitzer benannt. Das Turmgebäude trägt die Jahreszahl 1550. Es han­delt sich dabei um das frü­here Alte Herrenhaus, wel­ches das älteste Gebäude des Stiftsguts ist.

Das Schloss wurde zwi­schen 1619 und 1621 unter Peter von Zschieren errich­tet und 1690 umge­baut. Das Gut wurde 1724 an den Hof- und Justizrat Dr. Johann Christian Bennemann ver­kauft und 1760 von des­sen Witwe in die Bennemann-​Stiftung umge­wan­delt. Diese Stiftung beinhal­tete die Gründung eines Altenstiftes für ver­armte evan­ge­li­sche Witwen und Jungfrauen aus höhe­rem Stande, die im Schloss woh­nen durften.

Das Verwalterhaus wurde 1832 errich­tet. 1842 wurde das Gebäude des Witwenstifts erbaut, wel­ches Wohn- und Nutzräume beher­bergte. Das Stallgebäude folgte 1882. Ab 1831 wurde die Gartenanlage in einen eng­li­schen Landschaftspark umge­stal­tet. Hinter dem Stiftsgut fließt der Lungkwitzbach, an des­sen öst­li­chen Hochufer sich die Lungkwitzer Promenaden mit Sitzgelegenheiten und einer klei­nen Bühne befan­den. Der untere Weg war­tet im Hang mit den fünf Soldatenhöhlen auf, die als geologisch-​historische Besonderheit gelten.

Nach 1945

Nach 1945 ver­fie­len die einst gepfleg­ten Lungkwitzer Anlagen. Das Gut fiel unter die Bodenreform und wurde der Gemeinde Lungkwitz 1948 über­tra­gen. Das Schloss und Teile der Nebenanlagen wur­den seit­dem für Wohnungen genutzt.

Nachwendezeit & Heutige Nutzung

Ab 1990 nahm der Leerstand in den Gebäuden zu und damit stieg auch die Gefahr des Verfalls. Ab 2011 erfolgte die abschnitts­weise Sanierung des Gebäudekomplexes für Wohnzwecke und die Umnutzung zu hoch­wer­ti­gen Eigentumswohnungen. Das Turmgebäude und das der Witwenstift waren die ers­ten Gebäude, die fer­tig saniert waren und Mieter emp­fan­gen konnte. Die Sanierung des Schlosses wurde bis 2014 abgeschlossen.

Bodendenkmalschutz

Die Wasserburg ist durch das Schloss über­baut. Ein Graben ist teil­weise als Senke erhal­ten. Seit 1966 ist die Anlage unter Bodendenkmalschutz gestellt.

Kreischa: Vorwerk Laue

Vorwerk Laue

Zur Laue 15
01731 Kreischa

Historisches

Das Vorwerk Laue unter­stand dem Rittergut Zscheckwitz und exis­tierte min­des­tens im 15./16. Jahrhundert. Es han­delte sich um ein Einzelgut.

Kreischa: Freigut Saida

Freigut Saida

Gombsener Straße 15
01731 Kreischa OT Saida

Historisches

Mülich von Carlowitz wurde 1470 mit dem Vorwerk Saida belehnt, wel­ches bereits 1440 urkund­lich nach­weis­bar ist. Bis 1830 war das Vorwerk Saida dem Rittergut Oberkreischa unter­stellt. In jenem Jahr erfolgte die Trennung vom Rittergut und das Vorwerk Saida wurde in ein Freigut umge­wan­delt. Es befand sich 1910 im Besitz von G. William Bellmann.

Nach 1945

Nach der Enteignung im Zuge der Bodenreform im September 1945 wurde das Gut an Neubauern auf­ge­teilt und die Vorwerksgebäude als Sitz einer ört­li­chen LPG genutzt.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus des Vorwerks wird bewohnt.

