Burkau: Rittersitz Uhyst

Rittersitz Uhyst

01906 Burkau OT Uhyst

Historisches

1414 wurde der Rittersitz ver­zeich­net. Die Grundherrschaft übte Mitte des 16. Jahrhunderts der Rat zu Bautzen aus. Es ist davon aus­zu­ge­hen, dass der Rittersitz zu die­sem Zeitpunkt bereits wie­der auf­ge­löst war. Weitere Informationen lie­gen bis dato nicht vor.

Radibor: Rittergut Luttowitz

Rittergut Luttowitz

Parkstraße 5a/​Am Eiskeller
02627 Radibor OT Luttowitz

Historisches

Das Rittergut Luttowitz wurde bis 1841 durch das Rittergut Malsitz ver­wal­tet. In jenem Jahr erwarb der Freiherr von Uckermann-​Bendeleben das Gut, wel­ches 1858 in den Rang eines Ritterguts erho­ben wurde.  Bereits um 1850 war unter dem Freiherrn das Herrenhaus erbaut wor­den. Als Walter Jacob von Uckermann-​Bendeleben 1910 starb, fiel das Rittergut Luttowitz als Erbe an den Neffen Rudolf von Watzdorf, wel­cher das Rittergut bis 1945 bewirtschaftete.

Nach 1945

1945 fand die Enteignung statt, als die Bodenreform voll­zo­gen wurde. Das Herrenhaus wurde zunächst geplün­dert und spä­ter zum Kulturhaus mit Gaststätte umfunktioniert.

Nachwendezeit

Seit 2003 befin­det sich das Rittergut Luttowitz in Privatbesitz. Es wurde mit der Sanierung des Herrenhauses vor allem in Innenbereich begon­nen. Die Wirtschaftsgebäude wer­den gewerb­lich genutzt. Im Frühjahr 2011 wurde das Herrenhaus im Rahmen einer Immobilienauktion für 150.000 € angeboten.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus Luttowitz wird von den Eigentümern bewohnt. Der Park ist nicht öffent­lich zugänglich.

Bernsdorf: Rittergut Wiednitz

Rittergut Wiednitz

Bernsdorfer Sraße (hin­ter Nr. 4)
02994 Bernsdorf OT Wiednitz

Historisches

Das Rittergut Wiednitz fand erst­mals im 16. Jahrhundert Beachtung. Das Schloss wurde um 1725 erbaut, Besitzer war Herr von Simonis.

Nach 1945

Das Rittergut wurde nach der Bodenreform auf­ge­teilt. Der letzte Besitzer ließ das Schloss ver­fal­len, des­halb wurde es 1946 und 1947 kom­plett abgerissen.

Heutige Nutzung

Es sind noch Wirtschaftsgebäude vor­han­den. Im ehe­ma­li­gen Schlosspark führt eine Brücke auf eine Insel im Großen Teich.

Weißenberg: Rittergut Trauschwitz

Rittersitz Trauschwitz

02627 Weißenberg OT Trauschwitz

Historisches

1533 und damit zu einem rela­tiv spä­ten Zeitpunkt ward Trauschwitz als Rittersitz erwähnt. Die Grundherrschaft übte ab Ende des 16. Jahrhunderts bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts das Rittergut Nostitz aus. Weitere zuver­läs­sige Informationen lie­gen bis dato nicht vor.

Wachau: Wallburg Seifersdorf

Wallburg Seifersdorf

Burgberg
01454 Wachau OT Seifersdorf

Historisches

Die vor­ge­schicht­li­che Seifersdorfer Wallburg bestand in der Bronzezeit. Diese Epoche umfasst den Zeitraum zwi­schen dem Ende des 3. Jahrtausend v. Chr. und dem Beginn des 1. Jahrtausend v. Chr. Vom Burgwall auf dem Burgberg sind noch Reste des Abschnittgrabens erhal­ten. Der Zugang ist bei­spiels­weise über die Schönborner Straße möglich.

Bodendenkmalschutz

Der Burgberg mit sei­ner Wallanlage wurde 1952 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt.

Bautzen: Wasserburg & Rittergut Niederkaina

Wasserburg & Rittergut Niederkaina

Niederkainaer Straße 71 (Herrenhaus)
02625 Bautzen OT Niederkaina

Historisches

Das Rittergut geht auf eine alte Wasserburg am Nordwest-​Ufer des Albrechtsbachs zurück, die 1345 als Herrensitz bereits Erwähnung fand. Aus der Anlage ent­wi­ckelte sich ein 1449 bezeich­ne­tes Vorwerk, aus dem wie­derum das 1575 urkund­lich nach­weis­bare Rittergut ent­stand. Dieses befand sich von 1589 bis 1625 im Besitz der Stadt Bautzen und wech­selte danach noch meh­rere Male den Besitzer. 1813 brannte das Rittergut ab. Unter Eduard Hetzer erfolgte 1843 der Bau des Herrenhauses, der im Jahr zuvor das Rittergut erwor­ben hatte. 1910 wurde das Herrenhaus umge­baut. 1930 erwarb die Familie von Loebenstein das Rittergut.

