Vorwerk Euldorf
02747 Herrnhut OT Euldorf
Historisches
Das Vorwerk Euldorf konnte im 18. und 19. Jahrhundert nachgewiesen werden.
Schlösser, Burgen und Rittergüter im Landkreis Görlitz
02747 Herrnhut OT Euldorf
Das Vorwerk Euldorf konnte im 18. und 19. Jahrhundert nachgewiesen werden.
Gelber Hof 7
02923 Horka
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Gutshof durch die LPG genutzt. Das Herrenhaus wurde 1965 aufgrund seines ruinösen Zustandes abgerissen.
Nachdem ein Brand die Wirtschaftsgebäude 1996 zerstörte, wurden deren Überreste auch abgetragen.
Rittergut NiedergebelzigAm Weinberg 20
02906 Hohendubrau OT Gebelzig
Bereits 1371 war Niedergebelzig ein Herrensitz. 1658 erfolgte eine Teilung des vormalig einheitlichen Rittergutes in Niedergebelzig und Obergebelzig. Das Rittergut Niedergebelzig befand sich seit 1839 im Besitz der Familie Zeißig, ab 1921 im Besitz von Linda Zschucke und seit 1930 im Besitz von Susanne Schellschmidt.
Das Herrenhaus des Rittergutes Niedergebelzig wurde 1990 aufgrund seines desolaten Bauzustandes abgerissen.
Der Gutshof ist noch vorhanden, befindet sich jedoch in sanierungsbedürftigem Zustand. Das Dach ist mittlerweile eingestürzt.
(Stand: 2024)
02747 Herrnhut OT Heuscheune
Das Vorwerk Heuscheune wurde 1623 sowie 1875 beurkundet. Möglicherweise war es bereits zu Ende des 15. oder Anfang des 16. Jahrhunderts entstanden. Zeitweise soll das Vorwerk den Status eines Ritterguts innegehabt und sich lange Zeit im Besitz der Familie von Gersdorf befunden haben. 1844 ging das Dorf und damit auch das Vorwerk Heuscheune in den Besitz der Herrnhuter Brüder-Unität über.
Angaben zum Standort liegen nicht vor. Möglicherweise handelte es sich beim Vorwerk Heuscheune um ein trockenes Vorwerk ohne entsprechende Gebäudesubstanz.
Schloss Niederspree
Niederspree 6
02923 Hähnichen OT Spree
Historisches
Das Gut Niederspree befand sich von der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts bis 1662 im Besitz der Familie von Deupold. Es wurde von der Familie von Nostitz gekauft, die es bis 1679 besaß und an die Familie von Gablenz veräußerte, die es für fast ein Jahrhundert besaß. Nach weiteren Besitzerwechseln kam das Gut 1795 bis 1803 erneut an die Familie von Nostitz. Der Graf von Mengersen kaufte es 1858. Friedrich von Martin erwarb Schloss Niederspree 1907. Seine Tochter Elsa Thiel erbte das Schloss 1915 und ließ vier Jahre später das Schloss nach heutigem Aussehen erbauen. 1925 erhielt es einen Anbau.
Nach 1945
1945 wurde Elsa Thiel enteignet. Die nächsten fünf Jahre wurde Niederspree als Frauengefängnis genutzt und nachfolgend bis 1957 als Forstschule. Anschließend diente es bis 1974 als Pilotenunterkunft sowie bis 1989 dem Ministerium für Staatssicherheit als Erholungsheim, das 1984 eine dreijährige Sanierung veranlasste.
Nachwendezeit
Ab 1990 wurde das Schloss als Naturschutzstation genutzt.
Heutige Nutzung
Inzwischen befindet sich das Schloss in Privathand und ist seit 2006 an einen Verein verpachtet.
02906 Hohendubrau OT Jerchwitz
1667 existierte ein Rittergut. Es wurde im 18. Jahrhundert in ein Vorwerk umgewandelt.
Vorwerk BiehainZum Waldsee 4
02923 Horka OT Biehain
1601 kaufte die Familie von Nostitz das urkundlich erwähnte Rittergut von der Familie von Gersdorff. 1629 verkaufte die es an die Familie von Drachstedt, die es 1646 wieder an die Familie von Nostitz veräußerte. 1660 verkaufte sie es an die Familie von Gersdorff, die das Rittergut 1710 an die Familie von Reibold veräußerte. Diese behielt es bis 1751 in ihrem Eigentum und die Familie von Gersdorff erwarb das Rittergut Biehain erneut zurück.
