Trossin: Rittergut Leipnitz

Rittergut Leipnitz

Am Volksgut 5–6
04880 Trossin OT Dahlenberg

Historisches

Das 1505 erwähnte Vorwerk wurde 1747 als Rittergut bezeichnet.

Heutige Nutzung

Das Torhaus dient Wohnzwecken, das Herrenhaus wurde zuletzt als Lehrlingswohnheim genutzt. Auf dem Gelände befin­den sich Teiche und Pferdekoppeln. Mit der Sanierung wurde begonnen.

Torgau: Rittergut Bennewitz

Rittergut Bennewitz

Bennewitzer Dorfstraße 7
04861 Torgau OT Bennewitz

Historisches

Für Bennewitz wurde, je nach genutz­ter Quelle, 1589  bezie­hungs­weise 1606 ein Vorwerk nach­ge­wie­sen. Zu die­sem Zeitpunkt befand es sich im Besitz von Wolff von Leipzig, der das Vorwerk drei Jahre zuvor vom Kurfürsten erhal­ten hatte. 1653 erwarb Sophia Kirchbach das Vorwerk. Johann Adam Stiehl kaufte es 1659. Unter Hans Haubold von Stiehl wurde das Vorwerk 1696 zum Rittergut erho­ben. Ihm folg­ten 1703 Johann Georg von Arnim und 1718 Christoph Heinrich von Felgenhauer als Besitzer.

Das Herrenhaus wurde um 1752 unter Caspar Friedrich von Metzsch errich­tet, wel­cher das Rittergut 1724 erwor­ben hatte. In der Folge wech­sel­ten die Besitzer mehr­fach und in teil­weise kur­zen Abständen. So sind ab 1756 Thimo Heinrich von Preuss und des­sen Erben ver­zeich­net, ab 1804 Johann August Oemigen, ab 1809 Rosine Sophia Amalie Raum, zwei Jahre dar­auf Johann Christoph von Wangenheim und des­sen Erbengemeinschaft, ab 1840 August Eduard Bartels, ab 1846 Julius Franz Goedicke, ab 1851 August Friedrich Carl Dieckmann, ab 1868 Gotthelf Krause und ab 1904 die Familie Schlenker.

Nach 1945

Georg Schlenker wurde 1945 im Rahmen des Vollzugs der Bodenreform ent­eig­net. Das Rittergut Bennewitz wurde anschlie­ßend durch die Bennewitzer Lehr- und Versuchsteichwirtschaft genutzt.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus und die Wirtschaftsgebäude des Rittergutes in Bennewitz sind saniert und wer­den bewohnt. Der Gutspark ist gepflegt.

Wermsdorf: Wallburg Altes Schloss Collm

Wallburg Altes Schloss Collm

Wermsdorfer Forst
04779 Wermsdorf OT Collm

Historisches

Die Wallburg ist unter meh­re­ren Namen bekannt. Neben Altes Schloss Collm wird in ein­schlä­gi­ger Literatur von einem Wüsten Schloss und Der Hahn gespro­chen, eine Online-​Karte ver­weist auf das Wüste Schloss Hayn.

Die Wallburg befand sich nord­öst­lich von Wermsdorf im Wermsdorfer Forst im Winkel von Schneise 9 und Flügel 0. Die Anlage bestand aus einem run­den Bühl von 25 m Durchmesser mit einer Doppelkonstruktion aus je zwei Wällen und Gräben. Der innere Wall ist noch zwi­schen 6 und 7 m hoch, der äußere zwi­schen 3 und 4 m. Vor dem äuße­ren Wall befin­det sich ein drit­ter Graben. Die Gesamtanlage misst an der brei­tes­ten Stelle 80 m und lässt Mauerreste erken­nen, die auf eine Bebauung mit einem Turm hinweisen.

Bodendenkmalschutz

Die Wallburg wurde erst­mals Ende 1935 und erneut Anfang 1959 unter Bodendenkmalschutz gestellt.

Rackwitz: Rittergut Güntheritz

Rittergut Güntheritz

Straße der Jugend 8
04519 Rackwitz

Historisches

Der 1445 erwähnte Rittersitz befand sich zu jener Zeit im Besitz des Hermann Cruer zu Güntericz. Ihm folg­ten 1488 Benisch von Creutzen sowie 1499 die Herren von Plaussigk, unter denen der Rittersitz 1551 zum Rittergut erho­ben wurde. 1612 erwarb Balthasar von Schkölen das Rittergut, um es bereits im nächs­ten Jahr an Barbara Götze zu ver­kau­fen. Ab 1630 befand es sich im Besitz der Familie Moßbach, die 1748 das Herrenhaus errich­ten ließ. Die Moßbach-​Töchter Philipine von Wichmannshausen und Eleonore Mylius besa­ßen ab 1750 die Rittergüter Güntheritz und Zschölkau gemein­sam. Carl Wilhelm von Carlowitz erbte Güntheritz 1800 und ver­kaufte es drei Jahre spä­ter an die Familie Leplay. Weitere Besitzer waren ab 1850 die Familie Gelpke, ab 1868 Carl Emil Föhring und ab 1898 Martin Rudolph Oberländer.

Nach 1945

1945 erfolgte die Enteignung.

Heutige Nutzung

Herrenhaus und Gutshof wer­den von einer Grundschule genutzt.

Wermsdorf: Herrensitz Deutschluppa

Herrensitz Deutschluppa

ver­mut­lich Kuhberg
04779 Wermsdorf OT Luppa

Historisches

Deutschluppa wurde 1213 als Herrensitz unter Albertus de Luppe nach­ge­wie­sen. Weitere Nachweise konn­ten bis­lang nicht gefun­den werden.

