Rittergut Naundorf
04838 Zschepplin OT Naundorf
Historisches
Das möglicherweise bereits 1445 bestehende und 1551 nachgewiesene Freigut, ein Richterlehngut, wurde 1606 als Rittergut nachgewiesen. Es bestand noch 1816.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Landkreis Nordsachsen
04838 Zschepplin OT Naundorf
Das möglicherweise bereits 1445 bestehende und 1551 nachgewiesene Freigut, ein Richterlehngut, wurde 1606 als Rittergut nachgewiesen. Es bestand noch 1816.
04509 Wiedemar OT Zwochau
1465 war Hans von Broda als erster Rittergutsbesitzer bekannt. Das Rittergut wurde in der Folgezeit als Vorwerk genutzt und als solches 1571 erstmals erwähnt. 1622 wurde das von der Familie von Zoch errichtete Herrenhaus zerstört und nicht wieder aufgebaut. Als Besitzer zu Beginn des 19. Jahrhunderts ist Adolf Freiherr von Schönberg auf Thammenhain bekannt. Silvester 1881 brannten die noch erhaltenen Wirtschaftsgebäude ab, sie wurden zügig im kommenden Jahr neu aufgebaut.
Wasserburg & Schloss SchnaditzSchloss 1
04849 Bad Düben OT Schnaditz
Um 1237 erfolgte die erste urkundliche Nennung eines Herrensitzes unter Otto und Bodo de Sneudiz. Hierbei handelte es sich offenbar um eine frühe Wasserburg, die aus einem befestigten Hof mit umlaufendem Graben bestand. Die Erwähnung als castrum datiert auf 1350. Den Rittern von Schneuditz folgten unter anderem Albrecht von Oechlitz, Heinrich von Bünau, Nickel von Rabil und Ludwig von Wuthenau.
Zwischen 1463 und 1655 befand sich Schnaditz im Besitz der Familie von Zaschnitz. Christoph Otto von Steuben erwarb das Rittergut 1678 von der Familie von Bülow. 1738 wurde das Schloss, 1757 nachfolgend auch das Rittergut, unter die Verwaltung des Amtes in Düben gestellt. 1764 ersteigerte die Freifrau Dorothea Maria Justina von Görtz den Grundbesitz. Weitere Besitzer waren ab 1789 die Grafen von Einsiedel und ab 1792 Christoph Samuel Martini. Unter der Familie Martini wurde ein 10 Hektar großer Park nach dem Vorbild des Wörlitzer Parks angelegt. Die Familie Martini verkaufte das Schloss 1940 an Dr. med. Erich Wendenburg.
Der letzte Besitzer wurde 1945 enteignet. Nach Kriegsende diente das Renaissance-Wasserschloss als Unterkunft für Flüchtlinge. Bis 1992 wurde es als Wohnraum und Kindergarten sowie durch die Gemeindeverwaltung genutzt. Durch ausbleibende Erhaltungsmaßnahmen verschlechterte sich die Bausubstanz zusehends.
Zwischen 2000 und 2007 fanden Sicherungsarbeiten statt.
Das Schloss ist sanierungsbedürftig und verfügt über einen fast 30 m hohen Wehrturm. Im Sommer 2014 wurde es an eine amerikanische Investorengruppe verkauft, deren Pläne verschiedene gastronomische Einrichtungen, Privatwohnungen der Investoren, ein Hotel sowie ein Museum umfassen.
Die ursprüngliche Wasserburg wurde durch das Schloss überbaut, wobei der Wehrturm in den Schlossneubau eingezogen wurde. Für die ursprüngliche Anlage, die gelegentlich auch als Schloss Breitenbach bezeichnet wird, besteht seit Ende 1957 Bodendenkmalschutz.
An den Höfen 3
04425 Taucha OT Dewitz
Die erste urkundliche Nennung noch Döbitz erfolgte 1212 unter Guntherus de Dewitz. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts war aus dem Herrensitz ein Sattelhof entstanden. Dieser wurde zum Rittergut erhoben und als solches 1834 gegannt. Von den Gutsherren waren ab ca. 1800 die Familien von Metzler und von Rudolph sowie Carl Hermann Tauchnitz und Johann Ludwig Schrage bekannt.
Auf dem Rittergutsgelände nisten regelmäßig Störche.
04425 Taucha OT Seegeritz
Bei der Wasserburg handelte es sich um eine Wallanlage.
