Vorwerk Zitzschwitz
04808 Thallwitz OT Kollau
Historisches
1551 war das Vorwerk bekannt. Zitzschwitz war einst Ortsteil von Kollau und ist als solcher nicht mehr vorhanden.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Landkreis Leipzig
04808 Thallwitz OT Kollau
1551 war das Vorwerk bekannt. Zitzschwitz war einst Ortsteil von Kollau und ist als solcher nicht mehr vorhanden.
04564 Böhlen OT Stöhna
Stöhna wurde 1305 als Herrensitz unter Bernhardus de Ztenen nachgewiesen.
Ab 1955 erfolgte die Abtragung des Ortes für den Braunkohletagebau. Die Fläche ist heute teilweise rekultiviert bzw. wird durch ein Rückhaltebecken eingenommen.
Am Ring 33 (Villa)
Am Ring 37 (Inspektorenhaus)
04808 Wurzen OT Sachsendorf
Sachsendorf war bereits im 14. Jahrhundert ein Herrensitz und wurde 1333 unter Conrad von Sachsendorf erwähnt. Im 15. Jahrhundert befand sich Sachsendorf im Besitz der Herren von Canitz. Die erste urkundliche Nennung als Rittergut erfolgte 1548. Um 1514 verkaufte Bernhard von Stentzsch das Gut Sachsendorf an Friedrich von Saalhausen. Als weitere Besitzer sind Mitte des 16. Jahrhunderts Hans von Minckwitz, bis 1565 Hans von Holleufer und um 1601 Wolf Dietrich von Schleinitz bekannt.
Johann Samuel Mosbach veräußerte das Rittergut Sachsendorf 1630 an die Familie Mosbach. Diese verkaufte den Grundbesitz 1705 an die Herren von Canitz und diese wiederum 1720 an die Familie von Döring. Johann August Petzsch übernahm das Rittergut 1780. Im Besitz dieser Familie verblieb es bis zum Verkauf 1816 an Georg Friedrich Herfurth. Die Familie Herfurth besaß das Rittergut Sachsendorf noch 1854.
Die Bauzeit des Schlosses datiert auf die Zeit um 1790 zurück und wurde demnach von der Familie Petzsch beauftragt. Umbauten erfolgten im 19. und 20. Jahrhundert.
Das Schloss Sachsendorf wurde bereits 1946 abgebrochen.
Das zum Rittergut gehörende Inspektorenhaus und die ebenfalls zugehörige Villa werden bewohnt. Das Inspektorenhaus ist saniert, die Villa befindet sich in einem soliden Zustand. Der Park ist verwildert.
Karl-Marx-Straße 5
04564 Böhlen
Bereits um 1150 bestand ein Herrensitz, der noch 1353 als solcher benannt war und um 1548 zum Rittergut erhoben wurde. Im 16. Jahrhundert entstand das Schloss, das zu Beginn des 18. sowie erneut im 19. Jahrhundert umgebaut wurde. Zu den Besitzern des Rittergutes Böhlen zählten die Familien von Döring, von Metzsch, von Lobkowitz und Leuckardt, letztere bis 1856. 1902 wurde das Pächterhaus errichtet, das seit 1928 als Rathaus genutzt wird. In der Zeit von 1920 von 1924 wurde der Ort Böhlen vergrößert. Im Zuge dessen wurden im Schloss Wohnungen eingerichtet und der ehemalige Schlosspark wurde bebaut. 1979 erfolgte der Abriss des Schlosses.
Erhalten ist noch das Pächterhaus, das unter der oben angegebenen Adresse zu finden ist.
Nr. 1a
04808 Thallwitz OT Zwochau
Zwochau wurde erstmals 1300 erwähnt und lag etwa von der Mitte des 15. Jahrhunderts an für fast ein Jahrhundert wüst. Die Herren über Zwochau waren die Herren von Poigk, die vom Rittergut Hohburg aus die Grundherrschaft ausübten, den Ort schließlich neu aufsiedelten und unter denen 1571 erstmals ein Vorwerk Erwähnung fand. 1617 erwarb Wilhelm von Lindenau das Vorwerk zusammen mit dem Hohburger Rittergut. Bereits fünf Jahre später ging es in den Besitz des Kurfürsten Johann Georg I. über.
