Weißenberg: Herrensitz Spittel

Herrensitz Spittel

02627 Weißenberg OT Spittel

Historisches

Spittel war bereits 1348 ein Herrensitz unter Herman von dem Spital bezie­hungs­weise S. Hermanni de Hospitali. Die Grundherrschaft übte über andert­halb Jahrhunderte das Rittergut Nostitz aus. Weitere zuver­läs­sige Informationen lie­gen bis dato nicht vor.

Bernsdorf: Wasserburg & Rittergut Bernsdorf

Wasserburg & Rittergut Bernsdorf

Rathausallee 2
02994 Bernsdorf

Historisches

Vorgänger des Rittergutes war eine Wasserburg, die im 13. Jahrhundert unter Bernhard von Kamenz errich­tet wor­den war. 1534 gelangte Gangolf von Lüttichau in den Besitz der Wasserburganlage, die in jenem Jahr als Rittergut nach­ge­wie­sen wer­den konnte. 1705 war zunächst Hans Caspar von Metzradt als Besitzer ver­merkt. Noch im glei­chen Jahr ging der Grundbesitz an Wolf Dietrich von Beichlingen über. 1816 ging das Rittergut von den Grafen von Redern an Ludwig von Klitzing über. Nach des­sen Tod 1867 kam das Rittergut an die Familie von der Marwitz.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts befand sich das Rittergut in bür­ger­li­chem Besitz und wech­selte mehr­fach den Eigentümer. Von 1891 bis 1905 gehörte es Natalie Antonie Schulze, ab 1909 Hermann Heurense und ab 1912 Tudor Dumitrescu. 1921 soll es sich im Besitz von Hugo Stinnes befun­den haben. Im Jahr dar­auf erfolgte der Verkauf des Herrenhauses an die Gemeinde, die dar­auf­hin die Umgestaltung zum Rathaus vor­neh­men ließ. Ab 1926 bis 1945 sind die Eintracht Braunkohlenwerke und Brikettfabrik Welzow als Eigentümer benannt.

Nachwendezeit

Das Herrenhaus Bernsdorf wurde zu Beginn der 2010er Jahre umfas­send saniert.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus wird heute als Rathaus genutzt.

Weißenberg: Rittergut Särka

Rittergut Särka

Särka 1
02627 Weißenberg OT Särka

Historisches

Särka unter­stand ursprüng­lich dem Rittergut Kotitz und ent­wi­ckelte sich erst im 17.Jahrhundert zum eigen­stän­di­gen Rittergut. Urkundlich erfolgte die Ersterwähnung des Ritterguts 1659. In jenem Jahr ist ein Verkauf des Ritterguts von Johann Adolph von Haugwitz an Joachim Ernst von Ziegler und Klipphausen doku­men­tiert. Einen Teil der Ländereien ver­äu­ßerte er gleich wei­ter an Friedrich Ferdinand von Gersdorff. Das Rittergut befand sich dann bis 1749 im Besitz der Familie von Ziegler und Klipphausen. Carl Ernst Lehmann erstei­gerte den Besitz 1839 und ver­machte ihn 1860 an August Hermann Richter. Das Herrenhaus war im zei­ti­gen 19. Jahrhundert erbaut wor­den. 1895 wur­den Umbauten vor­ge­nom­men. Anbauten erfolg­ten 1905.

Nach 1945

Margot von der Horst war die letzte Besitzerin des Ritterguts Särka und wurde 1945 ent­eig­net und von ihrem Rittergut ver­trie­ben. Ursprünglich war der Abriss des Herrenhauses geplant. Dieser konnte auf­grund der man­gel­haf­ten Wohnraumsituation nach dem Krieg ver­hin­dert werden.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus wird nach wie vor bewohnt.

Bautzen: Rittergut Lubachau

Rittergut Lubachau

Nr. 1
02625 Bautzen OT Lubachau

Historisches

1241 war Lubachau bereits als Herrensitz unter Hermannus de Lubchow ver­merkt. Das Rittergut ist seit 1617 nachweisbar.

