Beilrode: Vorwerk Döhlen

Vorwerk Döhlen

04886 Beilrode OT Döhlen

Historisches

Seit dem 15. Jahrhundert bestand ein Einzelgut, wel­ches sich aus dem um 1480 wüst­lie­gen­den Dorf Delen her­aus­ent­wi­ckelt hatte und 1529 als Vorwerk bekannt war. 1816 war es ein Domainen-​Vorwerk. Seit 1880 diente es dem Gestüt Graditz als Nebengestüt.

Schkeuditz: Rittergut Kleinliebenau

Rittergut Kleinliebenau

Schkeuditz OT Kleinliebenau

Historisches

Das Rittergut Kleinliebenau wurde 1568 erst­mals urkund­lich nach­ge­wie­sen. In jenem Jahr wur­den sowohl Christoph Bufe zu Kleinliebenau sowie Heinrich von Maßnitz erwähnt, was auf einen Verkauf schlie­ßen lässt. 1791 bestand das Rittergut Kleinliebenau aus einem Oberhof und einem Unterhof.

Vom Rittergut zeugt heute noch die Rittergutskirche auf der Gutshofstraße 15.

Wermsdorf: Wallburg Kirchenteich /​ Kirchenteichruine

Wallburg Kirchenteich | Kirchenteichruine

Wermsdorfer Forst /​ Kirchenteich
04779 Wermsdorf

Historisches

Von der ehe­ma­li­gen Burg ist das Fundament eines Turmes vor­han­den. Die Umfassungsmauer ist eine Konstruktion, wel­che zum Teil aus Lehm und teil­weise aus Holz und Erde besteht. Der Bühl hat einen Durchmesser von 27 m und wird durch einen etwa 12 m brei­ten Graben vom Hang getrennt. Er trug neben dem Turm noch wei­tere Gebäude. Die mit­tel­al­ter­li­che Wehranlage befin­det sich nord­west­lich von Wermsdorf nörd­lich vom Kirchenteich.

Bodendenkmalschutz

Bodendenkmalschutz wurde 1938 im Dezember erteilt und im Februar 1959 erneuert.

Belgern-​Schildau: Herrenhaus Ammelgoßwitz

Herrenhaus Ammelgoßwitz

Ammelgoßwitz 21
04874 Belgern-​Schildau OT Ammelgoßwitz

Historisches

Bereits 1235 bestand ein Herrensitz, wel­ches seit 1573 als Rittergut bezeich­net wurde. Das Herrenhaus brannte 1890 ab und wurde 1910 neu erbaut. Es wird auch als Schlenkersches Gut bezeichnet.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus Ammelgoßwitz ist stark sanie­rungs­be­dürf­tig und steht im Gegensatz zu dem bau­lich erheb­lich ver­än­der­ten Wirtschaftsgebäude unter Denkmalschutz.

Trossin: Gutshaus Roitzsch

Gutshaus Roitzsch

04880 Trossin OT Roitzsch

Historisches

Das Gutshaus wurde um 1800 erbaut, jedoch exis­tierte das Rittergut bereits schon seit 1508. 1848 folgte der Bau des Westflügels.

Heutige Nutzung

Das Gutshaus steht seit dem Auszug des kom­mu­na­len KIndergartens 2004 leer. Der pri­vate Besitzer möchte nach der Sanierung ein Mehrgenerationenhaus mit Physiotherapiepraxis einrichten.
(Stand: 08/​2017)

Belgern-​Schildau: Freigut Sitzenroda

Freigut Sitzenroda

04874 Belgern-​Schildau OT Sitzenroda

Historisches

Sitzenroda wurde 1198 als Herrensitz unter Alexander de Siczenrode erwähnt. Dabei han­delte es sich um einen Besitz des Benediktinerinnenklosters, wel­ches bis 1545 als Kloster-​Vorwerk genutzt wurde. Fünf Jahre spä­ter wurde das ehe­ma­lige Vorwerk als Freigut genannt. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde das Freigut als kur­fürst­li­che Oberforstmeisterei genutzt und 1705 erneut als Freigut beschrie­ben. Eine erneute Nennung als Oberförsterei erfolgte 1816, als Freigut wie­der 1880.