1840 kam es durch Verkauf von Ernestine Antonie Irmengard von Gersdorff an Friedrich Rudolph Lucke. Sowohl 1777 als auch 1885 sind schriftliche Nachweise als Vorwerk gegeben und das Herrenhaus diente eher wirtschaftlichen als Wohnzwecken. Noch in der Zeit des Ersten Weltkrieges wurde Biehain an Hugo Stinnes veräußert.
Nach der Enteignung von Hugo Stinnes 1945 wurden zunächst Flüchtlinge, später auch Einheimische im Herrenhaus untergebracht. Später übernahm die LPG das Gut.
Das Herrenhaus steht leer und ist dringend sanierungsbedürftig. Pferde- und Kuhstall befinden sich jeweils in Privatbesitz, letzter wurde zu Wohnzwecken ausgebaut.
Am Schloss 7
02906 Hohendubrau OT Gebelzig
Es war bereits 1371 ein Herrensitz in Gebelzig verzeichnet, der seit 1658 als Rittergut bekannt war. 1687 kam das Rittergut an die Familie von Hundt und Alten-Grottkau, die durch Carl Gotthelf von Hundt und Alten-Grottkau mit der Freimaurerei in Verbindung stand. 1767 wurde Gebelzig von der Familie von Hundt und Alten-Grottkau verkauft.
Das Schloss wurde 1838 unter seinem Besitzer Gottfried Wende als Schulgebäude erbaut. Gottfried Wende verkaufte das Schloss 1845 an den Freiherrn von Düringshofen, der 1863 Umbauten vornehmen ließ.
Seit 1910 bis 1945 befand sich das Schloss im Besitz des Artur von Teichmann und Logischen. In Folge eines Blitzes brannte das Schloss 1910 ab und wurde in den folgenden zwei Jahren wieder aufgebaut sowie mit Rundtürmen versehen.
Nach der Enteignung von Tassilo von Teichmann und Logischen wanderte dieser nach Kanada aus. Im Schloss Gebelzig fanden zunächst Umsiedler Unterkunft im Schloss, bis es ab 1946 wieder als Schule genutzt wurde. Dazu fanden 1985 und 1986 Umbauten statt.
Von 2006 bis 2008 erfolgten erneut Umbauten und Sanierungsarbeiten.
Hort und Kindergarten sind heute neben der Grundschule ebenfalls im Schloss untergebracht. Die Wirtschaftsgebäude werden als Wohnhaus, Bauhof und Veranstaltungszentrum genutzt. Zwischen 2004 und 2012 erfolgte eine umfangreiche Sanierung dieser Nebengebäude.
Zum Weinberg 6
02923 Horka OT Oberhorka
Das Rittergut wurde 1562 erstmals erwähnt. Nachdem 1777 zwei Rittergüter vorhanden waren, wurden diese spätestens 1885 wieder zu einem verinigt.
Das Schloss wurde 1945 abgerissen.
Die noch vorhandenen Wirtschaftsgebäude befinden sich in sanierungsbedürftigem Zustand.
Rittergut OberprauskeWeißenberger Straße 17
02906 Hohendubrau OT Oberprauske
Das Rittergut existierte mindestens seit dem 17. Jahrhundert und gehörte lange Zeit zum Rittergut Gröditz dazu. Erst 1771 wurde es ein eigenständiges Rittergut, als es aus dem Besitz der Familie von Gersdorff an Isabella Gräfin von Salmour verkauft wurde. Nach zahlreichen Besitzerwechseln befand sich das Rittergut Oberprauske ab 1870 im Besitz des Julius Fischer und seiner Familie. 1898 kam es in den Besitz der Familie von Schau und wechselte bis 1945 noch mindestens vier Mal den Besitzer. Um 1900 wurde etwas abseits vom Gutshof das Herrenhaus errichtet. Als letzter Besitzer seit 1937 ist Albert Noack bekannt.
Nach der Enteignung wurde das Rittergut der Familie Kählig zuerkannt. Unter dieser entstand ein Kuhstall als Anbau.
Seit 2009 befindet sich das Herrenhaus des Rittergutes in Privatbesitz und wird bewohnt.