Lohsa: Herrenhaus Friedersdorf

Herrenhaus Friedersdorf

Am Wiesengrund 6
02999 Lohsa OT Friedersdorf

Historisches

Das Herrenhaus wurde 1787 für Christoph Siegmund Wilhelm von Damnitz errich­tet. Das 1614 erst­mals erwähnte Rittergut ver­lor 1829 sei­nen Rittergutsstatus und das ver­schul­dete Gut wurde von 20 Dorfbewohnern auf­ge­kauft und auf­ge­teilt. Um 1900 erwarb die Familie Bläsche das Herrenhaus mit dem dazu gehö­ren­den Landanteil. Sie behielt es seit­her in Familienbesitz.

Das Herrenhaus wurde zuneh­mend bau­fäl­li­ger, wes­halb sich die Familie Bläsche 1971 zu einem Neubau eines Wohnhauses ent­schloss. Seither steht das Herrenhaus leer.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus befin­det sich heute in Privatbesitz und steht leer.

Puschwitz: Rittergut Puschwitz

Rittergut Puschwitz

Puschwitz Nr. 1
02699 Puschwitz

Historisches

1245 wurde erst­mals ein Herrensitz urkund­lich erwähnt, wel­cher seit 1708 als Rittergut bezeich­net wurde. Es ent­stand um 1700 als Carl Gottlob von Theler vier Bauernhöfe zusam­men­legte. 1708 erwarb Hans Christoph von Löben das Rittergut und ver­kaufte es 1728 spä­ter an Dr. Johann Benjamin Pomsel. Nachfolgebesitzer waren der Freiherr von Riesch, in der Mitte des 19. Jahrhunderts Karl Albert Voigt und um 1901 der Hauptmann von Weber. Ab 1910 war Egbert von Meding Besitzer des Puschwitzer Rittergutes.

Nach 1945

Egbert von Meding wurde 1945 ent­eig­net. Das Herrenhaus wurde von 1988 bis 2004 als Kinderheim genutzt.

Nachwendezeit

2006 erfolgte ein Verkauf an pri­vat, Sanierungsarbeiten ste­hen noch aus.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus soll zu Wohnzwecken saniert wer­den. Ein Wirtschaftsgebäude wird eben­falls zu Wohnzwecken sowie durch eine Gaststätte genutzt.

Lohsa: Rittergut Litschen

Rittergut Litschen

Zum Neuhof 52
02999 Lohsa OT Litschen

Historisches

Die erste Erwähnung eines Rittergutes erfolgte 1549. Allerdings exis­tierte bereits vor­her ein Gut, wel­ches zwei Jahre zuvor von der Familie von Schreibersdorf an Hansen von Goeda ver­kauft wurde. Bereits 1565 kam das Rittergut erneut an die Familie von Schreibersdorf. Es wurde 1602 von Hans von Luttitz erwor­ben und gelangte 1654 an die Herren von Rackel, 1672 an die Herren von Götz, in deren Familienbesitz es lange Zeit verblieb.

Alexander Robert von Loebenstein kaufte das Rittergut Litschen 1846. Bis 1930 ver­blieb das Rittergut im Familienbesitz der von Loebensteins. In der zwei­ten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde das vor­mals neben der Dorfmühle befind­li­che Schloss mit­samt sei­nem Rittergut abge­ris­sen. In den letz­ten Jahres des 19. Jahrhunderts erfolgte ein Neubau des Wirtschaftshofes als soge­nann­ter Neuhof an heu­ti­ger Stelle. 1930 erwarb die Eintracht Braunkohlewerke und Brikettfabriken Welzow den Neuhof und behielt ihn bis 1945 in Besitz.

Nach 1945

Die Kohlefabriken wur­den 1945 enteignet.

Heutige Nutzung

Das Verwalterhaus dient heute Wohnzwecken.

Puschwitz: Rittergut Lauske

Rittergut Lauske

Lauske Nr. 1
02699 Puschwitz OT Lauske

Historisches

Lauske gehörte um 1777 als Vorwerk zum Rittergut Holscha. Es exis­tierte bereits vor­her ein Gut, des­sen Herrenhaus in der ers­ten Hälfte des 18. Jahrhunderts errich­tet wurde. Seit 1776 bis 1797 befand sich das Vorwerk im Besitz von Isaak Wolfgang von Riesch, ihm folgte für drei Jahre Ehrenfried Wilhelm Günther von Jagemann. Bis 1817 war das Vorwerk Eigentum des Grafen Gottlob Wilhelm von Holtzendorff. Die nach­fol­gen­den Besitzer des Vorwerks, seit 1820 als Rittergut bezeich­net, waren bür­ger­lich. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Herrenhaus umge­baut. Ab 1910 war Fritz Heinrich Beck als Besitzer bekannt.

Nach 1945

1945 erfolgte mit dem Vollzug der Bodenreform die Enteignung. Das Herrenhaus wurde zum Mehrfamilienwohnhaus umfunktioniert.

Nachwendezeit

2007 wurde das Herrenhaus an eine nie­der­lä­ni­sche Familie ver­kauft. Die Wirtschaftsgebäude haben unter­schied­li­che Eigentümer, sie wur­den teil­weise erheb­lich umgebaut.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus befin­det sich in Privateigentum und wird zu Wohnzwecken vermietet.