Kreischa: Landgut Theisewitz

Landgut Theisewitz

Brösgener Straße 2
01731 Kreischa OT Theisewitz

Historisches

Die Ersterwähnung von Theisewitz erfolgte 1288. Der Ort ist als Gutsweiler ange­legt und befand sich im 14. Jahrhundert im Besitz der Familie von Thusewitz. Konkret wurde 1305 Heinrich von Thusewitz genannt. In der Dohnaischen Fehde stellte sich Jan von Theisewitz gegen die Meißner Markgrafen. Diese Auseinandersetzung endete mit dem Untergang des Dorfes Theisewitz und dem der gleich­na­mi­gen Familie.

Wieder zum Leben erweckt wurde das Dorf Theisewitz einige Zeit spä­ter, als es 1445 als Vorwerk und 1606 als Rittergut erwähnt wurde. In der Mitte des 17. Jahrhunderts war das Rittergut im Besitz von Johann Lämmel, um 1700 besaß es Oberstleutnant von Riegen. Bis min­des­tens 1764 oblag dem Rittergut Theisewitz die Grundherrschaft. 1794 ver­fügte das Rittergut über eine Brauerei und Brennerei. Bis in die 1840er Jahre befand sich Theisewitz schließ­lich im Besitz der Familie Heinrich. Nach 1923 wurde das auf einer Anhöhe lie­gende Rittergut zum Obstgut. Auf rund 80 h Ackerfläche wurde von der Familie Mietzsch eine Obstplantage ange­legt. In die­sem Zusammenhang wur­den das Gutshaus und die Wirtschaftsgebäude erneuert.

Nachwendezeit

Das Landgut wurde 1995 durch die Klinik Bavaria gekauft. Es wurde Sitz der Helene-​Maier-​Stiftung. Auf dem Gut fan­den Menschen mit unheil­ba­ren Hirnverletzungen psy­cho­lo­gi­sche und arbeits­the­ra­peu­ti­sche Unterstützung. Zusätzlich trug sich das Gut durch Feld- und Obstbau und Tierhaltung.

Heutige Nutzung

Mitte 2017 mel­dete der Besitzer Eigenbedarf an. Die Helene-​Maier-​Stiftung zog Ende des Jahres aus und sie­delte zunächst ins nahe gele­gene Rittergut Zscheckwitz um. Das Gutshaus wird bewohnt, die Wirtschaftsgebäude wer­den durch den ange­glie­der­ten land­wirt­schaft­li­chen Betrieb genutzt.

Sebnitz: Vorwerk Altendorf

Vorwerk Altendorf

Sebnitzer Straße 7a
01855 Sebnitz OT Altendorf

Historisches

Erstmals urkund­lich erwähnt wurde das Vorwerk 1445. Es unter­stand bis 1575 dem Rittergut Prossen und wurde noch bis ins 20. Jahrhundert hin­ein bedingt durch Verkauf und Erbgang mehr­fach auf­ge­teilt. Von 1575 bis 1707 ist das Altendorfer Vorwerk auch als “Bauerngut Zschachlitz” in den schrift­li­chen Quellen ver­merkt, basie­rend auf den Besitzern, der Familie Zschachlitz. Diese ließ das Vorwerk nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg wie­der auf­bauen. 1707 wurde das Vorwerk an die Familie Hohlfeldt ver­kauft, die es in den 1730er Jahren an die Familie Richter ver­äu­ßerte. Unter die­ser ent­stand in den 1790er Jahren das Haupthaus des Vorwerks. 1838 über­nahm es die Familie Berger.

Nach 1945

Der letzte Besitzer war die Familie Lantzsch, die das Vorwerk Ende der 1950er Jahre abtre­ten musste.

Nachwendezeit

Nach der poli­ti­schen Wende erhiel­ten die Alteigentümer das Vorwerk zurück und ver­kauf­ten es 1994. Im fol­gen­den Jahr begann eine umfas­sende Sanierung, die 1998 abge­schlos­sen wurde. Ab 1999 diente das Haupthaus für zehn Jahre Wohnzwecken.

Heutige Nutzung

2010 gab es erneut einen Besitzerwechsel, der mit Sanierungsarbeiten ein­her­ging. Die Eigentümer leben im Vorwerk und ver­mie­ten zusätz­lich Ferienwohnungen.