Ebenso ist unklar, ob die­ser Herrensitz aus einer womög­lich einst auf dem Kuhberg exis­tie­ren­den Wallburg her­vor­ge­gan­gen war, die ver­mut­lich noch vor dem 10. Jahrhundert erbaut wurde.

Der Kuhberg liegt ca. 2,5 km nord­west­lich von Luppa und wurde in spä­te­rer Zeit als Steinbruch genutzt. Dadurch sind kaum noch Spuren die­ser frü­he­ren Wallanlage erkennbar.

Wermsdorf: Rittergut Gröppendorf

Rittergut Gröppendorf

Zum Brandbusch 1
04779 Wermsdorf OT Gröppendorf

Historisches

Gröppendorf wurde 1350 als Herrensitz unter Johannes de Groperdorf genannt. Aus dem Herrensitz ent­wi­ckelte sich ein Rittersitz, der als sol­cher 1445 nach­weis­bar ist. Die Ersterwähnung als Rittergut erfolgte 1548. Besitzer war Anfang des 17. Jahrhunderts Georg von Taupadel, dem 1634 Christoph von Canitz folgte. Seit Ende des 17. Jahrhunderts sind als Besitzer die Herren von Schönberg, von Zobel und von Wolfersdorff bekannt.

Nachwendezeit

1999 wurde der größte Teil des Herrenhauses abge­ris­sen. Das rest­li­che Gebäude wurde zu einem Eigenheim umgebaut.

Heutige Nutzung

Vom ehe­ma­li­gen Rittergut sind noch meh­rere Gebäude erhal­ten. Dazu zäh­len unter ande­rem der Herrenhausrest, der Pferdestall, die Kumpthalle und eine Scheune. Diese Gebäude sind zum Teil saniert und wer­den bewohnt. Ein Wirtschaftsgebäude ist ruinös.

Rackwitz: Rittergut Kreuma

Rittergut Kreuma

Kreumaer Dorfstraße 29
04519 Rackwitz OT Kreuma

Historisches

Kreuma wurde bereits vor 1221 als Herrensitz verzeichnet.

Heutige Nutzung

Das Rittergut ist heute ein pri­va­tes Unternehmen im Bereich bio­lo­gi­scher Anbau und ver­fügt über Ferienwohnungen.

Wermsdorf: Herrensitz Wadewitz

Herrensitz Wadewitz

04779 Wermsdorf OT Wadewitz

Historisches

Wadewitz wurde urkund­lich 1282 als Herrensitz unter Hermannus de Wadewycz belegt. Die Existenz des Herrensitzes gilt aller­dings als nicht gesi­chert. Der Herrensitz Wadewitz könnte auch dem Wadewitz bei Liebschützberg zuge­ord­net sein.

Bad Düben: Burg Düben

Burg Düben

Neuhofstraße 3
04849 Bad Düben

Historisches

Erstmals wurde die Burg im Jahre 981 erwähnt, wobei es sich zum dama­li­gen Zeitpunkt um eine was­ser­burg­ähn­li­che Befestigungsanlage gehan­delt haben soll. Sie wurde 1450 in einer Fehde zwi­schen den Brüdern Friedrich und Wilhelm von Thüringen voll­stän­dig zer­stört. Ab 1530 befand sich in der Burg Düben der kur­säch­si­sche Amtssitz des Amtes Düben. Im 17. Jahrhundert wurde die Burg noch wei­tere drei Mal zer­stört, so 1631, sechs Jahre spä­ter sowie wei­tere vier Jahr dar­auf. Im Oktober 1813 rich­tete Napoleon sein Lager auf der Burg ein, die zwei Jahre spä­ter an Preußen kam.

Der Bergfried aus dem Jahre 1206 ist der älteste erhal­tene Teil der Burg. Außerdem ist ein tro­cke­ner, ver­flach­ter Graben erhalten.

Nach 1945

In der Burg wurde 1953 ein Museum zur Stadt- u. Regionalgeschichte sowie über die Dübener Heide eingerichtet.

Heutige Nutzung

Museum

Bodendenkmalschutz

Die ursprüng­li­che Burganlage wurde Ende 1957 unter Bodendenkmalschutz gestellt.

Rackwitz: Rittergut Lemsel

Rittergut Lemsel

Im Rittergut 3
04519 Rackwitz OT Lemsel

Historisches

1428 befand sich ein Rittersitz im Besitz von Andreas Krostewicz. Dieser wurde unter den Herren von Krostewitz 1551 zum Rittergut erho­ben. Mit dem Tod von Otto von Krostewitz kam das Rittergut an das Herzogtum Sachsen-​Merseburg, wel­ches es 1716 an Wolf Dietrich Bose ver­kaufte. Dieser besaß es vier Jahre lang und nach einem kur­zen erneu­ten Zwischenbesitz des Herzogtums Sachsen-​Merseburg kaufte Eurachius von Brösicke das Rittergut 1720.

1747 kam es an die Familie Packbusch, 1765 an Sophie Wilhelmine von Brandenstein, 1772 an Marie Sophie Caroline von Wartensleben und 1790 an Sophia Louise von Neitschütz. Bereits im fol­gen­den Jahr erwarb die Familie von Könneritz das Rittergut und besaß es bis 1817. Ab 1824 besaß es die Familie Eckert, ab 1851 die Familie Meyer. 1929 wurde Hedwig Scheibe, ver­hei­ra­tet mit Richard Scheibe und eine gebo­rene Meyer, als Besitzerin aufgeführt.

Nach 1945

Die Familie Scheibe wurde 1945 enteignet.

Heutige Nutzung

Das Rittergut steht leer.