04838 Zschepplin OT Glaucha
Glaucha wurde 1350 als Herrensitz unter Johannes de Gluch erwähnt. Aus dem Vorwerk ging im 16. Jahrhundert ein Vorwerk hervor. Das Vorwerk wurde zum Rittergut erhoben und als solches 1703 bezeugt. Weitere Nennungen erfolgten bis 1880.
Ursprünglich bestand Glaucha aus Niederglaucha und Oberglaucha. Das Rittergut ist Niederglaucha zuzuordnen.
Burg & Schloss HohenprießnitzEilenburger Landstraße 8
04838 Zschepplin OT Hohenprießnitz
Aus einer Schenkungsurkunde Ottos II. an die Stiftskirche zu Merseburg geht hervor, dass bereits im späten 10. Jahrhundert ein Hofgut bestand. Möglicherweise handelte es sich bereits damals um die erste Burg, welche auch als Lusthausberg bezeichnet wird. Weitere schriftliche Nachweise bestätigen 1208 einen Herrensitz, der sich bis 1378 im Besitz der Grafen von Eilenburg befand und an Thimo von Colditz veräußert wurde, dem Otto von Schlieben folgte. In jener Zeit, genauer gesagt 1404, wurde ein Rittersitz in Hohenprießnitz erwähnt. 1456 erwarb die Familie von Spiegel jenen Rittersitz und verkaufte ihn 1625 an die Familie von Goldstein, die 1648 eine Aufwertung des Rittersitzes zum Rittergut erlangte.
Nachfolgend erwarb der Graf Vitzthum von Eckstädt 1673 das Rittergut und verkaufte es bereits zwei Jahre später an die Familie von Klengel. 1699 kam der Besitz an den Baron Anton Albrecht von Imhoff. Der Baron veranlasste kurz nach dem Erwerb den Bau des heutigen Schlosses nach französischem Vorbild. Es entstand eine dreiflügelige Barockanlage, die 1724 von den Grafen von Hohenthal erworben und bereits wieder umgebaut wurde. Die Grafen von Hohenthal behielten Schloss und Rittergut Hohenprießnitz bis 1945 in ihrem Besitz.
Die Grafen von Hohenthal wurden nach Kriegsende enteignet. Restaurierungen fanden ab 1983 statt. Das Schloss wurde durch die Sächsische Akademie für Lehrerfortbildung und als Berufliches Ausbildungszentrum für Sozialpädagogik genutzt. Das separate Herrenhaus des Rittergutes wurde bis 1990 als Lehrlingswohnheim genutzt.
Schloss und Herrenhaus standen lange Zeit leer. Im Jahre 2011 erwarb eine bayrische Familie das Schloss und veranlasste die grundhafte Sanierung, die drei Jahre später abgeschlossen werden konnte. Schloss Hohenprießnitz dient heute als Veranstaltungszentrum. Der Speicher des Rittergutes ist saniert und dient einer Firma als Lager.
Für die mittelalterliche Burganlage besteht seit Ende 1957 Bodendenkmalschutz. Erhalten sind ein doppelter Wall und zwei Gräben im Park.
04874 Belgern-Schildau OT Belgern
Das Vorwerk Pietzsch bzw. Petzschwitz wurde 1397 sowie 1880 als Vorwerk erwähnt.
Wasserburg & Rittergut GraßdorfAm Volksgut 2
04425 Taucha OT Graßdorf
Im 15. und 16. Jahrhundert befand sich Graßdorf im Besitz der Familie von Leutzsch. Dabei bestand 1445 ein Rittersitz, der 1501 als Sattelhof genutzt wurde. Die erste Nennung als Rittergut datiert auf das Jahr 1551. 1653 übernahm Christian von Döring das Rittergut Graßdorf, dem 1681 dessen Erben folgten. 1724 erhielt der Rat zu Leipzig das Rittergut, 1901 folgte die Stadt Leipzig.
Gut Graßdorf wird als Pferdehof und gastronomisch genutzt.
Das Rittergut geht auf eine frühere Wasserburg zurück, welche sich im Gutsbereich befand und bereits vor mehreren Jahrhunderten eingeebnet wurde. Die Überreste der Wasserburg sind insoweit eingeebnet, dass oberirdisch nichts mehr erkennbar ist. 1955 erfolgten Grabungen, in der Folge wurde die Anlage drei Jahre später als Bodendenkmal unter Schutz gestellt.
04838 Zschepplin OT Noitzsch
1529 wurde Noitzsch als Rittersitz bezeichnet. Aus diesem ging ein Vorwerk hervor, welches 1606 und 1880 urkundlich bezeugt wurde.