Nach 1945

Kurz vor Kriegsende wur­den in der Scheune des Ritterguts 195 Menschen durch sowje­ti­sche Soldaten leben­dig ver­brannt. Nach der Enteignung wurde das Herrenhaus von Neubauernfamilien bewohnt und sollte eigent­lich abge­ris­sen wer­den. Dieser Abriss konnte ver­hin­dert wer­den. Stattdessen wurde es durch die Gemeindeverwaltung und als Kindergarten genutzt.

Nachwendezeit

Das Herrenhaus wurde von der Gemeinde an pri­vat ver­kauft. 2007 erfolgte die Sanierung des Herrenhauses.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus wird bewohnt.

Bodendenkmalschutz

Die Wasserburg wird teil­weise auch als Die Insel bezeich­net. Die Anlage wurde durch das spä­tere Rittergut nicht über­baut, so dass der Turmhügel und der mitt­ler­weile tro­cken­ge­legte umlau­fende Graben noch erkenn­bar sind.  Die Wasserburg wurde als Bodendenkmal Anfang 1938 unter Schutz gestellt. Anfang 1959 wurde der Schutz erneuert.

Burkau: Rittergut Jiedlitz

Rittergut Jiedlitz

Lindenstraße 8
01906 Burkau OT Jiedlitz

Historisches

Das Rittergut Jiedlitz wurde erst­mals 1633 erwähnt und befand sich zu die­sem Zeitpunkt bis 1646 im Besitz der Familie von Schönberg. Sie ver­kauf­ten es an die Familie von Brettin, die es 1680 an die Familie von Nostitz ver­äu­ßer­ten. Nach nur zwei­jäh­ri­gem Besitz kam es an Hans Otto von Ponikau, der 1685 den Bau des Herrenhauses ver­an­lasste. Nur fünf Jahre spä­ter ver­äu­ßerte er sein Rittergut, das noch mehr­fach wei­ter ver­kauft wurde. 1901 kam es schließ­lich an die Familie Hustig, die es bis 1945 besaß.

Nach 1945

Nach der Enteignung der Familie Hustig 1945 wurde im Herrenhaus eine Verkaufsstelle ein­ge­rich­tet. Außerdem diente es Wohnzwecken.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus Jiedlitz dient nach wie vor Wohnzwecken. Die Wirtschaftsgebäude ste­hen leer.

Radibor: Wasserburg Hronowy

Wasserburg Hronowy

02627 Radibor OT Camina

Historisches

Die mit­tel­al­ter­li­che Wasserburg befand sich ost­nord­öst­lich vom Ort im Wald nörd­lich der Straße nach Großdubrau. Erkennbar sind noch der Turmhügel mit dem mitt­ler­weile längst tro­cken­ge­leg­ten Graben und Außenwall. Die Wasserburg gehörte ursprüng­lich ver­mut­lich zum sor­bi­schen Dorf Hronow, wel­ches im 14. Jahrhundert geplün­dert und ver­nich­tet wurde.

Bodendenkmalschutz

Schutz als Bodendenkmal besteht seit 1934. Der Schutz wurde Ende 1958 erneuert.

Bischofswerda: Rittersitz Kynitzsch

Rittersitz Kynitzsch

01877 Bischofswerda OT Kynitzsch

Historisches

Für Kynitzsch konnte ein im Jahre 1402 exis­tie­ren­der Rittersitz unter Gerhard von Kyntsch nach­ge­wie­sen wer­den. Der Rittersitz wurde offen­bar spä­tes­tens im fol­gen­den Jahrhundert wie­der aufgegeben.

 

Weißenberg: Schloss Nostitz

Schloss Nostitz

02627 Weißenberg OT Nostitz

Historisches

Der 1280 exis­tie­rende Herrensitz befand sich im Besitz von Petrus de Noztizc. 1397 war von einem Rittersitz, 1419 von einem Vorwerk die Rede. Dieses kam 1439 an die Herren von Baudissin. Die Familie von Gersdorff erwarb Nostitz 1541 und behielt es bis 1638. Unter ihnen wurde das Vorwerk 1563 zum Rittergut erhoben.

Weitere Besitzer waren ab 1646 bis 1720 die Herren von Ziegler und Klipphausen, wel­che die dama­lige Burg um 1680 bis 1688 zu einem Schloss aus­bauen lie­ßen. Ihnen folg­ten die Herren Schmeiß von Ehrenpreisberg, der Edle von Lossa und ab 1777 die Grafen von Bressler.

In den Napoleonischen Kriegen wurde das Schloss 1813 zer­stört und brannte aus. Es befand sich damals im Besitz von Johanna Wilhelmine Gottliebe Gräfin von Bressler.

Schloss Nostitz wurde nicht wie­der auf­ge­baut und steht seit­her als Ruine.