Horka: Schloss Niederhorka

Schloss Niederhorka

Zum Sandberg 5
02923 Horka OT Niederhorka

Historisches

Das Rittergut wurde bereits 1608 urkund­lich erwähnt.

Nach 1945

Das Schloss wurde in den Nachkriegsjahren abgetragen.

Heutige Nutzung

Im sanier­ten Verwalterhaus sind Wohnungen eingerichtet.

Hohendubrau: Rittergut Oberprauske

Rittergut Oberprauske

Weißenberger Straße 17
02906 Hohendubrau OT Oberprauske

Historisches

Das Rittergut exis­tierte min­des­tens seit dem 17. Jahrhundert und gehörte lange Zeit zum Rittergut Gröditz dazu. Erst 1771 wurde es ein eigen­stän­di­ges Rittergut, als es aus dem Besitz der Familie von Gersdorff an Isabella Gräfin von Salmour ver­kauft wurde. Nach zahl­rei­chen Besitzerwechseln befand sich das Rittergut Oberprauske ab 1870 im Besitz des Julius Fischer und sei­ner Familie. 1898 kam es in den Besitz der Familie von Schau und wech­selte bis 1945 noch min­des­tens vier Mal den Besitzer. Um 1900 wurde etwas abseits vom Gutshof das Herrenhaus errich­tet. Als letz­ter Besitzer seit 1937 ist Albert Noack bekannt.

Nach 1945

Nach der Enteignung wurde das Rittergut der Familie Kählig zuer­kannt. Unter die­ser ent­stand ein Kuhstall als Anbau.

Heutige Nutzung

Seit 2009 befin­det sich das Herrenhaus des Rittergutes in Privatbesitz und wird bewohnt.

Horka: Schloss Horka

Schloss Horka | Rittergut Mittelhorka I

Am Gemeindeamt 2
02923 Horka

Historisches

Bereits 1614 bestan­den in Horka (Mittelhorka) zwei Rittergüter neben­ein­an­der. Das heu­tige Schloss wurde 1908 unter Martin Harnisch erbaut und 1917 an Fritz Müller ver­kauft. Seine Tochter Judith Müller über­nahm das Rittergut 1925.

Nach 1945

Judith Müller wurde 1945 im Rahmen der Bodenreform enteignet.

Nachwendezeit

Zwischen 1993 und 1996 wurde das Schloss, über des­sen frühe Geschichte nur sehr wenig bekannt ist, saniert.

Heutige Nutzung

Schloss Horka wird durch die Gemeindeverwaltung genutzt.

Hohendubrau: Rittergut Weigersdorf

Rittergut Weigersdorf

Hauptstraße 23
02906 Hohendubrau OT Weigersdorf

Historisches

Das Rittergut wurde 1659 urkund­lich erwähnt. Lange Zeit gehörte es zum Rittergut Gröditz, bevor es 1797 eigen­stän­di­ges Rittergut wurde. Damals wurde es von der Familie von Gersdorff an die Familie von Wiedebach ver­kauft. Diese ließ das Rittergut Weigersdorf 1819 versteigern.

Es wech­selte nun oft den Besitzer und befand sich 1870 im Besitz von Christian zu Amerika, sechs Jahre spä­ter in dem von Alexander Bettführ zu Wendisch-​Musta. Ab 1880, dem Erbauungsjahr des Herrenhauses,  besaß es Friedrich Frohberger bis 1886. Von 1891 bis 1905 befand sich das Rittergut Weigersdorf im Eigentum von Walter von Schau. Als wei­tere Besitzer sind 1909 Paul Racher, 1912 Werner Wulf, von 1917 bis 1921 die Familie Dittrich sowie ab 1926 Elfriede Büchner bekannt.

Nach 1945

Nach der Enteignung von Elfriede Büchner wurde das Herrenhaus als Wohnhaus und Sitz der Gemeindeverwaltung genutzt. Das Rittergut wurde auf­ge­sie­delt. Auf dem Gelände wurde 1969 ein Schulneubau errichtet.

Nachwendezeit

Eine Sanierung erfolgte in den 1990er Jahren.

Heutige Nutzung

Auch heute hat die Gemeindeverwaltung ihren Sitz im Herrenhaus Weigersdorf. Im Dachgeschoss befin­den sich Wohnungen.

