Rackwitz: Rittergut Biesen

Rittergut Biesen

Eilenburger Chaussee 8
04519 Rackwitz OT Biesen

Historisches

Bereits 1269 war in Biesen ein Herrensitz erwähnt. Er befand sich bei sei­ner Benennung als Rittersitz im Jahre 1445 im Besitz der Herren von Czscheppin. 1499 kam er an Hans von Czepen, spä­ter Zschepen. Die Nennung als Vorwerk sowie der Besitzübergang an Mathias von Spiegel fal­len in das Jahr 1559. Unter den Herren von Crostewitz wurde das Vorwerk 1574 schließ­lich zum Rittergut erho­ben. Weitere Besitzer waren ab 1648 die Familie Döring, ab 1702 die Familie Sahrer von Sahr und ab 1764 die Familie Volkmann. Im 19. Jahrhundert wech­sel­ten die Besitzer des Rittergutes Biesen in kur­zen Abständen. 1897 erwarb die Familie Gumpel das Rittergut und wurde noch 1929 als Besitzer aufgeführt.

Nach 1945

Der letzte Besitzer schließ­lich war Kurt Frommelt, der 1945 im Rahmen der Bodenreform ent­eig­net wurde. Nach 1945 wurde im Herrenhaus ein Kinderheim der Volkssolidarität eingerichtet.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus des Ritterguts Biesen dient als Kinder- und Jugendheim.

Taucha: Gutshof Sehlis

Gutshof Sehlis

Gutsweg
04425 Taucha OT Sehlis

Historisches

Sehlis wurde 1445 als Rittersitz erwähnt. Aus die­sem Rittersitz ging im Laufe der Zeit mög­li­cher­weise der Gutshof Sehlis her­vor, des­sen Gebäudesubstanz auf 1892 datiert.

Heutige Nutzung

Das Wohnhaus steht teil­weise leer und wird zum Teil bewohnt. Es besteht aus einem älte­ren, schad­haf­ten Gebäudeteil und einem neue­ren Gebäudeteil, wel­cher saniert ist. Die Wirtschaftsgebäude sind in einem guten bis schad­haf­ten Zustand. Hier herrscht Leerstand vor.

Zschepplin: Rittergut Naundorf

Rittergut Naundorf

04838 Zschepplin OT Naundorf

Historisches

Das mög­li­cher­weise bereits 1445 bestehende und 1551 nach­ge­wie­sene Freigut, ein Richterlehngut, wurde 1606 als Rittergut nach­ge­wie­sen. Es bestand noch 1816.

 

Wiedemar: Rittergut Grebehna

Rittergut Grebehna

Schmiedegasse 1
04509 Wiedemar OT Grebehna

Historisches

1219 erfolgte erst­mals die Erwähnung eines Gutes unter Arnoldus de Gribene. Im wei­te­ren Verlauf der Zeit sind um 1350 Otto Starke, um 1439 Kunrad von Dyska und um 1527 Conradt Stargk als Besitzer ver­zeich­net. 1560 ver­kaufte Matthias von Spiegel das Gut, das im glei­chen Jahr als Freier Hof bezeich­net wurde, an Hans Rackwitz.

Die Familie Rackwitz war bis etwa 1666 im Besitz von Grebehna. 1670 kam es an Johannes Renner und fünf Jahre spä­ter an die Eheleute von Dießkau. In der Folgezeit wech­sel­ten die Eigentümer häu­fig. 1724 kam das Gut an die Familie Buhle, unter wel­cher das dama­lige Mannlehngut 1762 in ein Allodialgut umge­wan­delt wurde. 1816 erfolgte die Erwähnung als Sattelhof. 1830 kaufte Marie Rosine Schoene das Rittergut, 1843 ging es an Gottlieb Rosche und 1859 an die letz­ten Besitzer, die Familie Knüpper, über.

Nach 1945

Das Rittergut wurde nicht ent­eig­net. 1970 war Brigitta Zimmermann aus der Familie Knüpper Eigentümerin des ehe­ma­li­gen Rittergutes.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus befin­det sich heute in Privateigentum und wird bewohnt.