Lohsa: Vorwerk Groß Särchen

Vorwerk Groß Särchen

Hauptstraße 21
02999 Lohsa OT Groß Särchen

Historisches

Möglicherweise bestand bereits 1374 ein Herrensitz. Für Groß Särchen ist 1744 ein Vorwerk benannt, das aller­dings schon vor­her bestan­den haben muss.

Im Frühjahr 1691 näm­lich schenkte August der Starke, säch­si­scher Kurfürst, Johannes Schadowitz das ört­li­che Vorwerk mit allen dazu gehö­ren­den Nebengebäuden wie etwa Mühle, Kretscham und Brauerei. Außerdem wurde er für seine Verdienste geadelt und durfte fortan den Zusatz “von” tra­gen. Johannes von Schadowitz soll für die bekannte sor­bi­sche Sage “Krabat” Pate gestan­den haben. Er starb 1704. Das Vorwerk wurde 1785 an Bauern verpachtet.

Heutige Nutzung

Das Vorwerk Groß Särchen wurde als “KRABATs Neues Vorwerk” zu einem Tourismus- und Begegnungszentrum ausgebaut.
(Foto: Februar 2025)

Puschwitz: Rittergut Guhra

Rittergut Guhra

Guhra Nr. 1
02699 Puschwitz OT Guhra

Historisches

1312 wurde erst­mals ein Herrensitz unter Ticzko de Gor urkund­lich erwähnt, wel­cher seit 1606 als Rittergut bezeich­net wurde. Hans Abraham von Raussendorf war bis 1659 Besitzer des Rittergutes, das sich in der ers­ten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Besitz von Johann Constantin Lange befand. Um 1870 wurde das Herrenhaus errich­tet. 1901 war Johannes Noack als Besitzer bekannt. Seit 1925 befand sich das Rittergut im Besitz des säch­si­schen Staatsfiskus.

Nach 1945

Das Rittergut war zu klein als um unter die Bodenreform zu fal­len. Das Land musste jedoch in die LPG ein­ge­bracht und ver­pach­tet werden.

Nachwendezeit

Nach 1990 erfolgte die Rückübertragung an die Familie Noack. Diese ver­kaufte 1998 das Rittergut mit Wirtschaftsgebäuden und Ländereien an zwei Brüder, die einen Landwirtschaftsbetrieb haben.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus wird teil­weise bewohnt.

Lohsa: Rittergut Driewitz

Rittergut Driewitz

Hermsdorfer Weg 7
02999 Lohsa OT Driewitz

Historisches

Das Rittergut wurde 1604 schrift­lich erwähnt und befand sich seit 1540 im Besitz der Familie von Schreibersdorf. Diese ver­kaufte es 1614 an die Familie von Luttitz. Ab 1626 besaß es die Familie von Nostitz. 1687 kam das Rittergut Driewitz an die Familie von Bibran, die es nach sie­ben Jahren an die Familie von Schönberg ver­äu­ßerte. Weitere Besitzer waren ab 1706 die Familie von Metzradt und ab 1724 Georg Wilhelm von Nostitz. Ihm folg­ten ab 1745 meh­rere wei­tere Besitzer. In der ers­ten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde das Herrenhaus errich­tet. 1894 kam das Rittergut an die Gemeinde. Später über­schul­de­ten sich die dama­li­gen Besitzer, wes­halb das Rittergut Driewitz in den 1930er Jahren auf­ge­teilt und par­zel­liert ver­kauft wurde. Die Familie Pachow erwarb das Herrenhaus 1936.

Nach 1945

Das Rittergut war infolge der frü­he­ren Überschuldung weit­ge­hend auf­ge­teilt wor­den, so dass der Resthof noch über ledig­lich 14 Hektar ver­fügte und somit der Enteignung ent­ging. Die Familie Pachow konnte im Herrenhaus woh­nen blei­ben, musste das Landbesitz aber den­noch in die LPG einbringen.

Nachwendezeit

1990 erwarb ein Nachfahre der letz­ten Besitzer das Gut.

Heutige Nutzung

Der Eigentümer nutzt das Rittergut als Wohnstätte sowie für sei­nen land­wirt­schaft­li­chen Betrieb.

Lohsa: Schloss Weißig

Schloss Weißig | “Fledermausschloss”

Am Eichberg 42
02999 Lohsa OT Weißig

Historisches

Das Schloss Weißig wurde im 17. Jahrhundert erbaut und ver­blieb bis 1817 in adli­gem Besitz. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts befand sich das Rittergut im Besitz von Alwin Kluge, unter dem um 1900 Umbauten am Schloss vor­ge­nom­men wor­den waren. 1921 erwarb Ulrich Prinz von Schönburg-​Waldenburg das Anwesen und nutzte es als Jagdschloss. Ab 1933 befand es sich in Besitz des Rechtsanwaltes Dr. Adolf Oeren.

Nach 1945

Nach der Enteignung lie­ßen sich Umsiedler im Schloss nieder.

Nachwendezeit

Bis 1997 diente Schloss Weißig als Mehrfamilienwohnhaus. Ein Jahr zuvor hat­ten die heu­ti­gen Eigentümer das Schloss erwor­ben und lie­ßen es in der Folgezeit umfas­send sanieren.

Heutige Nutzung

Im Mai 1998 eröff­nete das“Fledermausschloss” als Hotel und Restaurant. Auch Hochzeiten fin­den hier statt. Im Schloss resi­die­ren außer­dem meh­rere Fledermausarten.