Schöpstal: Rittergut Liebstein

Rittergut Liebstein

Liebstein 8
02829 Schöpstal OT Liebstein

Historisches

Das Rittergut wurde erst­mals 1525 schrift­lich erfasst, als es von Hans Frenzel gekauft wurde. In den nächs­ten zwei Jahrhunderten gab es mehr­fach Besitzerwechsel. 1726 erwarb Johann George Adolph von Heldreich das Rittergut und ließ 1730 das Herrenhaus errich­ten. 1769 sowie 1830 wur­den Umbauten getä­tigt. Die Familie von Heldreich ver­kaufte ihren Besitz 1855. 1904 erwarb Hermann Gebhardt das Rittergut von der Familie von Wolff und ließ 1919 wei­tere Umbauten vornehmen.

Nach 1945

Hermann Gebhardt wurde 1945 ent­eig­net. Nach Kriegsende wur­den Notwohnungen im Herrenhaus ein­ge­rich­tet, spä­ter auch eine Verkaufsstelle. Die Wirtschaftsgebäude wur­den in den 1970er Jahren abgerissen.

Nachwendezeit

Gebhardts Enkel kaufte das Rittergut 1996 zurück. Außer dem Herrenhaus ist noch ein Stall erhalten.

Heutige Nutzung

Die Besitzerfamilie betreibt auf dem Restgut einen Ökohof mit Direktvermarktung.

Schöpstal: Schloss Niedergirbigsdorf

Schloss Niedergirbigsdorf

Aueweg 2
02829 Schöpstal OT Girbigsdorf

Historisches

Das Rittergut ent­stand 1643 als Hiob von Salza sei­nen Grundbesitz ver­kaufte. Die Besitzer wech­sel­ten mehr­fach. Chlodwig von Sydow ließ 1860 das Schloss in einem eng­li­schen Landschaftspark errich­ten. Dem letz­ten Schlossherrn Helmut Elze ver­dankt das Schloss sei­nen zusätz­li­chen Namen Elzegut.

Nach 1945

Helmut Elze wurde 1945 ent­eig­net. Zu DDR-​Zeiten wurde das Schloss als Kindergarten genutzt und im Schlosspark eine Freilichtbühne angelegt.

Heutige Nutzung

Heute ist das sanierte Schloss Nieder Girbigsdorf Sitz des Abwasserzweckverbandes.

Görlitz: Wasserburg & Schloss Tauchritz

Wasserburg & Schloss Tauchritz

Am Wasserschloss 1 (Schloss)
Am Wasserschloss 2 (Gutshof)
02828 Görlitz OT Tauchritz

Historisches

Das Schloss wurde auf den Grundmauern einer alter Wasserburg aus dem 11. Jahrhundert im 16. Jahrhundert errich­tet. Die alte Wasserburg wurde 1306 erst­ma­lig erwähnt. 1317 wurde ein Herrensitz unter Otto de Thucharaz erwähnt. Besitzer waren die Herren von Neueshoven, die Herren von Biberstein, die Grafen von Gersdorf, ab 1611 die Familie von Warnsdorf. Nach einem Brand wurde das Schloss von 1686 bis 1687 neu erbaut und 1749 von der Familie von Warnsdorf an das adlige Fräuleinstift Joachimstein ver­kauft. Der Turm wurde 1893 abgebrochen.

Nach 1945

Mit Ende des Krieges war das Stift an Polen gefal­len und wurde auf­ge­löst. Daraufhin kam Schloss Tauchritz in Gemeindeeigentum und wurde zu Wohnzwecken und zeit­weise als Kindergarten genutzt. Bereits 1987 zogen die letz­ten Mieter aus dem Schloss aus. Der Bauzustand war bereits damals bedenklich.

Nachwendezeit

Das Schloss Tauchritz gelangte in den Besitz eines Hoteliers. Kleinere Sanierungsarbeiten wur­den durchgeführt.

Heutige Nutzung

Heute steht Schloss Tauchritz leer und ist sanie­rungs­be­dürf­tig. In einem Teil der Wirtschaftsgebäude sind ein Hotel und ein Restaurant untergebracht.