Heutige Nutzung

Herrenhaus und Scheune wer­den zu Wohnzwecken genutzt.

Bischofswerda: Rittergut Pickau

Rittergut Pickau

Pickauer Dorfweg
01877 Bischofswerda OT Pickau

Historisches

Um 1411 wurde erst­mals ein Rittersitz erwähnt. Er wurde bereits ein Jahr spät als Vorwerk bezeich­net und war ab 1544 als Rittergut bekannt.

1813, als die Stadt Bischofswerda Grundeigentümerin des Rittergutes war, plün­der­ten und beschä­dig­ten Napoleons Truppen das Rittergut schwer. Die Folgebesitzer führ­ten das Rittergut zwar noch bis 1837 wei­ter, muss­ten dann finan­zi­ell bedingt jedoch auf­ge­ben. Die Stadt nutzte dar­auf­hin große Flächen des Ritterguts um und ver­kaufte die Rittergutsgebäude. Im Laufe der Zeit wur­den die Wirtschaftsgebäude abge­tra­gen, bis nur noch das Wohnhaus des Ritterguts übrig war. 1881 wurde das ehe­ma­lige Forsthaus des Rittergutes von der Stadt verkauft.

Die letz­ten Eigentümer des Ritterguts Pickau waren Max und Anna Gnauck, die auf dem Rittergut eine kleine Landwirtschaft mit Kühen betrie­ben. Im zei­ti­gen Jahr 1962 stürzte eine Wand des Wohnhauses ein, wor­auf­hin die­ses unbe­wohn­bar war und nach­fol­gend abge­ris­sen wurde. Ende der 1960er Jahre ent­stand an die­ser Stelle ein Eigenheim.

Heutige Nutzung

Vom Rittergut selbst ist heute keine Gebäudesubstanz mehr erhal­ten. Lediglich der ehe­ma­lige Gutsteich mit der heute als Festplatz genutz­ten Freifläche erin­nern heute noch an das frü­here Rittergut Pickau.

 

 

 

Radeberg: Vorwerk Friedrichstal

Vorwerk Friedrichstal

01454 Radeberg

Historisches

Das Vorwerk im Friedrichstal bestand bereits im 17. Jahrhundert und wurde vom Schlos Klippenstein für land­wirt­schaft­li­che Zwecke genutzt. Sein Beiname Rotes Vorwerk geht ver­mut­lich auf die dama­lige Fassadenfarbe zurück. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts befand sich das Vorwerk im Besitz von Generalmajor Friedrich von Fröden, des­sen Wappen an der Gebäudefassade noch erhal­ten ist. Ab 1845 unter­stand das Vorwerk Heinrich August Blochmann, ab 1847 Julius Kühn sowie ab 1894 Heinrich Lahmann, der das Vorwerk mit sei­nen unfang­rei­chen Flächen als Wohnstätte sowie zur Versorgung sei­nes Sanatoriums in Dresden auf dem Weißen Hirsch nutzte. Der wohl berühm­teste Gast der Lahmanns war einst Heinz Rühmann.

Nach 1945

1945 wur­den die Besitzer ent­eig­net. Ab 1950 diente das Herrenhaus als Altenheim.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus stand lange Zeit leer und wurde noch 2010 zum Verkauf ange­bo­ten. Nachdem sich kein Käufer für das marode Herrenhaus fand, erfolgte 2011 der Abriss.

Ralbitz-​Rosenthal: Rittergut Laske

Rittergut Laske

Am Klosterwasser 2
01920 Ralbitz-​Rosenthal OT Laske

Historisches

Bis 1616 exis­tierte in Laske ein erst­mals 1568 erwähn­tes Rittergut, wel­ches in eben jenem Jahr an das Kloster St. Marienstern über­ging und künf­tig als Klostergut diente. 1865 brannte die­ses Klostergut ab und an sei­ner Stelle wurde ein Forsthaus errich­tet. Eine andere Quelle besagt, dass bereits 1860 das Herrenhaus eines 1875 urkund­lich erwähn­ten Vorwerks errich­tet wurde, wel­ches das Kloster als Försterei nutzte.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus befin­det sich in Privateigentum und wird bewohnt.