Wermsdorf: Schloss Wiederoda

Schloss Wiederoda

Lindenstraße 17
04779 Wermsdorf OT Wiederoda

Historisches

Das Rittergut wurde 1551 erst­mals erwähnt. Im 17. Jahrhundert wurde die Familie von Grünrodt als Besitzer benannt. Heinrich von Bünau erwarb das Rittergut 1717 und ließ das Schloss im Barockstil erbauen. Vermutlich wurde dabei ein Vorgängerbau über­baut. Seit 1764 befand sich das Schloss Wiederoda im Besitz der Familie Müller. 1873 wurde es von Emil Barth erwor­ben, unter dem 1888 das impo­sante Torhaus erbaut wurde. Umbauten am Schloss selbst fan­den im 19. Jahrhundert statt.

Nach 1945

Der letzte Besitzer, die Familie Sieber, wurde 1945 ent­eig­net. Das Schloss wurde zunächst von der rus­si­schen Kommandantur und als Lazarett der Roten Armee noch bis 1948 genutzt. Später diente es als TBC-​Heim. Von 1960 bis 1966 war die Verwaltung einer Maschinenausleihstation im Schloss ansäs­sig. Daran schloss sich bis 1991 eine Nutzung als Hilfsschule mit Internat an.

Nachwendezeit

Bis 2008 befand sich eine Förderschule im Schloss. Im glei­chen Jahr erfolgte der Verkauf an pri­vat. Zuvor hatte der Landkreis bereits das Dach des Schlosses neu ein­de­cken lassen.

Heutige Nutzung

Schloss Wiederoda wird teil­weise durch die Eigentümer bewohnt. Außerdem befin­den sich dort der Betriebssitz des nahe gele­ge­nen und betrie­be­nen Alpakazentrums sowie ein Hofladen im Schloss Wiederoda.

Belgern-​Schildau: Rittergut Puschwitz

Rittergut Puschwitz

04874 Belgern-​Schildau OT Puschwitz

Historisches

Für Puschwitz wurde 1529 und 1606 ein Vorwerk benannt. Dieses wurde zum Rittergut auf­ge­wer­tet und als sol­ches 1696 schrift­lich nach­ge­wie­sen. Das Rittergut befand sich bis 1651 im Besitz von Hans von der Pforte. 1711 wurde es von der Familie von Dieskau erworben.

Nach 1945

Der letzte Besitzer, die Familie Neubürger, wurde 1945 mit der Bodenreform enteignet.

Trossin: Wallburg Paker Schloss

Wallburg Paker Schloss

Falkenberger Forst
04880 Trossin OT Falkenberg

Historisches

Das Paker Schloss ist eine ehe­ma­lige sla­wi­sche Wallburganlage, die sich süd­west­lich vom Ort und west­lich der Försterei Pechhütte und des Paker Schlossteichs befin­det. Der runde Bühl ist durch einen gra­ben­ar­ti­gen Einschnitt gezwei­teilt. Die Wallburganlage ist von zwei Gräben mit jeweils einem vor­ge­la­ger­tem Wall aus Erdmasse und Steinen umge­ben. Der innere Graben ist zwi­schen 10 und 20 m breit und ver­sumpft. Der äußere Graben ist etwa 6 m breit und teil­weise voll­kom­men ein­geb­net. Die Namensgebung geht mög­li­cher­weise auf das alte Rittergeschlecht der Herren von Pak zurück.

Bodendenkmalschutz

Bodendenkmalschutz besteht seit Ende 1957 für die Burganlage.

Löbnitz: Rittergut Sausedlitz

Rittergut Sausedlitz

Straße der Freundschaft
04509 Löbnitz OT Sausedlitz

Historisches

Der 1531 genannte Rittersitz wurde bereits zwei Jahre spä­ter als Rittergut bezeich­net. Das Gut exis­tierte bereits zwei Jahrhunderte vor­her und befand sich seit 1466 im Besitz von den Herren von Schönfeldt auf Löbnitz. Seit 1707 bis zur Enteignung 1945 waren die Grafen Vitzthum von Eckstädt als Besitzer vermerkt.

Nach 1945

1945 erfolgte dieEnteignung der Besitzer.

Heutige Nutzung

Während die Wirtschaftsgebäude mitt­ler­weile abge­tra­gen wur­den, steht das Herrenhaus leer.