Bad Düben: Rittergut Tiefensee

Rittergut Tiefensee

Am Gutshof 5
04849 Bad Düben OT Tiefensee

Historisches

Difense (Tiefensee) war bereits 1259 ein Herrensitz, der 1289 unter Otto miles et domi­nus in Thyfense und 1350 als castrum unter Otto von Tiffinse erwähnt wurde. 1445 konnte ein Rittersitz unter Diterich Rabel nach­ge­wie­sen wer­den. Busse und Nickel von Rabil erhiel­ten den Rittersitz 1465. Dieser wurde unter Wilhelm von Rabil 1529 zum Rittergut erho­ben. Unter Nickel von Rabil erfolgte 1582 der Neubau eines Herrenhauses. Hans George von Rabil über­nahm das Rittergut Tiefensee 1639 und ver­äu­ßerte es 1652 an Christoph Vitzthum von Eckstädt.

Friedrich August Vitzthum von Eckstädt besaß das Rittergut Tiefensee ab 1786 und ver­kaufte es 1791 an Christian Gottlob Hillig, der es bis 1797 in sei­nem Besitz hielt. Als nächs­ter Besitzer ist Victor Graf Henckel von Donnersmarck von 1821 bis 1841 nach­weis­bar. Weitere Besitzer waren 1855 Heinrich Gustav Ferdinand Freiherr von Dannenberg, ab 1872 Eduard Fritze, 1902 Franz Trittel und ab 1912 Otto Engel.

Nach 1945

Der letzte Besitzer Otto Engel, der 1945 im Rahmen der Bodenreform ent­eig­net wurde.

Nach 1945

Das Herrenhaus des Rittergutes Tiefensee wurde 1974 abgerissen.

Heutige Nutzung

Erhalten sind das 1902 umge­baute und heute sanierte Gutsverhalterhaus, wel­ches auf einen Vorgängerbau zurück­geht, und der Gutspark. Die Wirtschaftsgebäude befin­den sich in einem guten Zustand.

Rackwitz: Rittergut Podelwitz

Rittergut Podelwitz

Wiederitzscher Straße 1
04519 Rackwitz OT Podelwitz

Historisches

Das Rittergut wurde 1606 urkund­lich erwähnt und befand sich bis 1681 im Besitz der Familie von Mertzsch. 1724 erwarb G. H. von Carlowitz das Rittergut. Ab 1764 wech­sel­ten die Besitzer häu­fig. Zu ihnen zähl­ten die Familien Bauer, Heydenreich, Gelbke, von Bünau, Engler, Blümner. 1901 kam das Rittergut erneut an die Familie Gelbke.

Nach 1945

Nach der Enteignung 1945 wurde das Herrenhaus abgerissen.

Heutige Nutzung

Die Wirtschaftsgebäude befin­den sich in sanie­rungs­be­dürf­ti­gem Zustand.

Taucha: Herrenhaus Merkwitz

Herrenhaus Merkwitz

Am Park 1–2
04425 Taucha OT Merkwitz

Historisches

Das denk­mal­ge­schützte Herrenhaus mit Rittergut wurde ca. 1890 errich­tet. Der Ostflügel stammt bereits aus der Zeit von Anfang/​Mitte des 18. Jahrhunderts.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus befin­det sich in sanie­rungs­be­dürf­ti­gem Zustand und ver­fügt noch über ori­gi­nale Ausstattungsmerkmale. Ein Teil der ein­ge­rich­te­ten Wohnungen wird bewohnt bzw. von der Feuerwehr genutzt.

Zschepplin: Rittergut Glaucha

Rittergut Glaucha

04838 Zschepplin OT Glaucha

Historisches

Glaucha wurde 1350 als Herrensitz erwähnt. Aus ihm ging im 16. Jahrhundert ein Vorwerk her­vor. Das Vorwerk wurde zum Rittergut erho­ben und als sol­ches 1703 bezeugt. Eine wei­tere Nennung erfolgte im Jahre 1880.

Wiedemar: Vorwerk Zwochau

Vorwerk Zwochau

04509 Wiedemar OT Zwochau

Historisches

1465 war Hans von Broda als ers­ter Rittergutsbesitzer bekannt. Das Rittergut wurde in der Folgezeit als Vorwerk genutzt und als sol­ches 1571 erst­mals erwähnt. 1622 wurde das von der Familie von Zoch errich­tete Herrenhaus zer­stört und nicht wie­der auf­ge­baut. Als Besitzer zu Beginn des 19. Jahrhunderts ist Adolf Freiherr von Schönberg auf Thammenhain bekannt. Silvester 1881 brann­ten die noch erhal­te­nen Wirtschaftsgebäude ab, sie wur­den zügig im kom­men­den Jahr neu aufgebaut.