Im Dreißigjährigen Krieg, 1637, wurde das Vorwerk zerstört. Es kam 1654 in den Besitz der Familie von Holzendorf, unter der es wieder aufgebaut wurde. Ab 1661 ist die Familie von Ploetz als Besitzer vermerkt. Ab 1702 befand sich das Vorwerk im Besitz von Johann Adolph von Fritzsch und kam nach zehn Jahren erneut an die Familie von Ploetz. Danach wechselten die Besitzer mehrfach. So sind ab 1782 Alfred Ludwig von Wuthenau, ab 1794 die Familie von Holleufer, ab 1799 der Freiherr von Lorentz, ab 1806 Carl Gottlob Edler von der Planitz und ab 1822 die Freiherren von Kalitsch aufgeführt. 1878 erwarb Georg Caspar Ferdinand Dam von Schönberg das Vorwerk Zwochau. Nachdem dieses in der Silvesternacht von 1881 auf 1882 abgebrannt war, ließ er es komplett neu errichten.
Die Familie von Schönberg wurde 1945 enteignet.
Das Vorwerksgebäude ist umfassend sanierungsbedürftig.
04442 Zwenkau OT Mausitz
Besitzer waren unter anderem die Herren von Pflug, eub Graf Werthern, die Gräfin Senfft von Pilsach und der Kaufmann Alexander Anger.
04808 Thallwitz OT Nischwitz
1203 wurde ein Herrensitz Pletzschwitz unter Herbordus de Pilazewiz erwähnt. Bereits fünf Jahre zuvor, 1198, wurde Hildebrandus de Pylatuwiz auf Pletzschwitz nachgewiesen. Im 16. Jahrhundert übte das Rittergut Nischwitz die Grundherrschaft aus. Der Herrensitz wurde aufgelöst. Die Ortschaft Pletzschwitz lag bereits 1542 wüst.
04552 Borna OT Thräna
Thräna war 1243 als Herrensitz unter Guntherus de Drenawe bekannt. 1297 wurde Heberlinus de Drenowe als Herr auf Thräna nachgewiesen. 1378 oblag die Verwaltungszugehörigkeit dem castrum Altenberg. Die Grundherrschaft wurde ab Mitte des 16. Jahrhunderts zunächst vom Kloster Altenburg ausgeübt, im Jahre 1824 anteilig von den Rittergütern Rautenberg, Oberzetzscha und Windischleuba.
Am Park 12–14
04808 Wurzen OT Wäldgen
Das Rittergut Wäldgen war einst Vorwerk des Ritterguts Sachsendorf. Erstmals 1417 als Rittersitz erwähnt, erfolgte 1439 ein Nachweis als Vorwerk und 1606 ein Nachweis als Rittergut. Das Herrenhaus wurde vermutlich in der Mitte des 16. Jahrhunderts unter Hans von Holleufer erbaut. 1638 erwarb Dr. August Prätorius das Rittergut Wäldgen. Nach 1676 erwarb Christoph Abraham von Canitz den Besitz. Die Familie von Döring übernahm das Rittergut 1720. Unter ihr wurde das Herrenhaus 1728 grundlegend umgebaut. 1780 ersteigerte Johann August Petzsch das Rittergut Wäldgen von Gottlob Heinrich von Döring, welcher in Konkurs gegangen war. Die letzten Besitzer des Ritterguts vor der Enteignung waren Rudolf Timpe und Walter Seyferth.
Auch das Rittergut Wäldgen unterlag der Bodenreform und sein letzter Besitzer wurde enteignet, während die Rittergutsflächen an Neubauern aufgeteilt wurden.
In den 1990er Jahren wurde das Herrenhaus an einen Italiener verkauft. Sanierungen blieben aus. Anfang 2011 stürzten Teile der Fassade ein.
Das Herrenhaus ist mittlerweise zur Ruine verkommen. Wirtschaftsgebäude und Stallungen sind heute privat und wurden teilweise baulich stark verändert.
Hauptstraße 54
04564 Böhlen OT Großdeuben
1197 erfolgte die Ersterwähnung als Herrensitz unter Gumbertus de Duben. 1285 befand sich der Herrensitz in den Händen von Guntherus de Dubene. Die Nennung als Rittersitz datiert auf das Jahr 1378, die Ernennung zum Rittergut erfolgte bereits verhältnismäßig früh im Jahre 1470.
Friedrich Brand von Lindau kaufte das Rittergut 1652. 1703 ging es an Georg Ferdinand von Hopfgarten über. Dieser verkaufte es 1716 an den Kaufmann Hohmann. Die Toranlage wurde um 1700 / 1710 erstellt, das Herrenhaus wurde 1730 durch George Werner erbaut und 1896 umgebaut, nachdem es von einem Leipziger Konsul erworben wurde. Im Erdgeschossbereich wurden Anbauten angefügt.