Sächsische Schweiz: Folgenwarte, Fuchswarte, Hofwarte

Folgenwarte, Fuchswarte und Hofwarte

Sächsische Schweiz
01855 Lichtenhain

Historisches

Die Warten wur­den im Mittelalter errich­tet. In ihrer Bedeutung lagen sie ver­mut­lich erheb­lich unter der der ande­ren Warten in der Sächsischen Schweiz, da über sie kaum Informationen zu fin­den sind. Sie befan­den sich im Lichtenhainer Raum. Erhalten sind jeweils nur noch wenige Spuren.

Die Folgenwarte befand sich süd­lich vom Ort, nord­west­lich über der Mündung des Lichtenhainer Bachs ind die Kirnitzsch und direkt nörd­lich der Folgenaussicht ober­halb des Beuthenfalls und steht als Bodendenkmal unter Schutz. Auf einem Felssporn ist ein Abschnittsgraben mit gerin­ger Innenfläche erkenn­bar. Der Aufstieg erfolgt über die Wanderwegmarkierung grü­ner Punkt und ist sehr steil.

Sächsische Schweiz: Burgwarte Richters Hau

Burgwarte Richters Hau

Knechtsgraben
Sächsische Schweiz
Sebnitz OT Lichtenhain

Historisches

Die Burgwarte Richters Hau ist als Flächendenkmal in einer Karte aus den 1980er Jahren aus­ge­wie­sen. Erhalten sind Reste eines stei­ner­nen Gebäudes sowie des Halsgrabens. Insofern han­delte es sich um eine mas­sive Burgwarte im Gegensatz zu vie­len ande­ren Warten, die in höl­zer­ner Bauweise erricht wor­den waren. Möglicherweise war Richters Hau eine der Burgwarten der Burg Wildenstein und damit im Besitz der Berken von der Duba.

Richters Hau befin­det sich auf einem schma­len Berggrat süd­öst­lich vom Ort, nord­öst­lich der Lichtenhainer Mühle und nörd­lich über der Mündung des Knechtsbachs in die Kirnitzsch.

Bodendenkmalschutz

Die Überreste der mit­tel­al­ter­li­chen Wehranlage ste­hen als Bodendenkmal unter Schutz.

Hohnstein: Rittergut Hohnstein

Rittergut Hohnstein

Sebnitzer Straße 16
01848 Hohnstein

Historisches

Das Vorwerk der Burg Hohnstein wurde 1791 erst­mals urkund­lich erwähnt. Es han­delte sich um ein Einzelgut in Form eines  Dreiseitenhofs, wel­ches auch als Stadtgut und Kretzscheley bezeich­net wurde.

Die heu­tige Napoloeonschanze erhielt ihren Namen um 1813 inAnlehnung an die unter Napoleon dar­auf errich­tete Feldbefestigung. Zuvor hieß die Anhöhe Kretzscheleiberg bezie­hungs­weise Kretzschelei Höhe, abge­lei­tet von jenem Vorwerk.

Heutige Nutzung

Das Vorwerk dient heute über­wie­gend Wohnzwecken.

 

 

Hohnstein: Burgwarte Nasenberg

Burgwarte Nasenberg

Nasenberg
01848 Hohnstein OT Ulbersdorf

Historisches

Die Burgwarte Nasenberg befand sich gegen­über vom Goßdorfer Raubschloss, süd­west­lich vom Ort und nord­öst­lich der ehe­ma­li­gen Buttermilchmühle, die 1985 infolge eines Blitzschlags abbrannte und 1992 kom­plett abge­ris­sen wurde.

Hier stand einst eine mit­tel­al­ter­li­che Burgwarte an der Einmündung des Schwarzbachtales in das Sebnitztal auf dem lin­ken, wal­di­gen Steilhang. Über die ehe­ma­lige Burgwarte Nasenberg ist noch nicht viel bekannt. Ihre Entdeckung, bei der ein Halsgraben gefun­den wurde, datiert auf die neuere Zeit.

Bodendenkmalschutz

Das Areal der Burganlage steht als Bodendenkmal unter Schutz.