Glauchau: Schloss Forderglauchau & Schloss Hinterglauchau

Schloss Forderglauchau
Schloss Hinterglauchau
Burg Glauchau

Schlossplatz 5a
08371 Glauchau

Historisches

Die Schlossanlage befand sich seit jeher im Besitz der Familie von Schönburg und geht auf einen Burgenbau aus der Zeit um 1170 zurück. Diese Burganlage wird auch als Schöne Burg und Veste bezeich­net. 1240 erfolgte die Nennung eines Herrensitzes unter Heinricus de Gluchowe.

Sie wurde in der zwei­ten Hälfte des 15. Jahrhunderts erneu­ert, nach­dem 1488 der Hauptturm ein­ge­stürzt war. Schloss Hinterglauchau wurde zwi­schen 1525 und 1527 umge­baut. An diese Bauarbeiten schloss sich bis 1534 der Neubau des Schlosses Forderglauchau an, das als Vorburg gedient haben könnte. 1591 wurde Schloss Hinterglauchau erneuert.

Nach 1945

Die Familie von Schönburg wurde 1945 enteignet.

Heutige Nutzung

Schloss Forderglauchau wird von Kreisbibliothek, Musikschule und Galerie genutzt. Im Schloss Hinterglauchau befin­den sich ein Museum sowie eine Kunstsammlung. Die Schlossanlage befin­det sich in sanie­rungs­be­dürf­ti­gem Zustand.

Bodendenkmalschutz

Die Ursprungsburg ist durch das Schloss Hinterglauchau über­baut. Erhalten ist noch ein Abschnittsgrabem im Ostbereich der Schlossanlage. Bodendenkmalschutz besteht seit 1970.

Werdau: Wasserburg & Schloss Leubnitz

Wasserburg & Schloss Leubnitz

Rathausstraße 1
08412 Werdau OT Leubnitz

Historisches

Leubnitz wurde erst­mals 1333 als Herrensitz erwähnt, wobei es sich offen­bar um den Vorgängerbau des heu­ti­gen Schlosses, eine Wasserburg, han­delte. 1551 erfolgte die Nennung als Rittergut. Im 16. und spä­ten 18. Jahrhundert sowie 1870 erfolg­ten Umbaumaßnahmen zum Schloss nach heu­ti­gem Aussehen.

Nachwendezeit

Das Schloss diente als Sitz der Gemeindeverwaltung.

Heutige Nutzung

Leerstand. Die ursprüng­li­che Wasserburg ist durch die Umbauten nicht mehr erkennbar.

Bodendenkmalschutz

Die Wasserburg wurde 1970 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt.

Zwickau: Rittergut Obermosel I

Rittergut Obermosel I

Dänkritzer Straße 32
08058 Zwickau

Historisches

Obermosel wurde 1441 inner­halb der Familie von der Mosel vom Rittergut Niedermosel abge­trennt. 1558 erfolgte die Teilung von Obermosel in Obermosel I, das an Wolf von der Mosel ging, und Obermosel II, das Balthasar von der Mosel erhielt. Obermosel I ver­blieb wei­ter­hin in Familienbesitz und kam dadurch auch in die Hände der­je­ni­gen Familienvertreter, die bereits Mittelmosel II sowie Niedermosel besaßen.

Ein Brand zer­störte 1827 die bei­den Obermosel-​Rittergüter. Obermosel I ist das Moselner Rittergut, das am längs­ten im Besitz der Familie von der Mosel ver­blieb. Erst 1838 wurde es an Johann August Stengel ver­kauft und kam 1856 an Gottfried Hermann Schreiber, dem 1864 Johann Adolf Porst folgte. Im Besitz der Familie Porst ver­blieb das Gut bis 1895, als es von Paul Büttner erwor­ben wurde. Das Rittergut Obermosel I kam 1906 an die Familie Günther.

Nach 1945

1945 wurde das Rittergut von der Roten Armee beschlag­nahmt. Die LPG über­nahm es 1953.

Heutige Nutzung

Das sanierte Herrenhaus befin­det sich in Privatbesitz und wird bewohnt. Das ehe­ma­lige Torhaus (Kirchweg 3) wird eben­falls bewohnt, ein Wirtschaftsgebäude wird gewerb­lich genutzt.

