Oelsnitz: Burg Planschwitz (Alte Feste)

Burg Planschwitz (Alte Feste)

Kirchpöhlweg /​ Talsperrenstraße
08606 Oelsnitz OT Planschwitz

Historisches

Von der Burg ist nichts mehr erhal­ten, sie wurde voll­kom­men abge­tra­gen und ver­schlif­fen. Weitere Bezeichnungen für die Anlage sind Alte Feste und Feste Planschwitz. Die mit­tel­al­ter­li­che Höhenburg befand sich in der Ortsmitte nord­öst­lich des Gutes in Gipfellage. Sie wurde 1297 als Herrensitz des Ulricus Saccus de Plonswicz, Herr von Planschwitz, erwähnt.

Bodendenkmalschutz

Bodendenkmalschutz besteht seit 1959 für die Anlage auf einem Felsblock.

Oelsnitz: Feste Stein

Feste Stein

Talsperre Pirk
08606 Oelsnitz OT Planschwitz

Historisches

Von die­ser eben­falls mit­tel­al­ter­li­chen Höhenburg sind noch ein Abschnittsgraben und geringe Mauer- sowie Turmreste vor­han­den. Sie wurde 1327 und zwei jahre spä­ter als Herrensitz des Heinricus de Machwicz erwähnt und befand sich gut 500 m nörd­lich des Ortes auf einem Felsvorsprung. Funde las­sen auf eine lang­jäh­rige Nutzung vom 14. bis hin­ein ins 17. Jahrhundert schlie­ßen. Seit der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg steht die ehe­ma­lige Burg als Ruine.

Bodendenkmalschutz

Die mit­tel­al­ter­li­che Höhenburg ist teil­weise von der Talsperre Pirk über­flu­tet und damit nicht mehr voll­ends zu erken­nen. Sie befin­det sich auf einem Felsvorsprung ein klei­nes Stück öst­lich der Staumauer. Bodendenkmalschutz besteht seit 1959 für die Anlage.

Oelsnitz: Rittergut Raschau

Rittergut Raschau

Raschauer Straße 64
08606 Oelsnitz

Historisches

Schon 1224 exis­tierte ein Herrensitz unter Heinricus de Ratschau in Raschau, der 1445 als Rittersitz bezeich­net wurde. Als ers­ter Besitzer ist Leuther von Rouschouwo ver­zeich­net, 1357 berich­tet eine Urkunde von Niclas von Raschau. Die 1542 genann­ten Vorwerke gehen mög­li­cher­weise bereits auf das 13. Jahrhundert zurück. So wird aus dem Jahre 1481 berich­tet, dass ein Verkauf eines die­ser Vorwerke von Philipp von Uttenhofen an Matthes Theymler erfolgte.

1500 kaufte die Familie Fassmann das Gut, neun Jahre spä­ter kam es an den Rat von Oelsnitz. Aus die­sem Gut ent­stand in der nächs­ten Zeit das Rittergut Raschau. Das zweite Vorwerk kam 1551 an die Familie Meyerhöfern in Lehen. 1587 wurde der Rat zu Oelsnitz mit die­sem Gut belie­hen. Dieser ließ vor­han­dene Gebäude abrei­ßen und ein Erbgut ent­ste­hen. In den letz­ten Jahren des 17. Jahrhunderts wurde das Gut Raschau schließ­lich zum Rittergut erhoben.

1763 Johann stif­tete Andreas von Osten das Gut zu Gunsten von Waisen und die Adlige Ostensche Waisenhausstiftung ent­stand. Das Rittergut wurde nach zwei­jäh­ri­ger Pacht durch Clemens Wehner 1897 an Georg Kurze ver­pach­tet. Die Adlige Ostensche Waisenhausstiftung war bis 1914 Gutsbesitzer. Die Familie Kurze kaufte im glei­chen Jahr das Rittergut von der Stiftung.

Nach 1945

Die Familie Kurze wurde 1945 ent­eig­net. 1949/​1950 wurde das Herrenhaus abge­ris­sen. Wirtschaftsgebäude sind noch vorhanden.

Nachwendezeit & Heutige Nutzung

Seit 1995 ist eine Dachdeckerfirma im ehe­ma­li­gen Rittergut ansässig.

Oelsnitz: Burg Voigtsberg

Burg Voigtsberg

Schlossstraße 32
08606 Oelsnitz

Historisches

Die mit­tel­al­ter­li­che Höhenburg wurde zwi­schen 1232 und 1249 für die Vögte von Straßberg erbaut. Die Ersterwähnung eines Herrensitzes erfolgte 1248 unter Eberhardus de Voitesberk. Die Vögte von Straßberg behiel­ten die Burg bis etwa 1320 in ihrem Besitz. 1327 wurde sie von den Vögten von Plauen über­nom­men, 1356 fiel sie an den Markgrafen von Meißen.

Burg Voigtsberg wurde 1378 kur­fürst­li­ches Amt und noch bis 1855 diente sie als Verwaltungseinrichtung. Zwischen 1390 und 1405 wur­den bau­li­che Änderungen vor­ge­nom­men. Nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg 1633 wurde sie wie­der auf­ge­baut. Nur fünf Jahre spä­ter wütete ein Brand im Schloss, das her­nach wie­der auf­ge­baut wurde. 1821 wurde im Vorhof ein Rentamtsgebäude errichtet.

Heutige Nutzung

In der Burg sind heute ein Heimatmuseum, ein Teppichmuseum, eine Gaststätte und ein Kostümverleih unter­ge­bracht. 2008 wurde der größte Teil der umfang­rei­chen Sanierungsarbeiten abgeschlossen.