Doberschau: Schloss Gaußig

Schloss Gaußig

An der Kirche 2
02633 Doberschau OT Gaußig

Historisches

Der erst­mals um 1245 unter Willricus de Gusc und Reinhardus de Guzich erwähnte Herrensitz erlebte zahl­rei­che Besitzerwechsel. Nachdem Rudolph von Neitschütz 1696 mit Gaußig belehnt wurde, ließ er um 1700 das Schloss in sei­ner heu­ti­gen Form erbauen. Zwischen 1747 und 1750 ver­an­lasste Heinrich Graf von Brühl als Eigentümer die Anlage des Landschaftsparks. Als wei­tere Besitzer sind ab 1750 der Graf von Keyerlingk sowie nach­fol­gend ab 1766 Peter Graf von Riaucourhall-​Riaucour bekannt.

Nach dem Tod von Andreas von Riaucour 1794 erbte des­sen Tochter Henriette, ver­ehe­licht mit Graf Carl Theodor Schall zu Bell, das Schloss mit Rittergut Gaußig. Seitdem wurde der Familienname Schall-​Riaucour genutzt. Die Familie Schall-​Riaucour behielt Schloss Gaußig bis 1945 in Familienbesitz. Während sie das Schloss als Wohnsitz nut­zen, ver­pach­te­ten sie die ande­ren in ihrem Besitz befind­li­chen Rittergüter unter. Um 1800 sowie 1870 erfolg­ten Umbauten sowie 1893 der Anbau der Kapelle und 1907 der Anbau des Bibliotheksflügels.

Nach 1945

Nach der Enteignung der Familie Schall-​Riaucour 1945 wurde das Schloss als Erholungsheim der TU Dresden genutzt. Teile des Schlosses wur­den 1976 saniert.

Nachwendezeit

Nach der Wiedervereinigung ging es in den Besitz des Freistaates über. Die TU Dresden nutzte das Schloss noch bis 1992. Das voll­stän­dig erhal­tene Inventar von Schloss Gaußig wurde an Wilderich von Schall-​Riaucour zurück­ge­ge­ben, wel­cher es nach und nach ver­kaufte.  1999 wurde Schloss Gaußig an eine Amerikanerin ver­kauft. Der Kaufvertrag über das Schloss wurde einige Jahre spä­ter wegen feh­len­der zuge­si­cher­ter Investitionen rück­gän­gig gemacht. Im März 2005 kam Schloss Gaußig per Verkauf an einen Privatinvestor, wel­cher umfang­rei­che Sanierungsarbeiten ver­an­lasste und das Schloss im August 2008 als  First Class Hotel eröffnete.

Heutige Nutzung

Schloss Gaußig dient als Hotel und Wohnsitz des Eigentümers. Ein Teil der Gutsanlage hat einen ande­ren Besitzer; der Stall ist nach einem Dacheinsturz im Jahr 2014 ruinös.

Doberschau: Wallburg Diehmen

Wallburg Diehmen

02692 Doberschau OT Diehmen

Historisches

Von der Wallburg Diehmen sind noch Wallreste vor­han­den, die sich nörd­lich vom Ort und dort nörd­lich der Diehmener Mühle befin­den. Die mit­tel­al­ter­li­che Wehrumlage umfasst ein rela­tiv gro­ßes Gebiet. Sie war ver­mut­lich einst voll­stän­dig von einem damm­ar­ti­gen Wall umge­ben, der heute nur noch teil­weise erhal­ten ist. Zur Orientierung vor Ort die­nen der soge­nannte 1. Dammweg und 2. Dammweg.

Bodendenkmalschutz

Schutz als Bodendenkmal besteht für die Reste der mit­tel­al­ter­li­chen Wehranlage seit 1978.