Waldenburg: Schloss Grünfeld

Schloss Grünfeld

Grünfelder Straße 38
08396 Waldenburg

Historisches

Otto Carl Friedrich erwarb 1780 meh­rere Grundstücke sowie Wohn- und Wirtschaftsgebäude eines Landgutes, um den Grünfelder Park anle­gen zu las­sen. Das Landgut wurde neo­go­tisch umge­stal­tet und diente als Sommerresidenz der fürst­li­chen Familie um Otto Victor I. Das bis dahin exis­tie­rende Schlösschen ließ er 1841 /​ 1842 abrei­ßen, so dass heute nur noch Nebengebäude vor­han­den sind.

Der Park wurde als soge­nann­ter “Sentimentaler Landschaftspark” ange­legt und mit einer Vielzahl an Staffagebauten ver­se­hen. Dazu zäh­len stell­ver­tre­tend das Portal, das als Haupttor des 1619 abge­brann­ten hin­te­ren Schlosses gedient hatte und 1786 in den Park ver­setzt und 1844 restau­riert wurde, das Badehaus von 1790 und der auf 1795 datierte Felsengang, eine künst­li­che Grotte, die aus Findlingen und Felsbrocken errich­tet wurde.

Nachwendezeit

Die Nebengebäude wur­den zwi­schen 1992 und 1994 auf­wän­dig saniert.

Heutige Nutzung

Hotel und Restaurant

Werdau: Rittergut Niedersteinpleis

Rittergut Niedersteinpleis

Freistraße 5
08412 Werdau OT Steinpleis

Historisches

Steinpleis wurde bereits 1350 als Herrensitz erwähnt. Martin Römer erwarb 1470 die Steinpleiser Rittergüter, seine Familie war über vier­hun­dert Jahre mit Steinpleis ver­bun­den. Seit 1551 bestan­den drei Rittergüter par­al­lel. In der zwei­ten Hälfte des 19. Jahrhunderts bestan­den noch zwei Rittergüter.

Heutige Nutzung

Das baro­cke Herrenhaus steht seit 2010 leer. Von den ehe­ma­li­gen Wirtschaftsgebäudes ist kei­nes mehr vorhanden.

Zwickau: Wasserburg & Schloss Osterstein

Wasserburg & Schloss Osterstein

Schlossgrabenweg 1
08056 Zwickau

Historisches

Schloss Osterstein geht auf eine  mit­tel­al­ter­li­che Wasserburg zurück, wel­che nach 1212 erbaut und 1292 als castrum Czwickaw urkund­lich erwähnt wurde. Nachdem sie bei einem Brand 1403 stark beschä­digt wurde, wurde sie von 1404 bis 1407 abge­ris­sen und nach­fol­gend als Schloss wie­der aufgebaut.

Von 1587 bis 1590 wurde das Schloss für den Kurfürsten August im Renaissancestil umge­baut. Auch nach der Zerstörung 1632 wurde es erneut auf­ge­baut. Ebenso fan­den 1806 /​ 1807 Umbauten statt. 1775 wurde im Schloss eine Zuchtanstalt eingerichtet.

Nach 1945

Mit kur­zen Unterbrechungen bestand die Strafanstalt bis 1962. Eine wei­tere Nutzung erfolgte als Waschanstalt und Magazinräumen. Einige Gebäudeteile wur­den zwi­schen­zeit­lich abge­ris­sen. Ab den 1980er Jahren ver­fiel das Schloss zuse­hends und stand viele Jahre lang als Ruine.

Nachwendezeit

Ab 2000 erfolg­ten Sicherungsarbeiten und nach zwei­jäh­ri­ger Sanierungszeit eröff­nete Schloss Osterstein im November 2008 neu.

Heutige Nutzung

In Schloss Osterstein ist ein Seniorenheim eingerichtet.

Bodendenkmalschutz

Die eins­tige Wasserburg wurde durch den Schlossbau kom­plett über­baut. Für die Ursprungsanlage besteht seit 1980 Bodendenkmalschutz.

Werdau: Rittergut Obersteinpleis

Rittergut Obersteinpleis

Hauptstraße 102
08412 Werdau OT Steinpleis

Historisches

Steinpleis wurde bereits 1350 als Herrensitz erwähnt. Martin Römer erwarb 1470 die Steinpleiser Rittergüter, seine Familie war über vier­hun­dert Jahre mit Steinpleis ver­bun­den. Seit 1551 bestan­den drei Rittergüter par­al­lel. In der zwei­ten Hälfte des 19. Jahrhunderts bestan­den noch zwei Rittergüter.