Bodendenkmalschutz

Die Reste der ursprüng­li­chen Bausubstanz wur­den 1973 unter Bodendenkmalschutz gestellt. Dabei han­delt es sich um den Rundturm,w elcher auf die frü­here Burg zurück­geht, und einen Abschnittsgraben von unge­fähr 15 m Breite, wel­cher heute als Weg dient.

Oelsnitz: Schloss Göllnitzhof

Schloss Göllnitzhof

Göllnitzhöhe
08606 Oelsnitz

Historisches

Das ehe­ma­lige Schloss wurde 1520 von der Stadt Oelsnitz auf­ge­kauft. Es han­delte sich, unter Berücksichtigung der Zeit, wohl eher um eine Burganlage als um ein Schloss im heu­ti­gen Sinne. Bereits 1548 wurde es abge­tra­gen. Heute erin­nert nur noch der Flurname Göllnitzhöhe an die ehe­ma­lige Burg-​/​Schlossanlage.

Lengenfeld: Wallburg Heidenschanze

Wallburg Heidenschanze

08485 Lengenfeld OT Weißensand

Historisches

Die Wallburg befand sich 250 m öst­lich des Dorfes auf einem Geländesport im Göltzschtal. Die Höhenburg wird auch als Burg und Schlossberg bezeich­net. Die Heidenschanze wurde ver­mut­lich noch vor dem 12. Jahrhundert errichtet.

Der Burghügel ist ewa 15 x 20 m groß. Erhalten sind außer­dem noch zwei Gräben von 5 bzw. 8,5 m Breite mit einem dazwi­schen lie­gen­den Wall von 4,5 m Breite.

Bodendenkmalschutz

Die Heidenschanze wurde 1956 unter Bodendenkmalschutz gestellt.

Plauen: Vorwerk Haselbrunn

Vorwerk Haselbrunn

08525 Plauen OT Haselbrunn

Historisches

Das Vorwerk wurde erst­mals 1551 erwähnt. 1829 wurde das Vorwerk ver­kauft, um dadurch die Kriegsschulden der Stadt zu til­gen. Gesicherte Angaben zum Standort lie­gen der­zeit noch nicht vor.

Pöhl: Burg Helmsgrün

Burg Helmsgrün

08543 Pöhl OT Helmsgrün

Historisches

Die Höhenburg befand sich auf einem Geländesporn über dem Bellwitzbach nord­west­lich von Helmsgrün. Vorhanden ist nur noch ein Grabenrest. Sie wird auch als Burgstatt, Wall, Wahl und Alter Schlosshof bezeich­net und wirkt heute in ihren Überresten bas­ti­ons­ar­tig.  Der Burghügel hat einen Durchmesser von etwa 18 m und weist nur noch einen Grabenrest auf.

Bodendenkmalschutz

Die Anlage wurde 1959 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt.

Rosenbach: Schloss Leubnitz

Schloss Leubnitz

Am Park 1
08539 Rosenbach OT Leubnitz

Historisches

Das 1466 nach­weis­bare Vorwerk wurde 1577 als Rittergut bezeich­net. Bereits 1418 befand sich das Gut im Besitz der Familie von Röder und ging 1574 an die Familie von Trützschler über. 1609 kam der Besitz an die Freiherrenfamilie von Bodenhausen und gelangte durch Heirat der Tochter an die Familie von Kospoth, die es nun bis zur Enteignung besaß. Das alte Schloss brannte 1763 ab. Es wurde erst 1794 durch einen Neubau ersetzt, der im früh­klas­si­zis­ti­schen Stil aus­ge­führt wurde. 1890 wurde der weit­läu­fige Landschaftspark ange­legt. Ab März 1945 nutzte das Krankenhaus Plauen das Schloss vorübergehend.

Nach 1945

1946 wurde Silvio Heinrich von Kospoth ent­eig­net. Das Schloss wurde als Wohnraum genutzt, die Wirtschaftsgebäude an Neubauern auf­ge­teilt. Der Demokratische Frauenbund Deutschlands (DFD) nutze von 1948 bis 1950 Schloss Leubnitz, das nach­her an die Gemeinde kam. 1976/​1977 erfolg­ten umfang­rei­che Restaurierungsmaßnahmen, zehn Jahre spä­ter wurde der Fassadenanstrich erneuert.

Heutige Nutzung

Im Jahr 2010 wurde eine umfas­sende Sanierung vor­ge­nom­men. Schloss Leubnitz wird heute durch Gemeindeverwaltung, Standesamt, Kindergarten, Touristeninfo sowie eine Dauerausstellung zu den Themen Natur und Jagd genutzt. Außerdem fin­den Konzerte und andere Veranstaltungen statt.

Plauen: Wasserburg Haselbrunn

Wasserburg Haselbrunn

Pfaffengutstraße | Stadtwald
08525 Plauen OT Haselbrunn

Historisches

Von der Wasserburg sind nur noch Wall- und Grabenreste vor­han­den. Sie sind im Plauener Stadtwald zu fin­den, direkt nörd­lich der Pfaffengutstraße zwi­schen Haselbrunn und Reißig. Zur Orientierung dient ein Brunnen, der sich direkt neben der mit­tel­al­ter­li­chen Wasserburganlage befin­det. Die Burganlage stand in Verbindung mit einem wüs­ten Hof, mög­li­cher­weise dem Vorwerk Haselbrunn.

Bodendenkmalschutz

Bodendenkmalschutz besteht seit 1959 für die Wasserburg Haselbrunn.