Bodendenkmalschutz

Die Wasserburg ist durch das Schloss voll­stän­dig über­baut. Schutz als Bodendenkmal besteht für die mit­tel­al­tel­ri­che Burganlage seit 1966.

Reichenbach/O.L.: Rittergut Niedersohland I

Rittergut Niedersohland I

Niederhof 68
02894 Reichenbach/O.L. OT Sohland am Rotstein

Historisches

Das Rittergut ent­stand aus einem 1659 erwähn­ten Vorwerk her­aus und wurde spä­ter, urkund­lich 1682 erwähnt, in zwei Rittergüter Niedersohland geteilt. 1638 wurde die Familie von Gersdorff als im Besitz des Rittergutes Niedersohland I genannt. Um 1775 erfolgte der Bau des baro­cken Herrenhauses.

Das Rittergut wurde 1777 inner­halb der Familie von Uechtritz ver­kauft und gelangte 1797 an die Brüder Andreas und Gottfried Freude. Diesen kaufte Heinrich Wilhelm von Brase das Rittergut 1821 ab. Zwei Jahrzehnte spä­ter kam es an die Familie Starke und wurde 1896 an Guido Gießner ver­kauft. Carl Krahl erwarb das Rittergut 1905, besaß es jedoch nur wenige Jahre, denn 1910 wurde unter dem dama­li­gen Besitzer Wilhelm Ludwig, auf den der Zweitname des Rittergutes Gut Ludwig zurück­geht, dem Herrenhaus ein Anbau hinzugefügt.

Nach 1945

Wilhelm Ludwig wurde 1945 ent­eig­net. Die Ländereien wur­den an Neubauern auf­ge­teilt, das Herrenhaus zu Wohnzwecken genutzt.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus befin­det sich in sanier­tem Zustand und wird bewohnt.

Schöpstal: Wallburg Kesselberg

Wallburg Kesselberg

Kesselberg
02829 Schöpstal OT Ebersbach

Historisches

Die Höhenburg bestand ver­mut­lich im Früh- und Hochmittelalter. Ihr nahezu geschlos­se­ner Ringwall ist noch sehr gut erhal­ten. Der Kesselberg ist über einen sehr kur­zen Wanderweg auf Höhe der Anschrift Morgenseite 23 begehbar.

Bodendenkmalschutz

Die einst sla­wi­sche Wallanlage wurde 1955 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt.

Görlitz: Schloss Oberneundorf

Schloss Oberneundorf

Hofeweg 7
02828 Görlitz OT Oberneundorf

Historisches

Das Schloss geht auf eine wesent­lich ältere Anlage zurück, wel­che damals von einem Erdwall bzw. Wassergraben umge­ben war. Der heu­tige Bau stammt wesent­lich aus der Zeit um 1570 /​ 1580 und wurde durch die Familie von Warnsdorf errich­tet. Bautätigkeiten fan­den auch im 18. und 19. Jahrhundert statt. In den 1960er Jahren wur­den die Giebelbauten entfernt.

Nach mehr­ma­li­gem Besitzerwechsel war ab 1700 Rosina Patientia von Gersdorff bekannt, die das Schloss bereits nach vier Jahren an die Familie von Schönberg ver­kaufte. 1782 kam es an Dr. Anton, des­sen Witwe es 40 Jahre spä­ter an Herrn Schneider ver­kaufte. Es folg­ten wei­tere Besitzer, u. a. die bekannte Familie von Haugwitz. Letzte Besitzerin des 1604 als Rittergut erwähn­ten Grundbesitzes war die Freifrau von Stein zu Kochberg.

Nach 1945

Nach der Enteignung wurde das Schloss zu Wohnzwecken genutzt.

Nachwendezeit

Später im Besitz der Treuhand, die wenige Notsicherungsmaßnahmen durch­füh­ren ließ, wurde die Sgraffito-​Fassade wie­der ent­deckt. Im Herbst 2015 erwarb ein Verein das drin­gend sanie­rungs­be­dürf­tige Schloss Oberneundorf, das Kutscherhaus und einen Teil des Parks.

Heutige Nutzung

Schloss Oberneundorf wird schritt­weise durch den Verein saniert. Die künf­tige Nutzung soll kul­tu­rell aus­ge­rich­tet sein.