Nach 1945

Zu DDR-​Zeiten diente das Herrenhaus als Wohn- und Geschäftshaus.

Nachwendezeit

Das Herrenhaus wurde 1994 /​ 1995 saniert und zu Wohnraum aus­ge­baut. Es befin­det sich in Privatbesitz.

Heutige Nutzung

Wohnungen

Zwickau: Schwanenschloss

Schwanenschloss

Am Schwanenteich
08056 Zwickau

Historisches

1836 wurde das Schloss erbaut. 1861 und 1886 fan­den bau­li­che Veränderungsarbeiten statt.

Nachwendezeit

Nachdem das Schloss ver­fal­len war und weder Nutzungskonzept noch Investor vor­han­den waren, wurde es 1993 abgerissen.

Heutige Nutzung

Ein Neuaufbau ist im Gespräch. Hier wird auch eine “moderne Bauweise” nicht aus­ge­schlos­sen. Kommt diese Idee zur Umsetzung, wird die Bauweise sehr wahr­schein­lich nicht mehr an das ursprüng­li­che Schwanenschloss erinnern.

Waldenburg: Burg & Schloss Waldenburg

Burg & Schloss Waldenburg

Peniger Straße 10
08396 Waldenburg

Historisches

Hugo von Wartha und Rudolf von Brand lie­ßen von 1165 bis 1172 eine Burg als Sicherungsposten erbauen. Hugone de Waldenberc wurde 1199 in Verbindung mit dem Herrensitz Waldenburg erwähnt. Die Familie von Waldenburg ver­äu­ßerte ihren Besitz zwi­schen 1375 und 1378 an die Familie von Schönburg. Nachdem die Burg 1430 in den Hussitenkriegen zer­stört wor­den war, wurde die Anlage neu als Schloss unter Veit II. errichtet.

1519 wurde das Schloss durch einen Brand zer­stört und in den fol­gen­den Jahren wie­der auf­ge­baut. Unter Hugo I. wurde zwi­schen 1556 und 1567 das Vordere Schloss erbaut, wodurch die Anlage zum Doppelschloss wuchs. 1619 wütete erneut ein Feuer im Schloss, Wiederaufbauarbeiten erfolg­ten jedoch nicht und der abge­brannte Teil blieb als Ruine bestehen. In der zwei­ten Hälfte des 18. Jahrhunderts wur­den am Vorderen Schloss viel­fäl­tige Umbauarbeiten durch­ge­führt. Dabei wurde 1783 die Schlossruine abge­ris­sen, ihr Hauptportal in den Park umge­setzt und der Wallgraben verfüllt.

1848 wurde das Schloss auf­grund revo­lu­tio­nä­rer Unruhen in Brand gesteckt und voll­stän­dig beschä­digt. Dem Neubau des Schlosses als Vierflügelanlage zwi­schen 1855 und 1859 folgte eine grund­le­gende Erneuerung von 1909 bis 1912 unter Otto Victor II. 1928 wurde das Schloss Eigentum eines Vereins, der 1945 ent­eig­net wurde.

Nach 1945

Nach der Enteignung wurde das Schloss geplün­dert und 1948 als Lungenheilanstalt eröff­net. Dadurch wurde der ursprüng­lich geplante Abriss ver­hin­dert und Schloss Waldenburg noch bis 1998 als Fachkrankenhaus genutzt. Im Jahre 2005 erfolgte eine Sanierung des Schlosses.

Heutige Nutzung

Schloss Waldenburg kann besich­tigt wer­den und bie­tet Raum für Konzerte, Trauungen und kul­tu­relle Veranstaltungen.

Interessantes

Im Februar 2013 fan­den auf Schloss Waldenburg Dreharbeiten zum Film “The Grand Budapest Hotel” statt, der 2014 in die Kinos kam. Im Juni 2013 soll­ten Sanierungsarbeiten begin­nen, wobei zunächst im Hinblick auf eine ganz­jäh­rige Nutzung des Schlosses die Haustechnik erneu­ert wurde.

Bodendenkmalschutz

Das Gelände der eins­ti­gen Höhenburg wurde durch den Schlossbau und die Anlage des Parks ver­än­dert. Von der ursprüng­li­chen Burg ist ein Burgturm aus Bruchsteinwerk erhal­ten. Schutz als Bodendenkmal besteht seit 1970.